Podcaster
Episoden
15.02.2026
59 Minuten
In Folge 54 von „Berufsjugendlich“ sprechen Jendrik Anna über die
wirtschaftspolitischen Einstellungen junger Menschen und betonen,
dass Wirtschaftspolitik immer auch Jugendpolitik ist. Zu Gast Prof.
Dr. Carmela Aprea, Fabian Ernstberger und Paul Marr. Ausgangspunkt
ist der „Young Economy Tracker“ der Bertelsmann Stiftung, der
zeigt, dass junge Menschen Wirtschaft nicht abstrakt als Wachstum
oder Kennzahlen verstehen, sondern konkret über Themen wie Miete,
Einkommen, Bildung und Altersvorsorge nachdenken. Die Studie macht
deutlich, dass 95 % der jungen Menschen sowohl das Leistungsprinzip
als auch eine starke soziale Absicherung unterstützen und sich mehr
staatliche Investitionen etwa in Bildung und Gesundheit wünschen.
Gleichzeitig fühlen sich rund drei Viertel politisch nicht
ausreichend berücksichtigt und fordern mehr Beteiligung an
wirtschaftspolitischen Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen.
Auffällig ist auch der große Wunsch nach mehr wirtschaftlicher und
finanzieller Bildung sowie die klare Unterstützung europäischer
Zusammenarbeit als Schlüssel zur Bewältigung wirtschaftlicher
Herausforderungen. In der Nachbesprechung heben die Hosts hervor,
dass junge Menschen wirtschaftliche Herausforderungen als
gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe begreifen und Verantwortung
übernehmen wollen, ohne Solidarität infrage zu stellen. Im
Jugendpolitik-Ticker thematisieren sie unter anderem den kommenden
Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit, ordnen Debatten zur SGB
VIII-Reform ein und sprechen über Jugendbeteiligung im Kontext
möglicher deutscher Bewerbungen für Olympische Spiele. Abschließend
betonen sie, dass belastbare Daten zu den wirtschaftspolitischen
Einstellungen junger Menschen wichtig sind, politische Konsequenzen
daraus jedoch längst überfällig sind und mehr ernsthafte
Beteiligung junger Menschen erfordern.
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01.02.2026
47 Minuten
In Folge 53 sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über die Debatte
rund um „Lifestyle-Teilzeit“ und die Frage, wie Arbeitszeit,
Ehrenamt und demokratisches Engagement zusammenhängen. Sie ordnen
ein, warum der Begriff politisch problematisch ist, was er über
aktuelle Leistungsdebatten verrät und welche Bedeutung Zeit als
Ressource für junge Menschen und Demokratie hat. Anschließend geht
es um die neue Jugendstudie der Allianz Foundation, die zeigt, wie
sich junge Menschen engagieren, wo Hürden liegen und warum die
Sehnsucht nach einem vermeintlichen „Gestern“ eher Ausdruck von
Überforderung als echter Nostalgie ist. Ein Schwerpunkt der Folge
liegt auf der Vorhabenplanung 2026 des Bundesministeriums für
Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Frage, welche
Rolle Jugendpolitik darin tatsächlich spielt. Diskutiert werden
dabei unter anderem die geplante SGB-VIII-Reform, Kinder- und
Jugendschutz in der digitalen Welt und Demokratiebildung. Kritisch
beleuchtet wird, dass Jugendarbeit, Jugendbeteiligung und mentale
Gesundheit junger Menschen nur randständig vorkommen. Außerdem
sprechen Anna und Jendrik über aktuelle Angriffe auf
zivilgesellschaftliche Akteure und die Gefahren für eine freie,
kritische Jugendverbandsarbeit. Zum Schluss teilen sie, was sie
persönlich gerade bewegt, geben einen Ausblick auf ihre nächsten
Termine und laden die Community zum Mitdenken und Mitdiskutieren
ein.
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18.01.2026
53 Minuten
In Folge 52 des Podcasts Berufsjugendlich sprechen Jendrik Peters
und Anna Grebe nach einer Pause über Alkoholkonsum, Drogenpolitik
und Jugendarbeit – passend zum Dry January. Ausgehend von
persönlichen Erfahrungen reflektieren sie, warum Alkohol in
Deutschland so stark mit Feiern, Zugehörigkeit und Erwachsensein
verbunden ist. Sie ordnen aktuelle Zahlen ein: Der Alkoholkonsum
ist bei Jugendlichen deutlich gesunken, viele junge Erwachsene
trinken gar nicht mehr, während Deutschland insgesamt weiter über
dem EU-Durchschnitt liegt. Alkohol bleibt für Jugendliche dennoch
attraktiv durch Neugier, Gruppendruck und den Wunsch nach Rausch
oder Realitätsflucht. Die Hosts betonen, dass jugendlicher
Alkoholkonsum nicht moralisch verurteilt werden sollte, sondern
Reflexion, gute Vorbilder und offene Gespräche braucht. Kritisch
schauen sie auf Alkoholkultur in Jugendverbänden, wo Rituale,
Vorbildfunktionen und Verantwortung von Jugendleiter*innen eine
große Rolle spielen. Jugendschutz sei wichtig, reiche aber allein
nicht aus – entscheidend seien sichere Räume, Beziehung und
Mitverantwortung statt Kontrolle. Im Jugendpolitik-Ticker
kritisieren sie den CSU-Vorschlag, das Jugendstrafrecht auf
12-Jährige auszuweiten, als symbolische Sicherheitspolitik ohne
Ursachenbekämpfung. Positiv bewerten sie die Initiative für einen
grünen Jugendbeirat im Bundestag, der junge Perspektiven
systematisch einbinden soll. Zum Schluss geben sie einen Ausblick
auf kommende Termine, die nächste Folge Anfang Februar und laden
zur neuen WhatsApp-Community des Podcasts ein.
