Podcaster
Episoden
19.05.2026
49 Minuten
„Depression ist nicht einfach Traurigkeit. Sie verändert Gehirn, Nervensystem und den gesamten Körper.“ Prof. Dr. Andreas Menke ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ärztlicher Direktor und Chefarzt des Medical Park Chiemseeblick. Er zählt zu den führenden Experten für Depressionen, Bipolarstörungen und stressassoziierte psychische Erkrankungen. In dieser Episode des PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Prof. Dr. Andreas Menke darüber, warum Depressionen heute längst nicht mehr nur als psychische Erkrankung verstanden werden. Im Mittelpunkt stehen die biologischen Mechanismen chronischen Stresses: erhöhte Cortisolspiegel, Veränderungen im Immunsystem, entzündliche Prozesse und Störungen zentraler Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Deutlich wird, wie eng chronischer Stress, Nervensystem und psychische Gesundheit miteinander verbunden sind. Genetik kann das Risiko beeinflussen, entscheidend sind jedoch häufig langfristige Belastungen wie soziale Isolation, emotionale Überforderung oder anhaltender Stress. Diese Faktoren können biologische Systeme dauerhaft aus dem Gleichgewicht bringen. Gleichzeitig zeigt die Forschung: Depressionen verlaufen individuell. Unterschiedliche biologische Mechanismen und Stressreaktionen machen eine personalisierte Betrachtung in Diagnostik und Therapie notwendig. Neben Psychotherapie und medikamentösen Ansätzen geht es auch um die Rolle von Bewegung, Schlaf, Ernährung, sozialer Verbindung und Stressregulation. Denn Depression betrifft nicht nur die Psyche, sondern den gesamten Organismus. Wie verändert chronischer Stress das Gehirn? Welche Rolle spielen Entzündungen und Nervensystem? Und warum braucht moderne Depressionsbehandlung einen ganzheitlichen Blick auf Körper und Psyche? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. ⸻ Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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12.05.2026
36 Minuten
„Was für gesunde Menschen Alltag ist, kann bei ME-CFS einen massiven körperlichen Zusammenbruch auslösen.“ Kaum ein Krankheitsbild wird so häufig missverstanden wie ME-CFS – die Abkürzung für Myalgische Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome. Was oft mit Müdigkeit, Erschöpfung oder Burnout verwechselt wird, ist tatsächlich eine schwere neuroimmunologische Multisystemerkrankung. Der zentrale Unterschied: Der Körper verliert die Fähigkeit, Belastung physiologisch zu verarbeiten und ausreichend Energie bereitzustellen. In diesem PARACELSUS LAB Deep Dive ordnet Podcast-Host Matthias Baum die biologischen Mechanismen hinter ME-CFS wissenschaftlich ein. Im Mittelpunkt steht das Leitsymptom der sogenannten postexertionellen Malaise (PEM) – eine oft verzögerte, massive Verschlechterung nach körperlicher, geistiger oder sensorischer Belastung. Selbst scheinbar alltägliche Reize wie Gespräche, Licht, Geräusche oder kurze Bewegungen können einen schweren körperlichen Crash auslösen. ME-CFS betrifft dabei nicht nur ein einzelnes Organ, sondern mehrere Systeme gleichzeitig. Diskutiert werden Störungen des Immunsystems, des autonomen Nervensystems, der Gefäßregulation und des zellulären Energiestoffwechsels. Im Fokus stehen Neuroinflammation, mitochondriale Dysfunktion, chronische Immunaktivierung und eine gestörte Belastungsregulation – häufig trotz unauffälliger Standardlaborwerte. Auch die Verbindung zwischen Long Covid und ME-CFS wird eingeordnet. Long Covid kann in ein ME-CFS übergehen, ist jedoch nicht automatisch mit der Erkrankung gleichzusetzen. Genau deshalb können klassische Aktivierungs- oder Trainingsansätze für Betroffene problematisch sein und die Symptome weiter verschärfen. Stattdessen gewinnt das sogenannte Pacing an Bedeutung: eine konsequente Regulation von Belastung innerhalb der individuellen Energiegrenzen. Warum versagt bei ME-CFS die normale Belastungsregulation des Körpers? Weshalb können selbst geringe Reize zu einem systemischen Crash führen? Und warum verändert diese Erkrankung unser Verständnis von Energie, Leistungsfähigkeit und Gesundheit grundlegend? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. ⸻ Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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05.05.2026
