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Diagnose: Kopfsache? Der Gesundheits-Podcast aus dem TWW Archiv

40 Episoden
1 Stunde 3 Minuten
Intensive Gefühle, starke innere Anspannung, ein unsicheres Selbstbild und schwierige Beziehungserfahrungen – eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hat viele Facetten. Gleichzeitig gibt es kaum eine psychische Erkrankung, über die so viele Vorurteile und Missverständnisse kursieren. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ erklären die Psychologischen Psychotherapeutinnen Hannah Drüner und Janina-Sarah Mey aus dem TWW, was Borderline bedeutet und warum die Regulation von Emotionen eine zentrale Rolle spielt. Sie sprechen über Ursachen, Symptome und warum Selbstverletzung und Suizidalität als Ausdruck großer Not und als Bewältigungsversuche verstanden werden müssen. Daneben geht es um die Frage, wie Borderline diagnostiziert und behandelt wird, welche Rolle die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) spielt und was Betroffene dabei ganz konkret lernen können. Die wichtigste Botschaft dieser Folge: Borderline ist keine Lifetime-Diagnose. Die Erkrankung ist gut behandelbar und die Symptome können im Laufe der Zeit deutlich zurückgehen. Therapie kann Betroffenen helfen, neue Strategien im Umgang mit intensiven Emotionen zu entwickeln und ein zufriedenes, lebenswertes Leben zu führen. Themen der Folge: - Was Borderline ist und wie sich die Erkrankung zeigt - Welche Rolle Emotionen, Biografie und belastende Erfahrungen spielen - Warum Selbstverletzung und Suizidalität Bewältigungsversuche sein können - Wie Borderline diagnostiziert und behandelt wird - Warum Borderline gut behandelbar und keine Lifetime-Diagnose ist - Wie Angehörige unterstützen und zugleich ihre eigenen Grenzen wahren können Ein Podcast für Betroffene, Angehörige und alle, die Borderline besser verstehen möchten – fachlich fundiert, verständlich erklärt und mit einem differenzierten Blick auf die Menschen hinter der Diagnose. Mehr Infos zu „Diagnose: Kopfsache?“: www.diagnose-kopfsache.de Informationen zur Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des TWW: https://www.tww-berlin.de/kliniken/psychiatrie/ Feedback und Fragen gern an: podcast@tww-berlin.de Hilfe und Unterstützung findest du unter anderem: - bei Hausärzt:innen - bei Psychotherapeut:innen oder Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie - in psychiatrischen Institutsambulanzen und Fachkliniken - in Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: - über den Notruf 112 - oder bei der TelefonSeelsorge (kostenfrei, anonym und rund um die Uhr): - 0800 111 0 111 - 0800 111 0 222 - 116 123 - Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. Auch Angehörige können Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen. Inhalt: 00:03:44 – Was ist Borderline? 00:06:32 – Vorurteile und Missverständnisse 00:08:38 – Intensive Gefühle und innere Anspannung 00:13:36 – Häufigkeit und Unterschiede zwischen den Geschlechtern 00:16:36 – Symptome, Selbstbild und Beziehungen 00:20:29 – Wann zeigen sich erste Symptome? 00:23:06 – Innere Leere verstehen 00:25:22 – Wie entsteht Borderline? 00:30:01 – Selbstverletzung und Suizidalität verstehen 00:36:07 – Wie wird Borderline diagnostiziert? 00:39:16 – Behandlungsmöglichkeiten: Psychotherapie und DBT 00:42:26 – Was hilft in der Therapie? Haltung, Ziele und Skills 00:46:00 – Therapiedauer und Chancen auf Genesung 00:49:07 – Angehörige: unterstützen und Grenzen setzen 00:56:10 – Stärken und Ressourcen von Betroffenen 00:58:33 – Hilfe suchen und dranbleiben 01:01:44 – Fazit und Ausblick auf die nächste Folge
53 Minuten
Bulimie bleibt meist lange unsichtbar – und genau das macht die Erkrankung so tückisch. Nach außen läuft das Leben scheinbar normal weiter. Doch viele Betroffene erleben im Verborgenen einen Kreislauf aus Essanfällen, Kontrollverlust, Scham und dem Versuch, das Gegessene wieder auszugleichen. Oft sprechen sie jahrelang mit niemandem darüber. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ erklären Chefärztin Birgit Jänchen-van der Hoofd und Oberärztin Dr. Hanna Göhler aus der Psychosomatischen Klinik des TWW, was hinter einer Bulimie steckt, welche Funktion Essanfälle haben können und warum Scham, Selbstwert, Kontrolle und der Umgang mit schwierigen Gefühlen eine so große Rolle spielen. Außerdem geht es darum, warum die Erkrankung trotz eines häufig unauffälligen Körpergewichts erhebliche gesundheitliche Folgen haben kann, wie Angehörige sensibel reagieren können und was Betroffenen hilft, aus dem Kreislauf auszusteigen. Die wichtigste Botschaft dieser Folge: Veränderung und Heilung sind möglich. Es geht nicht darum, nie wieder schwierige Gefühle zu erleben oder Essen vollkommen unbeschwert gegenüberzustehen. Entscheidend ist, andere Wege zu finden, mit Gefühlen und Konflikten umzugehen – damit die Essstörung das Leben nicht mehr bestimmt. Themen der Folge: - Warum Bulimie oft lange unentdeckt bleibt - Was hinter Essanfällen und Kontrollverlust steckt - Welche Rolle Scham, Selbstwert und Gefühle spielen - Welche körperlichen Folgen Bulimie haben kann - Wie sich Bulimie und Binge-Eating-Störung unterscheiden - Wie die Behandlung aussieht und Angehörige unterstützen können - Wie der Weg aus dem Kreislauf gelingen kann Ein Podcast für Betroffene, Angehörige und alle, die Bulimie besser verstehen möchten – verständlich erklärt, fachlich fundiert und mit einem Blick auf die Menschen hinter der Erkrankung. Mehr Infos zu „Diagnose: Kopfsache?