Podcaster
Episoden
12.02.2026
1 Stunde 15 Minuten
In dieser Folge geht es um die Verschiebung vom reinen
Inhaltsfokus hin zur Entwicklung von Lernkompetenz. Jürgen Möller
argumentiert, dass Unterricht häufig auf Stoffvermittlung
reduziert wird, während der Aufbau von Strategien zur
Selbststeuerung implizit vorausgesetzt bleibt. Lernen wird als
aktiver Prozess verstanden, nicht als Konsum. Wir sprechen auch
über die strukturelle Differenz zwischen Fachlernen und dem
Erlernen von Lernprozessen – und darüber, warum fehlende
Orientierung schnell als Motivationsproblem fehlinterpretiert
wird.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Eltern und
Schule in der Begleitung von Lernprozessen. Statt Kontrolle und
Ergebnisfixierung rückt die Entwicklung von Selbstwirksamkeit in
den Mittelpunkt. Motivation entsteht im Erleben gelingender
Strategien, nicht im Appell. Wir sprechen auch über
Leistungsdruck ohne Sinnbezug, über Beziehung als Voraussetzung
für kognitive Aktivierung und über die Frage, wie
Lernarchitekturen gestaltet sein müssen, damit Lernende ihre
eigenen Denkprozesse verstehen und steuern können.
Die Diskussion berührt damit grundlegende Fragen der
Schulentwicklung und der Professionalisierung im Bildungsbereich.
Prozesskompetenz wird als Kern moderner Bildung beschrieben, die
über reines Fachlernen hinausgeht und auch im Kontext
von digitale Medien wirksam werden
muss. Wir sprechen auch über systemische Missverständnisse rund
um Motivation, über die Notwendigkeit transparenter Lernwege und
über die Verschiebung vom Stoff zum Denkprozess als
Qualitätskriterium schulischer Arbeit.
Quellen und weiterführende Hinweise:
– Annika Osthoff & Leonie Lutz: „Begleiten statt verbieten“ –
Buch zur reflektierten Elternrolle im Umgang mit Social Media.
– Akademie für
Lernpädagogik: https://www.akademie-lernpaedagogik.de –
Akademie von Jürgen Möller mit Fokus auf Lernkompetenz und
Lernbegleitung
Jürgen Möller ist Lehrer, Lernexperte und Mitgründer der Akademie
für Lernpädagogik. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der
Frage, wie Kinder lernen – und warum viele zwar Inhalte
vermittelt bekommen, aber kaum lernen, ihren eigenen Lernprozess
zu steuern. Mit Vorträgen, Programmen und Schulkooperationen
arbeitet er daran, Lernkompetenz, Selbstwirksamkeit und
Orientierung im Schulalltag zu stärken.
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29.01.2026
52 Minuten
Programmieren kann weit mehr sein als Fachlernen. Wenn
Jugendliche in der Hacker
School coden, erleben sie Selbstwirksamkeit: einen
Moment, in dem Wissen Handlung wird. Julia Freudenberg
beschreibt, wie Ehrenamtliche aus der IT Jugendlichen zeigen, wie
aus einer Idee ein funktionierendes Programm entsteht, und warum
digitale Bildung immer auch ein soziales Projekt ist.
Wir sprechen auch über Strukturen, die Offenheit ermöglichen,
über Schulen, die Vertrauen wagen, und über die Bedeutung von
Engagement jenseits institutioneller Zuständigkeiten. Das Prinzip
des Lernens durch Lehren zeigt, wie gegenseitiges Lernen
entsteht, wenn Profis aus der Praxis in Schulen gehen und
gemeinsam mit Jugendlichen arbeiten.
Ein Gespräch über Teilhabe, digitale Medien und große
Wachstumspläne.
