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BildungsGründer Podcast Archiv

43 Episoden
1 Stunde 1 Minute
In dieser Folge geht es um einen Fall, über den in der Bildungs- und Gründungsszene selten offen gesprochen wird: das Beenden eines Projekts. Ausgangspunkt ist Ninas Entscheidung, Juvini zu schließen, obwohl das Thema für sie weiter relevant bleibt. Wir sprechen auch über Scheitern als öffentliches Thema und über die Differenz zwischen einer guten Idee und einem tragfähigen Modell.

Im Zentrum stehen Learnings, die über diesen Einzelfall hinausweisen. Wir sprechen über Zahlungsbereitschaft, über den Unterschied zwischen positiver Resonanz und echtem Marktverhalten, über möglichen Geldverlust und über die strukturellen Risiken der Alleingründung. Dazu kommen Vertrieb, Sichtbarkeit und warum ein gutes Produkt allein noch keine Nachfrage erzeugt.

Außerdem geht es um Energie als Indikator für Tragfähigkeit, um Rollenpassung, Ressourcen und den Punkt, an dem Aufhören die präzisere unternehmerische Entscheidung sein kann. Gerade für Menschen, die im Bildungsbereich gründen, aufbauen oder investieren, zeigt diese Folge, wie eng Wirkungsidee, Marktlogik und Umsetzungsrealität zusammenhängen.

Nina Müller arbeitet in Berlin in der Startup und Scale up Bratung. Ihr eigenes Bildungs-Unternehmen Yuwini hat sie gerade leider schliessen müssen. 
1 Stunde 7 Minuten
Bildung wird entlang der Orte bewertet, an denen sie stattfindet, und weniger entlang der Qualität dessen, was dort tatsächlich gelernt wird. Im neuen BildungsGründerPodcast spreche ich mit Franziska Schmid darüber, wie ein Bildungssystem aussehen könnte, das Lernen nicht nur organisiert, sondern auch präziser wahrnimmt. Wir sprechen über Makerspaces, außerschulische Lernorte und Lernumgebungen, in denen junge Menschen gestalten, iterieren, Verantwortung übernehmen und dadurch Kompetenzen entwickeln, die im schulischen Alltag oft nur am Rand sichtbar werden.

Wir sprechen auch über Fehlerkultur als Form von Kompetenzaufbau und über die pädagogische Bedeutung von Praxis. Der Punkt ist dabei nicht das Produkt am Ende, sondern der Lernprozess selbst: Probleme lösen, mit Material arbeiten, im Team weiterdenken, Rückschläge verarbeiten und aus offenen Situationen etwas Tragfähiges entwickeln. Gerade darin zeigt sich, dass Kompetenzen oft dort besonders klar hervortreten, wo Lernen nicht vollständig in Fächergrenzen, Zuständigkeiten und klassische Nachweisformate passt.

Wir sprechen außerdem über Open Educational Badges, über ESCO als gemeinsamen Kompetenzrahmen und über die Frage, wie nonformale Lernprozesse gesellschaftlich lesbarer werden können. Dahinter steht eine größere Systemfrage: Wenn reale Lernwege vielfältiger werden, braucht es Formen der Beschreibung, die dieser Vielfalt gerecht werden, ohne sie sofort wieder zu groben Kategorien zu verdichten. Die Folge verbindet damit Bildungsinnovation, Organisationslogik und die Suche nach einer präziseren Sprache für das, was Menschen tatsächlich können.

– ESCO: Europäischer Kompetenzrahmen für Skills, Competences und Occupations, auf den im Gespräch als gemeinsames Referenzsystem für Kompetenzbeschreibungen Bezug genommen wird. https://esco.ec.europa.eu/en (EU Language Selection)

– STARK-App: Berufsorientierungs-App aus dem Form21-Kontext, die in der Folge als Beispiel für stärkenorientierte Selbsteinschätzung genannt wird. https://www.stark-app.de/ (My Site)

– Form21: Bildungsunternehmen hinter der STARK-App und Teil des im Podcast besprochenen organisationalen Umfelds. https://www.form21.org/general (My Site)

– Junge Tüftler*innen: Gemeinnützige Organisation für Maker Education und außerschulische Lernorte, die im Gespräch eine zentrale Rolle spielt. https://junge-tueftler.de/ (Junge Tüftler)

– Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND): Netzwerk für Sozialunternehmen, das im Podcast als relevanter Bezugspunkt im Feld genannt wird. https://www.send-ev.de/ (SEND)

– Open Educational Badges: Plattform und Praxis digitaler Kompetenznachweise, über die im Gespräch ausführlich gesprochen wird. https://openbadges.education/ (openbadges.education)

Franziska Schmid ist Bildungsunternehmerin und Mitgründerin mehrerer Bildungsinitiativen an der Schnittstelle von Schule, Zukunftskompetenzen und lebenslangem Lernen. Sie arbeitet zu Themen wie Maker Spaces, KI, Kompetenznachweisen und der Frage, wie Lernen auch außerhalb klassischer Noten sichtbar und wertvoll werden kann.
1 Stunde 13 Minuten
Sobald das Lernen mit steigendem Schulkindalter mehr und mehr ins Wohnzimmer auswandert, verändert sich oft das familiäre Klima total. Aus einer schulischen Aufgabe wird schnell ein Beziehungsthema. Mathe sitzt dann mit am Küchentisch, Zeitdruck gleich daneben, und irgendwo dazwischen sollen auch Konzentration, Geduld und Selbstvertrauen noch Platz finden. Genau dort zeigt sich, wie schnell Bildungsfragen in den Alltag von Familien rutschen und wie ungleich diese zusätzliche Unterstützung verteilt ist.

Mit Philipp Grassinger von cleverly spreche ich in der neuen Folge des BildungsGründerPodcast darüber, wie Kinder Unterstützung bekommen können, ohne dass aus jeder schulischen Anforderung automatisch ein familiärer Kraftakt wird. Es geht um 1:1-Lernbegleitung, Mentoring und passgenaue Begleitung für sehr unterschiedliche Kinder. Wir sprechen auch über die Rolle von Arbeitgebern, weil sich an der Vereinbarkeitsfrage zeigt, wie stark Schule, Familie und Arbeitswelt inzwischen miteinander verschränkt sind. Dabei wird sichtbar, dass Eltern nicht dauerhaft die Last eines Unterstützungsbedarfs tragen können, der strukturell an anderer Stelle entsteht.

Wir sprechen auch über den Zusammenschluss mit complori. Dahinter steht nicht nur eine Marktbewegung, sondern auch eine inhaltliche Erweiterung. Auch wenn individuelle Begleitung wichtig ist, stellt sich gleichzeitig die Frage, wie Unterstützung erschwinglicher und breiter zugänglich werden kann. Gruppenkurse verändern genau an diesem Punkt die Logik, weil sie Future Skills und Lernbegleitung für mehr Familien erreichbar machen können, ohne den Anspruch auf Passung ganz aufzugeben. So wird die Folge auch zu einem Gespräch darüber, wie Verantwortung verteilt wird, wenn Schule den Bedarf an Unterstützung nicht allein auffangen kann.

Quellen

cleverly – Philipp beschreibt cleverly als Modell für 1:1-Lernbegleitung und Mentoring.

complori – Der Zusammenschluss mit complori steht für Gruppenkurse, vor allem im Bereich Coding und Future Skills.

hey timi – Frühere Online-Nachhilfe-Plattform, deren Assets und Matching-System von cleverly übernommen wurden.
1 Stunde 1 Minute
Vertrauen hat im Bildungsbereich einen eigentümlichen Status. Der Begriff wirkt oft weich, berührt aber einen harten Kern von Schulentwicklung, weil sich an ihm entscheidet, wie Verantwortung organisiert wird, wie viel professionelle Urteilskraft gewollt ist und wie stark ein System auf Kontrolle setzt. In dieser Folge geht es genau um diese Verschiebung: Entwicklung wird dort möglich, wo Menschen Gestaltungsspielräume tatsächlich nutzen können und Verantwortung nicht nur formal zugeschrieben, sondern praktisch getragen wird.