“: www.diagnose-kopfsache.de Mehr Informationen zum Thema Magersucht: https://www.tww-berlin.de/kliniken/krankheitsbilder/magersucht/ Informationen zur Psychosomatischen Klinik des TWW: https://www.tww-berlin.de/kliniken/psychosomatik/ Feedback und Fragen gern an: podcast@tww-berlin.de Hilfe bei Essstörungen findest du unter anderem: - bei Hausärzt:innen oder Kinder- und Jugendärzt:innen - bei Psychotherapeut:innen oder Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie - Beratungsstelle für Essstörungen Cinderella e.V. - DICK & DÜNN e. V. - in psychosomatischen oder psychiatrischen Fachkliniken - in Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: - über den Notruf 112 - oder bei der TelefonSeelsorge (kostenfrei, anonym und rund um die Uhr): 0800 111 0 111 0800 111 0 222 116 123 Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. Auch Angehörige können Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen. Inhalt: 00:00:00 - Einstieg: Die Scham und Mechanik von Essanfällen 00:00:48 - Begrüßung, Vorstellung der Gäste & Definition von Bulimie 00:05:50 - Verheimlichung im Alltag, Schamgefühle & finanzielle Folgen 00:07:26 - Ablauf & Auslöser von Essanfällen: Kontrollverlust, Dissoziation & Emotionen 00:12:40 - Ursachen & Risikofaktoren: Perfektionismus, Selbstwert & Traumata 00:15:12 - Betroffene Altersgruppen, Geschlechterverteilung & Wandel aus Anorexie 00:20:59 - Körperliche Folgen & medizinische Gefahren von Bulimie 00:24:27 - Auslöser für den Klinikschritt, Blutzuckerdynamik & Esspatterns 00:28:50 - Psychosomatische Behandlung im TWW & Begleiterkrankungen 00:32:16 - Alltag in der Therapie: Protokolle, Körpertherapie & Gruppenaustausch 00:38:50 - Abgrenzung zum Binge-Eating-Syndrom 00:41:04 - Früherkennung & sensibler Umgang für Angehörige 00:46:35 - Voraussetzungen für den Therapieerfolg & Das Verständnis von Heilung 00:51:05 - Zusammenfassung, Dank & Verabschiedung
1 Stunde 21 Minuten
Magersucht beginnt nicht beim Essen – und sie endet auch nicht dort. Magersucht ist weit mehr als eine Essstörung. Sie ist eine schwere psychische Erkrankung – und gleichzeitig eine Erkrankung, die behandelbar ist. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ erklären Chefärztin Birgit Jänchen-van der Hoofd und Oberärztin Dr. Hannah Göhler aus der Psychosomatischen Klinik des TWW, was hinter Anorexie steckt, warum Betroffene ihren Körper oft völlig anders wahrnehmen als ihr Umfeld und weshalb Heilung erst dann beginnen kann, wenn nicht nur das Essverhalten, sondern auch die seelischen Ursachen in den Blick genommen werden. Die wichtigste Botschaft dieser Folge: Heilung ist möglich. Je früher Betroffene Unterstützung erhalten und verstehen, was hinter ihrer Erkrankung steckt, desto größer sind die Chancen, den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu finden. Themen der Folge: - Was Anorexie von einer Diät unterscheidet - Warum Betroffene ihren Körper anders wahrnehmen - Welche körperlichen Folgen Magersucht hat - Welche Ursachen und Risikofaktoren eine Rolle spielen - Wie eine Behandlung gelingt und warum sie mehr umfasst als Gewichtszunahme - Wie Angehörige unterstützen können - Wie Heilung gelingen kann Ein Podcast für Betroffene, Angehörige und alle, die Magersucht besser verstehen möchten – verständlich erklärt, wissenschaftlich fundiert und mit einem Blick auf die Menschen hinter der Erkrankung. Mehr Infos zu „Diagnose: Kopfsache?“: www.diagnose-kopfsache.de Mehr Informationen zum Thema Magersucht: https://www.tww-berlin.de/kliniken/krankheitsbilder/magersucht/ Informationen zur Psychosomatischen Klinik des TWW: https://www.tww-berlin.de/kliniken/psychosomatik/ Feedback und Fragen gern an: podcast@tww-berlin.de Hilfe bei Essstörungen findest du unter anderem: - bei Hausärzt:innen oder Kinder- und Jugendärzt:innen - bei Psychotherapeut:innen oder Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie - Beratungsstelle für Essstörungen Cinderella e.V. - DICK & DÜNN e. V. - in psychosomatischen oder psychiatrischen Fachkliniken - in Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: - über den Notruf 112 - oder bei der TelefonSeelsorge (kostenfrei, anonym und rund um die Uhr): 0800 111 0 111 0800 111 0 222 116 123 Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. Auch Angehörige können Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen. Inhalt: 00:00:00 - Einstieg: Typische Warnzeichen von Anorexie 00:01:11 - Begrüßung, Vorstellung der Gäste & Definition von Anorexie 00:05:12 - Körperliche & psychische Folgen des Hungerns 00:09:01 - Auslöser & Ursachen: Pubertät, Abgrenzung & Kontrolle 00:14:36 - Die Körperschema-Störung & verzerrte Eigenwahrnehmung 00:24:23 - Hunger als Erfolg, familiäre Prägungen & Leistungssport 00:33:45 - Der Einfluss von Social Media, Schönheitsidealen & Druck 00:39:33 - Besonderheiten bei Männern & das Phänomen Orthorexie 00:43:06 - Früherkennung & der systemische Blick auf die Familie 00:47:01 - Das Behandlungskonzept der Psychosomatik im TWW 00:50:20 - Alltag in der Therapie: Kochgruppen & schrittweise Zunahme 00:57:31 - Motivation zur Veränderung & Auslöser für den Klinikschritt 01:05:13 - Medizinische Gefahren, Hohe Sterblichkeit & Refeeding-Syndrom 01:16:27 - Umgang für Angehörige, Hoffnung & Verabschiedung
1 Stunde 7 Minuten
Wie fühlt es sich an, wenn Alkohol immer mehr Raum im eigenen Leben einnimmt? Nadine Basler kennt diese Erfahrung. Viele Jahre war sie alkoholabhängig – und nach außen schien ihr Leben dennoch zu funktionieren. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ erzählt Nadine offen von ihrem Weg in die Alkoholabhängigkeit, von Scham, Verdrängung und dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Sie spricht darüber, warum es so schwer war, sich Hilfe zu suchen, welche Rolle gesellschaftliche Erwartungen und Vorurteile gespielt haben und was letztlich der Wendepunkt in ihrem Leben war. Heute arbeitet Nadine als Genesungsbegleiterin im TWW, engagiert sich als EX-IN-Landessprecherin für Brandenburg und unterstützt als Lotsin andere Menschen auf ihrem Weg aus der Sucht. Ihre Geschichte macht Mut und zeigt: Veränderung ist möglich – Schritt für Schritt. Themen der Folge: • Wie Alkohol schleichend immer mehr Raum im Leben einnehmen kann • Scham, Verdrängung und gesellschaftliche Vorurteile • Der Moment, in dem Hilfe notwendig wird • Leben mit einer Alkoholabhängigkeit trotz funktionierendem Alltag • Warum Abstinenz oft schwieriger ist als viele denken • Unterstützung durch Therapie, Selbsthilfe und Genesungsbegleitung • Die Bedeutung von Hoffnung und Recovery • Was Angehörige und Freund:innen wissen sollten • Das Lotsennetzwerk und Hilfen für Betroffene Ein Podcast für Menschen, die selbst von einer Suchterkrankung betroffen sind, für Angehörige sowie alle, die Suchterkrankungen besser verstehen möchten – aus der Perspektive einer Frau, die diesen