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Wem kann man heute noch vertrauen, Herr Reichelt?

Wem kann man heute noch vertrauen, Herr Reichelt?

Jasmin Kosubek vor 6 Monaten
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Julian Reichelt, geboren 1980 in Hamburg, ist einer der
polarisierendsten Journalisten Deutschlands. Aufgewachsen in einem
Journalistenhaushalt und mit dem Wunsch irgendwann mal
Bild-Chefredakteur zu werden, absolvierte er die
Axel-Springer-Akademie und machte sich zunächst als Kriegsreporter
einen Namen, unter anderem in Afghanistan, dem Irak, Sudan und
Syrien. 2014 übernahm er die Leitung von Bild.de, 2017 wurde er als
Nachfolger von Kai Diekmann Vorsitzender der Bild-Chefredaktionen.
Im Oktober 2021 wurde er von Axel Springer abberufen – ein Bruch,
der bis heute unterschiedlich gedeutet wird. Seit 2022 betreibt
Reichelt den YouTube-Kanal „Achtung, Reichelt!", seit 2023 ist er
Chefredakteur und geschäftsführender Direktor von Nius, einem der
reichweitenstärksten "alternativen" Nachrichtenportale im
deutschsprachigen Raum. Sein Selbstverständnis: furchtloser
Journalismus gegen Scheinheiligkeit und Machtmissbrauch – seine
Kritiker sehen darin rechtspopulistische Meinungsmache.Im Gespräch
mit Jasmin Kosubek spricht Reichelt über die Epstein-Akten und den
drohenden Vertrauenskollaps gegenüber den globalen Eliten, über
seine Zeit als Bild-Chefredakteur und die Mechanismen von Macht und
Nähe zwischen Medien und Politik. Er schildert, wie eine
schriftliche Anweisung von Friede Springer ihn während der Pandemie
erreichte, warum er die Corona-Zeit als „Blick in die Mechanismen
des Totalitarismus" beschreibt und weshalb er seine eigene
Impfempfehlung heute als Fehler bezeichnet. Ein intensives
Interview über Vertrauen, Fehler und die Frage, ob der Journalismus
Deutschland verraten hat.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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