Wir sprechen auch über KI und darüber, wie schnell die Debatte sich auf Absicherung, Regelverstöße und Umgehungsstrategien verengt, wenn vor allem Kontrolle organisiert wird. Daneben geht es um die langsame Logik von Schulentwicklung und um den Gedanken, dass das System bei neuen Themen oft auf das perfekte Konzept wartet, obwohl ein iteratives Vorgehen viel näher an der Dynamik von Schule und Technologie läge. Im Zentrum steht damit weniger ein einzelnes Reformthema als die Frage, unter welchen Bedingungen Veränderung im Bildungssystem überhaupt wirksam werden kann.

Außerdem sprechen wir über größere institutionelle Hebel, über das Zusammenspiel von Grassroots und Top-down und über die Herstellung von Verbindungen zwischen Menschen, Themen und Ebenen des Systems. Daraus ergibt sich ein sehr konkreter Blick auf die Zukunft von Schule: Fortschritt zeigt sich nicht nur in Programmen, Papieren oder Tools, sondern auch daran, ob Schule ein Ort ist, an dem Menschen gerne arbeiten, Verantwortung übernehmen und wirksam sein wollen. Die Folge verbindet damit KI, Vertrauen, Verantwortung und Schulentwicklung zu einer Perspektive, die fachlich relevant ist und über den Einzelfall hinausweist.

Weiterführende Links zur Folge:

Aladin El-Mafaalani – Soziologe und Autor, den Björn im Gespräch als wichtige Stimme für die soziale Dimension von Bildung nennt

https://www.mafaalani.de

Ulf Ehlers – Kompetenzforscher, auf dessen Gedanken zur Herstellung von Verbindungen Björn sich bezieht

https://mindful-leaders.net/wir-us/

Scolaia – Plattform mit der Innovators Map, auf der Schulen sichtbar werden, die neue Wege gehen

https://scolaia.com

Berlin meets Barcelona – gemeinsames Insta-Live-Format zu Schulentwicklung, Innovation und Bildungspraxis

https://www.instagram.com/p/DPzON2kiIaP/

Claudia bei Instagram – Einblicke in Podcast, Schulentwicklung und Bildungsdiskurse

https://www.instagram.com/claudiamachtschule_anders/

Björn bei Instagram – Impulse zu Prüfungskultur, Schulentwicklung und Bildung

https://www.instagram.com/noelte030/
49 Minuten
Digitale Bildung für Alle e. V. und Wir für Schule haben gemeinsam Scolaia.de gegründet, eine Plattform, die schulische Projekte systematisch sichtbar macht und ihre Umsetzungslogik nachvollziehbar aufbereitet. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Schulen bereits funktionierende Lösungen entwickelt haben, diese jedoch kaum über ihre Standorte hinauswirken, weil ihnen eine gemeinsame Struktur fehlt. Scolaia schafft dafür einen Rahmen, der Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag zugänglich macht und als Orientierung für Entwicklungsprozesse nutzbar werden lässt.

Die Folge beleuchtet, wie Projekte nach Themen, Herausforderungen und Ressourcen geordnet werden und dadurch ein Bild entsteht, das näher an realen Umsetzungswegen liegt als an programmatischen Beschreibungen. Ich spreche mit Nina und Annie auch darüber, schulische Entwicklungsarbeit weniger parallel zu denken und stärker in Bezug zu bereits erprobten Lösungen zu setzen. Dadurch entsteht eine Referenzfläche, die Austausch erleichtert, Nachahmung realistisch werden lässt und Kooperation als Ressource sichtbar macht.

Darüber hinaus geht es um den gemeinsamen Gründungsprozess der beiden Organisationen und die strukturellen Fragen, die dabei gelöst wurden. Die Episode zeigt, wie Zusammenschlüsse dieser Art Fragmentierung reduzieren können und weshalb Innovation im Bildungsbereich an Stabilität gewinnt, wenn Teams ihre Arbeit miteinander verweben.

Nina Fleck (Wir für Schule)

Projektleitung bei Wir für Schule und verantwortlich für die Innovators Map. Ansprechpartnerin für Schulprojekte, Bildungsorganisationen und Teachers on Stage.

Annie Wagner (Digitale Bildung für Alle e. V.)

