Vitamin D - Wirkung, Mangel und Substitution | Dr. Andrea Morawe erklärt

Vitamin D - Wirkung, Mangel und Substitution | Dr. Andrea Morawe erklärt

13 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Um Vitamin D gibt es einige Mythen: Damit soll man die
Wintermüdigkeit in den Griff bekommen und es wird viel über
Supplements und Ernährung gesprochen.


Deswegen hat sich Dr. Andrea Morawe diesem Thema in ihrer neuen
Folge von „LandMEDchen“ gewidmet.


Vitamin D ist strenggenommen kein Vitamin, sondern ein
Hormonvorläufer. Der Körper kann es größtenteils durch
UVB-Strahlung auf der Haut selbst herstellen.


Vitamin D ist beteiligt am Knochen- und Kalziumstoffwechsel, dem
Immunsystem, der Muskulatur, Entzündungsregulationsmechanismen
und an neurologischen und hormonellen Prozessen im Gehirn.


Bis zu 90% davon bilden wir über Sonnenlicht, deswegen wird es
auch das „Sonnenvitamin“ genannt.


Im Winter berichten viele Menschen über Abgeschlagenheit,
Müdigkeit und einen „Winterblues“. Das liegt nicht nur am
Lichtmangel, sondern weil das Vitamin D im Gehirn an Rezeptoren
wirkt, die für Stimmung und den Schlafrhythmus wichtig sind. Es
beeinflusst Serotonin, den Wohlfühlbotenstoff und das Melatonin,
das uns schläfrig macht.


In Lebensmitteln ist Vitamin D sehr wenig enthalten. Ohne Sonne
haben wir also ein hohes Risiko für einen geringen Vitamin
D-Spiegel.


In einer internationalen sowie der deutschen Leitlinie steht,
dass es für einen gesunden Erwachsenen ohne Symptome und
Risikofaktoren keine ausreichende Evidenz gibt, ein allgemeines
Screening durchzuführen.


Eine Bestimmung des Vitamin D-Spiegels ist vor allem bei
Risikogruppen sinnvoll, bei älteren Leuten, Menschen mit dunkler
Haut, übergewichtigen Personen und Patient:innen nach größeren
Darm-OPs.


Diagnostische Hinweise auf einen möglichen Mangel sind
Osteoporose, diffuse Knochenschmerzen, Muskelschwächen Syndrome
sowie chronische Leber- und Niereninsuffizienz.





Substitution in den Wintermonaten (in niedriger Dosis) kann man
tatsächlich selbst machen, da muss man nicht den Vitamin
D-Spiegel für bestimmen.


Die Präparate gibt es mittlerweile in jeglicher Form. Diese kann
man z.B. bei Müdigkeit und Stimmungstiefs in den Wintermonaten
(Oktober bis März) einnehmen und damit eine Besserung erzielen.


Risikogruppen wie Pflegeheimbewohner:innen können Vitamin D auch
das gesamte Jahr durchnehmen.


Die tägliche Einnahme sollte zwischen 800 und 2000 Einheiten
liegen, denn man kann auch überdosieren! Das sorgt für Übelkeit,
Erbrechen, einen erhöhten Kalziumwert im Blut,
Herzrhythmusstörungen und Nierenprobleme.


Eine Überdosierung passiert nicht durch Sonne, sondern durch
hochdosierte Präparate.


In vielen Präparaten ist einfach zu wenig drin.


K2 kann man dazu nehmen, ist aber nicht zwingend erforderlich.





Gegen den Winterblues hilft nicht nur Vitamin D, sondern auch
eine Kombination mit Tageslichtlampen. Diese enthalten kein UVB,
regen also nicht die Vitamin D-Bildung an, aber wirken
nachweislich auf den Schlaf-Wach-Ryhthmus und auf die
Serotoninproduktion. Deswegen sind sie effektiv bei
Wintermüdigkeit und saisonalen depressiven Episoden.











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