Kunst aus der Ferne

Kunst aus der Ferne

Episoden

Frauen in der Kunst – warum Ausnahmen kein Beweis sind
18.02.2026
9 Minuten
„Frauen hatten früher einfach keinen Zugang zur Ausbildung – aber wenn sie wirklich gewollt hätten, hätten sie es trotzdem geschafft.“ Dieser Satz fällt oft, wenn über Frauen in der Kunstgeschichte gesprochen wird. Und genau darum geht es in dieser Folge. Nicht um Gefühle. Nicht um Empowerment-Slogans. Sondern um historische Realität. Diese Folge schaut genau hin: Wer durfte Kunst lernen – und wer nicht? Welche Wege standen offen? Und warum sogenannte Ausnahmen kein Gegenbeweis für ein geschlossenes System sind. Im Mittelpunkt steht Élisabeth Vigée Le Brun, eine der erfolgreichsten Porträtmalerinnen des 18. Jahrhunderts. Eine Frau, die es „geschafft“ hat – aber nur unter extrem spezifischen Bedingungen: mit ausbildendem Vater, strategischer Ehe, königlicher Protektion und internationalen Netzwerken. Ergänzt wird ihr Beispiel durch einen Blick auf Vincent van Gogh – nicht als Genie-Mythos, sondern als Beispiel für informelle Förderung, die Frauen systematisch verwehrt blieb. Diese Folge zeigt, warum Talent allein nie ausreichte. Warum Zugang entscheidend ist. Und warum Geschichte kein Motivationscoaching ist, sondern Kontext. Kunst aus der Ferne – Kunstgeschichte ohne Staub, dafür mit Haltung.
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Frauen in der Kunst – Frida Kahlo und mein Unbehagen
11.02.2026
16 Minuten
Frida Kahlo ist eine Ikone. Vielleicht die bekannteste Künstlerin des 20. Jahrhunderts. Und genau deshalb ist sie schwierig. In dieser Folge geht es nicht um eine klassische Biografie. Nicht um Daten, Unfälle oder Liebesgeschichten zum Nachschlagen. Es geht um Zweifel. Um das Gefühl, Frida Kahlo mögen zu dürfen – und sie trotzdem kritisch zu betrachten. Um die Frage, warum Kritik an ihr sofort politisch wird. Warum sie nicht einfach eine Künstlerin ist, sondern Projektionsfläche für Sichtbarkeit, Leidensfähigkeit und weibliche Stärke. Ich spreche über ihre Malerei, über meinen eigenen kunsthistorischen Blick und über den Moment, in dem Bewunderung und Irritation gleichzeitig da sind. Es geht um Körper und Begrenzung. Um Identifikation statt formaler Revolution. Und um die unbequeme Frage, ob wir Frida Kahlo manchmal mehr benutzen als lesen. Diese Folge ist kein Angriff. Und keine Entzauberung. Sondern ein Versuch, Frida Kahlo ernst zu nehmen – jenseits von T-Shirts, Tassen und Motivationssprüchen. Und am Ende bleibt eine Frage offen: Was passiert, wenn wir Frauen nicht nur feiern, sondern ihnen auch unsere Zweifel zumuten? Kunst aus der Ferne – Kunstgeschichte ohne Staub, dafür mit Haltung.
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Frauen in der Kunst – warum Picasso hier stehen muss
04.02.2026
16 Minuten
Diese Folge beginnt mit Widerstand. Nicht mit Empörung. Sondern mit Unbehagen. Warum in einer Reihe über Frauen ausgerechnet Pablo Picasso? Warum jetzt ein Mann? Warum so ein übergroßer Name? Weil Frauen in der Kunst nicht losgelöst von den Männern gedacht werden können, die über Jahrhunderte hinweg entschieden haben, wer gesehen wird, wer entschuldigt wird und wessen Verhalten als nebensächlich gilt. Diese Folge ist kein Cancel-Versuch. Und kein Tribunal über Picasso. Sie ist eine Auseinandersetzung mit Macht, mit Abhängigkeiten und mit der Frage, warum wir gelernt haben, Genialität gegen Verantwortung aufzurechnen. Ausgangspunkt ist ein Text, eine Debatte, eine Reibung – und schließlich Hannah Gadsbys „Nanette“, die den kunsthistorischen Sicherheitsabstand auflöst und uns zwingt, genauer hinzusehen. Es geht um den Satz „Kind seiner Zeit“. Um Werk und Künstler. Um unser eigenes Bedürfnis nach Distanz. Und um die Frage, was es bedeutet, Kunst heute zu unterrichten, zu zeigen und weiterzugeben. Diese Folge endet nicht bei Picasso. Sie endet bei uns. Kunst aus der Ferne – Kunstgeschichte ohne Staub, dafür mit Haltung.