1 Stunde 3 Minuten
„Einen schlechten Lebensstil kann man nicht wegsupplementieren.“ Dr. Simone Koch ist Ärztin, Autorin und Expertin für funktionelle Medizin und Präzisionsmedizin und beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie Lebensstil, Stoffwechsel und individuelle Biologie den Alterungsprozess beeinflussen. In dieser Folge PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Dr. Simone Koch über Longevity im Jahr 2026 und darüber, was hinter dem Versprechen von gesundem Altern wirklich steckt. Im Zentrum stehen die biologischen Treiber des Alterns: chronische Entzündungen, metabolische Veränderungen, Insulinresistenz, ungünstige Blutfettwerte und der Verlust von Muskelmasse. Das Konzept des „Inflammaging“ zeigt, wie eng Entzündung und Alterung miteinander verknüpft sind und warum viele Prozesse lange unbemerkt bleiben. Entscheidend ist die frühzeitige Einordnung individueller Risikofaktoren. Genetische Dispositionen geben Hinweise, den größten Einfluss hat jedoch der Lebensstil. Bewegung, Schlaf, Ernährung und Mikronährstoffversorgung bestimmen, wie anpassungsfähig ein System bleibt. Muskelkraft gilt dabei als einer der verlässlichsten Marker für gesunde Langlebigkeit. Gleichzeitig wird deutlich: Ohne Regeneration keine Anpassung. Schlaf ist die Grundlage für Reparaturprozesse, Ernährung für die notwendige Versorgung. Supplements und moderne Longevity-Ansätze können sinnvoll sein – jedoch nur gezielt eingesetzt. Pauschale Empfehlungen greifen zu kurz und ersetzen keine funktionierenden Grundlagen. Was bedeutet es, gesund zu altern? Welche Rolle spielen Entzündungen und Stoffwechsel? Und warum entscheidet am Ende das tägliche Verhalten mehr als jedes Supplement? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Erfahre mehr über die Ausbildungsangebote der PARACELSUS GESUNDHEITSAKADEMIEN: https://www.paracelsus.de/fachfortbildungen/v7m4/longevity-coach-fachausbildung?utm_source=spotify+&utm_medium=link&utm_campaign=PODCAST_LONGEVITY_AUSBILDUNG&utm_id=PODCAST_LONGEVITY Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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28.04.2026
34 Minuten
„Kreatin ist eines der bestuntersuchten Supplements weltweit, seine Wirkung ist klar belegt - aber es funktioniert nicht bei jedem Menschen.“ Kaum ein Thema wird im Bereich Ernährung und Supplementierung so kontrovers diskutiert wie Kreatin. Für die einen unverzichtbar, für andere unnötig oder sogar riskant. In diesem PARACELSUS LAB Deep Dive ordnet Podcast-Host Matthias Baum das Thema wissenschaftlich ein und zeigt, warum Kreatin weit mehr ist als ein klassisches Fitnessprodukt. Kreatin ist ein körpereigenes Molekül, das vor allem in der Muskulatur, aber auch im Gehirn gespeichert wird. Seine zentrale Funktion: die schnelle Bereitstellung von Energie. Über das Kreatin-Phosphat-System regeneriert es verbrauchtes ATP in Sekundenbruchteilen - eine biologische Powerbank für kurzfristige Belastung. Das erklärt die gut belegte Wirkung: Kreatin kann die Muskelkraft um etwa 2 bis 20 Prozent steigern und die Leistung bei kurzen, intensiven Belastungen wie Krafttraining oder Sprint verbessern. Entscheidend dabei: Es fördert nicht primär Muskelwachstum, sondern Energiebereitstellung, Leistungsfähigkeit und Regeneration. Auch jenseits des Sports rückt Kreatin in den Fokus, etwa im Gehirnstoffwechsel bei Stress oder Schlafmangel. Und