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  3. engagement at work - Der Podcast Podcast

Episoden

35 Minuten
10 Prozent. So viele Mitarbeitende in Deutschland sind laut Gallup emotional an ihr Unternehmen gebunden. Die Zahl schwankt über die Jahre, aber sie bewegt sich seit über zwei Jahrzehnten auf niedrigem Niveau. In stabilen Zeiten war das ein Rauschen im Hintergrund. In einem Wandel, der immer schneller wird, ist es ein Problem.

Thomas Fritsch verantwortet Führung und Organisationsentwicklung in einem Bosch-Werk mit 4.300 Mitarbeitenden – mitten in der Krise der Automobilindustrie. Vor zehn Jahren führte er den Standort durch ein hartes Sparprogramm und wurde trotzdem Global Award Winner. 2026 gehört das Werk zu Bayerns besten Arbeitgebern. Seit 25 Jahren ist er EFQM-Assessor und schaut deshalb genauer hin, wenn von Mitarbeiterbindung die Rede ist: Für ihn ist sie kein weiches Thema, sondern der Enabler für Erfolg.

Im Gespräch mit Dr. Alexander Hildenbrand und Rüdiger Frey geht es um die Frage, die vor dem "Wie" kommt: Wer aktiviert eigentlich Engagement?

Thomas Fritschs Antwort ist unbequem konkret – und sie verschiebt den Blick weg von Programmen und hin zu einer Ebene, die oft überlastet ist, statt befähigt zu werden.

Außerdem sprechen sie über:

Warum 400 Folien kein Bürokratiebeweis sind, sondern eine Führungsentscheidung

Was elf Jahre Bundeswehr über Entscheidungsgeschwindigkeit lehren – und wo Konsenskultur teuer wird

Weshalb Information, die man "zum Schutz" des Teams zurückhält, meist als Vertrauensverlust zurückkommt

Wie Jahresplanung so läuft, dass das Zielgespräch am Ende nichts Neues mehr enthält

Was passiert, wenn Mitarbeitende in zwei Wochen selbst KI-Agenten bauen – und wer dafür aus dem Tagesgeschäft geholt werden muss

Und ein Bild aus dem Urlaub mit dem Wohnmobil, das erklärt, warum zwei Menschen dieselbe Arbeit völlig unterschiedlich erleben

Eine Folge über Engagement als gemeinsame Aufgabe: Rahmenbedingungen von der Organisation, Haltung von den Menschen. Jetzt reinhören.
48 Minuten
2022 sitzt ein Musiker an seinem Rechner und kauft einen Krankenwagen. Ohne Verein, ohne Spendengelder, ohne zu wissen, wie das Fahrzeug jemals die Grenze überqueren soll.

Heute sind daraus 18 Fahrzeuge geworden, Konzerte, die live aus der Ukraine in deutsche Stadien geschaltet werden, und Camps für Kinder aus Kriegsgebieten.

Dr. Alexander Hildenbrand und Rüdiger Frey haben in dieser Folge Rüdiger Linhof zu Gast – seit 29 Jahren Bassist der Sportfreunde Stiller und Initiator des Kulturkonvoi.

Sie sprechen darüber, warum eine Band nach 30 Jahren noch zusammenhält, weshalb Angebote weiter tragen als Ansagen und was er meint, wenn er sagt, man könne Wahrscheinlichkeiten biegen.

Seine Antwort auf die Frage, wie große Vorhaben entstehen, ist unspektakulär und gerade deshalb unbequem: Es geht immer nur um das kleine Ja – und die erste Tür ist die schwerste.

Aus diesem Blick heraus wird das Gespräch überraschend konkret für Unternehmen und Führung. Es geht um Richtung, die im Kopf existiert, aber nicht ausgesprochen wird, um Entscheidungen, die aus Angst vor Fehlern ausbleiben, und um die Frage, wofür Menschen sich eigentlich engagieren sollen, wenn unklar bleibt, wohin die Reise geht.

Eine Folge über Initialzündung, Vertrauen und Angebote. Und über einen Gedanken, der Mut macht: Unsere Generation muss nicht aus Trümmern aufbauen. Sie muss sich nur aus der Desillusion herausarbeiten.

Weitere Informationen zum Kulturkonvoi sind zu finden unter: https://kulturkonvoi.com

(Bild mit Unterstützung der KI)
39 Minuten
In den nächsten zehn Jahren verlassen rund sieben Millionen Menschen den deutschen Arbeitsmarkt. Und trotzdem hält sich in vielen Organisationen die stille Annahme, mit fünfzig beginne der Rückzug.

Vier Menschen aus Handel, Rundfunk, Konzernlogistik und einem Unternehmensnetzwerk haben daraus keine Klage gemacht, sondern eine Plattform: Was als monatlicher Coffee Break begann, ist heute eine Konferenz mit 1.000 Plätzen. Am 8. Oktober geht Change Maker 50+ ins fünfte Jahr.

In dieser Folge sprechen Dr. Alexander Hildenbrand und Rüdiger Frey mit Dr. Leonie Koch (OTTO), Susanne Sabisch-Schellhas (Demografienetzwerk Hamburg), Nicole Schmutte (NDR) und Klaus-Peter Mikulla.

Es geht weniger um Programme als um Beharrlichkeit: um den langen Atem in einem Konzern, um einen Sender, in dem bald fünf Generationen gleichzeitig arbeiten, um Mentoring, das Erfahrung und Lernwunsch zusammenbringt wie eine Dating-App.

Und um einen Satz, an dem man nicht vorbeikommt: Arbeiten mit Freude und Leistung bis zum Renteneinstieg müsse gelingen – alles andere sei am Ende eine Rentenkürzung.