Weiterführende Links und Erwähnungen:
https://hacker-school.de – Offizielle Website der Hacker
School
https://makecode.microbit.org – Einstiegstool für
Programmieren mit visuellen Bausteinen
Simon Sinek – Autor und Leadership-Experte, bekannt
für Start with Why
Mischa Palesche – Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule
Karlsruhe, Inspiration für die schulische Zusammenarbeit der
Hacker School
Disclaimer: Ich habe tatsächlich keine Quelle gefunden für
die Superhelden-Agentur. Bei der Recherche habe ich
(versehentlich) das Chat GPT Model 4.0 verwendet. Das hat
noch deutlich mehr halluziniert, als die jetzigen 5er
Modelle. Vielleicht lag´s daran. Aber die Schule liegt
natürlich bei mir, für´s nicht-überprüfen!
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15.01.2026
53 Minuten
Mit Manuela Mohr spreche ich über die Realität des Gründens im
Bildungsbereich – zwischen Idealismus und finanzieller
Verantwortung. Manuela beschreibt, wie das Education Innovation
Lab als gemeinnützige Organisation unternehmerisch arbeitet und
warum Wirkung ohne
Struktur langfristig nicht tragfähig ist. Es geht
um Finanzierungsmodelle zwischen Fördermitteln, Auftragsarbeit
und Eigenmitteln und um den Mut, ein Bildungsunternehmen so zu
führen, dass Vision und Verwaltung sich nicht ausschließen.
Wir sprechen auch über Organisationsentwicklung und darüber,
wie Selbstorganisation in ihrem Team
zur Grundlage für nachhaltiges Wachstum wurde. Manuela erklärt,
warum Verantwortung geteilt werden muss, wenn man Wirkung
skalieren will, und
wie Wirkungsmessung hilft,
Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Die Folge zeigt, dass
unternehmerisches Denken im Bildungssektor nicht bedeutet, den
Purpose zu verlieren, sondern ihn abzusichern.
Außerdem geht es um die Verbindung von Bildungsinnovation und
Systemverständnis und wie Kooperationen mit Akteur:innen wie
Greenpeace oder der Future Skills
Alliance gesellschaftliche Themen in Schulen
bringen. Wir sprechen über Formate wie Digital
Sparks, die Lernprozesse jenseits des klassischen
Fachlernens ermöglichen, und über Schulen wie
die Evangelische Schule Berlin Zentrum, an
denen selbstorganisiertes Lernen Realität ist.
Erwähnte Organisationen und Projekte:
– Manuelas Lieblingsfolge des BildungsGründer Podcast: Wenn
20 BildungsGründer die Schule neu denken. Ein Solo-Podcast (Folge
21)
– Education Innovation Lab (EIL) – gemeinnützige
Organisation für zukunftsorientierte Bildung und digitale
Lernformate
– Digital Sparks – Plattform des EIL für
gesellschaftsrelevante Themen im Unterricht
(education-innovation-lab.de)
– Future Skills Alliance – Netzwerk von
Bildungsorganisationen zur Förderung von Zukunftskompetenzen
– Schule im Aufbruch / Friday-Projekt – Initiative für
selbstbestimmtes Lernen in Grundschulen
– Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) – Schule
mit projektorientiertem und verantwortungsbasiertem Lernkonzept
– Rock Your Life! – Mentoring-Programm für mehr
Bildungsgerechtigkeit
– SofaTutor – digitale Lernplattform, erste Station von
Manuela Mohr im EdTech-Bereich
– Bürgerrat Bildung und Lernen – Bürger:innenrat mit
Empfehlungen für eine zukunftsfähige Bildung
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18.12.2025
1 Stunde 4 Minuten
Im Gespräch mit Rahel Tschopp geht es um die Frage, wie
Schulentwicklung als Denkform verstanden und gestaltet werden
kann, jenseits von Maßnahmen, Tools und Konzepten. Wir sprechen
über das Spannungsverhältnis zwischen pädagogischem
Anspruch und organisatorischer Realität – und warum
Veränderung in Schulen oft an gut gemeinter Anpassung scheitert.
