Mono, Poly & Co.

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Dein Wissens-Podcast rund um Beziehungsgestaltung
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Episoden

#136 - Umgang mit Betrug - Wie geht das?
26.07.2026
42 Minuten
Betrug muss nicht das Ende sein. Sonja führt durch vier Phasen von Aufdeckung bis Neuanfang, mit Fokus auf Schutz, Wahlfreiheit und Alltag.


In dieser Folge nimmt dich Sonja mit in ein strukturiertes Vorgehen, wenn Betrug oder Untreue ans Licht kommen – von der ersten Aufdeckung über Stabilisierung und Entscheidung bis zur praktischen Umsetzung eines neuen Alltags. Du bekommst ein 4‑Phasen‑Modell an die Hand, das dich nicht bevormundet, sondern Orientierung gibt: mit Fokus auf Schutz, echte Wahlfreiheit und das, was danach tatsächlich trägt.


️ Hinweis: Thema dieser Folge ist Untreue/Betrug in Paarbeziehungen. Wenn dich das emotional belastet, hör nur rein, wenn du dir das gerade zutraust, und mach gern Pausen.


️ Personen, die selbst die Außenbeziehung waren oder sind, könnten sich von dieser Folge nicht gesehen fühlen – die Folge richtet sich bewusst an das betroffene Paar. Wir haben eine Folge für dich bereits in Planung.


Themen dieser Folge:


Warum moralische Urteile oft zu kurz greifen – und wie Verständnis helfen kann Begriffe klären: Betrug, Untreue, Fremdgehen – und die Abgrenzung zu Polyamorie Das 4‑Phasen‑Modell: Aufdeckung, Stabilisierung, Entscheidung, Handlung Phase 1: Aufdeckung – Schock anerkennen, Schutz und Damage Control, keine vorschnellen Entscheidungen Phase 2: Stabilisierung – Selbstfürsorge, essenzielle Infos (so detailarm wie möglich), Umgang mit Außenperson C Phase 3: Entscheidung – echte Wahlfreiheit: zusammenbleiben, trennen, mono/offen/poly Phase 4: Handlung – das „Neue Normal“ gestalten: Alltag, Kommunikation, Rituale, Vertrauen aufbauen Parallelaufgaben: Fakten klären, Heilung, Wiederaufbau (Ausblick auf Teil 2)


Das Wichtigste in Kürze:


Betrug bemisst sich am erlebten Betrugsgefühl; Subjektivität zählt. Erst schützen und stabilisieren: ausgewählte Vertraute, Pausen, keine finalen Entscheidungen im Schock. Echte Entscheidungen entstehen aus Wahlfreiheit, nicht aus Schuld oder Druck. Vertrauen wächst durch transparente, unterstützende Kommunikation und alltagstaugliche Vereinbarungen. Neuanfang ist ein Prozess: anpassen, nachjustieren, kleine verbindende Gesten pflegen.


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Die Musik wurde für uns von NeoKorTechs zusammen gemischt und zur Verfügung gestellt (insta: @neokortechs, Homepage: http://www.christian-janz.de). Vielen lieben Dank! Danke fürs Zuhören – lass uns gemeinsam die Welt liebevoller und verständnisvoller machen - für dich, für deine Beziehung, für alle! ️ Zu Sonjas Beziehungs-Coaching und Blog-Beiträgen: https://sonjajuengling.de/
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#135 - Praxis zu unterschiedlichen sexuellen Vorstellungen
19.07.2026
11 Minuten
Kink entdeckt – was bedeutet das für uns? Sonja zeigt drei typische Dynamiken und was hilft, wenn Wünsche und Grenzen auseinandergehen.


In dieser Praxisfolge ordnet Sonja ein, was es für Beziehungen bedeutet, wenn Kink neu ins Leben kommt. Ohne Schuldzuweisungen und ohne Pathologisierung schaut sie auf beide Perspektiven: die von Menschen, die Kink für sich entdecken, und die ihrer Partnys. Anhand von drei häufigen Phänomenen aus der Beratungspraxis bekommst du klare Orientierung und erste Schritte für euren Umgang mit Bedürfnissen, Grenzen und Transparenz.


Themen dieser Folge:


Haltung vorweg: Niemand ist „zu viel“ oder „nicht genug“ – beide Perspektiven sind valide Drei wiederkehrende Phänomene als Struktur: Unterschätzung der Tragweite: Kink berührt Kultur, Werte und Rollenbilder Hoffnung „es geht vorbei“: Warum Abwarten selten hilft Von der Spielpartnerschaft zum Netzwerk: wenn aus „Outsourcing“ Bindung wird Zwei Wege im Umgang: pragmatisches Parallelleben vs. polyamore Anerkennung Transparenz, Verletzungen und Reparatur: Würdigung, Zeit geben, Regeln neu aushandeln Einladung zur Reflexion und zum Austausch: Aha‑Momente sammeln und teilen


Das Wichtigste in Kürze


Bedürfnisse und Grenzen beider Seiten ernst nehmen, nicht beschwichtigen. Kink ist oft mehr als eine Praktik – teils Orientierung/Identität, selten „nur eine Phase“. Information, Zeit und bewusste Lernprozesse reduzieren Missverständnisse. „Outsourcing“ kann zu echter Bindung werden – dann braucht es neue, klare Absprachen. Transparenz erhöht Verletzlichkeit und verlangt Reparaturkompetenz. Beides ist legitim: klar geregeltes Parallelleben oder Integration ins Poly‑Netzwerk.