Engagement ist keine Einbahnstraße. Unternehmen müssen Rahmen setzen und begleiten. Menschen müssen sich zeigen und neugierig bleiben. Einzeln funktioniert keines von beidem.

Das Programm am 8. Oktober spannt genau diesen Bogen: Prof. Dr. Jutta Allmendinger eröffnet mit dem gesellschaftlichen Blick, warum Wirtschaft und Politik die Generation 50+ stärker in den Fokus nehmen müssen.

Von dort geht es weiter zu Zukunftskompetenzen und der Frage, warum Berufserfahrung im Zeitalter von KI an Bedeutung gewinnt statt verliert. Zwei Podien, zwölf Unternehmen, die in Themenräumen offenlegen, was bei ihnen tatsächlich funktioniert – von Wissenstransfer über pflegende Angehörige bis zu generationenübergreifendem Mentoring.

Ihr könnt euch kostenfrei registrieren unter https://www.ddn-hamburg.de/change-maker-50plus
38 Minuten
Was brauchen Menschen, bevor sie sich bei der Arbeit wirklich engagieren können? In dieser Folge von EngagementAtWork - der Podcast sprechen Dr. Alexander Hildenbrand und Rüdiger Frey mit dem Unternehmensberater Stefan Oppelt. Der Geschäftsführer der BPAV-Unternehmensberatung begleitet seit mehr als 35 Jahren mittelständische Unternehmen bei Fragen rund um Personal, Mitarbeiterbindung und Motivation.

Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die These, dass Sicherheit eine entscheidende Voraussetzung für Engagement ist. Dabei geht es um weit mehr als Vergütung oder einzelne Benefits. Im Gespräch geht es auch darum, wie der demografische Wandel, dünne Personaldecken, steigende Fehlzeiten und Unsicherheit im Arbeitsalltag zusammenhängen.

Auch Recruiting und Personalarbeit im Mittelstand werden kritisch betrachtet: Warum werden Stellenanzeigen immer länger und gleichzeitig austauschbarer? Welche Rolle kann KI bei der Entlastung von HR spielen? Und was können mittelständische Unternehmen von Konzernen lernen, ohne ihre eigene Identität aufzugeben?

Die Folge behandelt unter anderem:

- Sicherheit, Wertschätzung und Führung als Grundlagen für Engagement

- die Folgen des demografischen Wandels für mittelständische Unternehmen

- Mitarbeiterbindung zwischen Vergütung, Gesundheit, Vorsorge und Benefits

- Fehlzeiten, Überlastung und die Risiken dünner Personaldecken

- neue Perspektiven auf Stellenanzeigen und Recruiting

- KI als mögliche Unterstützung für HR und Personalauswahl

- die Frage, warum einzelne Maßnahmen noch keine Personalstrategie ergeben

Eine Folge für alle, die Personalmanagement nicht nur taktisch betreiben, sondern langfristig denken möchten – und erfahren wollen, was Menschen brauchen, damit Engagement überhaupt entstehen kann.
27 Minuten
„Lieber frei als gleich“

Inklusion gilt in Deutschland meist als soziale Aufgabe. Der Staat regelt, Verbände fordern ein, Unternehmen erfüllen. Unser Gast in dieser Folge argumentiert anders.

Dr. Carsten Dethlefs ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler, Dozent, Berater und Kommunalpolitiker. Seit seinem vierten Lebensjahr ist er blind. Er fordert keine Fürsorge, sondern stellt eine betriebswirtschaftliche Frage: Was kostet es ein Unternehmen, vorhandenes Potenzial nicht zu nutzen?

Wir sprechen mit ihm über einen Bildungsweg, der so nicht vorgesehen war. Über eine frühe Anstellung, bei der Zuschüsse mehr zählten als seine Qualifikation. Und über die Frage, warum gut gemeinte Inklusionsprogramme Engagement eher bremsen als wecken.

Es geht um Barrierefreiheit als Wettbewerbsvorteil statt als Pflichtübung. Um rund zehn Prozent der Bevölkerung, die als Kundinnen, Kunden und Fachkräfte selten mitgedacht werden. Und um steigende Arbeitslosenzahlen bei Menschen mit Schwerbehinderung, mitten im Fachkräftemangel.

Carsten Dethlefs widerspricht auch dort, wo Widerspruch unbequem wird: bei Gleichstellungsgesetzen, bei Interessenverbänden und bei der Politik quer durch alle Parteien.

Diese Folge zeigt, wie Engagement entsteht, wenn Menschen etwas leisten dürfen. Und wie schnell es verschwindet, wenn sie stattdessen verwaltet werden.

Weitere Informationen zu Dr. Carsten Dethlefs:

Buch: Teilhabe durch Marktwirtschaft:

https://www.metropolis-verlag.de/Teilhabe-durch-Marktwirtschaft/1607/book.do;jsessionid=A75CB38B486A6C04A71C6793DE95E4B6

Buch: Bei Lichte betrachtet

https://www.bod.de/buchshop/bei-lichte-betrachtet-carsten-dethlefs-9783749447411

Rede bei einer Veranstaltung in Bad Segeberg:

https://youtu.be/CRoRGUhtTx0
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Über diesen Podcast

Der Podcast für echtes Mitarbeiterengagement! Was bedeutet Engagement im Job wirklich? Warum sind manche motivierter als andere? In diesem Podcast sprechen Alexander Hildenbrand und Rüdiger Frey über spannende Diskussionen aus der Community engagement at work (Skool Plattform), teilen Erfahrungen und diskutieren neue Impulse. Ob HR-Experte, Führungskraft oder Mitarbeiter – hier erhälst du Einblicke, wie nachhaltiges Engagement gelingt. Mit Best Practices, inspirierenden Insights und echten Erfahrungen. 🎧 Reinhören, mitdiskutieren & Engagement neu denken!
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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