Weg selbst gegangen ist. Inhalt: 00:00:00 - Einstieg: Persönliche Scham & erste Einordnung 00:01:07 Alltag mit Sucht: Vorstellung des Gastes & Themenübersicht 00:03:52 Schleichender Beginn: Konsum im Alltag & gesellschaftliche Enthemmung 00:05:28 Der Wendepunkt: Führerscheinentzug & scheinbare Kontrolle 00:07:23 Der finale Cut: Ein Streit am Abend des 18. Januar 2021 00:09:43 Ursachen & gesellschaftlicher Aspekt: Die Bagatellisierung des Alkohols 00:11:36 Veränderung des Alltags: Ängste, Verstecke & die 18-Uhr-Grenze 00:14:16 Psychische Gesundheit: Der Zusammenhang von Sucht, Depression & Bulimie 00:17:27 Das Tabuthema Scham: Die Angst vor dem eigenen Spiegelbild 00:19:18 Doppeltes Stigma: Warum alkoholabhängige Frauen härter verurteilt werden 00:23:42 Der Schritt zur Hilfe: Der Anruf bei der Caritas & Hürden der Therapie 00:46:50 Das Netzwerk wächst: Selbsthilfegruppen & die Ausbildung zur Lotsin 00:52:04 Ein neues Leben: Die Arbeit im TWW, das Lotsen-Netzwerk & Selbstvergebung 01:04:44 - Fazit & Abschluss Weitere Folgen von „Diagnose: Kopfsache?“ findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Mehr Infos zum Podcast: www.diagnose-kopfsache.de Feedback und Fragen gern an: podcast@tww-berlin.de Hilfe bei Suchterkrankungen und psychischen Krisen: Wenn du das Gefühl hast, dass Alkohol oder andere Suchtmittel in deinem Leben oder im Leben eines nahestehenden Menschen zunehmend Raum einnehmen, ist es wichtig zu wissen: Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Unterstützung findest du unter anderem: Lotsennetzwerk für Menschen mit Suchterfahrungen: https://www.suchthilfe-lotsennetzwerke.de bei Suchtberatungsstellen, z. B. der Caritas bei Hausärzt:innen oder Psychiater:innen in Suchthilfeeinrichtungen und Beratungsangeboten bei psychiatrischen Kliniken und Krisendiensten im Rahmen stationärer oder ambulanter Suchtbehandlungen beim Sozialpsychiatrischen Dienst in Selbsthilfegruppen wie den Anonymen Alkoholikern über das Lotsennetzwerk für Menschen mit Suchterfahrungen In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: über den Notruf 112 oder bei der Telefonseelsorge (kostenfrei, anonym, rund um die Uhr) unter: 0800 111 0 111 0800 111 0 222 Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. Auch Angehörige und Nahestehende können Unterstützung und Beratung in Anspruch nehmen.
1 Stunde 1 Minute
„Ich habe doch alles im Griff.“ Ein Satz, den viele Menschen mit problematischem Alkoholkonsum lange über sich selbst sagen würden. Denn Alkoholabhängigkeit beginnt selten sichtbar. Viele Betroffene gehen weiter arbeiten, kümmern sich um Familie und Alltag und merken oft erst spät, wie groß der Raum geworden ist, den Alkohol im eigenen Leben einnimmt. Doch woran erkennt man, dass der eigene Konsum problematisch wird? Warum fällt es vielen Betroffenen so schwer, sich Hilfe zu suchen? In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ spricht Claudia Noack mit Dr. Lieselotte Mahler, Chefärztin der Psychiatrie im TWW, darüber, wie Suchterkrankungen entstehen, warum Alkohol gesellschaftlich so akzeptiert ist und weshalb Abhängigkeit nichts mit mangelnder Disziplin oder Willensstärke zu tun hat. Außerdem geht es um Warnzeichen einer Abhängigkeit, den Begriff des Kontrollverlusts, körperliche und psychische Auswirkungen sowie um die Frage, warum Suchterkrankungen noch immer stark stigmatisiert sind. Dr. Lieselotte Mahler erklärt außerdem, welche Therapie- und Unterstützungsangebote es gibt, warum Rückfälle Teil eines Genesungsprozesses sein können und weshalb Hoffnung im Umgang mit Suchterkrankungen eine zentrale Rolle spielt. Themen der Folge: • Wann Alkoholkonsum problematisch wird • Kontrollverlust und Warnzeichen • Warum Alkohol gesellschaftlich so akzeptiert ist • Sucht im Gehirn: Was bei Abhängigkeit passiert • Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung und Sucht • Warum Abhängigkeit nichts mit Willensschwäche zu tun hat • Scham, Vorurteile und gesellschaftliche Stigmatisierung • Hilfe, Therapie und Recovery-Prozesse • Welche Rolle Angehörige spielen können Diese Folge richtet sich an Menschen, die selbst von einer Suchterkrankung betroffen sind, an Angehörige sowie an alle, die das Thema besser verstehen möchten – jenseits von Vorurteilen und vereinfachten Erklärungen. Inhalt: 00:05:16 - Die Grenze zum Kontrollverlust: Wenn Alkohol zum Problem wird 00:09:23 - Das Risiko-Missverständnis: Gibt es einen gesunden Konsum? 00:17:23 - Alarmglocken im Alltag: Verhaltensänderungen und Priorisierung 00:30:56 - Das Stigma des „Alkoholikers“ und die Macht der Sprache 00:45:05 - Niedrigschwellige Hilfe: Der Prozess zur Veränderung Weitere Folgen von „Diagnose: Kopfsache?“ findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Mehr Infos: www.diagnose-kopfsache.de Feedback und Fragen: podcast@tww-berlin.de Informationen zu Dr. Lieselotte Mahler: https://www.tww-berlin.de/kliniken/psychiatrie/ansprechpartner-psychiatrie/dr-lieselotte-mahler/ Hilfe bei Suchterkrankungen und psychischen Krisen Wenn du das Gefühl hast, dass Alkohol oder andere Suchtmittel in deinem Leben oder im Leben eines nahestehenden Menschen zunehmend Raum einnehmen, ist es wichtig zu wissen: Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Unterstützung findest du unter anderem: - bei Suchtberatungsstellen, z.B. bei der Caritas - bei Hausärzt:innen oder Psychiater:innen - in Suchthilfeeinrichtungen wie z. B. Konsumräumen, Treffs oder Cafés - bei psychiatrischen Kliniken und Krisendiensten - im Rahmen stationärer oder ambulanter Suchtbehandlungen - beim Sozialpsychiatrischen Dienst - in Selbsthilfegruppen wie den Anonymen Alkoholikern In akuten psychischen Krisen oder bei Suizidgedanken hole dir bitte umgehend Unterstützung: - über den Notruf 112 - oder bei der Telefonseelsorge (kostenfrei, anonym, rund um die Uhr): unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. In vielen Regionen gibt es zudem Krisendienste, die schnell und unkompliziert helfen – z. B. den Berliner Krisendienst oder die Krisendienste Bayern. Für andere Bundesländer kannst du online nach „Krisendienst + Wohnort“ suchen. Auch Angehörige und Nahestehende können Unterstützung und Beratung in Anspruch nehmen.