Projektleitung für Scolaia auf Seiten von Digitale Bildung für Alle. Zuständig für Kooperationen, Lerntools und die Koordination des Ehrenamts.
1 Stunde 7 Minuten
Schule verfügt heute über eine Vielzahl erprobter Konzepte, Modelle und Erfahrungswerte. Gleichzeitig bleibt die strukturelle Logik vieler Systeme auf Unterrichtsversorgung ausgerichtet. Mit Björn Adam spreche ich in diese Folge über die organisationale Architektur von Schule, über fehlende Rollenmodelle und warum Entwicklung häufig additiv zum Kerngeschäft verläuft. Dabei nehmen wir die Frage in den Fokus, welche Strukturen Fachlernen langfristig tragen und wie Verantwortlichkeiten jenseits des klassischen Lehrer*innencontainers verteilt werden können.

Ausserdem sprechen wir über Tempo in Veränderungsprozessen. Björn stellt heraus, dass Schulentwicklung nicht als Zehnjahresprojekt gedacht werden sollte. Aus organisationsentwicklerischer Perspektive entsteht Geschwindigkeit nicht durch Druck, sondern durch klare Rollen, Entscheidungsräume und professionelle Strukturen. In diesem Zusammenhang betrachten wir auch selbstorganisierte Lernsettings, partizipative Formate und die Bedingungen, unter denen digitale Medien nicht als Zusatz, sondern als integraler Bestandteil von Lernarchitektur wirken. Entwicklung wird damit zur Frage von Steuerungslogiken und nicht nur von pädagogischem Engagement.

Darüber hinaus geht es um Selbstwirksamkeit als Zielperspektive von Bildung und um die Rolle außerschulischer Impulse für systemische Veränderung.

Quellen und weiterführende Hinweise:

Ashoka – Internationales Netzwerk zur Förderung von Social Entrepreneurship

https://www.ashoka.org

Alemannenschule Wutöschingen – Gemeinschaftsschule mit umfassendem Transformationsansatz

https://alemannenschule-wutoeschingen.de

Wir für Schule – Initiative zur Vernetzung und Sichtbarmachung von Innovationsakteur*innen

https://www.wirfuerschule.de

Methodenbuch für selbstwirksames Lernen – Praxisbuch für partizipative und selbstorganisierte Lernsettings

https://shop.bewirken.org/angebot/das-methodenbuch-fuer-selbstwirksames-lernen/

Björn Adam ist Organisationsentwickler und Mitgründer von beWirken. Er arbeitet an der Schnittstelle von Schulentwicklung, Selbstwirksamkeit und systemischer Transformation – mit dem Blick auf Strukturen, Rollen und Lernarchitektur.
1 Stunde 15 Minuten
In dieser Folge geht es um die Verschiebung vom reinen Inhaltsfokus hin zur Entwicklung von Lernkompetenz. Jürgen Möller argumentiert, dass Unterricht häufig auf Stoffvermittlung reduziert wird, während der Aufbau von Strategien zur Selbststeuerung implizit vorausgesetzt bleibt. Lernen wird als aktiver Prozess verstanden, nicht als Konsum. Wir sprechen auch über die strukturelle Differenz zwischen Fachlernen und dem Erlernen von Lernprozessen – und darüber, warum fehlende Orientierung schnell als Motivationsproblem fehlinterpretiert wird.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Eltern und Schule in der Begleitung von Lernprozessen. Statt Kontrolle und Ergebnisfixierung rückt die Entwicklung von Selbstwirksamkeit in den Mittelpunkt. Motivation entsteht im Erleben gelingender Strategien, nicht im Appell. Wir sprechen auch über Leistungsdruck ohne Sinnbezug, über Beziehung als Voraussetzung für kognitive Aktivierung und über die Frage, wie Lernarchitekturen gestaltet sein müssen, damit Lernende ihre eigenen Denkprozesse verstehen und steuern können.

Die Diskussion berührt damit grundlegende Fragen der Schulentwicklung und der Professionalisierung im Bildungsbereich. Prozesskompetenz wird als Kern moderner Bildung beschrieben, die über reines Fachlernen hinausgeht und auch im Kontext von digitale Medien wirksam werden muss. Wir sprechen auch über systemische Missverständnisse rund um Motivation, über die Notwendigkeit transparenter Lernwege und über die Verschiebung vom Stoff zum Denkprozess als Qualitätskriterium schulischer Arbeit.

Quellen und weiterführende Hinweise:

– Annika Osthoff & Leonie Lutz: „Begleiten statt verbieten“ – Buch zur reflektierten Elternrolle im Umgang mit Social Media.

