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Diagnose: Kopfsache? Der Gesundheits-Podcast aus dem TWW

Diagnose: Kopfsache? Der Gesundheits-Podcast aus dem TWW

Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk (TWW) 40 Episoden Neueste vor 3 Wochen
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Trailer Staffel 3: Schmerzen – Wenn der Körper für die Seele spricht
06. Mai 2025

Episoden

1 Stunde 3 Minuten
Intensive Gefühle, starke innere Anspannung, ein unsicheres Selbstbild und schwierige Beziehungserfahrungen – eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hat viele Facetten. Gleichzeitig gibt es kaum eine psychische Erkrankung, über die so viele Vorurteile und Missverständnisse kursieren. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ erklären die Psychologischen Psychotherapeutinnen Hannah Drüner und Janina-Sarah Mey aus dem TWW, was Borderline bedeutet und warum die Regulation von Emotionen eine zentrale Rolle spielt. Sie sprechen über Ursachen, Symptome und warum Selbstverletzung und Suizidalität als Ausdruck großer Not und als Bewältigungsversuche verstanden werden müssen. Daneben geht es um die Frage, wie Borderline diagnostiziert und behandelt wird, welche Rolle die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) spielt und was Betroffene dabei ganz konkret lernen können. Die wichtigste Botschaft dieser Folge: Borderline ist keine Lifetime-Diagnose. Die Erkrankung ist gut behandelbar und die Symptome können im Laufe der Zeit deutlich zurückgehen. Therapie kann Betroffenen helfen, neue Strategien im Umgang mit intensiven Emotionen zu entwickeln und ein zufriedenes, lebenswertes Leben zu führen. Themen der Folge: - Was Borderline ist und wie sich die Erkrankung zeigt - Welche Rolle Emotionen, Biografie und belastende Erfahrungen spielen - Warum Selbstverletzung und Suizidalität Bewältigungsversuche sein können - Wie Borderline diagnostiziert und behandelt wird - Warum Borderline gut behandelbar und keine Lifetime-Diagnose ist - Wie Angehörige unterstützen und zugleich ihre eigenen Grenzen wahren können Ein Podcast für Betroffene, Angehörige und alle, die Borderline besser verstehen möchten – fachlich fundiert, verständlich erklärt und mit einem differenzierten Blick auf die Menschen hinter der Diagnose. Mehr Infos zu „Diagnose: Kopfsache?“: www.diagnose-kopfsache.de Informationen zur Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des TWW: https://www.tww-berlin.de/kliniken/psychiatrie/ Feedback und Fragen gern an: podcast@tww-berlin.de Hilfe und Unterstützung findest du unter anderem: - bei Hausärzt:innen - bei Psychotherapeut:innen oder Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie - in psychiatrischen Institutsambulanzen und Fachkliniken - in Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: - über den Notruf 112 - oder bei der TelefonSeelsorge (kostenfrei, anonym und rund um die Uhr): - 0800 111 0 111 - 0800 111 0 222 - 116 123 - Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. Auch Angehörige können Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen. Inhalt: 00:03:44 – Was ist Borderline? 00:06:32 – Vorurteile und Missverständnisse 00:08:38 – Intensive Gefühle und innere Anspannung 00:13:36 – Häufigkeit und Unterschiede zwischen den Geschlechtern 00:16:36 – Symptome, Selbstbild und Beziehungen 00:20:29 – Wann zeigen sich erste Symptome? 00:23:06 – Innere Leere verstehen 00:25:22 – Wie entsteht Borderline? 00:30:01 – Selbstverletzung und Suizidalität verstehen 00:36:07 – Wie wird Borderline diagnostiziert? 00:39:16 – Behandlungsmöglichkeiten: Psychotherapie und DBT 00:42:26 – Was hilft in der Therapie? Haltung, Ziele und Skills 00:46:00 – Therapiedauer und Chancen auf Genesung 00:49:07 – Angehörige: unterstützen und Grenzen setzen 00:56:10 – Stärken und Ressourcen von Betroffenen 00:58:33 – Hilfe suchen und dranbleiben 01:01:44 – Fazit und Ausblick auf die nächste Folge
