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78 Episoden
31 Minuten
Etwa 1,3 Millionen Tier- und Pflanzenarten wurden bislang entdeckt. Doch das ist nur ein Bruchteil. Max begibt sich unter die Artenforscher und geht auf Entdeckungsreise: Wird er eine neue, unbekannte Insektenart finden?

Schätzungsweise ein bis zehn Prozent aller Arten dieser Erde sind klassifiziert. Der weitaus größere Teil ist noch unbekannt. Doch wo stecken die meisten unentdeckten Arten? Biologen und Arten-Kennerinnen verraten, wie und wo sich neue Arten finden lassen: https://www.mdr.de/wissen/podcast/challenge/neue-arten-entdecken-insektensommer-100.html

Das Rote-Liste-Zentrum (RLZ) in Bonn ist eine wichtige Stelle zum Thema Artenschutz in Deutschland und veröffentlicht regelmäßig die Roten Listen der gefährdeten Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Von hier aus werden auch gezielte Nachsuchen von seltenen Arten in Deutschland beauftragt und koordiniert: https://www.rote-liste-zentrum.de

Forschende verzeichnen einen zunehmenden Rückgang der Arten. Das Ergebnis von jahrzehntelanger Beobachtung von Insekten in deutschen Naturschutzgebieten zeigte beispielsweise, dass die Insektenmasse um 75 Prozent zurückgegangen ist. Die sogenannte "Krefelder Studie" findet ihr hier: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809

Wer eine Insektenart in der näheren Umgebung findet und wissen möchte, was es für eine ist, kann dafür zum Beispiel die Plattform "Insekten Sachsen" nutzen. Das Projekt widmet sich der Erforschung der einheimischen Insekten, wobei sowohl Laien als auch Spezialisten auf dem Gebiet der Entomologie ganz nach ihren Fähigkeiten mitwirken können. Auch Insekten-Funde können hier gemeldet und überprüft werden lassen: https://www.insekten-sachsen.de/
27 Minuten
Sommerzeit heißt Barfußzeit! Doch tut uns das allen gut? Und wenn ja, warum machen wir es so selten? Schuhliebhaberin Josefine probiert aus, wie gut, gesund, aber auch anstrengend Barfußlaufen in der Stadt wirklich ist.

Kaum jemand denkt darüber nach, aber wir alle tun es jeden Tag: Gehen. Wer dabei besonders viel auszuhalten und zu leisten hat, sind unsere Füße. Expert*innen sind sich einig: Für eine gute Fußgesundheit braucht es flexibles Schuhwerk und hin und wieder etwas Freilauf. Barfuß laufen ist gesund! Wie viel uns wirklich guttut, in welcher Umgebung man am besten barfuß läuft und wer vielleicht lieber darauf verzichten sollte, könnt ihr hier nachlesen: https://www.mdr.de/wissen/podcast/challenge/wann-kann-barfuss-laufen-gesund-sein-100.html

Fast 30 Knochen und 30 Gelenke, mehr als 100 Bänder und über 200 Sehnen zählt jeder Fuß und ist damit ein äußerst komplexes Körperteil. Mehr über den anatomischen Aufbau von Füßen findet ihr hier: https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-der-fuss.html

In dem Standardwerk der Physiotherapie "Gehen verstehen - Gang-Analyse in der Physiotherapie" (Georg Thieme Verlag, 2016) von Kirsten Götz-Neumann werden die verschiedenen Phasen des Gehens vorgestellt, Gang-Analysen beschrieben und pathologische Gang-Arten analysiert: https://shop.thieme.de/Gehen-verstehen/9783131323743

Sportmedizinische Untersuchungen zeigen, dass etwa die Hüfte und Knie beim Joggen in Barfußschuhen zwar stärker entlastet werden, als beim Laufen mit Sportschuhen. Dafür sind Barfußlaufende aber häufiger von Verletzungen an den Fußsohlen oder in den Waden betroffen. Die Studie der University of Pennsylvania findet ihr hier: https://bjsm.bmj.com/content/50/8/476.short
38 Minuten
Ein Leben ohne eigenes Auto scheint für viele Menschen unvorstellbar. Max will herausfinden, welche Vorteile es hätte, wenn es in der Stadt tatsächlich weniger Autos gäbe und ob wir dann trotzdem gut mobil sein könnten.

