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Mono, Poly & Co. Archiv

148 Episoden
33 Minuten
Kink in der Beziehung: von ersten Gesprächen bis zu konkreten Optionen – inkl. 6‑Schritte‑Plan, Baby‑Steps und STI‑Schutz.

In dieser Themenfolge begleitet Sonja dich und euch Schritt für Schritt, wenn Kink/BDSM in eurer Beziehung auftaucht – ob du selbst kinky bist oder damit konfrontiert wirst. Es geht um klare Begriffe, eine ruhige Gesprächshaltung, verschiedene Lösungswege (von Integration über Auslagern bis Öffnung) und darum, wie ihr Absprachen fair gestaltet, Fehler auffangt und gut füreinander sorgt.

Themen dieser Folge:

Klärung der Begriffe: Kink, BDSM, Fetisch, „Vanilla“ – beschreiben statt nur labeln

Vorbereitung aufs erste Gespräch: inneres Outing, ruhige Haltung, Ergebnisoffenheit

Warum es mehrere Gespräche braucht und wie ihr Wünsche statt nur Labels erklärt

Spielräume in der eigenen Sexualität finden: Gewohnheiten, Anpassungen, Workarounds

Auslagern vs. Eifersucht: Psycheschutz, konkrete Zeitrahmen, Warten vs. Sehnsucht

Optionen im Überblick: Sexarbeit, Spielpartnerschaft, Beziehungsöffnung – Risiken/Nutzen

Tiefergehende Öffnung: Werte prüfen, Gefühle managen, ehrliche Reflexion

Vor dem Loslegen: Wissen sammeln, beide tragen Verantwortung

Sechs‑Schritte‑Plan für Absprachen (Wünsche, No‑Gos, Infos, Agreement, Fehler, Nicht‑Konsent)

Fehlertoleranz, Repair und iterative Agreements

Doing: Informationsfluss (offen vs. DADT), Begleitung, Selbstfürsorge, Tempo (Baby‑Steps)

Auswahl dritter Personen, Erwartungsmanagement, STI‑Schutzkonzept

Nachbesprechung, Reconnecten, Feiern und Lernen

Fazit: Vorbereitung, Support, Repair

Das Wichtigste in Kürze

Erst klären, was genau du möchtest – dann in Ruhe, langsam und ohne Druck ins Gespräch gehen.

Beschreibe konkrete Praktiken statt dich auf Schlagworte zu verlassen.

Macht Wünsche und No‑Gos schriftlich; euer Relationship Agreement ist eine Momentaufnahme und darf sich ändern.

Plant Fehlertoleranz und Repair bewusst ein – Wohlwollen vor Perfektion.

Es gibt mehrere Wege: integrieren, auslagern (z. B. professionell), spielen, öffnen – wählt bewusst mit Blick auf Psyche und Werte.

Baby‑Steps: ein neues Element pro Runde, dann reflektieren und reconnecten.

Sorgfältige Auswahl dritter Personen plus klares STI‑Konzept sind Pflicht.

Links & Ressourcen zur Folge:

Femtasy – erotische Audiogeschichten, um Wünsche zu erkunden: Femtasy

Gewaltfreie Kommunikation (GFK) – Überblick und Einführung: Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

DADT – „Don’t Ask, Don’t Tell“ als Informationsstrategie: MoPoCo #79 – D wie Don’t Ask, Don’t Tell

Testkit für zuhause: s.a.m. health – STI‑Tests

Plattformen zum Kennenlernen: Joyclub • OKCupid • ViaMor

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Transparenz zu unserer Produktion

Sämtliche Audio-Inhalte stammen von uns oder unseren Gästen. Wir recherchieren selbst. Alles, was ihr hört, ist von uns persönlich eingesprochen und manuell geschnitten.

Damit wir unsere Zeit in möglichst gute Podcast-Inhalte stecken können, verwenden wir in der Post-Produktion Automatisierung und KI: für die Korrektur der Transkripte, die Gestaltung unserer Cover und die Aufbereitung von Texten wie Shownotes und Ankündigungsposts auf Basis der jeweiligen Folge.

Und wenn du Lust hast, bei Bildern oder Texten eine zusätzliche menschliche Note beizusteuern, melde dich gern bei uns. Wir freuen uns über jede Verstärkung.
30 Minuten
Tradwives: Was steckt hinter dem Trend? Definition, Motive, Chancen – und wo es gefährlich wird.

In dieser Folge führt Sonja in die Tradwife‑Bewegung ein: Woher kommt sie, was macht sie attraktiv – und wo kippt sie in Abhängigkeit, Isolation und politische Agenda? Du hörst eine feministische Einordnung, differenzierte Kritik und konkrete Hinweise, falls dich diese Lebensform anspricht.

️ Hinweis: Es geht um Abhängigkeit, soziale Isolation und politische Radikalisierungstendenzen. Bitte pass gut auf dich auf beim Hören.