53 Minuten
Bulimie bleibt meist lange unsichtbar – und genau das macht die Erkrankung so tückisch. Nach außen läuft das Leben scheinbar normal weiter. Doch viele Betroffene erleben im Verborgenen einen Kreislauf aus Essanfällen, Kontrollverlust, Scham und dem Versuch, das Gegessene wieder auszugleichen. Oft sprechen sie jahrelang mit niemandem darüber. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ erklären Chefärztin Birgit Jänchen-van der Hoofd und Oberärztin Dr. Hanna Göhler aus der Psychosomatischen Klinik des TWW, was hinter einer Bulimie steckt, welche Funktion Essanfälle haben können und warum Scham, Selbstwert, Kontrolle und der Umgang mit schwierigen Gefühlen eine so große Rolle spielen. Außerdem geht es darum, warum die Erkrankung trotz eines häufig unauffälligen Körpergewichts erhebliche gesundheitliche Folgen haben kann, wie Angehörige sensibel reagieren können und was Betroffenen hilft, aus dem Kreislauf auszusteigen. Die wichtigste Botschaft dieser Folge: Veränderung und Heilung sind möglich. Es geht nicht darum, nie wieder schwierige Gefühle zu erleben oder Essen vollkommen unbeschwert gegenüberzustehen. Entscheidend ist, andere Wege zu finden, mit Gefühlen und Konflikten umzugehen – damit die Essstörung das Leben nicht mehr bestimmt. Themen der Folge: - Warum Bulimie oft lange unentdeckt bleibt - Was hinter Essanfällen und Kontrollverlust steckt - Welche Rolle Scham, Selbstwert und Gefühle spielen - Welche körperlichen Folgen Bulimie haben kann - Wie sich Bulimie und Binge-Eating-Störung unterscheiden - Wie die Behandlung aussieht und Angehörige unterstützen können - Wie der Weg aus dem Kreislauf gelingen kann Ein Podcast für Betroffene, Angehörige und alle, die Bulimie besser verstehen möchten – verständlich erklärt, fachlich fundiert und mit einem Blick auf die Menschen hinter der Erkrankung. Mehr Infos zu „Diagnose: Kopfsache?“: www.diagnose-kopfsache.de Mehr Informationen zum Thema Magersucht: https://www.tww-berlin.de/kliniken/krankheitsbilder/magersucht/ Informationen zur Psychosomatischen Klinik des TWW: https://www.tww-berlin.de/kliniken/psychosomatik/ Feedback und Fragen gern an: podcast@tww-berlin.de Hilfe bei Essstörungen findest du unter anderem: - bei Hausärzt:innen oder Kinder- und Jugendärzt:innen - bei Psychotherapeut:innen oder Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie - Beratungsstelle für Essstörungen Cinderella e.V. - DICK & DÜNN e. V. - in psychosomatischen oder psychiatrischen Fachkliniken - in Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: - über den Notruf 112 - oder bei der TelefonSeelsorge (kostenfrei, anonym und rund um die Uhr): 0800 111 0 111 0800 111 0 222 116 123 Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. Auch Angehörige können Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen. Inhalt: 00:00:00 - Einstieg: Die Scham und Mechanik von Essanfällen 00:00:48 - Begrüßung, Vorstellung der Gäste & Definition von Bulimie 00:05:50 - Verheimlichung im Alltag, Schamgefühle & finanzielle Folgen 00:07:26 - Ablauf & Auslöser von Essanfällen: Kontrollverlust, Dissoziation & Emotionen 00:12:40 - Ursachen & Risikofaktoren: Perfektionismus, Selbstwert & Traumata 00:15:12 - Betroffene Altersgruppen, Geschlechterverteilung & Wandel aus Anorexie 00:20:59 - Körperliche Folgen & medizinische Gefahren von Bulimie 00:24:27 - Auslöser für den Klinikschritt, Blutzuckerdynamik & Esspatterns 00:28:50 - Psychosomatische Behandlung im TWW & Begleiterkrankungen 00:32:16 - Alltag in der Therapie: Protokolle, Körpertherapie & Gruppenaustausch 00:38:50 - Abgrenzung zum Binge-Eating-Syndrom 00:41:04 - Früherkennung & sensibler Umgang für Angehörige 00:46:35 - Voraussetzungen für den Therapieerfolg & Das Verständnis von Heilung 00:51:05 - Zusammenfassung, Dank & Verabschiedung