Flexibel von A nach B kommen, die Zeit effizient nutzen und sein Hab und Gut möglichst praktisch transportieren - das stellen sich wohl die meisten unter Mobilität vor. In der Realität stehen wir aber in Staus, blasen CO2 und Abgase in die Umwelt und kommen im städtischen Verkehr nur schlecht voran. Doch wie kann Mobilität anders aussehen?: https://www.mdr.de/wissen/podcast/challenge/fahren-wir-in-zukunft-weniger-auto-100.html

"Jede und jeder sollte das Recht haben, ein Leben ohne ein eigenes Auto führen zu können", fordert Katja Diehl in ihrem Buch "Autokorrektur - Mobilität für eine lebenswerte Welt" (S. Fischer Verlag, 2022). Darin plädiert die Mobilitätsexpertin für eine inklusive und klimagerechte Verkehrswende und weist den Weg zu einer gerechten und fairen Mobilität der Zukunft: https://www.fischerverlage.de/buch/katja-diehl-autokorrektur-mobilitaet-fuer-eine-lebenswerte-welt-9783103971422

Autos brauchen Platz. Viel Platz. 100 Quadratmeter des öffentlichen Raums nimmt ein Auto durchschnittlich ein. Im Vergleich dazu braucht ein Bus 20, ein Fahrrad zehn und ein Fußgänger zwei Quadratmeter: https://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/ted/Deutsch/taz/Mobilitaet/Publikationen_und_Broschueren/Verkehrszahlen_und_Befragungen/MiZ_Kennzahlen_2012_2-Web.pdf

Laut dem Mobilitätsmonitor 2021 von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) können sich 75 Prozent der Deutschen nicht vorstellen, auf das eigene Auto zu verzichten: https://www.acatech.de/mobilitaetsmonitor-2021-alle-ergebnisse/

Das eigene Auto vor der Haustür mag für jede einzelne Person praktisch, unkompliziert und bequem sein, doch aus gesellschaftlicher Perspektive zahlen wir dafür einen hohen Preis. Wir alle, egal ob wir ein Auto besitzen oder nicht. Die Studie der TU Dresden zu externen Kosten der Auto-Nutzung in Deutschland findet ihr hier: https://tud.qucosa.de/api/qucosa%3A30128/attachment/ATT-0/

Gut 40 Prozent der Pkw in Deutschland werden an einem durchschnittlichen Tag gar nicht genutzt. Und die mittlere Betriebszeit pro Fahrzeug und Tag liegt laut dem Ergebnisbericht "Mobilität in Deutschland" des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr bei gerade einmal circa 45 Minuten: http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2017_Ergebnisbericht.pdf

Führen mehr Radwege tatsächlich auch zu mehr Radverkehr? Eine Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC untersuchte mit Daten aus 106 europäischen Städten diesen Wirkungszusammenhang anhand der während der Corona-Pandemie provisorisch angelegten Pop-up-Radwege. Fazit: Die Radwege bewirkten zwischen 11 und 48 Prozent zusätzlichen Radverkehr: https://www.mcc-berlin.net/news/meldungen/meldungen-detail/article/corona-krise-zeigt-mehr-radwege-fuehren-auch-zu-deutlich-mehr-radverkehr.html
3 Minuten
Eigentlich stellt sich Daniela alle zwei Wochen einer neuen Herausforderung, die sie mit Hilfe der Wissenschaft meistern will. Diesmal aber nicht, denn Daniela hat etwas zu verkünden. Und es sind keine guten Nachrichten.
37 Minuten
Wir leben in einer alternden Gesellschaft, der Bedarf an Pflegeeinrichtungen und Pflegekräften wächst. Max fragt sich, wer ihn denn später mal pflegen wird und will vorsorgen: Er sucht die Pflegekraft für seine Zukunft!

Die Lebenserwartung und Alterung in Deutschland steigt und damit wird auch das Thema Pflege immer wichtiger: Über vier Millionen Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen - Tendenz steigend: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Pflege/_inhalt.html

Mit der steigenden Zahl an Pflegebedürftigen wächst zugleich auch der Bedarf an Pflegeeinrichtungen, Pflegediensten und vor allem Pflegekräften. Das Problem: Aufgrund verschärfter Arbeitsbedingungen, der hohen Belastung sowie der niedrigen Bezahlung fehlen schon jetzt bis zu 100.00 Pflegekräfte in Deutschland. Zudem denken laut einer Studie der Alice Salomon Hochschule Berlin seit der Corona-Pandemie 40 Prozent der Pflegenden mindestens monatlich daran, den Pflegeberuf aufzugeben: https://www.ash-berlin.eu/hochschule/presse-und-newsroom/presse/pressemitteilungen/pflege-studie-knapp-40-prozent-der-pflegenden-erwaegen-ihren-beruf-zu-verlassen/

