Jasmin Kosubek
Nach Jahren im Nachrichtenbetrieb habe ich mich Anfang 2022 mit meinem eigenen YouTube-Kanal selbstständig gemacht. Ich spreche mit ganz unterschiedlichen Menschen über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen. Vielfalt im wahrsten...
Podcaster
Episoden
17.02.2026
1 Stunde 24 Minuten
Joana Cotar, geboren 1973 im rumänischen Pitești, floh als Kind mit
ihrer Familie vor dem Ceaușescu-Regime nach Deutschland. Nach einem
Studium der Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität
Mannheim arbeitete sie in der Finanzbranche und im
IT-Projektmanagement der Deutschen Börse Group. 2013 trat sie der
AfD bei, 2017 zog sie über die hessische Landesliste in den
Bundestag ein, wo sie als digitalpolitische Sprecherin und Obfrau
im Ausschuss Digitale Agenda tätig war. Nach innerparteilichen
Konflikten verließ sie 2022 die AfD-Fraktion und war bis zum Ende
der Legislaturperiode 2025 fraktionslose Abgeordnete. Sie gründete
die Initiative „Bitcoin im Bundestag" und engagiert sich heute für
das Milei-Institut und die Partei Team Freiheit. In ihrem Buch
„Inside Bundestag: Wie ich in acht Jahren im Zentrum der Macht das
Vertrauen in unsere Demokratie verlor" legt sie einen
schonungslosen Insiderbericht über das parlamentarische System
vor.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek öffnet Cotar die Bücher – im
wörtlichen Sinne. Sie legt offen, was ein Abgeordneter den
Steuerzahler kostet, wie Dienstreisen zum bezahlten Urlaub werden
und warum eine CDU-Abgeordnete kurz vor Jahresende per Email zum
großen Einkaufen aufrief. Doch das Interview geht weit über
Anekdoten hinaus: Cotar analysiert, wie das System jeden Idealisten
absorbiert – auch die AfD-Abgeordneten, die einst antraten, um
aufzuräumen. Sie spricht über persönliches Mobbing aus der eigenen
Fraktion, über den Moment, als sie merkte, was die Macht mit ihr
selbst machte, und über ihre Entscheidung, auf eine dritte
Legislaturperiode zu verzichten. Im letzten Drittel stellt Jasmin
kritische Fragen zur Rolle von Cotars Bruder Alexander Tamas, einem
Milliardär und Großinvestor bei der Twitter-Übernahme, und zur
Frage, wem die „Free Speech"-Agenda wirklich nützt.
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12.02.2026
1 Stunde 35 Minuten
Julian Reichelt, geboren 1980 in Hamburg, ist einer der
polarisierendsten Journalisten Deutschlands. Aufgewachsen in einem
Journalistenhaushalt und mit dem Wunsch irgendwann mal
Bild-Chefredakteur zu werden, absolvierte er die
Axel-Springer-Akademie und machte sich zunächst als Kriegsreporter
einen Namen, unter anderem in Afghanistan, dem Irak, Sudan und
Syrien. 2014 übernahm er die Leitung von Bild.de, 2017 wurde er als
Nachfolger von Kai Diekmann Vorsitzender der Bild-Chefredaktionen.
Im Oktober 2021 wurde er von Axel Springer abberufen – ein Bruch,
der bis heute unterschiedlich gedeutet wird. Seit 2022 betreibt
Reichelt den YouTube-Kanal „Achtung, Reichelt!", seit 2023 ist er
Chefredakteur und geschäftsführender Direktor von Nius, einem der
reichweitenstärksten "alternativen" Nachrichtenportale im
deutschsprachigen Raum. Sein Selbstverständnis: furchtloser
Journalismus gegen Scheinheiligkeit und Machtmissbrauch – seine
Kritiker sehen darin rechtspopulistische Meinungsmache.Im Gespräch
mit Jasmin Kosubek spricht Reichelt über die Epstein-Akten und den
drohenden Vertrauenskollaps gegenüber den globalen Eliten, über
seine Zeit als Bild-Chefredakteur und die Mechanismen von Macht und
Nähe zwischen Medien und Politik. Er schildert, wie eine
schriftliche Anweisung von Friede Springer ihn während der Pandemie
erreichte, warum er die Corona-Zeit als „Blick in die Mechanismen
des Totalitarismus" beschreibt und weshalb er seine eigene
Impfempfehlung heute als Fehler bezeichnet. Ein intensives
Interview über Vertrauen, Fehler und die Frage, ob der Journalismus
Deutschland verraten hat.
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10.02.2026
1 Stunde 55 Minuten
Wolfgang M. Schmitt ist Kulturkritiker, Buchautor und Podcaster.
