Single. Kinderlos. Komplett. Über Lebensmodelle, die anecken
37 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
Single, kinderlos – und trotzdem komplett.
In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele betrifft –
und über das gleichzeitig viel zu oft zu laut, zu schnell und zu
wertend gesprochen wird: Lebensmodelle, die nicht ins
gesellschaftliche Drehbuch passen.
Der Einstieg ist direkt eine dieser Fragen, die so entlarvend
sind, dass sie sitzen bleibt:
„Wann wurdest du das letzte Mal gefragt, warum du einen Mann hast
und Kinder?“ Spoiler: Fast nie. Umgekehrt? Passiert ständig. Und
genau da steigen wir ein: in diese stillen Erwartungen, in
klassische Rollenbilder, in den Druck, sich zu erklären – und in
die Unsicherheit, die entsteht, wenn man das Gefühl hat, man
müsse sich rechtfertigen, nur weil man anders lebt.
Wir sprechen offen darüber, warum Petra in Vorstellungsrunden
nicht automatisch sagt „verheiratet, zwei Kinder“ – nicht, weil
sie’s versteckt, sondern weil sie sich nicht darüber definiert.
Und Tine teilt die andere Seite: Wie es ist, in Runden
mitzuschwingen, über Kinder und Familie mitreden zu können – und
dann bei der Frage „Wie viele Kinder hast du?“ ein „keins“ zu
sagen und in erstaunte Gesichter zu blicken.
Ein wichtiger Teil dieser Folge: Kinderlosigkeit hat viele
Gesichter. Es gibt Menschen, die bewusst keine Kinder haben. Und
es gibt Menschen, die ungewollt kinderlos sind – und bei denen
eine scheinbar „harmlose“ Frage mitten ins Herz treffen kann. Wir
sprechen darüber, warum solche Fragen im falschen Rahmen
grenzüberschreitend sind (ja, sogar im Bewerbungsgespräch!) und
wie man klar kommuniziert: Stopp. Das ist zu privat.
Außerdem nehmen wir Mythen auseinander, die sich hartnäckig
halten:
„Du hast doch keine Kinder, du hast doch Zeit!“
„Ohne Mann und Kind bist du weniger…“
„Kinder brauchen zwingend Vater + Mutter“ (und was
stattdessen wirklich zählt)
Und wir landen bei der Frage: Was bräuchten wir gesellschaftlich
mehr – Toleranz oder Ehrlichkeit?
Unsere Antwort ist überraschend einfach und gleichzeitig maximal
herausfordernd: Mehr Liebe. Weniger Wertung.
Denn oft scheitern nicht Lebensmodelle – sondern Menschen an
Erwartungen, fehlenden Gesprächen, fehlender Offenheit.
Zum Schluss gibt’s noch eine Story, die gleichzeitig zum Lachen
und zum Nachdenken ist: Ein fünfjähriger Junge, der unbedingt
eine „Fußballmannschaft zu Hause“ wollte – und Tine kurzerhand
einen „Opa-Vorschlag“ bekam, damit das Projekt „ganz viele
Kinder“ doch noch klappt.
Kindermund trifft Gesellschaftsnorm – und zeigt, wie früh diese
Bilder schon wirken.
Diese Folge ist für dich, wenn du…
dich schon mal erklären musstest, obwohl du nichts „falsch“
gemacht hast
Single bist, kinderlos (bewusst oder ungewollt) – oder
einfach anders lebst
in klassischen Familienmodellen lebst, aber merkst: „Ich bin
mehr als dieses Etikett“
lernen willst, wie man Grenzen setzt, ohne hart zu werden
Lust hast, Wertungen zu entknoten – bei dir und im Außen
Mini-Impulsfrage zum Mitnehmen:
Wann wurdest du zuletzt bewertet – und was würdest du heute gern
erwidern, klar und freundlich?
Hinweis: In dieser Folge sprechen wir u. a. über (un)gewollte
Kinderlosigkeit und sensible Fragen im Umfeld. Hör gut auf dich.
Wenn dir die Folge gefällt: Folgen, bewerten (️️️️️ hilft enorm)
und gern teilen mit jemandem, der/die das gerade hören sollte.
Chaotische Konfettigrüße von
Petra und Tine
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