Laut einer Studie der Universität Witten/Herdecke gibt es in Deutschland eine halbe Million Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren, die sich zu Hause um eine pflegebedürftige Person in der Familie kümmern: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Pflege/Berichte/Abschlussbericht_KinderundJugendlichepflegAngeh.pdf

Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf haben selbstverständlich die gleichen Rechte wie alle anderen Menschen auch. Wie sich diese Rechte im Alltag widerspiegeln sollen, das fasst die deutsche Pflege-Charta zusammen: https://www.bmfsfj.de/resource/blob/93450/be474bfdb4016bbbca9bf87b4cb9264b/charta-der-rechte-hilfe-und-pflegebeduerftiger-menschen-data.pdf

Wie muss ein pflegegerechtes Zuhause beschaffen und ausgestattet sein? Pflegewissenschaftlerin Andrea Kuhlmann von der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum beschäftigt sich in dem Forschungsprojekt "AIDA" mit der Frage, wie neue Technologien den Alltag pflegebedürftiger Menschen und die Arbeit ambulanter Pflegedienste unterstützen können: https://www.evh-bochum.de/das-projekt.html

Pflegewissenschaftler Johannes Gräske von der Alice Salomon Hochschule Berlin untersucht in dem Forschungsprojekt "RoSen", ob sozial-assistive Roboter ältere Menschen in ihrer Häuslichkeit und Selbständigkeit unterstützen können: https://www.evh-bochum.de/das-projekt.html

Jeder Mensch kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, nicht mehr äußern zu können, welche medizinischen Behandlungen erwünscht sind oder abgelehnt werden. Mit einer Patientenverfügung könnt ihr für solch einen Fall vorsorgen. Die kostenlose Online-Patientenverfügung der Verbraucherzentrale findet ihr hier: https://www.verbraucherzentrale.de/patientenverfuegung-online
37 Minuten
Daniela weint nur selten und wenn, dann für sich allein. Doch warum verstecken wir so oft unsere Tränen und schämen uns dafür? Daniela will lernen, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen und fordert: Mehr Mut zum Weinen!

Frauen weinen schneller, häufiger und intensiver als Männer: Laut der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft (DOG) weinen Männer bis zu 17-mal im Jahr, Frauen hingegen bis zu 64-mal. Diese Unterschiede entstehen aber erst mit dem Älterwerden, denn ungefähr bis zum 13. Lebensjahr weinen Jungen und Mädchen gleich viel und auch aus den gleichen Gründen. Die Übersichtsarbeit zu emotionalen Tränen findet ihr hier: https://doi.org/10.1007/s00347-009-1966-5

Während manche Menschen nah an Wasser gebaut sind, weinen andere so gut wie nie. Wieso ist das so? Wann und in welchen Situationen vergießen wir Tränen? Und warum weint der Mensch überhaupt? Die US-amerikanische Psychologin Lauren Bylsma von der University of Pittsburgh und ihre Mitforschenden aus den Niederlanden und Kroatien haben in einer Metaanalyse die zentralen Faktoren zusammengetragen, die Einfluss darauf nehmen, wer, wann und warum in Tränen ausbricht: https://doi.org/10.1037/pst0000342

Unsere Gefühle können wie Quälgeister sein: Wir sind süchtig nach den schönen, wie Freude und Ausgelassenheit, und drücken die unangenehmen - Traurigkeit oder Angst - am liebsten weg. Doch weder das Wegdrücken noch das Rauslassen bringen Erlösung. Einzig hilfreich ist ein anderer Weg: der Weg der Achtsamkeit. Das Buch "Ruhe, ihr Quälgeister. Wie wir den Kampf gegen unsere Gefühle beenden können" (Arkana Verlag, 2013) des Diplom-Psychologen und Psychologischen Psychotherapeuten Andreas Knuf zeigt auf, wie das gelingen kann: https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Ruhe-ihr-Quaelgeister/Andreas-Knuf/Arkana/e416976.rhd
36 Minuten
Sex ist eine großartige Sache, findet Daniela. Doch ab und an ist ihre Lust einfach weg. Woran liegt das? Welche Rolle spielt dabei der Körper, welche der Kopf? Und können Sex-Toys oder Aphrodisiaka ihre Libido steigern?