Mit seinem YouTube-Kanal und dem Podcast „Die neuen Zwanziger"
erreicht er ein breites Publikum, das sich für Filmkritik,
Gesellschaftsanalyse und politische Ökonomie interessiert. Schmitt
bezeichnet sich selbst als marxistisch links, betont aber die
Notwendigkeit von Methodenpluralität – neben Marx bezieht er sich
auf Keynes und andere ökonomische Denker. Ursprünglich wollte er
eine Dissertation über Ernst Jünger schreiben, entschied sich dann
aber für den Weg in die Öffentlichkeit. Sein Markenzeichen: der
Anzug, den er als bewusste ästhetische Entscheidung trägt – nicht
als politisches Statement.Er verteidigt Meinungsfreiheit,
kritisiert die Staatsverliebtheit der Linken während Corona und
räumt ein, dass seine Seite bei der Aufarbeitung der Pandemie
versagt hat. Zugleich argumentiert er, dass Migration ein
„Scheinproblem" sei – die eigentlichen Ursachen für
gesellschaftliche Spannungen seien ökonomisch: Niedriglöhne,
fehlende Integration durch fehlende Ressourcen, eine Steuerpolitik,
die Arbeitende belastet und Vermögende schont.
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03.02.2026
1 Stunde 38 Minuten
Bernhard Krötz ist Professor für Mathematik an der Universität
Paderborn, wo er unter anderem Mathematiklehrer ausbildet. Der
gebürtige Franke begann sein Studium 1990 in München zunächst mit
Physik, wechselte nach dem Vordiplom zur Mathematik und machte dort
Karriere in der Forschung. Über seinen YouTube-Kanal erreicht er
mittlerweile hunderttausende Menschen mit Videos über den Zustand
des deutschen Bildungssystems. Krötz war als Experte im
Bildungs-ausschuss des Bayerischen Landtags geladen und hat alte
Schulbücher von Verlagen freigekauft, um sie kostenlos zur
Verfügung zu stellen. Seine Kritik an Kompetenzorientierung,
Digitalisierung und dem Einfluss von NGOs auf die Bildungspolitik
hat ihn zu einer der lautesten Stimmen in der Debatte um
Deutschlands Schulen gemacht.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek
analysiert Krötz den dramatischen Leistungsabfall der letzten Jahre
und benennt konkrete Ursachen: die Kultusministerkonferenz, die
Bertelsmann Stiftung, die Abschaffung grundlegender Rechenverfahren
und ein Schulsystem, das Masse statt Qualität produziert. Er
erklärt, warum zwei Drittel der Studienanfänger aus seiner Sicht
nicht studierfähig sind, warum PISA-Tests wenig aussagen und
weshalb er die KMK am liebsten sofort schließen würde. Dabei wird
er auch persönlich: Er spricht über seinen eigenen Bildungsweg, die
Konditionierung von Kindern durch Symbole und Konsum, und die
Frage, ob eine Gesellschaft, die schneller verändert wird als sie
begreifen kann, auf eine Katastrophe zusteuert.
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27.01.2026
1 Stunde 43 Minuten
Götz Kubitschek ist Verleger, Publizist und eine der
einflussreichsten Figuren der Neuen Rechten in Deutschland. Mit
seinem Antaios Verlag in Schnellroda, Sachsen-Anhalt, hat er
Autoren wie Martin Sellner, Ellen Kositza und Armin Mohler verlegt
und gilt als intellektueller Vordenker einer Bewegung, die weit
über die AfD hinausreicht. Der ehemalige Bundeswehroffizier und
Vater von sieben Kindern wird vom Verfassungsschutz beobachtet,
sein Verlag ist als „gesichert rechtsextrem" eingestuft. Bernd
Lucke nannte ihn einst einen der „wichtigsten Strippenzieher" der
Partei, Björn Höcke zählt seit über 20 Jahren zu seinen engsten
Gesprächspartnern. 2017 führte ich mein erstes Interview mit ihm –
damals war der Ton in den Medien noch ein anderer.Im Gespräch
sprechen wir über den Wandel im Journalismus, über
Handgreiflichkeiten mit Fotografen und die Frage, ob seine Haut
nach 20 Jahren im Fadenkreuz dicker geworden ist. Kubitschek
erklärt, warum er keinen Döner isst, was ihn mit Höcke verbindet
und wo er die Grenze zieht zwischen konservativ und radikal. Wir
diskutieren Remigration, den Streit mit Maximilian Krah, die
Wehrpflicht und seine Haltung zu Corona – als er sich „libertär aus
Notwehr" verhielt. Und ich stelle ihm die Frage, die mir ein
linksradikaler Bekannter mitgegeben hat: Was ist die große
Lebenslüge der Rechten?
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Über diesen Podcast
Nach Jahren im Nachrichtenbetrieb habe ich mich Anfang 2022 mit
meinem eigenen YouTube-Kanal selbstständig gemacht. Ich spreche mit
ganz unterschiedlichen Menschen über politische, gesellschaftliche
und wirtschaftliche Themen. Vielfalt im wahrsten Sinne des Wortes
liegt mit besonders am Herzen. Als Mensch bin ich neugierig, offen
und bewusst. Ein besonderes Anliegen ist es mir, einen positiven
Beitrag zur Normalisierung unserer Diskursfähigkeit zu leisten.
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