Links & Ressourcen zur Folge:


Themenfolge zum Einstieg: #99 – B wie BDSM und Kink: von Schmerz, Macht, Bondage und Co


Mitmachaktion


Notiere deine Aha‑Momente aus der Folge und tausche dich mit Freundys oder in euren Communities darüber aus. Was passt zu euch, wo braucht ihr noch Infos oder Unterstützung?


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#134 - Kink entdeckt - und nun? Umgang mit unterschiedlichen sexuellen Vorstellungen
12.07.2026
33 Minuten
Kink in der Beziehung: von ersten Gesprächen bis zu konkreten Optionen – inkl. 6‑Schritte‑Plan, Baby‑Steps und STI‑Schutz.


In dieser Themenfolge begleitet Sonja dich und euch Schritt für Schritt, wenn Kink/BDSM in eurer Beziehung auftaucht – ob du selbst kinky bist oder damit konfrontiert wirst. Es geht um klare Begriffe, eine ruhige Gesprächshaltung, verschiedene Lösungswege (von Integration über Auslagern bis Öffnung) und darum, wie ihr Absprachen fair gestaltet, Fehler auffangt und gut füreinander sorgt.


Themen dieser Folge:


Klärung der Begriffe: Kink, BDSM, Fetisch, „Vanilla“ – beschreiben statt nur labeln Vorbereitung aufs erste Gespräch: inneres Outing, ruhige Haltung, Ergebnisoffenheit Warum es mehrere Gespräche braucht und wie ihr Wünsche statt nur Labels erklärt Spielräume in der eigenen Sexualität finden: Gewohnheiten, Anpassungen, Workarounds Auslagern vs. Eifersucht: Psycheschutz, konkrete Zeitrahmen, Warten vs. Sehnsucht Optionen im Überblick: Sexarbeit, Spielpartnerschaft, Beziehungsöffnung – Risiken/Nutzen Tiefergehende Öffnung: Werte prüfen, Gefühle managen, ehrliche Reflexion Vor dem Loslegen: Wissen sammeln, beide tragen Verantwortung Sechs‑Schritte‑Plan für Absprachen (Wünsche, No‑Gos, Infos, Agreement, Fehler, Nicht‑Konsent) Fehlertoleranz, Repair und iterative Agreements Doing: Informationsfluss (offen vs. DADT), Begleitung, Selbstfürsorge, Tempo (Baby‑Steps) Auswahl dritter Personen, Erwartungsmanagement, STI‑Schutzkonzept Nachbesprechung, Reconnecten, Feiern und Lernen Fazit: Vorbereitung, Support, Repair


Das Wichtigste in Kürze


Erst klären, was genau du möchtest – dann in Ruhe, langsam und ohne Druck ins Gespräch gehen. Beschreibe konkrete Praktiken statt dich auf Schlagworte zu verlassen. Macht Wünsche und No‑Gos schriftlich; euer Relationship Agreement ist eine Momentaufnahme und darf sich ändern. Plant Fehlertoleranz und Repair bewusst ein – Wohlwollen vor Perfektion. Es gibt mehrere Wege: integrieren, auslagern (z. B. professionell), spielen, öffnen – wählt bewusst mit Blick auf Psyche und Werte. Baby‑Steps: ein neues Element pro Runde, dann reflektieren und reconnecten. Sorgfältige Auswahl dritter Personen plus klares STI‑Konzept sind Pflicht.


Links & Ressourcen zur Folge:


Femtasy – erotische Audiogeschichten, um Wünsche zu erkunden: Femtasy Gewaltfreie Kommunikation (GFK) – Überblick und Einführung: Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg DADT – „Don’t Ask, Don’t Tell“ als Informationsstrategie: MoPoCo #79 – D wie Don’t Ask, Don’t Tell Testkit für zuhause: s.a.m. health – STI‑Tests Plattformen zum Kennenlernen: Joyclub • OKCupid • ViaMor


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#133 - Tradwives, wir feiern unsere Wahlfreiheit auf besondere Weise
05.07.2026
30 Minuten
Tradwives: Was steckt hinter dem Trend? Definition, Motive, Chancen – und wo es gefährlich wird.


