Podcaster
Episoden
29.03.2026
1 Stunde 20 Minuten
In Folge 57 des Podcasts „Berufsjugendlich“ sprechen Anna und Jendrik über sexuelle Bildung als Thema zwischen Enttabuisierung, Scham und politischer Dimension. Sie reflektieren persönliche Erfahrungen mit Aufklärung und zeigen anhand von Studien, dass Jugendliche heute relativ reflektiert mit Sexualität umgehen, während das Internet eine immer wichtigere Informationsquelle darstellt. Die Sexualpädagogin Madita Oeming beschreibt dabei Chancen digitaler Räume für Austausch und Orientierung, aber auch Risiken wie Grenzverletzungen oder problematische Inhalte. Im Interview betont Danilo Ziemen, dass sexuelle Bildung immer politisch ist, weil gesellschaftliche Normen, Machtverhältnisse und Rechte die sexuelle Selbstbestimmung prägen. In der Auswertung greifen die Hosts Themen wie Diversität, Lust, Unsicherheiten von Fachkräften sowie problematische Online-Diskurse rund um Manosphere, Pick-Up-Artists und Pornografie auf. Außerdem wird hervorgehoben, dass Jugendarbeit wichtige Räume bietet, in denen junge Menschen Sexualität aushandeln, ausprobieren und „fröhlich vorwärts scheitern“ können. In der neuen Rubrik „16x Jugendpolitik“ stellen sie Brandenburg vor, mit guten gesetzlichen Beteiligungsstrukturen, aktiven jugendpolitischen Akteuren und einem neuen Jugendminister nach Regierungswechsel. Gleichzeitig thematisieren sie aktuelle Herausforderungen wie fehlende Mittelaufwüchse, Fokus auf formale Bildung und zunehmende rechtsextreme Bedrohungen der Jugendarbeit im Land.
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15.03.2026
57 Minuten
In Folge 56 des Podcasts „Berufsjugendlich“ sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über jugendpolitische Kampagnen rund um Wahlen und darüber, wie sie auch ohne große Budgets wirksam gestaltet werden können. Sie betonen, dass viele Akteure in der Jugendarbeit Kampagnen starten, ohne Erfahrungen systematisch auszuwerten oder voneinander zu lernen. Anhand von fünf zentralen Empfehlungen erklären sie, warum gemeinsame Kampagnen mehr Wirkung haben können als viele einzelne Aktionen, wie wichtig Beteiligung der eigenen Community ist und weshalb analoge Formate neben Social Media weiterhin eine große Rolle spielen. Außerdem heben sie hervor, dass klare Ziele, gute Planung und politische Bildungsangebote entscheidend sind, damit Kampagnen nicht nur sichtbar sind, sondern auch echte Beteiligung ermöglichen. Im jugendpolitischen Ticker thematisieren sie unter anderem aktuelle Debatten der Ministerpräsident*innenkonferenz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt sowie die Diskussion über mögliche Altersbeschränkungen für Social Media. Abschließend weisen sie auf eine wissenschaftliche Umfrage zu Einstellungen junger Menschen zum Wehrdienst hin und ermutigen junge Menschen, sich daran zu beteiligen.
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01.03.2026
1 Stunde 1 Minute
In Folge 55 von Berufsjugendlich sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über das derzeit wohl meistdiskutierte jugendpolitische Thema: ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, das laut aktuellem ZDF-Politbarometer von 81 Prozent der Deutschen befürwortet wird. Sie ordnen die politische Debatte ein – von internationalen Entwicklungen über parteipolitische Vorstöße bis hin zu aktuellen Initiativen auf Bundes- und EU-Ebene – und fragen, was mit einem „Verbot“ eigentlich konkret gemeint ist. Dabei geht es um Schutz vor psychischen Belastungen, Cybermobbing und Grooming, aber auch um Fragen von Selbstbestimmung, Beteiligung und digitaler Lebensrealität junger Menschen. Die beiden diskutieren, warum einfache Lösungen bei komplexen Problemen oft zu kurz greifen und welche Rolle Machtverhältnisse, Adultismus und politische Sozialisation in der Debatte spielen. Mit Stimmen aus Kinderrechten, Netzpolitik, Medienpädagogik und Medienrecht erweitern sie die Perspektive und beleuchten, warum nationale Alleingänge und reine Verbotslogiken kaum zielführend sind. Stattdessen plädieren sie für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Plattformregulierung, Medienbildung und der Stärkung analoger Räume. Außerdem werfen sie einen selbstkritischen Blick auf Jugendverbände und deren bisher zurückhaltende Positionierung zum Thema. Zum Abschluss kündigen sie eine neue Rubrik an: Ab Folge 56 heißt es „16xJugendpolitik“ – und ihr seid eingeladen, eure Perspektiven aus den Bundesländern einzubringen.
