Betriebssystem Familie -zwischen Brotbox, Business und Bedürfnissen

Betriebssystem Familie -zwischen Brotbox, Business und Bedürfnissen

35 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen

Betriebssystem Familie - Wie kann ich Brotbox, Business, und
meine eigenen Bedürfnisse so jonglieren, ohne mich dabei selbst
zu verlieren?



In dieser Folge von Chaos & Konfetti sprechen wir über ein
Gefühl, das in vielen Familien ständig mitläuft: „Ich kann
nicht mehr. Ich bin müde. Es ist alles zu viel.“ Und die
wichtige Unterscheidung dahinter: Oft fehlt nicht Liebe – sondern
Struktur, Ordnung und ein echtes Commitment im Familiensystem.


Tine bringt ihre Erfahrung aus vielen Familien mit
(Küchentisch-Gespräche inklusive) und Petra packt ein
Paradebeispiel aus dem echten Leben dazu, das das Spannungsfeld
zwischen liebevoller Fürsorge und eigenen Bedürfnissen
beschreibt. Die Folge daraus ist ein Gefühl der Zerrissenheit,
weil ihr eigener Plan (Laufen, Termine, To-dos) kippt. Der
zentrale Punkt: Du darfst die richtige Entscheidung treffen – und
sie trotzdem blöd finden. Gefühle haben Berechtigung. Und: Dein
Kind ist nicht verantwortlich für deine Entscheidung.


Gemeinsam schauen wir nicht auf „noch bessere Organisation“ und
noch mehr Listen, sondern auf das Familiensystem als
Betriebssystem – mit mehreren Ebenen, die ineinandergreifen:


Ich-Ebene: die eigenen Bedürfnisse und Gefühle, das Streben
nach Sicherheit, Nähe und gleichzeitig Freiheit.

Logistik-Ebene: Termine, Haushalt, Schule, Fahrdienste,
Geburtstage, Klamotten, usw.

Werte-/Selbstbild-Ebene: Das eigene Wertesystem und das
eigene Selbstbild: „Wann bin ich eine gute Mutter?“, „Wie sieht
eine gute Beziehung aus?“, „Wie fülle ich meine Verantwortung aus
und wann bin ich eigentlich ein gutes Vorbild?“



Wir beschreiben aus unserer beruflichen und auch aus unserer
eigenen Erfahrung, was konkret dabei helfen kann, bei sich zu
bleiben, ohne dabei das Familiensystem jedes Mal zu sprengen:


Kinder früh einbeziehen (Spülmaschine ausräumen,
Socken-Memory) entlastet langfristig

Feste Routinen statt Mental-Load-Nachfragen („Dienstag Müll“
statt „Kannst du bitte…?“)

10-Minuten-Kaffee-Reset am Tag: kurz raus, kurz checken, kurz
atmen

Familienrat: Was läuft gut? Was nicht? Was ändern wir? –
aufschreiben & unterschreiben (und ja: auch Eltern dürfen
Konsequenzen haben)

Ampel-System (grün/gelb/rot) als gemeinsame Sprache für
Überforderung: „Bist du gerade rot?“

Ferien-Gamechanger: Wünsche aufteilen in (1) nur für mich,
(2) für uns als Familie, (3) mit 1–2 anderen + ein nicht
verhandelbares Zeitfenster (z. B. ein Abend frei).



Zum Schluss wird’s herrlich praktisch: Petra teilt, wie sie das
„Zerrissen“-Gefühl morgens mit einem klaren Commitment löst.


Der Kernsatz rund um dieses Thema ist für uns: Liebe ist, wenn
wirklich alle immer mitgezählt und berücksichtigt werden.


Unser Konfetti der Woche:
„Ich bleibe bei mir – und wir finden einen Weg, der das System
nicht sprengt.“

Welche Rolle oder welcher „Ball“ ist bei dir gerade zu viel – und
welcher darf (endlich) runter? Schreib’s uns in die Kommentare.


Chaotische Konfettigrüße von


Petra & Tine

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