1 Stunde 21 Minuten
Magersucht beginnt nicht beim Essen – und sie endet auch nicht dort. Magersucht ist weit mehr als eine Essstörung. Sie ist eine schwere psychische Erkrankung – und gleichzeitig eine Erkrankung, die behandelbar ist. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ erklären Chefärztin Birgit Jänchen-van der Hoofd und Oberärztin Dr. Hannah Göhler aus der Psychosomatischen Klinik des TWW, was hinter Anorexie steckt, warum Betroffene ihren Körper oft völlig anders wahrnehmen als ihr Umfeld und weshalb Heilung erst dann beginnen kann, wenn nicht nur das Essverhalten, sondern auch die seelischen Ursachen in den Blick genommen werden. Die wichtigste Botschaft dieser Folge: Heilung ist möglich. Je früher Betroffene Unterstützung erhalten und verstehen, was hinter ihrer Erkrankung steckt, desto größer sind die Chancen, den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu finden. Themen der Folge: - Was Anorexie von einer Diät unterscheidet - Warum Betroffene ihren Körper anders wahrnehmen - Welche körperlichen Folgen Magersucht hat - Welche Ursachen und Risikofaktoren eine Rolle spielen - Wie eine Behandlung gelingt und warum sie mehr umfasst als Gewichtszunahme - Wie Angehörige unterstützen können - Wie Heilung gelingen kann Ein Podcast für Betroffene, Angehörige und alle, die Magersucht besser verstehen möchten – verständlich erklärt, wissenschaftlich fundiert und mit einem Blick auf die Menschen hinter der Erkrankung. Mehr Infos zu „Diagnose: Kopfsache?“: www.diagnose-kopfsache.de Mehr Informationen zum Thema Magersucht: https://www.tww-berlin.de/kliniken/krankheitsbilder/magersucht/ Informationen zur Psychosomatischen Klinik des TWW: https://www.tww-berlin.de/kliniken/psychosomatik/ Feedback und Fragen gern an: podcast@tww-berlin.de Hilfe bei Essstörungen findest du unter anderem: - bei Hausärzt:innen oder Kinder- und Jugendärzt:innen - bei Psychotherapeut:innen oder Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie - Beratungsstelle für Essstörungen Cinderella e.V. - DICK & DÜNN e. V. - in psychosomatischen oder psychiatrischen Fachkliniken - in Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: - über den Notruf 112 - oder bei der TelefonSeelsorge (kostenfrei, anonym und rund um die Uhr): 0800 111 0 111 0800 111 0 222 116 123 Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. Auch Angehörige können Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen. Inhalt: 00:00:00 - Einstieg: Typische Warnzeichen von Anorexie 00:01:11 - Begrüßung, Vorstellung der Gäste & Definition von Anorexie 00:05:12 - Körperliche & psychische Folgen des Hungerns 00:09:01 - Auslöser & Ursachen: Pubertät, Abgrenzung & Kontrolle 00:14:36 - Die Körperschema-Störung & verzerrte Eigenwahrnehmung 00:24:23 - Hunger als Erfolg, familiäre Prägungen & Leistungssport 00:33:45 - Der Einfluss von Social Media, Schönheitsidealen & Druck 00:39:33 - Besonderheiten bei Männern & das Phänomen Orthorexie 00:43:06 - Früherkennung & der systemische Blick auf die Familie 00:47:01 - Das Behandlungskonzept der Psychosomatik im TWW 00:50:20 - Alltag in der Therapie: Kochgruppen & schrittweise Zunahme 00:57:31 - Motivation zur Veränderung & Auslöser für den Klinikschritt 01:05:13 - Medizinische Gefahren, Hohe Sterblichkeit & Refeeding-Syndrom 01:16:27 - Umgang für Angehörige, Hoffnung & Verabschiedung
1 Stunde 7 Minuten
