Podcaster
Episoden
27.01.2026
14 Minuten
Folge 16: Zugehörigkeit ist ein
Körperzustand
Wenn du „dabei“ bist – und dein Nervensystem trotzdem auf Abstand
bleibt.
Du kannst in einem Raum sitzen, lächeln, funktionieren – und
innerlich trotzdem angespannt sein. In dieser Folge geht es
darum, warum Zugehörigkeit nicht nur ein Gedanke ist, sondern
ein Körperzustand: Dein Nervensystem prüft
(oft unbewusst), ob es sicher ist, dich zu zeigen. Wir sprechen
über Scham, Überanpassung, den inneren Zurückweisungs-Scanner und
darüber, warum sozialer Stress körperlich nachhallt (bis in
Stresssystem und Immunsystem / PNI).
Scham: nicht „Ich mache etwas falsch“,
sondern „Mit mir stimmt etwas nicht“
Überanpassung als Schutzstrategie:
sozial kompetent wirken – und sich dabei verlieren
Scan-Modus: warum du in Gruppen „wach“ bist,
auch wenn objektiv nichts passiert
Sozialer Stress im Körper: Erschöpfung nach
Kontakt, Kiefer/Bauch/Brust als Alarm-Orte
PNI-Brücke: wie Verbindung/Isolation mit
Stressphysiologie und Entzündungsbereitschaft zusammenhängen
kann
Weiterführende Literatur (Auswahl):
Brené Brown: Braving the Wilderness (Zugehörigkeit
/ „true belonging“)
Matthew D. Lieberman: Social: Why Our Brains Are Wired
to Connect (soziale Verbundenheit & Gehirn)
Daniel J. Siegel: The Developing
Mind (Interpersonal Neurobiology, Selbst &
Beziehung)
Stephen W. Porges: The Polyvagal
Theory (Sicherheitszustände im Nervensystem)
Deb Dana: The Polyvagal Theory in Therapy (Übungen,
Praxistransfer)
Kristin Neff: Self-Compassion (Selbstmitgefühl als
Gegengewicht zu Scham)
Überblick/Reviews zur Psychoneuroimmunologie (PNI) in
klinischer Psychologie (z. B. Annual Review-Artikel)
Moderation & Produktion: Susan
Weckauf
Musik & Sounddesign: Veli Çatıkkaş
(Instagram: @supergerne)
Kontakt & Nachrichten: Instagram
@susan_weckauf
· www.susanweckauf.de · whatsup@susanweckauf.de
Hinweis: Dieser Podcast ersetzt keine
Psychotherapie, Diagnostik oder medizinische Behandlung. Wenn du
dich akut überfordert fühlst oder in einer Krise bist, hol dir
bitte professionelle Hilfe vor Ort oder wende dich an einen
Krisendienst.
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13.01.2026
25 Minuten
Folge 15: Zwei Welten im gleichen Bett
Wenn Paare streiten, wirkt es oft wie ein Wertekonflikt – und ist
in Wahrheit ein Kampf um Sicherheit, Würde und Zugehörigkeit. In
dieser Folge geht es darum, warum ihr euch im Streit manchmal wie
zwei Welten erlebt, welche Schutzmuster dabei aktiv werden
(Protest vs. Rückzug) und warum Konflikt nicht nur „im Kopf“
passiert: Nervensystem, Stresssystem und Immunsystem führen mit
(PNI). Du bekommst außerdem einen kleinen Reset, um aus Alarm
wieder in Kontakt zu kommen.
Inspiration & fachlicher Hintergrund
In dieser Folge fließen u. a. Perspektiven aus
Bindungspsychologie, systemischer Paartherapie,
Nervensystemarbeit und Psychoneuroimmunologie ein – u. a. mit
Gedankenlinien, die man bei Autor:innen wie Esther
Perel (Nähe/Freiheit), David
Schnarch (Differenzierung) und in
der PNI-Forschung (Zusammenhang von
sozialem Stress, Stressphysiologie und Immunsystem) wiederfindet.
Zurück zu dir – deine Kurzschlussfrage:
Wenn du im Streit das Gefühl hast, du musst gewinnen, wessen
Liebe versuchst du gerade zu sichern?
Hinweis
Dieser Podcast ersetzt keine Diagnose oder Behandlung. Wenn du
dich akut überfordert fühlst oder in einer Krise steckst, hol dir
bitte Unterstützung vor Ort.