– Akademie für Lernpädagogik: https://www.akademie-lernpaedagogik.de – Akademie von Jürgen Möller mit Fokus auf Lernkompetenz und Lernbegleitung

Jürgen Möller ist Lehrer, Lernexperte und Mitgründer der Akademie für Lernpädagogik. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Frage, wie Kinder lernen – und warum viele zwar Inhalte vermittelt bekommen, aber kaum lernen, ihren eigenen Lernprozess zu steuern. Mit Vorträgen, Programmen und Schulkooperationen arbeitet er daran, Lernkompetenz, Selbstwirksamkeit und Orientierung im Schulalltag zu stärken.
52 Minuten
Programmieren kann weit mehr sein als Fachlernen. Wenn Jugendliche in der Hacker School coden, erleben sie Selbstwirksamkeit: einen Moment, in dem Wissen Handlung wird. Julia Freudenberg beschreibt, wie Ehrenamtliche aus der IT Jugendlichen zeigen, wie aus einer Idee ein funktionierendes Programm entsteht, und warum digitale Bildung immer auch ein soziales Projekt ist.

Wir sprechen auch über Strukturen, die Offenheit ermöglichen, über Schulen, die Vertrauen wagen, und über die Bedeutung von Engagement jenseits institutioneller Zuständigkeiten. Das Prinzip des Lernens durch Lehren zeigt, wie gegenseitiges Lernen entsteht, wenn Profis aus der Praxis in Schulen gehen und gemeinsam mit Jugendlichen arbeiten.

Ein Gespräch über Teilhabe, digitale Medien und große Wachstumspläne.

Weiterführende Links und Erwähnungen:

https://hacker-school.de – Offizielle Website der Hacker School

https://makecode.microbit.org – Einstiegstool für Programmieren mit visuellen Bausteinen

Simon Sinek – Autor und Leadership-Experte, bekannt für Start with Why

Mischa Palesche – Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe, Inspiration für die schulische Zusammenarbeit der Hacker School

Disclaimer: Ich habe tatsächlich keine Quelle gefunden für die Superhelden-Agentur. Bei der Recherche habe ich (versehentlich) das Chat GPT Model 4.0 verwendet. Das hat noch deutlich mehr halluziniert, als die jetzigen 5er Modelle. Vielleicht lag´s daran. Aber die Schule liegt natürlich bei mir, für´s nicht-überprüfen!
53 Minuten
Mit Manuela Mohr spreche ich über die Realität des Gründens im Bildungsbereich – zwischen Idealismus und finanzieller Verantwortung. Manuela beschreibt, wie das Education Innovation Lab als gemeinnützige Organisation unternehmerisch arbeitet und warum Wirkung ohne Struktur langfristig nicht tragfähig ist. Es geht um Finanzierungsmodelle zwischen Fördermitteln, Auftragsarbeit und Eigenmitteln und um den Mut, ein Bildungsunternehmen so zu führen, dass Vision und Verwaltung sich nicht ausschließen.

Wir sprechen auch über Organisationsentwicklung und darüber, wie Selbstorganisation in ihrem Team zur Grundlage für nachhaltiges Wachstum wurde. Manuela erklärt, warum Verantwortung geteilt werden muss, wenn man Wirkung skalieren will, und wie Wirkungsmessung hilft, Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Die Folge zeigt, dass unternehmerisches Denken im Bildungssektor nicht bedeutet, den Purpose zu verlieren, sondern ihn abzusichern.

Außerdem geht es um die Verbindung von Bildungsinnovation und Systemverständnis und wie Kooperationen mit Akteur:innen wie Greenpeace oder der Future Skills Alliance gesellschaftliche Themen in Schulen bringen. Wir sprechen über Formate wie Digital Sparks, die Lernprozesse jenseits des klassischen Fachlernens ermöglichen, und über Schulen wie die Evangelische Schule Berlin Zentrum, an denen selbstorganisiertes Lernen Realität ist.