Wie fühlt es sich an, wenn Alkohol immer mehr Raum im eigenen Leben einnimmt? Nadine Basler kennt diese Erfahrung. Viele Jahre war sie alkoholabhängig – und nach außen schien ihr Leben dennoch zu funktionieren. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ erzählt Nadine offen von ihrem Weg in die Alkoholabhängigkeit, von Scham, Verdrängung und dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Sie spricht darüber, warum es so schwer war, sich Hilfe zu suchen, welche Rolle gesellschaftliche Erwartungen und Vorurteile gespielt haben und was letztlich der Wendepunkt in ihrem Leben war. Heute arbeitet Nadine als Genesungsbegleiterin im TWW, engagiert sich als EX-IN-Landessprecherin für Brandenburg und unterstützt als Lotsin andere Menschen auf ihrem Weg aus der Sucht. Ihre Geschichte macht Mut und zeigt: Veränderung ist möglich – Schritt für Schritt. Themen der Folge: • Wie Alkohol schleichend immer mehr Raum im Leben einnehmen kann • Scham, Verdrängung und gesellschaftliche Vorurteile • Der Moment, in dem Hilfe notwendig wird • Leben mit einer Alkoholabhängigkeit trotz funktionierendem Alltag • Warum Abstinenz oft schwieriger ist als viele denken • Unterstützung durch Therapie, Selbsthilfe und Genesungsbegleitung • Die Bedeutung von Hoffnung und Recovery • Was Angehörige und Freund:innen wissen sollten • Das Lotsennetzwerk und Hilfen für Betroffene Ein Podcast für Menschen, die selbst von einer Suchterkrankung betroffen sind, für Angehörige sowie alle, die Suchterkrankungen besser verstehen möchten – aus der Perspektive einer Frau, die diesen Weg selbst gegangen ist. Inhalt: 00:00:00 - Einstieg: Persönliche Scham & erste Einordnung 00:01:07 Alltag mit Sucht: Vorstellung des Gastes & Themenübersicht 00:03:52 Schleichender Beginn: Konsum im Alltag & gesellschaftliche Enthemmung 00:05:28 Der Wendepunkt: Führerscheinentzug & scheinbare Kontrolle 00:07:23 Der finale Cut: Ein Streit am Abend des 18. Januar 2021 00:09:43 Ursachen & gesellschaftlicher Aspekt: Die Bagatellisierung des Alkohols 00:11:36 Veränderung des Alltags: Ängste, Verstecke & die 18-Uhr-Grenze 00:14:16 Psychische Gesundheit: Der Zusammenhang von Sucht, Depression & Bulimie 00:17:27 Das Tabuthema Scham: Die Angst vor dem eigenen Spiegelbild 00:19:18 Doppeltes Stigma: Warum alkoholabhängige Frauen härter verurteilt werden 00:23:42 Der Schritt zur Hilfe: Der Anruf bei der Caritas & Hürden der Therapie 00:46:50 Das Netzwerk wächst: Selbsthilfegruppen & die Ausbildung zur Lotsin 00:52:04 Ein neues Leben: Die Arbeit im TWW, das Lotsen-Netzwerk & Selbstvergebung 01:04:44 - Fazit & Abschluss Weitere Folgen von „Diagnose: Kopfsache?“ findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Mehr Infos zum Podcast: www.diagnose-kopfsache.de Feedback und Fragen gern an: podcast@tww-berlin.de Hilfe bei Suchterkrankungen und psychischen Krisen: Wenn du das Gefühl hast, dass Alkohol oder andere Suchtmittel in deinem Leben oder im Leben eines nahestehenden Menschen zunehmend Raum einnehmen, ist es wichtig zu wissen: Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Unterstützung findest du unter anderem: Lotsennetzwerk für Menschen mit Suchterfahrungen: https://www.suchthilfe-lotsennetzwerke.de bei Suchtberatungsstellen, z. B. der Caritas bei Hausärzt:innen oder Psychiater:innen in Suchthilfeeinrichtungen und Beratungsangeboten bei psychiatrischen Kliniken und Krisendiensten im Rahmen stationärer oder ambulanter Suchtbehandlungen beim Sozialpsychiatrischen Dienst in Selbsthilfegruppen wie den Anonymen Alkoholikern über das Lotsennetzwerk für Menschen mit Suchterfahrungen In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: über den Notruf 112 oder bei der Telefonseelsorge (kostenfrei, anonym, rund um die Uhr) unter: 0800 111 0 111 0800 111 0 222 Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. Auch Angehörige und Nahestehende können Unterstützung und Beratung in Anspruch nehmen.