Mit Sex stärken wir unsere partnerschaftliche Bindung, wir entwickeln ein positiveres Körperbild und stärken unser Vertrauen. Forschende sagen außerdem, dass Sexualhormone unsere kognitive Flexibilität erhöhen. Und doch gibt es Phasen im Leben, in denen einfach keine Lust in uns aufkommen will. Welche Ursachen das haben kann und wie man aus seinem Lust-Tief wieder rauskommt, könnt ihr hier nachlesen: https://www.mdr.de/wissen/podcast/challenge/keine-lust-auf-sex-was-tun-102.html

Körperliche Erregung und das Lustempfinden im Kopf gehören zwar zusammen, müssen aber nicht unbedingt immer gemeinsam auftreten, zeigt eine Studie aus Kanada. Darin konnte auch nachgewiesen werden, dass Frauen flexibler sind als Männer, was die stimulierenden Inhalte betrifft, die bei ihnen Erregung auslösen: https://doi.org/10.1007/s10508-008-9339-8

Für Frauen ist es beim penetrativen Geschlechtsverkehr oftmals schwieriger zum Höhepunkt zu kommen. Trotzdem glauben sie zu mogeln, wenn sie beim partnerschaftlichen Sex durch die Stimulation per Hand zum Orgasmus kommen. Das zeigt eine Studie der Psychologin Madita Hoy und ihrer Kolleg*innen vom Universitätsklinikum Jena: https://doi.org/10.1007/s13178-021-00618-2

Eine kurze Einführung darüber, was die Sensate-Focus-Methode (oder auch Sensualitätstraining) ist und wie sie entstand, findet ihr hier: https://doi.org/10.1007/978-3-662-09602-4_42

Wirklich guten Sex erlebt eine Frau nur dann, wenn sie ihren Körper und ihre Bedürfnisse genau kennt. Dass das aber auch heute noch nicht selbstverständlich ist, weiß die Sexualforscherin Emily Nagoski. In ihrem Buch "Komm, wie du willst" (Knaur Verlag, 2022) erklärt sie auf der Basis neuester wissenschaftlicher Studien und verblüffender Erkenntnisse, wie Frauen ihren Körper verstehen lernen. Denn jede Frau kann guten Sex haben, doch ihre Sexualität ist dabei so individuell und einzigartig wie ein Fingerabdruck: https://www.droemer-knaur.de/buch/emily-nagoski-komm-wie-du-willst-9783426791479

Sie sind die wichtigsten Botschafter zwischen Körper und Gehirn: Hormone. In ihrem Buch "Hormongesteuert ist immerhin selbstbestimmt" (Rowohlt Verlag, 2020) berichtet Neurowissenschaftlerin Franca Parianen kenntnisreich und kurzweilig von der Schnittstelle zwischen Herz und Hirn, Gesundheit und Gedanken und beschreibt dabei unter anderem auch den Einfluss unserer Hormone auf unser Lustempfinden: https://www.rowohlt.de/buch/franca-parianen-hormongesteuert-ist-immerhin-selbstbestimmt-9783499680458

Sex-Toys findet man heutzutage fast überall. Wer dabei aber eine umfassende Auswahl und Beratung haben möchte, sucht am besten ein Fachgeschäft auf. Daniela hat für diese Folge den alternativen und Slow-Sex-freundlichen Sexshop Voegelei in Leipzig besucht: https://voegelei.de/
37 Minuten
Wir alle machen Fehler, klar. Doch uns ehrlich dafür zu entschuldigen, fällt uns oft schwer. Warum eigentlich? Auch Daniela will zwei Freundinnen aufrichtig um Verzeihung bitten, doch dabei lauern jede Menge Fallstricke.