In dieser Folge führt Sonja in die Tradwife‑Bewegung ein: Woher kommt sie, was macht sie attraktiv – und wo kippt sie in Abhängigkeit, Isolation und politische Agenda? Du hörst eine feministische Einordnung, differenzierte Kritik und konkrete Hinweise, falls dich diese Lebensform anspricht.


️ Hinweis: Es geht um Abhängigkeit, soziale Isolation und politische Radikalisierungstendenzen. Bitte pass gut auf dich auf beim Hören.


Themen dieser Folge:


Was sind Tradwives? Entstehung, Social‑Media‑Boom und das idealisierte 50er‑Jahre‑Bild Problematische Ausprägungen: Unterordnung, soziale Kontrolle, politische Agenda in US‑Strömungen Warum das anzieht: Sehnsucht nach Klarheit, Fürsorge, Entschleunigung und Leitplanken Potenziale der Rolle: Qualität im Haushalt und Familie, Wertschätzung von Fürsorge – wenn freiwillig gewählt Risiken: finanzielle/emotionale Abhängigkeit, Ausbeutung, Sexual‑Pflichtdenken, Influencer‑Scheinwelten Soziale Isolation und Bubble‑Effekte (z. B. Freikirchen/orthodoxe Gruppen) und deren Einfluss auf Kinder Feministische Perspektive: Wahlfreiheit vs. Idealisierung; wo sind die „Trad‑Husbands“? Wenn es dich dahin zieht: Absicherung, Netzwerk, Werteklärung, realistische Gestaltung Politische Implikationen und klare Warnsignale Fazit: Autonomie wahren, Bildung und soziale Einbettung stärken


Das Wichtigste in Kürze:


Tradwives sind ein modernes, stark mediatisiertes Comeback traditioneller Rollen – teils mit politischer Agenda. Attraktiv sind Klarheit, Fürsorge und Entschleunigung; problematisch werden Abhängigkeit, Isolation und Abwertung anderer Lebensentwürfe. Freiwillig gewählte Rollenteilung kann bereichern – tragfähig wird sie mit finanzieller Absicherung, sozialem Netzwerk und regelmäßiger Reflexion. Influencer‑Welten sind oft kuratiert. Orientier dich an realistischen Lösungen statt Idealen aus Reels. Kinder brauchen Wahlfreiheit und vielfältige Perspektiven – abgeschottete Milieus schränken das ein.


Links & Ressourcen zur Folge:


ZDF‑Doku: Tradwives – 37 Grad Leben ZDF‑Doku: USA extrem: Tradwives – Sittsam, hübsch, perfekt


Wenn dir die Folge geholfen hat, teil sie gern mit Menschen in deinem Umfeld und sprecht gemeinsam über Wahlfreiheit, Autonomie und Fürsorge.


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#132 - Jede Person hat gute Gründe für alles was sie tut
28.06.2026
9 Minuten
Jede Person ist okay – und hat Gründe für ihr Verhalten. Sonja zeigt, wie dieser Satz in Konflikten hilft, ohne Gewalt zu verharmlosen.


In dieser Folge lädt Sonja dazu ein, den oft gehörten Satz „Jede Person ist okay, so wie sie ist – und hat gute Gründe für alles, was sie tut“ genauer anzuschauen. Aus der Systemik und der Gewaltfreien Kommunikation kommend, wird er als Haltung für den Beziehungsalltag erklärt: hilfreich, um Verhalten als Ausdruck von Bedürfnissen zu verstehen – und klar abgegrenzt von jeder Rechtfertigung von Gewalt oder Machtmissbrauch.


Themen dieser Folge:


Ursprung der Haltung in Systemik und GFK Verhalten als Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse (nach Rosenberg) Wichtige Grenze: Verstehen ≠ Rechtfertigen – keine Absolution für Gewalt Was gemeint ist: der „normale Alltagswahnsinn“ statt Extremfälle Nutzen im Konflikt: weniger Rechthaberei, mehr Lösungsorientierung Auf sich schauen: eigene Gefühle anerkennen, Bedürfnisse klären und sagen Rücksichtsvoll verhandeln: Konflikte als normal anerkennen Schlussimpuls: Perspektivwechsel – oft handelt jemand „für sich“, nicht „gegen dich“


Das Wichtigste in Kürze:


Die Haltung „Jede Person ist okay…“ unterstützt Empathie und Handlungsfähigkeit. Verhalten als Bedürfnis-Ausdruck sehen hilft, nicht vorschnell zu moralisieren. Klare Grenze: Kein Freifahrtschein für Gewalt, Machtmissbrauch oder Illegales. Statt Schuldbeweise zu sammeln: bei dir bleiben, Wünsche klar äußern. Dialog auf Augenhöhe vermindert Eskalation und öffnet den Raum für Lösungen.


Links & Ressourcen zur Folge:


Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg Marshall B. Rosenberg – Gewaltfreie Kommunikation (Wikipedia)


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