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Frauen in der Kunst – Guerilla Girls
28.01.2026
9 Minuten
Folge 2 von 6 Sichtbar zu sein heißt nicht automatisch, zu zählen. Diese Folge setzt genau hier an. Wir sprechen über Zahlen, über Museen, über den Kunstmarkt – und über die Frage, warum Präsenz nicht gleich Bedeutung ist. Im Mittelpunkt stehen die Guerrilla Girls: eine anonyme Künstlerinnengruppe, die seit den 1980er-Jahren mit Humor, Masken und Statistik sichtbar macht, was Kunstgeschichte lieber übersieht. Es geht um Nacktheit und Autorschaft. Um Ausstellungen und Auktionspreise. Um die stille Macht des Kanons. Diese Folge ist kein Rückblick mit erhobenem Zeigefinger. Und keine Behauptung, dass sich nichts verändert hätte. Sie ist der Versuch zu verstehen, warum Fortschritt oft messbar ist – und sich trotzdem nicht gleich anfühlt. Eine Folge über Sichtbarkeit ohne Gewicht. Über Zahlen, die unbequem bleiben. Und über die Frage, wer entscheidet, was zählt. Kunst aus der Ferne – Kunstgeschichte ohne Staub, dafür mit viel Farbe.
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Frauen in der Kunst – warum sich das wie ein Nachtrag anfühlt
21.01.2026
9 Minuten
Folge 1 von 6 „Frauen in der Kunst.“ Schon dieser Satz klingt oft wie ein Zusatz. Wie ein Kapitel am Ende. Wie etwas, das man noch schnell erledigt. In dieser ersten Folge der Reihe geht es nicht um einzelne Künstlerinnen. Nicht um Listen. Nicht um Nachholbedarf. Sondern um ein Gefühl: Warum sich dieses Thema so abgenutzt anfühlt – und gleichzeitig so notwendig ist. Wir sprechen darüber, wie Kunstgeschichte erzählt wird. Wer darin selbstverständlich vorkommt. Und warum bestimmte Namen sofort präsent sind – andere aber erklärungsbedürftig bleiben. Diese Folge ist kein Angriff. Und kein Männer-Bashing. Sie ist ein Blick auf Strukturen, auf Gewohnheiten, auf einen Kanon, der sich selbst für neutral hält. „Frauen in der Kunst“ soll hier kein Sonderregal sein. Sondern ein Ausgangspunkt, um genauer hinzuschauen. Eine Folge über Erwartungen. Über Normalität. Und über die Frage, warum Abwesenheit so oft unsichtbar bleibt. Kunst aus der Ferne – Kunstgeschichte ohne Staub, dafür mit viel Farbe.
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Über diesen Podcast

Kunst aus der Ferne ist der Podcast für alle, die Kunst lieber fühlen als studieren. Hier gibt es Geschichten aus der Kunstgeschichte, Inspiration für deine eigene Kreativität und Ideen, wie du ohne Leistungsdruck ins Malen kommst. Statt trockener Theorien und Fachchinesisch bekommst du hier ehrliche Einblicke, kleine Malabenteuer und Denkanstöße – erzählt mit einer Portion Humor, klarer Sprache und der Erlaubnis, alle Regeln über Bord zu werfen. Kunst aus der Ferne – der ehrliche, leicht ironische Kunstpodcast für alle, die Kunst lieber fühlen als studieren. Hier gibt’s Geschichten aus der

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