Uns für die kleinen Missgeschicke im Alltag zu entschuldigen, fällt uns nicht schwer. Haben wir uns aber tatsächlich einmal falsch verhalten - etwa eine Person beleidigt, ein Geheimnis ausgeplaudert, im Job richtig was verbockt oder gar unseren Partner hintergangen - sieht die Sache ganz anders aus: Schamesröte knallt uns ins Gesicht, Schuldgefühle kommen in uns auf, wir verfallen in eine abwehrende Haltung, beginnen uns zu rechtfertigen und rauszureden. Warum es uns oft so schwerfällt, aufrichtig um Verzeihung zu bitten und wie eine gute Entschuldigung gelingen kann, könnt ihr hier nachlesen: https://www.mdr.de/wissen/sich-richtig-fuer-fehler-entschuldigen-um-verzeihung-bitten-100.html

Glaubwürdig um Verzeihung zu bitten, kommt einer Kunst gleich. Wissenschaftler der Ohio State University in den USA haben deshalb untersucht, was eigentliche eine gute Entschuldigung ausmacht. Die Studie zu den sechs Stufen für eine perfekte Entschuldigung findet ihr hier: https://doi.org/10.1111/ncmr.12073

Ausreden richten Schaden an. Ehrliche Entschuldigungen können hingegen Beziehungen fördern, gegenseitigen Respekt und das Vertrauen ineinander stärken. Der Berliner Kommunikations-Coach Karsten Noack gibt in seinem Artikel 15 Tipps für wirksame Entschuldigungen: https://www.karstennoack.de/stehen-sie-zu-ihren-fehlern/

Die Bereitschaft zu verzeihen genießt einen guten Ruf. Oft bewundern wir Menschen, die dazu fähig sind, denn jeder weiß, wie schwer das sein kann. Doch ist es wirklich immer richtig? Welche Gründe sprechen dafür, welche dagegen, jemanden eine zweite Chance zu geben? Die Philosophie-Professorin Susanne Boshammer diskutiert in ihrem Buch "Die zweite Chance - Warum wir (nicht alles) verzeihen sollten" anregend und anschaulich, was es bedeutet, zu verzeihen: https://www.rowohlt.de/buch/susanne-boshammer-die-zweite-chance-9783498006815
36 Minuten
Max ist genervt von all dem Plastikmüll in seinem Viertel. Mit Forschenden untersucht er, wie der Müll auf die Umgebung einwirkt. Und mit einer Müllsammelaktion soll sein Kiez wieder sauber werden. Doch bringt das was?

Knapp 230 Kilogramm Verpackungsmüll verursacht jeder und jede Einzelne von uns in Deutschland pro Jahr, davon allein knapp 40 Kilo aus Plastik. Laut Umweltbundesamt (UBA) liegt unser Pro-Kopf-Aufkommen damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2021-11-23_texte_148-2021_aufkommen-verwertung-verpackungsabfaelle-deutschland-2019_bf.pdf

Was ist, wenn der Müll nicht im Mülleimer oder Container landet, sondern am Wegesrand, in Parks oder Gewässern? Laut Schätzungen des Umweltbundesamtes (UBA) landen durch sogenanntes Littering jährlich zwischen 650 und 2.500 Tonnen Plastik in der Umwelt: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/kunststoffe-in-der-umwelt-verkehr-bau

Sogenannte Leachates, Additive, die aus dem Kunststoff austreten, beschäftigen Forschende immer mehr. Welche Folgen sie für Mensch und Umwelt haben können, erfahrt ihr hier: https://www.mdr.de/wissen/podcast/challenge/chemikalien-plastik-schaedlich-fuer-umwelt-100.html

Eine Studie darüber, dass Kunststoff, wenn er der Sonne ausgesetzt ist, Stoffe freisetzt, die unter Laborbedingungen schädliche Auswirkungen auf gezüchtete Zellkulturen haben, findet ihr hier: https://pubs.acs.org/doi/epdf/10.1021/acs.est.1c01103?ref=article_openPDF

Und dass Chemikalien aus Plastik auf den natürlichen Mechanismus der Zellen einwirken und unter Umständen Adipositas zur Folge haben können, könnt ihr in dieser Studie nachlesen: https://pubs.acs.org/doi/epdf/10.1021/acs.est.1c06316?ref=article_openPDF

Dass unser Plastikmüll-Aufkommen weiter zunimmt und inzwischen ein globales Problem ist, zeigt eine Studie des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) im Auftrag des WWF, für die knapp 2.600 Einzelstudien ausgewertet wurden. Die Bilanz: Pro Minute landen fast zwei Lkw-Ladungen unseres Plastikmülls im Meer: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Plastik/WWF-Auswirkungen_von_Plastikverschmutzung_im_Ozean_auf_marine_Arten__Biodiversit%C3%A4t_und_%C3%96kosysteme.pdf