Moderation & Produktion: Susan
Weckauf
Musik & Sounddesign: Veli Çatıkkaş
(Instagram: @supergerne)
Kontakt: Instagram @susan_weckauf
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22.12.2025
15 Minuten
Jahresende-Special
„Wenn Emotionen dichter werden – verkörperte Wahrheit
zwischen Feiertagen, Nähepflicht und Winterkörper“
Worum es in dieser Folge geht:
Dieses Jahresende-Special ist eine Einladung, die Feiertage nicht
als emotionale Prüfung zu sehen, sondern als eine Phase, in der
unser Körper ehrlich reagiert. Wir sprechen darüber, warum Winter
und Jahresende unser Nervensystem sensibler machen, wie
verkörperte Emotionen sich zeigen, weshalb Familienfeiern alte
Rollen aktivieren – und was wir tun können, um ruhiger, weicher
und realistischer durch diese Zeit zu kommen.
Klar, körpernah, wissenschaftlich fundiert und menschlich.
In dieser Folge erfährst du:
– warum unser Nervensystem im Dezember anders arbeitet
– wie Psychoneuroimmunologie erklärt, dass wir schneller gereizt
oder müde sind
– weshalb Winter biologisch nach Rückzug ruft, während Kultur
Nähe verlangt
– wie alte Rollen an Weihnachten reaktiviert werden – körperlich,
nicht mental
– was verkörperte Emotionen wirklich bedeuten
– warum „zu empfindlich sein“ eine falsche Erzählung ist
– wie du dich regulieren kannst, ohne dich zu überfordern
– eine kleine Übung für dichte Tage (Atem, Berührung, innere
Weichheit)
Wissenschaft & Quellen, die in der Folge
mitschwingen:
– Psychoneuroimmunologie (u. a. Candace Pert, Besedovsky/Del Rey,
Ader & Cohen)
– Vagus- und Affektregulation (Gerald Hüther, Gabor Maté, Dan
Siegel)
– Embodiment-Forschung zu Emotion & Körpergedächtnis (Stanley
Keleman)
– Studien zu Atem, Berührung & Immunantwort
– Systemische Perspektiven auf Rollen und Familiendynamik (u. a.
Virginia Satir, Ulrich Clement, David Schnarch)
– Kulturgeschichtliche Einordnung von Feiertagsritualen und
Harmonieerwartungen
Moderation & Produktion:
Susan Weckauf
Musik & Sounddesign:
Veli Çatıkkaş (Instagram: @supergerne)
Kontakt & Nachrichten:
Instagram: @susan_weckauf
Website: www.susanweckauf.de
E-Mail: whatsup@susanweckauf.de
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09.12.2025
23 Minuten
Folge 14: Kinder der digitalen Schwerkraft – warum Orientierung
heute schwieriger ist als ein Smartphone
In dieser Folge spreche ich darüber, wie Kinder heute in
einer Welt aufwachsen, die sich schneller verändert als ihre –
und unsere – Fähigkeit, sie zu halten.
Eine multiperspektivische Reise durch Psychologie, Peergroups,
Elternschaft, digitale Räume, Identität und das, was wir als
Erwachsene tun können, um Halt zu geben.
Es geht um Fragen wie:
Was ist heute eigentlich „normal“ für kindliche Entwicklung —
und was überfordert?
Warum verlieren Kinder nicht Empathie, sondern die
Gelegenheit, sie zu üben?
Wieso Peergroups heute mächtiger sind als je zuvor — und wie
wir Eltern uns darin verbünden können.
Was digitale Räume im Nervensystem von Kindern auslösen.
Warum die Frage „Smartphone oder nicht?“ zu klein ist — und
worum es wirklich geht.
Wie Erwachsene Orientierung geben können, ohne laut, hart
oder perfekt zu sein.
Und natürlich:
Warum sich viele Kinder fühlen, als wären sie auf dem
Mars gelandet — in einer Schwerkraft, die niemand vorher getestet
hat.
Die Mars-Metapher nach Jonathan Haidt – warum der Wandel der
letzten 15 Jahre größer ist als der der Jahrzehnte davor.
Warum digitale Kindheit kein individuelles Erziehungsproblem
ist, sondern ein kulturelles Phänomen.
Psychologische Kernprozesse von Identität, Resonanz und
Affektintegration.
Systemische Perspektiven: Familie, Kultur, Peergroups als
neue Schwerkraftfelder.