1 Stunde 14 Minuten
Depressionen gehören zu den häufigsten und zugleich am meisten missverstandenen Erkrankungen. Jeder fünfte Mensch ist im Laufe seines Lebens betroffen – und dennoch halten sich viele Vorurteile. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ spricht Claudia Noack mit Dr. Lieselotte Mahler darüber, was eine Depression wirklich ausmacht – jenseits von Klischees und gut gemeinten Ratschlägen. Woran erkennt man eine Depression? Wie unterscheidet sie sich von Trauer oder Erschöpfung? Warum fühlen sich viele Betroffene eher „leer“ als traurig? Und weshalb ist die Erkrankung oft so schwer greifbar – selbst für die Betroffenen? Außerdem geht es um Ursachen, erste An- und Warnzeichen sowie um das Thema Suizidalität. Zugleich wird deutlich: Depressionen sind gut behandelbar. Moderne Therapieansätze setzen auf individuelle, ganzheitliche Behandlung und eröffnen neue Perspektiven. Diese Folge möchte Verständnis fördern, Vorurteile abbauen und Mut machen – denn Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Und: Es gibt Wege heraus. Themen der Folge: • Was eine Depression medizinisch ausmacht • Typische Symptome: Antriebslosigkeit, Leere, Schlafstörungen, Grübeln • Unterschiede zwischen Trauer und Depression • Ursachen und Risikofaktoren • Depression und Suizidalität • Warnzeichen erkennen • Behandlungsmöglichkeiten und Therapieansätze • Warum Depression gut behandelbar ist Diese Folge richtet sich an Menschen, die selbst von Depression betroffen sind, an Angehörige sowie an alle, die die Erkrankung besser verstehen möchten – jenseits von Vorurteilen und vereinfachten Erklärungen. Weitere Folgen von „Diagnose: Kopfsache?“ findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Mehr Infos: www.diagnose-kopfsache.de Feedback und Fragen: podcast@tww-berlin.de Informationen zu Dr. Lieselotte Mahler: https://www.tww-berlin.de/kliniken/psychiatrie/ansprechpartner-psychiatrie/dr-lieselotte-mahler/ Hilfe in akuten Krisen Wenn du dich in einer akuten psychischen Krise befindest oder konkrete Suizidgedanken hast, hole dir bitte umgehend Unterstützung: • Wende dich an die nächstgelegene psychiatrische Klinik • oder rufe den Notruf unter 112 Auch die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 Solltest du dort nicht sofort durchkommen, versuche es bitte erneut oder wende dich bei akuter Gefahr direkt an den Notruf. In vielen Regionen gibt es zudem Krisendienste, die schnell und unkompliziert helfen – z. B. den Berliner Krisendienst oder die Krisendienste Bayern. Für andere Bundesländer kannst du auch deinen Wohnort zusammen mit dem Begriff „Krisendienst“ online suchen.
1 Stunde 2 Minuten
Müde Beine beim Treppensteigen. Muskeln, die schneller erschöpfen als früher. Zuckungen, Schmerzen oder das Gefühl, körperlich nicht mehr belastbar zu sein. Was zunächst unspezifisch wirkt und oft auf Stress oder Überlastung zurückgeführt wird, kann auch seine Ursache im Nervensystem haben. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ spricht Claudia Noack mit Prof. Dr. Cornelia Kornblum, Chefärztin der Neurologie im TWW, über neuromuskuläre Erkrankungen – eine große und sehr vielfältige Gruppe von Erkrankungen, die Muskeln, Nerven oder die Signalübertragung zwischen beiden betreffen. Gemeinsam beleuchten sie, was diese Erkrankungen körperlich und psychisch bedeuten, woran man Warnsignale erkennt, warum die Diagnose häufig so schwierig ist – und was Betroffenen heute helfen kann. Weitere Themen der Folge: - Was verbirgt sich hinter neuromuskulären Erkrankungen? - Der Unterschied zu funktionellen neurologischen Störungen: „Hardware-“ vs. „Softwareproblem“ im Nervensystem - Wann Beschwerden abgeklärt werden sollten und welche Warnsignale ernst zu nehmen sind (z. B. Schluck-, Sprech- oder Atemstörungen) - Warum die Diagnose oft Jahre dauert - Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten - Neue Entwicklungen in der Forschung – von Enzymersatz bis Gentherapie - Psychische Belastungen: Erschöpfung, Unsicherheit, depressive Symptome und die Angst vor Autonomieverlust - Unsichtbare Erkrankung: Warum Betroffene oft nicht ernst genommen werden - Alltag und Unterstützung: Was Angehörigen hilft – und warum Aufklärung so wichtig ist Neuromuskuläre Erkrankungen sind oft nicht auf den ersten Blick erkennbar – und genau das macht sie für viele Betroffene besonders belastend. Umso wichtiger ist es, Symptome ernst zu nehmen, genau hinzuschauen und im Umgang miteinander Verständnis zu entwickeln. Inhalt: 00:00:00 – Einstieg: Chronische Schmerzen & erste Einordnung 00:00:36 – Symptome & warum neuromuskuläre Erkrankungen oft übersehen werden 00:03:05 – Typische Beschwerden: Muskelschwäche, Erschöpfung & Schmerzen 00:04:06 – Abgrenzung: Neuromuskulär vs. funktionelle Störungen 00:07:02 – Diagnose-Odyssee: Warum Betroffene oft lange warten 00:08:12 – Was sind neuromuskuläre Erkrankungen? Ursachen & Beispiele 00:11:51 – Warnsignale: Wann Beschwerden abgeklärt werden sollten 00:17:21 – Häufigkeit, Risikofaktoren & Möglichkeiten der Vorbeugung 00:24:30 – Diagnostik: Untersuchungen & Weg zur Diagnose 00:32:16 – Therapie: Behandlung, Lebensqualität & Schmerzmanagement 00:37:21 – Forschung & neue Therapien: Hoffnung durch Innovation 00:41:53 – Psychische Belastung, Alltag & gesellschaftliche Herausforderungen 00:52:25 – Umgang im Alltag: Grenzen, Arbeit & Unterstützungssysteme 00:57:04 – Versorgung & Ausblick: Was sich künftig verbessern muss 01:01:06 – Fazit & Abschluss Weitere Folgen von „Diagnose: Kopfsache?“ findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Mehr Infos zum Podcast: www.diagnose-kopfsache.de Feedback und Fragen: podcast@tww-berlin.de Weiterführende Informationen: Prof. Dr. Cornelia Kornblum: https://www.tww-berlin.de/kliniken/neurologie/ansprechpartner-neurologie/prof-dr-cornelia-kornblum/
60 Minuten