Und mehr darüber, wie unser Müll in europäischen Meeren wandert, findet ihr in dieser Studie: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0095839

Ob wilder Müll, Schlagloch oder defekte Straßenlaterne: Mit dem "Mängelmelder" können Bürgerinnen und Bürger Schäden direkt vor Ort per Smartphone oder über das Webportal erfassen: https://werdenktwas.de/verfahren/maengelmelder/

Wenn auch ihr etwas gegen den herumliegenden Müll in eurer Umgebung unternehmen möchtet, könnt ihr in eurer Stadt nach Organisationen und Vereinen suchen, die gemeinsame Aufräum- und Müllsammel-Aktionen veranstalten – in Leipzig beispielsweise die Initiative Cleanup Leipzig: https://www.cleanupleipzig.de/
32 Minuten
Das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen: Knapp 29 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig. Auch Daniela will aktiv werden und herausfinden, was wir durch unser Engagement gewinnen können.

Wann hat sich Daniela zuletzt ehrenamtlich engagiert? Es muss in ihrer Jugend gewesen sein. Seither kreist ihr Leben um sich selbst. Doch warum eigentlich? Hat es mit fehlender Zeit zu tun? Das behauptet Daniela zumindest, denn ihr Alltag ist voll mit Arbeit, da ist ein Ehrenamt schwer planbar. Forscher*innen bestätigen diese Ansicht, so etwa die Wirtschaftswissenschaftlerin Bettina Hollstein vom Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien an der Universität Erfurt. Sie sagt: Die zeitliche Anspannung der Menschen ist durch die Flexibilisierung der Arbeit gestiegen und das hält Menschen vom klassischen Ehrenamt ab, etwa als Trainerin im Sportverein mit festen wöchentlichen Zeiten.

Auch die umfangreichste deutsche Untersuchung zum Ehrenamt stützt dieses Argument: Alle fünf Jahre werden zehntausende Menschen in Deutschland im Freiwilligensurvey zu ihrem Engagement befragt. Der Deutsche Freiwilligensurvey 2019 zeigt: Die Zeit, die Menschen im Ehrenamt verbringen, sinkt. Noch vor einigen Jahren waren deutlich mehr Menschen sechs oder mehr Stunden wöchentlich aktiv. Dafür steigt nun die Zahl derer, die maximal zwei Stunden pro Woche Zeit spenden: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-658-35317-9.pdf

Gleichzeitig wächst aber die Zahl der Engagierten: Mittlerweile sind rund 29 Millionen Menschen, also fast 40 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren freiwillig engagiert. Vor zwanzig Jahren lag die Zahl bei knapp 30 Prozent. Die Motive fürs Ehrenamt sind dabei vielfältig - Spaß, Austausch und Anerkennung zählen zu den wichtigsten. Aktuelle Studien konnten dagegen zeigen: Ehrenamtliche sind nicht unbedingt glücklicher als Menschen, die ihre Zeit nicht spenden: https://www.mdr.de/wissen/macht-ehrenamt-gluecklich-und-gesund-100.html
38 Minuten
Daniela ist 35 Jahre alt und hat keinen Bock mehr auf das ewige Single-Dasein. Sie will endlich die große Liebe finden! Mithilfe eines Single-Coaches und einer Expertin für Online-Dating sucht sie den richtigen Partner.

Julia Kühling ist Life- und Beziehungscoach aus Berlin und weiß, wie Partnersuche funktioniert. In ihrem Blog-Beitrag gibt sie zehn Tipps für alle die, die sich verlieben wollen: https://www.coach-julia-kuehling.com/2021/05/11/wie-funktioniert-partnersuche-10-tipps-f%C3%BCr-die-die-sich-verlieben-wollen/#

Johanna Degen ist Sozialpsychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europa-Universität Flensburg. Dort forscht sie unter anderem zum Thema Online-Dating. Bei ihren Studierenden hat sie dadurch schon einen Spitznamen: Dr. Tinder. Welche Erkenntnisse es aus wissenschaftlicher Sicht in der Frage gibt, wie wir online versuchen, Sex oder Beziehungen zu finden und welche Tipps und Tricks für die Praxis sich daraus ableiten lassen, könnt ihr hier nachlesen: https://www.mdr.de/wissen/dating-apps-online-daten-valentinstag-verhalten-forschung100.html