Ein zentrales Thema ist die Arbeit mit offenen
Lernsettings. Rahel beschreibt, wie Strukturen gestaltet
sein müssen, damit Offenheit tragfähig bleibt, nicht als Freiraum
für Beliebigkeit, sondern als präzise arrangiertes Setting für
eigenverantwortliches Lernen. Wir sprechen auch über
implizite Machtverhältnisse im Kollegium, die
Entwicklung blockieren können, und über die Rolle von Leitung
zwischen Steuerung und Ermöglichung.
Dazu teilt Rahel konkrete Erfahrungen aus ihrer Praxis, etwa, wie
sie mit Schulen arbeitet, Austauschformate begleitet oder
Workshops strukturiert. Sie empfiehlt Werkzeuge, die helfen,
Entwicklungsprozesse zu visualisieren, und erzählt von Schulen
wie der Agora in Roermond oder der Ernst-Reuter-Schule in
Karlsruhe, die neue Wege gehen. Das Gespräch ist ein Plädoyer für
Differenz, Klarheit und eine andere Vorstellung von
Schulentwicklung.
Links & Quellen:
www.denkreise.ch – Website von Rahel Tschopp, Beratungs- und
Entwicklungsangebote
www.schulrei.se – Bilddatenbank mit Einblicken in
alternative Lernräume und Schularchitekturen
www.hep-verlag.ch/interessent-innen-auf-schulreise – Rahel
Tschopps Buch Auf Schulreise, erscheint Herbst 2026; hier
vormerken”
www.sessionlab.com – Tool zur Planung und Strukturierung von
Workshops
www.agoraroermond.nl – Schule projektbasiertes Lernen in den
Niederlanden
ers-karlsruhe.de – Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe
www.instagram.com/learnlearning.withcaroline – Lernsettings:
wer lernt schon gern am Tisch
en.wikipedia.org/wiki/Radical_(film) – Radical (2023),
Film über innovative Lernansätze, basierend auf einer wahren
Geschichte in Mexiko
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04.12.2025
46 Minuten
Digitale Leseförderung kann
niedrigschwellig, fachübergreifend und inklusiv funktionieren –
wenn sie didaktisch sinnvoll gedacht ist. In dieser Folge
sprechen wir über animierte
Kinderliteratur, interaktive
Unterrichtselemente und Materialien, die sich
flexibel in den Schulalltag einfügen. Es geht um Formate, die
sowohl sprachliche Teilhabeermöglichen als
auch Fachlernen gezielt unterstützen.
Wir sprechen auch über die Bedeutung
von Mehrsprachigkeit, Sprachförderung im
Kontext von Heterogenität und den Einsatz digitaler Medien, die
nicht nur motivieren, sondern auch sozial-emotionale
Kompetenzen fördern. Wie Lehrkräfte dabei entlastet
statt zusätzlich gefordert werden, welche Konzepte hinter
erfolgreichen Formaten stehen – und
warum Lesekompetenz über die
Grundschule hinaus relevant bleibt, sind zentrale Themen dieser
Folge.
Außerdem geht es um lebenslanges Lernen,
die Rolle von Teamkultur in
Bildungsorganisationen und den persönlichen Tipp der Gästin, mit
einer Zielebuddy zu arbeiten – als Methode, um
dranzubleiben, sich zu spiegeln und sich weiterzuentwickeln.
onilo.de – Digitale Leseförderplattform mit
animierten Geschichten und Unterrichtsmaterial
StoryDocs – Medienunternehmen, zu dem Onilo
heute gehört
Die Finanzmentorin – Bildungsprojekt der
Gästin mit Fokus auf Finanzbildung für Frauen
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Über diesen Podcast
Herzlich Willkommen zum Bildungs Gründer Podcast, dem Podcast der
sich mit den Menschen rund um die Schule herum beschäftigt. Hier
rede ich mit EdTech Startup Gründern, Vereinsgründern im
Bildungsbereich und Allen, die neue und innovative Wege in der
Bildung suchen oder schon gehen.
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