Erwähnte Organisationen und Projekte:

– Manuelas Lieblingsfolge des BildungsGründer Podcast: Wenn 20 BildungsGründer die Schule neu denken. Ein Solo-Podcast (Folge 21)

– Education Innovation Lab (EIL) – gemeinnützige Organisation für zukunftsorientierte Bildung und digitale Lernformate

– Digital Sparks – Plattform des EIL für gesellschaftsrelevante Themen im Unterricht (education-innovation-lab.de)

– Future Skills Alliance – Netzwerk von Bildungsorganisationen zur Förderung von Zukunftskompetenzen

– Schule im Aufbruch / Friday-Projekt – Initiative für selbstbestimmtes Lernen in Grundschulen

– Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) – Schule mit projektorientiertem und verantwortungsbasiertem Lernkonzept

– Rock Your Life! – Mentoring-Programm für mehr Bildungsgerechtigkeit

– SofaTutor – digitale Lernplattform, erste Station von Manuela Mohr im EdTech-Bereich

– Bürgerrat Bildung und Lernen – Bürger:innenrat mit Empfehlungen für eine zukunftsfähige Bildung
1 Stunde 4 Minuten
Im Gespräch mit Rahel Tschopp geht es um die Frage, wie Schulentwicklung als Denkform verstanden und gestaltet werden kann, jenseits von Maßnahmen, Tools und Konzepten. Wir sprechen über das Spannungsverhältnis zwischen pädagogischem Anspruch und organisatorischer Realität – und warum Veränderung in Schulen oft an gut gemeinter Anpassung scheitert.

Ein zentrales Thema ist die Arbeit mit offenen Lernsettings. Rahel beschreibt, wie Strukturen gestaltet sein müssen, damit Offenheit tragfähig bleibt, nicht als Freiraum für Beliebigkeit, sondern als präzise arrangiertes Setting für eigenverantwortliches Lernen. Wir sprechen auch über implizite Machtverhältnisse im Kollegium, die Entwicklung blockieren können, und über die Rolle von Leitung zwischen Steuerung und Ermöglichung.

Dazu teilt Rahel konkrete Erfahrungen aus ihrer Praxis, etwa, wie sie mit Schulen arbeitet, Austauschformate begleitet oder Workshops strukturiert. Sie empfiehlt Werkzeuge, die helfen, Entwicklungsprozesse zu visualisieren, und erzählt von Schulen wie der Agora in Roermond oder der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe, die neue Wege gehen. Das Gespräch ist ein Plädoyer für Differenz, Klarheit und eine andere Vorstellung von Schulentwicklung.

Links & Quellen:

www.denkreise.ch – Website von Rahel Tschopp, Beratungs- und Entwicklungsangebote

www.schulrei.se – Bilddatenbank mit Einblicken in alternative Lernräume und Schularchitekturen

www.hep-verlag.ch/interessent-innen-auf-schulreise – Rahel Tschopps Buch Auf Schulreise, erscheint Herbst 2026; hier vormerken”

www.sessionlab.com – Tool zur Planung und Strukturierung von Workshops

www.agoraroermond.nl – Schule projektbasiertes Lernen in den Niederlanden

ers-karlsruhe.de – Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe

www.instagram.com/learnlearning.withcaroline – Lernsettings: wer lernt schon gern am Tisch

en.wikipedia.org/wiki/Radical_(film) – Radical (2023), Film über innovative Lernansätze, basierend auf einer wahren Geschichte in Mexiko
46 Minuten
Digitale Leseförderung kann niedrigschwellig, fachübergreifend und inklusiv funktionieren – wenn sie didaktisch sinnvoll gedacht ist. In dieser Folge sprechen wir über animierte Kinderliteratur, interaktive Unterrichtselemente und Materialien, die sich flexibel in den Schulalltag einfügen. Es geht um Formate, die sowohl sprachliche Teilhabeermöglichen als auch Fachlernen gezielt unterstützen.

Wir sprechen auch über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit, Sprachförderung im Kontext von Heterogenität und den Einsatz digitaler Medien, die nicht nur motivieren, sondern auch sozial-emotionale Kompetenzen fördern. Wie Lehrkräfte dabei entlastet statt zusätzlich gefordert werden, welche Konzepte hinter erfolgreichen Formaten stehen – und warum Lesekompetenz über die Grundschule hinaus relevant bleibt, sind zentrale Themen dieser Folge.