Mehr Infos zum Forschungsprojekt der Europa-Universität Flensburg (EUF) zu Online-Dating sowie die Kontaktdaten zur Bewerbung als Studienteilnehmer*in findet ihr hier: https://www.uni-flensburg.de/psychologie/forschungpresse/forschungsprojekte/laufende-projekte/tinder-profiling-the-self

Liebe ist das intensivste Gefühl, das wir haben. Sie ist ein Mix aus Genetik, Hormonen, Erziehung und Kultur und wissenschaftlich betrachtet haben wir nur den Hauch einer Ahnung, wie all das zusammenspielt. Ein Biologie-Professor beschrieb es mal so: "Unser Gehirn schwimmt in einer Suppe von Hormonen und je nachdem, was in der Suppe drin ist, so fühlen wir uns." Lässt sich das Gefühl der Liebe also überhaupt rational erklären? Im Wissenschafts-Podcast "Große Fragen in zehn Minuten" geht Karsten Möbius der Frage nach: Was ist Liebe?: https://www.mdr.de/wissen/podcast/zehnminuten/was-ist-liebe100.html
35 Minuten
Einatmen, ausatmen. Ganz normal, oder? Doch Daniela bringt sich mit ihrem Atem an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit: Sie will ihre Atmung so gut kontrollieren, dass sie minutenlang ohne Sauerstoff auskommt.

Es klingt so einfach: Sauerstoff rein in den Körper, Kohlenstoffdioxid raus aus dem Körper, und das ungefähr 23.000 Mal am Tag. Deshalb denken wir wahrscheinlich auch so selten bewusst darüber nach, was da eigentlich genau vor sich geht. Warum auch? Es läuft ja ganz automatisch. Doch mit unserer Atmung können wir so viel mehr bewirken, als nur die Grundversorgung unseres Körpers herzustellen. Mit den richtigen Atemtechniken können wir beispielsweise Stresssituationen im Alltag einfach wegatmen, denn bewusstes Atmen reguliert die Emotionen in unserem Gehirn, wie diese Studie zeigt: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27033686/

Durch kontrolliertes Atmen können wir unseren Körper aber auch zu Höchstleistungen antreiben – oder in tiefe Entspannungsphasen gelangen, wie diese Studie zeigt: https://www.science.org/doi/10.1126/science.aai7984

Wie genau uns das richtige Atmen Superkräfte verleiht, könnt ihr hier nachlesen: https://www.mdr.de/wissen/podcast/challenge/superkraft-atmen-besser-nutzen-tipps100.html
32 Minuten
Wir sitzen viel zu viel und bewegen uns zu wenig, und das macht uns krank. Deshalb verbannt Daniela alle Sitzgelegenheiten aus ihrem Alltag und versucht eine Woche lang nicht zu sitzen. Doch ist Stehen allein die Lösung?

"Die Deutschen bleiben träge, sie werden immer träger", bilanziert Sportmediziner Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln die Ergebnisse des aktuellen DKV-Reports 2021: Wie gesund lebt Deutschland? - Demnach verbringen die Deutschen werktags durchschnittlich 8,5 Stunden auf ihrem Allerwertesten; junge Erwachsene (18 bis 29 Jahre) sogar 10,5 Stunden. Am meisten sitzen die Befragten bei der Arbeit oder vor dem Fernseher. Im Trend lebten sie demnach so ungesund wie nie seit dem ersten Report von 2010: https://www.ergo.com/de/Newsroom/Reports-Studien/DKV-Report

Wir alle tun es: morgens am Frühstückstisch, auf dem Weg zur Arbeit im Bus oder im Auto, am Schreibtisch im Büro und abends vor dem Fernseher auf der Couch. Wir sitzen. Und zwar viel zu viel, sagen Forschende. Denn unser Körper leidet unter der immer gleichen Haltung und der fehlenden Bewegung. Warum genau uns das Dauer-Sitzen krank macht wie wir am besten wieder aus der Sitzfalle rauskommen, könnt ihr hier nachlesen: https://www.mdr.de/wissen/sitzen-macht-uns-krank-was-tun100.html