Neurobiologie: Polyvagal-Sicherheit, limbische
Überempfindlichkeit, der unreife präfrontale Kortex,
Kontextkollaps.
Warum Scham im Digitalen so stark wirkt und so wenig Halt
bekommt.
Was Eltern realistisch tun können – ohne Perfektionismus,
aber mit Orientierung.
Generation Angst. Wie Social Media unsere Kinder
manipuliert.
(Kernaussagen: „The Great Rewiring“, Mars-Metapher, Kipppunkte ab
2010)
TED Talk „Connected, but alone?“, diverse
Publikationen.
Zitat: „Wir erwarten mehr von der Technologie und weniger
voneinander.“
It’s Complicated: The Social Lives of Networked Teens.
(Zitate: „The internet is not the cause. It’s the place.“
„Soziale Medien eröffnen Jugendlichen einen öffentlichen Raum,
der ihnen sonst gar nicht zugänglich wäre.“
„Jugendliche fühlen sich nicht von der Technik, sondern von der
Freundschaft angezogen.“)
Forschung zu digitaler Kindheit, Risiken & Chancen, EU Kids
Online.
Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung.
Transparenzgesellschaft.
Das Verschwinden der Kindheit.
Publikationen zu Bindung, Lernentwicklung & neurobiologischen
Grundlagen.
Warum unsere Kinder ein Gefühl der Zugehörigkeit brauchen.
(Zentrale These: Peer-Orientierung ohne erwachsene Führung
destabilisiert.)
Moderation & Produktion: Susan
Weckauf
Musik & Sounddesign: Veli
Çatıkkaş (Instagram: @supergerne)
Kontakt & Nachrichten:
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Website: www.susanweckauf.de
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25.11.2025
17 Minuten
️ Folge 13: Guckst du noch oder fühlst du schon? –
Über Bücher, Displays und was heute als achtsam gilt
Ein Buch auf dem Spielplatz.
Ein Kind, das spielt.
Und ein Blick, der sagt: „Solltest du nicht aufpassen?“
Diese Folge spricht über den Wandel unserer Aufmerksamkeit
–
darüber, wie aus digitaler Erreichbarkeit ein Beweis für Präsenz
wurde
und warum Stille, Lesen oder Innehalten heute oft falsch gedeutet
werden.
Es geht um unser Nervensystem, um soziale Wahrnehmung, um
Affektregulation –
und um die Frage, was echte Achtsamkeit heute eigentlich
bedeutet.
Was du mitnehmen kannst:
– Warum Präsenz nichts mit Dauerverfügbarkeit zu tun hat
– Wie Displays dein Nervensystem beeinflussen
– Warum Bücher, Rituale und Pausen zu den wirksamsten Formen von
Selbstregulation gehören
Relevante Konzepte:
– Polyvagal-Theorie & Neurozeption (Stephen Porges)
– Neuroplastizität & Aufmerksamkeit (Donald Hebb)
– Psychologische Grundbedürfnisse nach Klaus Grawe
– Systemische Perspektiven auf Medienverhalten (Satir, Schnarch,
König)
– Embodiment & Affektregulation (Keleman, Levine, Ogden)
Literaturtipps:
– Verena König – Körperspuren
– Gabor Maté – Wie wir werden, wer wir sind
– Michael Nehls – Die Alzheimer-Lüge
– Gerald Hüther – Biologie der Angst
– Manfred Spitzer – Digitale Demenz
– Stanley Keleman – Embodiment – Die Sprache des Körpers
Moderation & Produktion: Susan
Weckauf
Musik & Sounddesign: Veli
Çatıkkaş (@supergerne)
Kontakt:
Instagram @ susan_weckauf
Website www.susanweckauf.de
E-Mail whatsup@susanweckauf.de
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Über diesen Podcast
What’s Up ist der Podcast für Menschen, die mehr spüren als sagen –
und doch sagen wollen, was wirklich los ist. Hier geht es um das,
was wir sonst nur denken, aber selten laut aussprechen: Beziehung,
Körper, Sex, Selbstregulation, Nähe, Scham, Freude, Tiefe. Mal roh,
mal reflektiert – immer echt. Mit einer Mischung aus Fachwissen,
therapeutischer Erfahrung und menschlicher Offenheit begleitet dich
Susan Weckauf durch Themen, die unter die Haut gehen. Für alle, die
mehr vom Leben wollen als „funktionieren“. Wissenschaftlich
fundiert. Emotional nahbar. Mit einer Prise Soul & Humor
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