im Kontext des Alterns zeigt sich: Nicht Muskelmasse allein, sondern vor allem Energieverfügbarkeit bestimmt Funktion und Selbstständigkeit. Die Episode räumt mit Mythen auf. Kreatin ist kein Steroid, kein Hormon und kein Stimulans. Gewichtszunahmen entstehen meist durch Wassereinlagerung in der Muskelzelle – nicht durch Fett. Für gesunde Menschen gilt es als sicher, ist aber nicht für jeden notwendig. Etwa 10 bis 30 Prozent reagieren kaum auf eine Supplementierung („Non-Responder“). Was ist der Hype um Kreatin wirklich wert? Wie wirkt es im Muskel und im Gehirn? Und für wen ist eine Ergänzung sinnvoll – und für wen nicht? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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21.04.2026
57 Minuten
„Ein Herz, das wie ein Metronom schlägt, ist kein Zeichen von Gesundheit – sondern von fehlender Anpassungsfähigkeit.“ Herzratenvariabilität klingt technisch, beschreibt aber etwas zutiefst Menschliches: die Fähigkeit, auf Belastung zu reagieren, sich zu regulieren und wieder ins Gleichgewicht zu finden. Sie zeigt, wie flexibel ein System noch ist und wo es an Anpassungsfähigkeit verliert. In dieser Folge PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Daniel Borschel, High-Performance-Coach und Dozent an den Paracelsus Gesundheitsakademien, über Herzratenvariabilität als Schlüsselmarker für das autonome Nervensystem. Denn diese Werte verraten einiges über Anpassungsfähigkeit, Stressregulation und den Zustand eines Menschen. Im Zentrum steht das Zusammenspiel von Sympathikus, Parasympathikus und Vagusnerv – ein hochkomplexes System, das permanent zwischen Aktivierung und Regeneration vermittelt. Die HRV macht dieses Zusammenspiel messbar. Doch entscheidend ist nicht der einzelne Wert, sondern seine Einordnung. Denn hinter scheinbar eindeutigen Zahlen verbergen sich oft unterschiedliche Zustände: nicht nur Überlastung, sondern auch Blockaden, in denen das System nicht mehr in die Aktivierung zurückfindet. Chronischer Stress, Erschöpfung oder traumatische Erfahrungen hinterlassen Spuren im Nervensystem. Sie verändern, wie ein Mensch auf Reize reagiert, wie schnell Regulation möglich ist und wie stabil innere Prozesse bleiben. Die HRV kann diese Veränderungen sichtbar machen und damit neue Perspektiven für Diagnostik und Therapie eröffnen. Was misst die Herzratenvariabilität tatsächlich – und wo liegen ihre Grenzen? Wie lassen sich Daten sinnvoll interpretieren? Und was bedeutet das für Therapie, Training und langfristige Regulation? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Erfahre mehr über die Ausbildungsangebote der PARACELSUS GESUNDHEITSAKADEMIEN: https://www.paracelsus.de/berufsausbildungen/heilpraktiker?utm_source=spotify+&utm_medium=link&utm_campaign=PODCAST_HP_HERZ&utm_id=PODCAST_HERZ — Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Über diesen Podcast
Willkommen zum offiziellen Podcast der PARACELSUS
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Komplementärmedizin, Therapieformen und klassische Medizin auf das
nächste Level: Podcast Host Matthias Baum spricht jeden Dienstag
mit renommierten Experten, Heilpraktikern und Therapeuten über
mentale, körperliche und soziale Gesundheit, innovative
Therapieansätze, Ernährung, Bewegung, Stress und aktuelle Forschung
aus Medizin und Gesundheit. Immer im Fokus: Wertvolle Einblicke,
praktische Tipps und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse. "Wir
kombinieren das Beste aus evidenzbasierten Therapien und
Erfahrungsmedizin, immer auf der Suche nach neuen Perspektiven für
unsere Gesundheit." -- Über unseren Podcast Host: Matthias Baum ist
Gesundheitswissenschaftler, Therapeut für klinische
Psychoneuroimmunologie (kPNI), erfolgreicher Vortragsredner und
Heilpraktiker mit eigener Praxis in Hamburg.
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