Aus dem einst quicklebendigen Homo sapiens ist längst ein träger Homo sedens geworden, der den Großteil seines Lebens auf den unterschiedlichsten Sitzgelegenheiten verbringt, stellen die beiden Präventivmediziner Carmen Jochen und Michael Leitzmann in ihrem Buch "Sitzstreik: Tipps und Tricks gegen die Risiken und Nebenwirkungen des Sitzens" (Verlag Herder, 2018) fest. Dabei informieren sie nicht nur über die Gefahren und gesundheitlichen Auswirkungen des Dauer-Sitzens, sie bieten zudem die medizinischen und kulturgeschichtlichen Hintergründe und zeigen Wege aus den täglichen Sitzfallen: https://www.herder.de/leben/shop/p6/54784-sitzstreik-ebook-epub/
34 Minuten
Spieleabende im Freundeskreis findet Daniela eher langweilig. Deshalb will sie herausfinden, warum wir Menschen überhaupt spielen, was wir dabei lernen und erleben können und ob sie das Spiele-Fieber in sich wecken kann.

Die Spielebranche ist weiter im Aufwind: Nach dem von Corona-Pandemie und Lockdowns geprägten Rekordjahr 2020 wuchs der Spiele- und Puzzlemarkt auch in den ersten 8 Monaten des Jahres 2021 um rund 14 Prozent. Vor allem Erwachsenenspiele sorgen seit geraumer Zeit für dauerhaftes Wachstum. Neben Escape-Games sind hier vor allem Spiele mit Krimi- bzw. Detektiv-Themen beliebt. Aber auch Reise- und Kartenspiele sind eine wichtige Warengruppe für alle Altersklassen. Soziale Interaktion, gemeinsames Entdecken und Erleben prägen das Spielerlebnis, weshalb besonders oft kooperative Spiele auf den Tisch kommen. Die Pressemeldung des Branchenverbandes Spieleverlage findet ihr hier: https://www.spieleverlage.com/spiele-puzzle-weiter-zweistelliges-wachstum-im-spiele-markt/

Die Corona-Pandemie ist ein kollektiver Stresstest, der besonders Familien vor große Herausforderungen stellt. Spielen erweist sich dabei als ideales "Therapeutikum" für den Stressabbau und ein harmonisches Zusammenleben. Spielen hilft, besser durch die Pandemie zu kommen, wie eine für den Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) erstellte Studie des britischen Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt. Die Pressemeldung des DVSI findet ihr hier: https://www.presseportal.de/pm/150801/4772290

"Spiele sind unser Weg mit der Welt und ihren Erscheinungen in einen Dialog zu treten", sagt Jens Junge, Direktor des Instituts für Ludologie in Berlin. Hier findet ihr einen kritischen Übersichtsartikel des Spielforschers zur Entwicklung der Brettspielbranche: https://www.ludologie.de/herausforderungen/detailansicht/news/quo-vadis-brettspielbranche/

Spielen ist für die Entwicklung komplexer sozialer, emotionaler, körperlicher und kognitiver Fähigkeiten wichtig. Und schon länger fragen sich Forschende, ob Spiele, die verschiedene Kulturen spielen, Rückschlüsse darauf zulassen, wie kooperativ oder streitlustig diese Kulturen sind. Hier könnt ihr nachlesen, welche Antwort ein Forschungsteam aus Leipzig, Jena, Gera und Australien darauf gefunden hat: https://www.mdr.de/wissen/Spiele-spiegeln-Kulturen-wider-100.html

Spiele lassen uns abtauchen in andere Welten, sie stärken unsere Teamfähigkeit, trainieren unsere grauen Zellen und bringen uns Spaß. Die Wissenschaft rät: Wer viel spielt, bleibt flexibel und empathisch. Was das Spielen noch alles mit uns macht, könnt ihr hier nachlesen: https://www.mdr.de/wissen/podcast/challenge/spiele-machen-uns-empathisch-und-krisensicherer100.html
21 Minuten
Seit drei Jahren versucht Podcast-Host Daniela Schmidt alle 14 Tage, Herausforderungen mit Hilfe der Wissenschaft zu bestehen. Im Podcast "Meine Challenge" probiert sie aus, ob sich ihre Höhenangst bezwingen lässt, wie sie zum Gedächtnis-Superbrain werden kann, ob ein Leben (fast) ohne Schlaf möglich ist und ob sie nur mit Flüssignahrung überleben kann. Wie all die Selbstversuche ihr Leben verändern und welche Challenge sie unbedingt noch machen will, könnt ihr hier auch noch einmal nachlesen: https://www.mdr.de/wissen/podcast/challenge/podcast-meine-challenge-feiert-geburtstag-interview-100.html