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21.12.2025
1 Stunde 3 Minuten
In Folge 51 von „Berufsjugendlich“ blicken Anna und Jendrik in
persönlicher Face-to-Face-Atmosphäre auf ein bewegtes Jahr zurück
und bedanken sich für Glückwünsche und Grüße zur Jubiläumsfolge,
inklusive eines nachgereichten Audiogrußes vom Podcast „Tauziehen“.
Im Rückblick berichten sie von eigenen Highlights wie dem DJHT, dem
Adventsempfang im evangelischen Büro, Treffen mit der JU NRW und
Annas Interview mit Ministerin Prien. Jugendpolitisch war 2025
geprägt von Lichtblicken, etwa einer stärkeren Sichtbarkeit von
Jugendthemen und solidarischen Aktionen der Jugendverbände, aber
auch von großen Enttäuschungen wie der allgegenwärtigen
Neutralitätsdebatte. Besonders kritisch sehen sie die fehlende
Beteiligung junger Menschen an zentralen Debatten wie dem
Wehrdienst sowie den generellen Mangel an echter Jugendbeteiligung.
Positiv überrascht hat sie, wie viele Verbände trotz Gegenwind
Haltung gezeigt und sich gegenseitig unterstützt haben. Ihr
zentrales Learning: Alle reden über Jugendpolitik, ohne sie so zu
nennen – doch wenn es darauf ankommt, sind mehr Verbündete da als
erwartet. Mit Blick auf 2026 erwarten sie gesellschaftlich weitere
politische Polarisierung und jugendpolitisch Rückschritte bei
Kinderrechten, verbunden mit neuen Konflikten rund um Wehrdienst,
Freiwilligendienste und Ganztag. Persönlich wünschen sie sich für
das kommende Jahr mehr Hoffnung, weniger Panik und nehmen sich vor,
unbequem zu bleiben, bevor sie sich in die Weihnachtspause
verabschieden und am 19. Januar 2026 mit Folge 52 zurückkehren.
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07.12.2025
1 Minute
Folge 50 von Berufsjugendlich ist etwas ganz Besonderes: Zwei Jahre
Podcast, 24 Monate jugendpolitische Gespräche und inzwischen 50
Folgen voller Herzblut, Ehrenamt und Haltung. Nach einem kurzen
Impro-Teil und Jendriks Song sagen wir Danke für euren Support,
Spotify-Jahresrückblicke, Platzierungen in euren Playlists und ganz
besonders für die vielen Audio-Geburtstagskarten, die wir über die
Folge verteilt einspielen. Wir blicken darauf zurück, was seit der
letzten Folge bei uns los war – von Annas Highlight bei der Enquete
in Mecklenburg-Vorpommern bis zu Jendriks Reise-Marathon zwischen
Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Oberlübbe. Dann wird es persönlich:
Wir teilen unsere ganz eigenen Top-5-Momente aus 50 Folgen, von
prägendem postmigrantischem Engagement über Jugendwahlprogramme,
Wohnungslosigkeit und Wehrdienstdebatten bis zum allerersten
Aufnahmetag im Unperfekthaus. Zwischendurch hört ihr viele bekannte
Stimmen aus zwei Jahren Berufsjugendlich, die uns gratulieren und
begleiten. Außerdem erzählen wir, wie eigentlich eine Folge
entsteht – vom spontanen Themenfindungsprozess über Google Docs,
WhatsApp und Wochenendaufnahmen bis zur Technik, zum Schnitt und zu
Social Media. Wir sprechen offen darüber, was sich verändert hat:
mehr Vorbereitung, mehr Wahrnehmung, aber auch mehr Erwartungen an
einen Podcast, der weiterhin komplett ehrenamtlich bleibt.
Natürlich darf auch ein Jugendpolitik-Ticker nicht fehlen, mit
Einordnungen zum Wehrdienstgesetz, zu Schulstreiks, zur aktuellen
COPSY-Studie und zum Renten-Paket aus Sicht der jungen Generation.
Dabei wird klar, wie häufig jugendpolitische Entscheidungen ohne
echte Beteiligung junger Menschen getroffen werden. Zum Schluss
teilen wir einen kurzen Ausblick auf die nächsten Wochen, sprechen
über Erschöpfung, Vorfreude und das Jahresfinale. Die nächste – und
letzte – Folge in diesem Jahr erscheint am 22. Dezember und wird
eine Live-Aufnahme sein – perfekt für alle, die an Weihnachten mal
kurz raus wollen.
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Über diesen Podcast
Ein Podcast für alle, die jugendpolitisch aktiv sind, mit jungen
Menschen arbeiten und an junge Menschen glauben. Wir sind
Jugendpolitiker:innen, Lobbyist:innen für die Themen junger
Menschen und setzen uns dafür ein, dass diese eine Stimme bekommen
und selbst erheben können. Mit unserem Podcast wollen wir alle 14
Tage über jugendpolitische Themen sprechen. Welche Entscheidungen
stehen im Bundestag oder auch in den Ländern an? Welche
Auswirkungen hat das auf die Strukturen? Was bewegt junge Menschen
derzeit besonders? Wir kommentieren, analysieren und diskutieren
mit und ohne Gäste über nichts weniger als die Zukunft der
Jugendpolitik, Jugendbeteiligung und Jugendarbeit!
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