Krisen, Unsicherheit, Druck und ständige Erreichbarkeit – viele Menschen erleben Stress als Dauerzustand. Doch was hilft, bevor Erschöpfung chronisch wird? Was schützt uns davor auszubrennen? Und wie können wir lernen, innerlich stabil zu bleiben, ohne uns selbst zu überfordern? In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ spricht Claudia Noack mit den psychologischen Psychotherapeutinnen Dr. Sabine Hoffmann und Mia Wittgenstein über Resilienz, die Fähigkeit, mit Belastungen und Krisen konstruktiv umzugehen. In Ergänzung an die Folge zum Thema Burnout geht es diesmal um Schutzfaktoren, innere Ressourcen und konkrete Strategien zur Stressbewältigung. Themen der Folge: • Warum Resilienz heute so relevant ist • Warum es dabei nicht nur ums „Durchhalten“ geht • Wie Resilienz im Alltag sichtbar wird – und wann Stabilität eher ein Schutzmechanismus ist • Wie die „7 Säulen der Resilienz“ Orientierung geben können • Ob Resilienz angeboren oder erlernbar ist • Welche kleinen Schritte helfen, wenn man sich bereits überfordert fühlt • … und wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist Diese Folge richtet sich an alle, die sich häufig belastet fühlen – ebenso an Angehörige und Interessierte, die verstehen möchten, wie seelische Widerstandskraft entsteht und gestärkt werden kann. Weitere Folgen von „Diagnose: Kopfsache?“ findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Mehr Infos: www.diagnose-kopfsache.de Feedback und Fragen: podcast@tww-berlin.de Weiterführende Informationen: Dr. Sabine Hoffmann: https://www.tww-berlin.de/pethag/ueber-uns/sabine-hoffmann/ Mia Wittgenstein: https://www.tww-berlin.de/pethag/ueber-uns/mia-wittgenstein/ Die PETHAG-Akademie des Theodor-Wenzel-Werks bietet Programme zur mentalen Gesundheitsförderung in Unternehmen – von Einzelcoachings über Team-Workshops bis zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), mit Fokus auf Burn-out-Prävention und Führungskräfte-Screenings. Direkter Kontakt: https://www.tww-berlin.de/pethag/adhs-diagnostik-erwachsene-berlin/ Inhalt: 00:00:00 – Einstieg: Resilienz als Schutzfaktor in Krisenzeiten 00:03:04 – Ursprung des Begriffs & Resilienzforschung (Emily Werner) 00:06:41 – Dauerstress, Digitalisierung & gesellschaftliche Belastungen 00:09:30 – Resilienz als „Muskel“: Belastung, Regeneration & Wachstum 00:12:06 – Durchhalten oder Grenzen setzen? Missverständnisse von Resilienz 00:16:58 – Woran erkennt man Resilienz – und fehlende Regeneration? 00:21:51 – Die sieben Säulen der Resilienz: Haltungen & Praktiken 00:28:30 – Resilienz: Anlage, Erziehung oder erlernbare Fähigkeit? 00:35:47 – Selbstwirksamkeit, Stressbewältigung & „Ich kann nicht mehr“ 00:45:57 – Warnzeichen & Zeitpunkt für professionelle Unterstützung 00:51:43 – Psychotherapie & konkrete Wege zur Resilienzstärkung
49 Minuten
Viele Menschen funktionieren über lange Zeit: engagiert, leistungsbereit, verantwortungsvoll. Doch irgendwann kippt etwas. Die Erschöpfung geht nicht mehr weg, Schlaf bringt keine echte Regeneration, Pausen fühlen sich leer an – und obwohl man weiter „funktioniert“, fehlt innerlich die Kraft. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ spricht Claudia Noack mit Dr. Sabine Hoffmann, psychologische Psychotherapeutin im TWW und Leiterin der psychotherapeutischen Privatambulanz (PETHAG), über Burnout als chronischen Überlastungszustand – und darüber, warum er so ernst zu nehmen ist, auch wenn Burnout offiziell keine eigenständige Diagnose darstellt. Gemeinsam ordnen sie ein, was Burnout aus psychotherapeutischer Sicht bedeutet und warum er als Risikozustand auf dem Weg zu psychischen Erkrankungen verstanden wird, welche typischen Warnzeichen besonders leistungsstarke und hochfunktionale Menschen lange übersehen, warum die Übergänge zu Depressionen, Angststörungen oder Suchttendenzen oft fließend sind, und wie berufliche, private und gesellschaftliche Belastungen sich gegenseitig verstärken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, was Betroffene konkret tun können, wenn erste Warnsignale auftreten – von kurzfristigen Entlastungsstrategien über Achtsamkeit und Selbstfürsorge bis hin zur Entscheidung, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch die Rolle von Unternehmen und Führungskräften wird beleuchtet: Welche Arbeitskulturen krank machen – und was Organisationen tun können, um psychische Gesundheit nachhaltig zu schützen. Diese Folge richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle, die psychische Erschöpfung besser verstehen möchten. Sie macht Mut, Warnsignale ernst zu nehmen und sich Unterstützung zu holen. Weitere Folgen von „Diagnose: Kopfsache?“ zu Themen wie Depression, Angst und Panik findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Weitere Infos zum Podcast und zu den Kliniken im TWW: www.diagnose-kopfsache.de Für Feedback und Fragen erreichst du uns unter: podcast@tww-berlin.de Weiterführende Informationen zu Dr. Sabine Hoffmann findest du hier: https://www.tww-berlin.de/pethag/ueber-uns/sabine-hoffmann/ Die PETHAG-Akademie des Theodor-Wenzel-Werks bietet passgenaue Programme zur mentalen Gesundheitsförderung in Unternehmen – von Einzelcoachings über Team-Workshops bis zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Besonders im Fokus: Burn-out-Prävention, Gesundheitsberatung und Führungskräfte-Screenings. Direkter Kontakt: https://www.tww-berlin.de/pethag/adhs-diagnostik-erwachsene-berlin/ Inhalt: 00:00:43 – Intro: Wenn dauerhaftes Funktionieren krank macht 00:03:53 – Was ist Burnout aus psychotherapeutischer Sicht? 00:05:32 – Burnout im ICD: Warum es keine eigene Diagnose ist 00:08:27 – Warnzeichen & schleichende Entwicklung 00:10:58 – Wann wird Burnout klinisch relevant? 00:15:29 – Stress, Mental Load & körperliche Folgen 00:18:58 – Übergang zu Depression, Angst & Sucht 00:24:37 – Beruf, Privatleben & Digitalisierung 00:32:25 – Was hilft Betroffenen konkret? 00:42:09 – Verantwortung von Unternehmen & Führungskräften 00:46:01 – Abschluss: Die Reißleine ziehen
49 Minuten