Außerdem geht es um lebenslanges Lernen, die Rolle von Teamkultur in Bildungsorganisationen und den persönlichen Tipp der Gästin, mit einer Zielebuddy zu arbeiten – als Methode, um dranzubleiben, sich zu spiegeln und sich weiterzuentwickeln.

onilo.de – Digitale Leseförderplattform mit animierten Geschichten und Unterrichtsmaterial

StoryDocs – Medienunternehmen, zu dem Onilo heute gehört

Die Finanzmentorin – Bildungsprojekt der Gästin mit Fokus auf Finanzbildung für Frauen
52 Minuten
Trotz digitaler Ausstattung bleibt schulische Entlastung oft aus – weil es an Zeit, Zuständigkeit und struktureller Verankerung fehlt. Die Folge thematisiert, warum Technik im Schulalltag nur dann Wirkung entfaltet, wenn Prozesse mitgedacht und Verantwortlichkeiten geklärt sind. Wir sprechen auch über die verbreitete Vorstellung, man müsse digitale Tools erst völlig durchdringen, bevor sie eingesetzt werden können – und warum dieser Anspruch viele Schulen unnötig ausbremst.

Im Mittelpunkt stehen die tatsächlichen Einsatzpotenziale von KI im schulischen Alltag, etwa zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien, zur Vorbereitung von Rückmeldungen oder zur Strukturierung von Inhalten. Dabei wird deutlich: Digitale Medien können entlasten, aber sie ersetzen keine pädagogische Verantwortung. Wir sprechen auch über die Bedingungen, unter denen Lehrerfortbildung wirksam wird, welche Formate funktionieren – und warum Plattformen wie fobizz stark nachgefragt werden, obwohl der Markt zunehmend unübersichtlich ist.

Weitere Themen sind die systemischen Herausforderungen rund um Datenschutz, föderale Entscheidungsstrukturen und die Rolle von Plattformanbietern im öffentlichen Bildungsauftrag. Wir sprechen auch über die Grenzen automatisierter Korrekturhilfen, das Spannungsfeld zwischen Innovation und Vertrauen – und darüber, welche strukturellen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Technologie nicht nur bereitsteht, sondern auch genutzt wird.

fobizz: www.fobizz.com

AppCamps: www.appcamps.de

Diana ist Mitgründerin von fobizz, einer führenden Plattform für digitale Fortbildungen, Unterrichtsmaterialien und KI-Tools im Bildungsbereich. Mit ihrer Expertise in Informatik und Psychologie stärkt sie die digitale Kompetenz von Lehrkräften und bringt Innovationen direkt ins Klassenzimmer. fobizz steht für zukunftsgerichtete Bildung: praxisnah, datenschutzkonform und technologiegestützt.
53 Minuten
Ein Gespräch über frühe Bildung, unternehmerisches Denken und den Weg von der Idee zum international wachsenden EdTech-Unternehmen. Irene spricht über klare Strukturen im Wachstum, frühe Entscheidungen zur Kanalstrategie und den Rollenwechsel, den jede Gründerin durchläuft, wenn aus einem kleinen Team ein Scale-up wird.

Wir sprechen auch über die Verbindung von digitalen Medien und analogem Lernen, über Vertrauen als Grundlage für Innovation und über die Bedeutung klarer Organisation in wachsenden Systemen – ob in Startups, Schulen oder anderen Bildungsinstitutionen. Thema ist auch, warum Verantwortung mitwächst, wenn Teams größer werden, und weshalb klare Strukturen mehr Freiheit ermöglichen als starre Kontrolle.

Ein Gespräch, das zeigt, wie professionelles Wachstum, Teamführung und pädagogisches Denken zusammenfinden – und was Bildung von Startups lernen kann, ohne den eigenen Auftrag aus den Augen zu verlieren.

In dieser Folge erwähnt und empfohlen:

Tools aus der Folge:

Superhuman – E-Mail-Client für schnelles, fokussiertes Arbeiten

Slack – Kommunikationstool für Remote-Teams

Triple Whale – Tracking & Analytics für Marketing-Performance

Canva – Designplattform für Content und Visuals

Erwähnte Personen:

Verena Pausder – Unternehmerin & EdTech-Investorin

Jens Begemann – Gründer von Wooga

Nico Colsmann – Bildungsunternehmer

Irene Klemm ist Mitgründerin und Geschäftsführerin von Edurino, einem der erfolgreichsten deutschen EdTech-Startups. Gemeinsam mit Franziska Meyer baut sie seit 2021 das internationale Unternehmen auf. Zuvor war sie Beraterin bei der Boston Consulting Group (BCG).
1 Stunde 12 Minuten
Feedback ist kein nice to have. Es ist das Werkzeug, mit dem Lernprozesse sichtbar werden.