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15.02.2026
59 Minuten
In Folge 54 von „Berufsjugendlich“ sprechen Jendrik Anna über die wirtschaftspolitischen Einstellungen junger Menschen und betonen, dass Wirtschaftspolitik immer auch Jugendpolitik ist. Zu Gast Prof. Dr. Carmela Aprea, Fabian Ernstberger und Paul Marr. Ausgangspunkt ist der „Young Economy Tracker“ der Bertelsmann Stiftung, der zeigt, dass junge Menschen Wirtschaft nicht abstrakt als Wachstum oder Kennzahlen verstehen, sondern konkret über Themen wie Miete, Einkommen, Bildung und Altersvorsorge nachdenken. Die Studie macht deutlich, dass 95 % der jungen Menschen sowohl das Leistungsprinzip als auch eine starke soziale Absicherung unterstützen und sich mehr staatliche Investitionen etwa in Bildung und Gesundheit wünschen. Gleichzeitig fühlen sich rund drei Viertel politisch nicht ausreichend berücksichtigt und fordern mehr Beteiligung an wirtschaftspolitischen Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen. Auffällig ist auch der große Wunsch nach mehr wirtschaftlicher und finanzieller Bildung sowie die klare Unterstützung europäischer Zusammenarbeit als Schlüssel zur Bewältigung wirtschaftlicher Herausforderungen. In der Nachbesprechung heben die Hosts hervor, dass junge Menschen wirtschaftliche Herausforderungen als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe begreifen und Verantwortung übernehmen wollen, ohne Solidarität infrage zu stellen. Im Jugendpolitik-Ticker thematisieren sie unter anderem den kommenden Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit, ordnen Debatten zur SGB VIII-Reform ein und sprechen über Jugendbeteiligung im Kontext möglicher deutscher Bewerbungen für Olympische Spiele. Abschließend betonen sie, dass belastbare Daten zu den wirtschaftspolitischen Einstellungen junger Menschen wichtig sind, politische Konsequenzen daraus jedoch längst überfällig sind und mehr ernsthafte Beteiligung junger Menschen erfordern.
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01.02.2026
47 Minuten
In Folge 53 sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über die Debatte rund um „Lifestyle-Teilzeit“ und die Frage, wie Arbeitszeit, Ehrenamt und demokratisches Engagement zusammenhängen. Sie ordnen ein, warum der Begriff politisch problematisch ist, was er über aktuelle Leistungsdebatten verrät und welche Bedeutung Zeit als Ressource für junge Menschen und Demokratie hat. Anschließend geht es um die neue Jugendstudie der Allianz Foundation, die zeigt, wie sich junge Menschen engagieren, wo Hürden liegen und warum die Sehnsucht nach einem vermeintlichen „Gestern“ eher Ausdruck von Überforderung als echter Nostalgie ist. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Vorhabenplanung 2026 des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Frage, welche Rolle Jugendpolitik darin tatsächlich spielt. Diskutiert werden dabei unter anderem die geplante SGB-VIII-Reform, Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt und Demokratiebildung. Kritisch beleuchtet wird, dass Jugendarbeit, Jugendbeteiligung und mentale Gesundheit junger Menschen nur randständig vorkommen. Außerdem sprechen Anna und Jendrik über aktuelle Angriffe auf zivilgesellschaftliche Akteure und die Gefahren für eine freie, kritische Jugendverbandsarbeit. Zum Schluss teilen sie, was sie persönlich gerade bewegt, geben einen Ausblick auf ihre nächsten Termine und laden die Community zum Mitdenken und Mitdiskutieren ein.
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Über diesen Podcast
Ein Podcast für alle, die jugendpolitisch aktiv sind, mit jungen
Menschen arbeiten und an junge Menschen glauben. Wir sind
Jugendpolitiker:innen, Lobbyist:innen für die Themen junger
Menschen und setzen uns dafür ein, dass diese eine Stimme bekommen
und selbst erheben können. Mit unserem Podcast wollen wir alle 14
Tage über jugendpolitische Themen sprechen. Welche Entscheidungen
stehen im Bundestag oder auch in den Ländern an? Welche
Auswirkungen hat das auf die Strukturen? Was bewegt junge Menschen
derzeit besonders? Wir kommentieren, analysieren und diskutieren
mit und ohne Gäste über nichts weniger als die Zukunft der
Jugendpolitik, Jugendbeteiligung und Jugendarbeit!
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