Angst gehört zum Menschsein – sie schützt uns, warnt uns und macht uns in Gefahrensituationen handlungsfähig. Doch wenn Angst zu oft, zu heftig oder ohne erkennbaren Grund auftritt, kann sie das Leben massiv einengen. Viele Betroffene kennen die körperlichen Reaktionen nur zu gut: Herzrasen, Schwindel, Atemnot, innere Unruhe. Was ursprünglich ein Schutzmechanismus ist, wird zur Belastung. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ spricht Claudia Noack mit Dr. Sabine Hoffmann, psychologische Psychotherapeutin in der Psychotherapeutischen Privatambulanz am TWW (PETHAG), über Angststörungen, Panikattacken und darüber, wie Betroffene Schritt für Schritt wieder Sicherheit, Ruhe und innere Stabilität finden können. Sabine Hoffmann erklärt, wie Angst entsteht, was im Körper passiert, wenn sie übermächtig wird, und welche therapeutischen Wege helfen können, die Kontrolle zurückzugewinnen. Sie spricht außerdem darüber, welche Rolle das vegetative Nervensystem spielt, warum Ängste manchmal über Generationen hinweg spürbar bleiben und wie man Panikattacken frühzeitig erkennt oder abschwächt. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Episode ist der Blick auf Trauma und belastende Erlebnisse: Wann sprechen wir von einem Trauma? Wie unterscheidet es sich von einer Angststörung? Und welche Warnsignale zeigen, dass professionelle Unterstützung notwendig ist? Diese Folge richtet sich an Menschen, die selbst mit Angst oder Panikattacken leben, an Angehörige und an alle, die besser verstehen möchten, wie komplex, individuell und zugleich behandelbar Angststörungen sind. Diese Episode macht Mut: Angst ist kein persönliches Versagen, sie kann jeden und jede treffen – und es gibt wirksame Wege zurück zu einem freieren Leben. Weiterführende Informationen zu Dr. Sabine Hoffmann findest du hier: https://www.tww-berlin.de/pethag/ueber-uns/sabine-hoffmann/ Direkter Kontakt Zur Psychotherapeutischen Privatambulanz: https://www.tww-berlin.de/pethag/adhs-diagnostik-erwachsene-berlin/ Inhalt: 00:00:44 Intro: Was ist Angst, was ist eine Angststörung? 00:02:17 Körperliche Symptome: Wenn Angst den ganzen Körper aktiviert 00:02:56 Biologische Alarmreaktion: Wozu Angst eigentlich dient 00:04:00 Ab wann Angst pathologisch wird 00:05:32 Formen von Angststörungen: Panik, Agoraphobie, soziale Phobie & mehr 00:07:46 Entstehung: Gene, Stress, Lernen & frühere Erfahrungen 00:10:59 Körperliche Erkrankungen als Auslöser oder Verstärker 00:12:29 Vererbte Angst: transgenerationale Einflüsse 00:14:25 Panikattacken: Was im Körper passiert 00:19:48 Notaufnahme, Kreislauf der Angst & Fehldeutungen 00:21:59 Umgang mit Panik: Akzeptanz statt Vermeidung 00:24:59 Konkrete Techniken: Atmung, Klopfen, Reize, Kälte 00:30:09 Behandlungsmöglichkeiten: KVT, Medikamente & Sicherheitssignale 00:34:47 Trauma, PTBS und akute Belastungsreaktionen 00:39:08 Frühe Unterstützung & Rolle von Umfeld und Notfallpsychologie 00:42:34 Angehörige: unterstützen, ohne zu verstärken 00:44:29 Hoffnung: Angst ist gut behandelbar 00:47:47 Outro & Abspann
49 Minuten
Termine verschwinden ständig aus dem Blick, Aufgaben bleiben liegen, die Gedanken springen unaufhörlich, die eigene Aufmerksamkeit schwindet schnell und ständig diese innere Unruhe. Viele Erwachsene kennen dieses Gefühl, sich selbst und den Alltag kaum bändigen zu können. Was nach Alltagsstress klingt, kann mehr sein: eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, im Erwachsenenalter. Eine Diagnose, die lange unterschätzt wurde – und doch für viele ein Wendepunkt ist. Denn wer endlich versteht, warum Konzentration, Struktur oder Selbstorganisation so schwerfallen, kann beginnen, anders mit sich umzugehen. Lange galt ADHS als reine Kinderkrankheit. Heute weiß man: Auch viele Erwachsene sind betroffen – oft ohne Diagnose und mit dem Gefühl, „irgendwie anders“ zu sein. Eine ADHS-Diagnostik kann hier ein entscheidender Schritt sein, um die eigenen Muster zu verstehen, Belastungen zu reduzieren und neue Strategien für den Alltag zu entwickeln. In dieser Folge von „Diagnose: Kopfsache?“ spricht Claudia Noack mit den Psychologischen Psychotherapeutinnen Dr. Sabine Hoffmann und Kim Ackermann u.a. darüber, wie ADHS bei Erwachsenen erkannt wird, was eine Diagnose verändern kann – und warum sie für viele Betroffene eine enorme Erleichterung bedeutet. Was außerdem thematisiert wird: Was bedeutet ADHS – und ab wann Aufmerksamkeitsschwierigkeiten behandlungsbedürftig sind. Warum die Diagnose bei Erwachsenen oft spät oder gar nicht gestellt wird. Wie die Diagnostik abläuft und welche Rolle Biografie, Testverfahren und interdisziplinäre Zusammenarbeit spielen. Welche Symptome belasten im Alltag besonders und wie sie sich auf Beruf, Beziehungen und Selbstbild auswirken. Welche Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten können helfen? Warum ADHS auch mit besonderen Stärken und Ressourcen verbunden sein kann. Diese Episode richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle, die verstehen möchten, wie komplex und individuell ADHS im Erwachsenenalter sein kann. Sie vermittelt Fachwissen, Empathie und Mut, den eigenen Weg zu Klarheit und Akzeptanz zu finden. Weitere Infos zum Podcast und zu den Kliniken im TWW: www.diagnose-kopfsache.de Für Feedback und Fragen erreichst du uns unter: podcast@tww-berlin.de Weiterführende Informationen zum Thema und zu den Interviewpartnerinnen findest du hier: https://www.tww-berlin.de/pethag/ueber-uns/sabine-hoffmann/ https://www.tww-berlin.de/pethag/ueber-uns/kim-ackermann/ https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/kindergesundheit/aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.html Direkter Kontakt Zur Psychotherapeutischen Privatambulanz: https://www.tww-berlin.de/pethag/adhs-diagnostik-erwachsene-berlin/ Inhalt: 00:00:00 Begrüßung und Vorstellung der Gäste 00:03:08 Was ist ADHS? Symptome und Diagnosekriterien 00:06:40 ADHS von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter 00:10:18 Ursachen, Genetik und Häufigkeit 00:12:35 Warum ADHS bei Erwachsenen oft unerkannt bleibt 00:14:28 Diagnostik: Tests, Interviews und Abgrenzung 00:19:57 Komorbiditäten und Fehldiagnosen 00:25:47 ADHS im Alltag: Herausforderungen und Stärken 00:29:59 Geschlechtsunterschiede und gesellschaftliche Rollenbilder 00:33:47 Behandlungsmöglichkeiten: Therapie und Medikamente 00:38:53 Angehörige, Umfeld und erste Schritte zur Diagnose 00:44:10 Leben mit ADHS: Selbsthilfe, Bewegung und Achtsamkeit