Myrle Dziak-Mahler spricht im Podcast über Lernbegleitung als festen Bestandteil von Unterricht und die strukturellen Probleme, die echte Schulentwicklung ausbremsen.

Außerdem geht es um: 

digitale Tools ohne Kontrollwahn, 

gemeinsame pädagogische Linien im Kollegium, Zeitfenster für Entwicklung, 

und was selbstorganisiertes Lernen mit Vertrauen zu tun hat.

Links und Quellen zur Folge:

lernlog.digital – Plattform für digitale Lernbegleitung

montag-stiftungen.de – Stiftung für Schulentwicklung und Inklusion

dziak-mahler.com – Website von Myrle Dziak-Mahler mit Projekten und Texten

Myrle ist Geschäftsführerin der lernlog gGmbH und prägt seit Jahren die Bildungslandschaft mit ihrem Engagement für zeitgemäßes Lernen. Zuvor war sie Kanzlerin der Alanus Hochschule und langjährige Leiterin des Zentrums für Lehrer:innenbildung an der Universität zu Köln. Als systemische Coachin, Bildungsexpertin und Vordenkerin für neue Lernkulturen verbindet sie pädagogische Tiefe mit strategischem Blick, bei lernlog treibt sie den digitalen Wandel in Schulen voran – praxisnah, partizipativ und immer mit dem Blick auf das Machbare.
55 Minuten
David Klett führt ein Familienunternehmen in vierter Generation und denkt Unternehmertum als langfristige Verantwortung, nicht als schnellen Erfolg. In einer Branche, die sich ständig verändert, setzt er auf Bewegung statt Beharrung. Wir sprechen über unternehmerische Kontinuität im Bildungsbereich, über das Spannungsfeld zwischen Markt und Haltung und was es bedeutet, ein großes Unternehmen zu führen, das sich immer wieder neu ausrichten muss, um relevant zu bleiben.

Dabei geht es auch um konkrete Herausforderungen im System Schule: Fachlernen, Mehrsprachigkeit, der Umgang mit Fluchtbiografien und digitale Medien als selbstverständlicher Bestandteil von Bildung. Wir sprechen über Organisationsgrenzen, träges Verwaltungshandeln und pädagogische Ansätze, die helfen könnten, heterogene Lerngruppen besser zu unterstützen.

Ergänzt wird das Gespräch durch persönliche Einblicke: Welche Podcasts ihn inspirieren, was er von staatlicher Steuerung erwartet – und warum ihn nicht die Ausnahmefälle beeindrucken, sondern das, was Tag für Tag in ganz normalen Schulen geleistet wird.

Quellen & Erwähnungen:

– Phorms Education – Privates Schulnetzwerk im Bereich der Klett Präsenzlernen GmbH

– Joki Kinderbetreuung – Kita-Träger innerhalb der Klett-Gruppe

– Ernst Klett AG – Offizielle Website der Unternehmensgruppe

– Deutscher Schulpreis – Auszeichnung für innovative Schulkonzepte

– Zeugnis Zukunft (Podcast) – Bildungstrends vom Ernst Klett Verlag

– Ich eskaliere gleich (Podcast) – Konfliktpädagogik von Raphael Kirsch

– Ukraine: The Latest (Podcast) – Tägliche Analyse des Ukrainekriegs

– Was tun, Herr General? (Podcast) – Militär- und Sicherheitspolitik vom MDR

Dr. David Klett ist Vorstandsmitglied der Ernst Klett AG und ist für eine Reihe von Bildungs- und Fachverlagen im In- und Ausland zuständig. Als Teil der vierten Generation im Familienunternehmen verbindet er unternehmerische Verantwortung mit bildungspolitischer Perspektive – und gestaltet so aktiv die Zukunft des Lernens in Deutschland und Europa.