1 Stunde 1 Minute
„Ich habe doch alles im Griff.“ Ein Satz, den viele Menschen mit problematischem Alkoholkonsum lange über sich selbst sagen würden. Denn Alkoholabhängigkeit beginnt selten sichtbar. Viele Betroffene gehen weiter arbeiten, kümmern sich um Familie und Alltag und merken oft erst spät, wie groß der Raum geworden ist, den Alkohol im eigenen Leben einnimmt. Doch woran erkennt man, dass der eigene Konsum problematisch wird? Warum fällt es vielen Betroffenen so schwer, sich Hilfe zu suchen? In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ spricht Claudia Noack mit Dr. Lieselotte Mahler, Chefärztin der Psychiatrie im TWW, darüber, wie Suchterkrankungen entstehen, warum Alkohol gesellschaftlich so akzeptiert ist und weshalb Abhängigkeit nichts mit mangelnder Disziplin oder Willensstärke zu tun hat. Außerdem geht es um Warnzeichen einer Abhängigkeit, den Begriff des Kontrollverlusts, körperliche und psychische Auswirkungen sowie um die Frage, warum Suchterkrankungen noch immer stark stigmatisiert sind. Dr. Lieselotte Mahler erklärt außerdem, welche Therapie- und Unterstützungsangebote es gibt, warum Rückfälle Teil eines Genesungsprozesses sein können und weshalb Hoffnung im Umgang mit Suchterkrankungen eine zentrale Rolle spielt. Themen der Folge: • Wann Alkoholkonsum problematisch wird • Kontrollverlust und Warnzeichen • Warum Alkohol gesellschaftlich so akzeptiert ist • Sucht im Gehirn: Was bei Abhängigkeit passiert • Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung und Sucht • Warum Abhängigkeit nichts mit Willensschwäche zu tun hat • Scham, Vorurteile und gesellschaftliche Stigmatisierung • Hilfe, Therapie und Recovery-Prozesse • Welche Rolle Angehörige spielen können Diese Folge richtet sich an Menschen, die selbst von einer Suchterkrankung betroffen sind, an Angehörige sowie an alle, die das Thema besser verstehen möchten – jenseits von Vorurteilen und vereinfachten Erklärungen. Inhalt: 00:05:16 - Die Grenze zum Kontrollverlust: Wenn Alkohol zum Problem wird 00:09:23 - Das Risiko-Missverständnis: Gibt es einen gesunden Konsum? 00:17:23 - Alarmglocken im Alltag: Verhaltensänderungen und Priorisierung 00:30:56 - Das Stigma des „Alkoholikers“ und die Macht der Sprache 00:45:05 - Niedrigschwellige Hilfe: Der Prozess zur Veränderung Weitere Folgen von „Diagnose: Kopfsache?“ findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Mehr Infos: www.diagnose-kopfsache.de Feedback und Fragen: podcast@tww-berlin.de Informationen zu Dr. Lieselotte Mahler: https://www.tww-berlin.de/kliniken/psychiatrie/ansprechpartner-psychiatrie/dr-lieselotte-mahler/ Hilfe bei Suchterkrankungen und psychischen Krisen Wenn du das Gefühl hast, dass Alkohol oder andere Suchtmittel in deinem Leben oder im Leben eines nahestehenden Menschen zunehmend Raum einnehmen, ist es wichtig zu wissen: Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Unterstützung findest du unter anderem: - bei Suchtberatungsstellen, z.B. bei der Caritas - bei Hausärzt:innen oder Psychiater:innen - in Suchthilfeeinrichtungen wie z. B. Konsumräumen, Treffs oder Cafés - bei psychiatrischen Kliniken und Krisendiensten - im Rahmen stationärer oder ambulanter Suchtbehandlungen - beim Sozialpsychiatrischen Dienst - in Selbsthilfegruppen wie den Anonymen Alkoholikern In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: - über den Notruf 112 - oder bei der Telefonseelsorge (kostenfrei, anonym, rund um die Uhr): unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. In vielen Regionen gibt es zudem Krisendienste, die schnell und unkompliziert helfen – z. B. den Berliner Krisendienst oder die Krisendienste Bayern. Für andere Bundesländer kannst du online nach „Krisendienst + Wohnort“ suchen. Auch Angehörige und Nahestehende können Unterstützung und Beratung in Anspruch nehmen.
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Über diesen Podcast

"Diagnose: Kopfsache?" ist der Gesundheits-Podcast aus den Kliniken im TWW, der euch einen tieferen Einblick in die Welt der mentalen Gesundheit bietet. In diesem aufschlussreichen Podcast führt Claudia Noack Gespräche mit einem multidisziplinären Team aus Ärzt:innen, Psycholog:innen, Therapeut:innen und anderen Fachleuten, um einen Blick auf Ursachen, Symptome und Behandlungsoptionen verschiedener Krankheiten in den Fachbereichen Psychiatrie, Psychosomatik und Neurologie zu werfen. Unser Ziel: Aufklärung über Gesundheitsthemen, Information über innovative Behandlungsansätze und ein Beitrag zur Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen. Weitere Informationen findet ihr auch auf diagnose-kopfsache.de. Für Anregungen, Kommentare oder Fragen schreibt uns unter podcast@tww-berlin.de – euer Feedback ist uns wichtig!
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