1 Stunde
Fast jeder kennt es: das Ziehen im unteren Rücken nach einem langen Tag am Schreibtisch, die Verspannung im Nacken oder den stechenden Schmerz beim Aufstehen. Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt – und sind die Hauptursache für Krankschreibungen bei Muskel-Skelett-Erkrankungen. Doch Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz. Manchmal steckt ein Bandscheibenvorfall dahinter, manchmal eine muskuläre Dysbalance. Häufig aber liegt die Ursache tiefer – in der Psyche, im Stress, in nicht verarbeiteten Erlebnissen. Rückenschmerzen können so zum Spiegel innerer Belastungen werden. In dieser Podcast-Folge sprechen wir über die vielfältigen Ursachen, die Diagnostik und die Behandlung von Rückenschmerzen. Im Gespräch mit Dr. Annette Carl, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie Spezielle Schmerztherapie am Rückenzentrum Markgrafenpark (www.ruecken-zentrum.de.de), und Birgit Jänchen-van der Hoofd, Chefärztin der Psychosomatik in den Kliniken im TWW, wird deutlich, warum Rückenschmerz immer ganzheitlich betrachtet werden muss. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf medizinische und psychosomatische Perspektiven – und zeigen Wege, wie Betroffene aus dem Schmerz-Kreislauf herausfinden können. Wir sprechen darüber: wann Rückenschmerzen chronisch werden und warum die Grenze nicht nur zeitlich zu verstehen ist warum Schmerz immer auch psychische und emotionale Anteile hat wie körperliche Fehlhaltungen, Stress und Traumata den Rücken belasten wie Diagnostik und Therapie interdisziplinär zusammenspielen welche Rolle Bewegung, Physiotherapie, Psychotherapie und Selbstfürsorge haben und welche Warnsignale ernst genommen werden sollten Diese Folge richtet sich an Menschen mit akuten oder chronischen Rückenschmerzen, an Angehörige, medizinisch Interessierte und Fachpersonal. Sie vermittelt fundiertes Wissen, praktische Hinweise – und macht Mut, neue Perspektiven einzunehmen. Weitere Infos zum Podcast und zu den Kliniken im TWW: www.diagnose-kopfsache.de Für weiterführende Informationen zum Thema Ernährung empfehlen wir dir folgende Publikationen Marnitz, C., Epking, N. (2025). Ein gesunder Rücken ist auch Kopfsache - Wie Stress und Schmerz zusammenhängen. rowohlt Polaris Verlag. Hamel, M., Heinrich, M., Niemier, K., & Marnitz, U. (Eds.). (2018). Rückenschmerzen therapieren: Von der multimodalen Idee zur interdisziplinären Lösung. Walter de Gruyter GmbH & Co KG. Heinrich, M, Hamel, M., Marnitz, U., (2022). Ihr Weg aus den Rückenschmerzen. Multimodale Schmerztherapie. TRIAS Verlag. Marnitz, U. (2020). Die interdisziplinäre, multimodale Schmerztherapie in der konservativen Wirbelsäulentherapie. Die Wirbelsäule, 4(03), 168-173. Bienek, K., Marnitz, U., Seidel, W., Seifert, C., von Pickardt, B., & Lindena, G. (2019). Interdisciplinary multimodal assessment and risk-tailored pathways for patients with back pain: Prospective evaluation of an integrated healthcare delivery project. Schmerz (Berlin, Germany), 33(2), 116-127. David Butler, Lorimer Moseley, Schmerzen verstehen. Spinger Verlag Für Feedback und Fragen erreichst du uns unter: podcast@tww-berlin.de Inhalt: 00:00:00 Begrüßung & Einführung ins Thema 00:03:42 Schmerz entsteht im Kopf - Die überraschende Wahrheit 00:06:09 Der Mythos vom "echten" vs. "psychischen" Schmerz 00:08:17 Chronifizierung beginnt früher als gedacht 00:14:03 Spezifisch vs. unspezifisch - Was bedeutet das wirklich? 00:20:11 Dysbalancierte Funktion als Schmerzauslöser 00:29:18 Trauma und die Angst im Nacken 00:31:16 Wenn Gefühle zu einem "Ball" werden 00:38:30 Heilung durch Balance statt Perfektion 00:41:03 Komplexbehandlung im Rückenzentrum 00:57:34 Kleine Schritte, große Wirkung
53 Minuten
Wir sprechen vom Herzschmerz, wenn wir trauern, unser Herz hüpft, wenn wir verliebt sind – und wenn uns die Angst packt, beginnt es zu rasen oder eng zu werden. Das Herz steht wie kein anderes Organ für unsere Gefühle. Doch was passiert, wenn es leidet, obwohl es körperlich gesund ist? In dieser Podcastfolge geht es um seelischen Schmerz, der sich körperlich äußert – insbesondere in Form von Herzbeschwerden. Wir widmen uns Krankheitsbildern wie der Herzneurose, der Herzangst, dem Broken-Heart-Syndrom und sprechen über Panikattacken. Dabei wird deutlich: Gefühle wie Trauer, Angst und Stress können das Herz so stark beeinflussen, dass Symptome entstehen, die oft kaum von einem Herzinfarkt zu unterscheiden sind. Claudia Noack spricht darüber mit Dr. med. Claudia Schad, internistische Leiterin der Funktionsdiagnostik, und Dr. med. Ramin Safaei-Rad, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie & Oberarzt – beide arbeiten in der Psychosomatik der Kliniken im TWW. Gemeinsam beleuchten sie: warum das Herz so häufig „Ort“ psychosomatischer Beschwerden ist, wie sich Herzsymptome im Rahmen von Angststörungen zeigen, was eine Panikattacke von einem Herzinfarkt unterscheidet, wie die Diagnostik psychosomatisch orientierter Kliniken funktioniert, welche therapeutischen Wege helfen können – von Entspannung bis tiefenpsychologischer Therapie. Diese Folge richtet sich an alle, … die selbst immer wieder unter unklaren Herzsymptomen leiden, … die Menschen begleiten, deren Beschwerden „psychosomatisch“ sein könnten, … und die verstehen wollen, wie eng Körper und Seele miteinander verwoben sind. Weitere Infos zum Podcast und zu den Kliniken im TWW: www.diagnose-kopfsache.de Dein Feedback ist uns wichtig. Für Anregungen, Kommentare oder Fragen schreib uns gern an: podcast@tww-berlin.de Inhalt: 00:00:00 Begrüßung & Einführung ins Thema Herz und Psyche 00:03:02 Herzsymptome ohne Befund – psychosomatische Ursachen 00:08:17 Was ist eine Herzneurose? Symptome und Erleben 00:12:50 Wann Herzsymptome medizinisch abgeklärt werden sollten 00:17:20 Panikattacken erkennen und abgrenzen 00:25:24 Angst vor dem plötzlichen Herztod – Realität vs. Gefühl 00:31:30 Das Broken-Heart-Syndrom – Takotsubo-Kardiomyopathie 00:45:41 Wunsch nach besserer Versorgung & gesellschaftlichem Verständnis 00:49:14 Persönliche Botschaft an Betroffene 00:51:29 Verabschiedung & Ausblick
1 Stunde 5 Minuten
Für Menschen mit dem Reizdarm-Syndrom sind dauerhafte Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall oder Verstopfung alltäglich. Beschwerden, die meist medizinisch keine erklärbare Ursache haben, deren Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebensqualität jedoch spürbar und sehr belastend sind. In dieser Podcast-Folge sprechen wir über das Leben mit dem Reizdarm-Syndrom, darüber, wie Betroffene mit den Herausforderungen umgehen, und welche Wege zu mehr Wohlbefinden führen können. Gemeinsam mit Birgit Jänchen-van der Hoofd, Chefärztin der Psychosomatik im TWW, und Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt für Innere Medizin und Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin werfen wir einen ganzheitlichen Blick auf das Krankheitsbild. Dabei treffen psychosomatische , internistische und naturheilkundliche Perspektiven aufeinander. Im Fokus: Wege, wie Betroffene mithilfe von Ernährung, Achtsamkeit und Mind-Body-Medizin besser mit ihren Beschwerden umgehen können. Denn auch wenn Reizdarm als chronisch gilt – es gibt wirkungsvolle Ansätze für mehr Lebensqualität. Wir sprechen darüber, • wie Stress den Darm beeinflusst, • warum gerade der Bauch so sensibel auf seelische Belastungen reagiert, • wie Diagnostik und Ausschlussverfahren bei Reizdarm aussehen, • und welche Rolle Ernährung, Psyche und das Mikrobiom spielen • und warum Therapie immer individuell gedacht werden muss. Diese Folge richtet sich an Menschen mit chronischen oder wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden, an Angehörige, Fachpersonal und Interessierte. Sie bietet fundiertes Wissen, praktische Hinweise – und macht Mut. Weitere Infos zum Podcast und zu den Kliniken im TWW: www.diagnose-kopfsache.de Für weiterführende Informationen zum Thema Ernährung empfehlen wir dir folgende Publikationen von Prof. Dr. Andreas Michalsen (https://naturheilkunde.immanuel.de/): Ernährung. Meine Quintessenz. Kraftvoll und gesund bleiben! Sicher länger leben!, Insel Verlag, 3. Auflage (https://www.suhrkamp.de/buch/prof-dr-andreas-michalsen-ernaehrung-meine-quintessenz-t-9783458644729) Heilen mit der Kraft der Natur, Insel Verlag, 2. Auflage, (https://www.suhrkamp.de/buch/prof-dr-andreas-michalsen-heilen-mit-der-kraft-der-natur-t-9783458178736) Ayurvedic vs. Conventional Nutritional Therapy Including Low-FODMAP Diet for Patients With Irritable Bowel Syndrome-A Randomized Controlled Trial (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34552937/) Dein Feedback ist uns wichtig. Für Anregungen, Kommentare oder Fragen schreib uns gern an: podcast@tww-berlin.de. Inhalt: 00:00:00 Begrüßung 00:04:45 Stress und Verdauung 00:07:18 Reizdarmsyndrom: Definition und Diagnose 00:15:15 Diagnoseweg bei Reizdarm 00:17:35 Kritik an Nahrungsmittelunverträglichkeitstests und Mangelernährung 00:22:19 Geschlechterunterschiede beim Reizdarmsyndrom 00:24:58 Rolle der Psyche beim Reizdarmsyndrom 00:30:33 Mind-Body-Medizin 00:33:51 Therapieansätze 00:39:41 Ernährung und Reizdarmsyndrom 00:58:48 Tipps für den Alltag, Hausmittel und Naturheilkunde
57 Minuten
In unserer aktuellen Staffel dreht sich alles um Schmerz – körperlich wie seelisch. In dieser Folge widmen wir uns gemeinsam mit einem Betroffenen einer besonders herausfordernden Form: der chronischen Migräne. Charly ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 23 Jahre alt und lebt seit seiner Jugend mit Migräne – nicht gelegentlich, sondern fast täglich. Eine Krankheit, die seinen Alltag, seinen Beruf, seine sozialen Beziehungen und seine gesamte Lebensgestaltung prägt. Im Gespräch mit Claudia Noack berichtet Charly offen und eindrücklich über den Beginn seiner Erkrankung, erste Symptome und die späte Diagnose. Er schildert die verschiedenen Phasen einer Migräne- Attacke, den Umgang mit bis zu zwanzig Migränetagen pro Monat und seine Erfahrungen mit unterschiedlichen Therapieansätzen. Ein zentraler Aspekt dieser Folge ist auch die psychische Belastung durch den chronischen Schmerz: depressive Episoden, Erschöpfung und das Gefühl, nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Charly erzählt, wie er dennoch gelernt hat, mit der Erkrankung umzugehen, Hoffnung zu entwickeln und seinen Alltag mit neuer Gelassenheit zu gestalten. Er spricht über die Bedeutung sozialer Unterstützung, über die Rolle von Selbsthilfegruppen und darüber, wie wichtig es ist, als Betroffener ernst genommen zu werden – auch dann, wenn man „gesund aussieht“. Diese Folge richtet sich an alle, die mit wiederkehrenden oder chronischen Kopfschmerzen leben, an Angehörige und Freund:innen sowie an Menschen, die besser verstehen möchten, wie stark unsichtbare Erkrankungen das Leben beeinflussen – und wie körperlicher und seelischer Schmerz miteinander verbunden sein können. Ob für dich selbst oder für einen dir nahestehenden Menschen: Informationen zu Selbsthilfegruppen und weiterführender Unterstützung findest du unter www.migraeneliga.de/selbsthilfegruppe-finden. „Diagnose: Kopfsache?“ ist der Gesundheitspodcast der Kliniken im TWW. In Gesprächen mit Expert:innen sowie mit Betroffenen geben wir Einblicke in die Welt psychosomatischer, psychotherapeutischer und psychischer Erkrankungen – fundiert, nahbar und lebensnah. Weitere Informationen zum Podcast findest du unter www.diagnose-kopfsache.de. Dein Feedback ist uns wichtig. Für Anregungen, Kommentare oder Fragen schreib uns gern an: podcast@tww-berlin.de. Inhalt: 00:00:00 Begrüßung 00:01:58 Erste Symptome: Chronischer Schwindel und körperliche Beschwerden 00:04:51 Fehldiagnosen und frustrane Arztbesuche 00:10:22 Migränetage und Start der Rehabilitationsmaßnahme 00:17:45 Aufnahme in psychosomatische Klinik: Erwartungen und Ängste 00:25:54 Therapieerfahrung: Gruppentherapie und Selbsterkenntnis 00:31:59 Rückkehr in den Alltag nach der psychosomatischen Behandlung 00:34:08 Umgang mit chronischen Erkrankungen im Alltag 00:37:18 Kostenübernahme bei chronischen Krankheiten 00:53:56 Verabschiedung und Appell zur Enttabuisierung psychosomatischer Erkrankungen