Themen dieser Folge:

Was sind Tradwives? Entstehung, Social‑Media‑Boom und das idealisierte 50er‑Jahre‑Bild

Problematische Ausprägungen: Unterordnung, soziale Kontrolle, politische Agenda in US‑Strömungen

Warum das anzieht: Sehnsucht nach Klarheit, Fürsorge, Entschleunigung und Leitplanken

Potenziale der Rolle: Qualität im Haushalt und Familie, Wertschätzung von Fürsorge – wenn freiwillig gewählt

Risiken: finanzielle/emotionale Abhängigkeit, Ausbeutung, Sexual‑Pflichtdenken, Influencer‑Scheinwelten

Soziale Isolation und Bubble‑Effekte (z. B. Freikirchen/orthodoxe Gruppen) und deren Einfluss auf Kinder

Feministische Perspektive: Wahlfreiheit vs. Idealisierung; wo sind die „Trad‑Husbands“?

Wenn es dich dahin zieht: Absicherung, Netzwerk, Werteklärung, realistische Gestaltung

Politische Implikationen und klare Warnsignale

Fazit: Autonomie wahren, Bildung und soziale Einbettung stärken

Das Wichtigste in Kürze:

Tradwives sind ein modernes, stark mediatisiertes Comeback traditioneller Rollen – teils mit politischer Agenda.

Attraktiv sind Klarheit, Fürsorge und Entschleunigung; problematisch werden Abhängigkeit, Isolation und Abwertung anderer Lebensentwürfe.

Freiwillig gewählte Rollenteilung kann bereichern – tragfähig wird sie mit finanzieller Absicherung, sozialem Netzwerk und regelmäßiger Reflexion.

Influencer‑Welten sind oft kuratiert. Orientier dich an realistischen Lösungen statt Idealen aus Reels.

Kinder brauchen Wahlfreiheit und vielfältige Perspektiven – abgeschottete Milieus schränken das ein.

Links & Ressourcen zur Folge:

ZDF‑Doku: Tradwives – 37 Grad Leben

ZDF‑Doku: USA extrem: Tradwives – Sittsam, hübsch, perfekt

Wenn dir die Folge geholfen hat, teil sie gern mit Menschen in deinem Umfeld und sprecht gemeinsam über Wahlfreiheit, Autonomie und Fürsorge.

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9 Minuten
Jede Person ist okay – und hat Gründe für ihr Verhalten. Sonja zeigt, wie dieser Satz in Konflikten hilft, ohne Gewalt zu verharmlosen.

In dieser Folge lädt Sonja dazu ein, den oft gehörten Satz „Jede Person ist okay, so wie sie ist – und hat gute Gründe für alles, was sie tut“ genauer anzuschauen. Aus der Systemik und der Gewaltfreien Kommunikation kommend, wird er als Haltung für den Beziehungsalltag erklärt: hilfreich, um Verhalten als Ausdruck von Bedürfnissen zu verstehen – und klar abgegrenzt von jeder Rechtfertigung von Gewalt oder Machtmissbrauch.

Themen dieser Folge:

Ursprung der Haltung in Systemik und GFK

Verhalten als Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse (nach Rosenberg)

Wichtige Grenze: Verstehen ≠ Rechtfertigen – keine Absolution für Gewalt

Was gemeint ist: der „normale Alltagswahnsinn“ statt Extremfälle

Nutzen im Konflikt: weniger Rechthaberei, mehr Lösungsorientierung

Auf sich schauen: eigene Gefühle anerkennen, Bedürfnisse klären und sagen

Rücksichtsvoll verhandeln: Konflikte als normal anerkennen

Schlussimpuls: Perspektivwechsel – oft handelt jemand „für sich“, nicht „gegen dich“

Das Wichtigste in Kürze:

Die Haltung „Jede Person ist okay…“ unterstützt Empathie und Handlungsfähigkeit.

Verhalten als Bedürfnis-Ausdruck sehen hilft, nicht vorschnell zu moralisieren.

Klare Grenze: Kein Freifahrtschein für Gewalt, Machtmissbrauch oder Illegales.

Statt Schuldbeweise zu sammeln: bei dir bleiben, Wünsche klar äußern.

Dialog auf Augenhöhe vermindert Eskalation und öffnet den Raum für Lösungen.

Links & Ressourcen zur Folge:

Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

Marshall B. Rosenberg – Gewaltfreie Kommunikation (Wikipedia)

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2 Stunden 37 Minuten
Zum dritten Mal ist Dirk zu Gast – und so persönlich wie nie. Fast 10 Jahre Poly: über Starts und Enden, Macht und Privilegien, Grenzen, Absprachen, Bindung und Dating.

Er ist wieder da! Zweimal schon hat Dirk euch mit seiner Klarheit und Expertise begeistert. In dieser ganz privaten Folge teilt Dirk viele Details aus seinem Leben mit der Polyamorie. Einmal querbeet werden fast alle Aspekte dieser Lebensform beleuchtet. Sonja und Dirk sprechen offen über Kapazitäten, Grenzarbeit, Macht und Privilegien – und was im Alltag wirklich trägt.

Themen dieser Folge:

Dirks Poly‑Lebenslauf: von Primärbeziehung über Solo‑Poly bis heute

Poly‑Ideal vs. Realität: Kapazitäten, Poly‑Burnout, polysaturated

Einvernehmlichkeit systemisch denken – mehr als nur ein bilaterales Ja

Grenzen, Selbstschutz und Eigenverantwortung

Beziehungsökonomie: „Altanlagen haben Bestandsschutz“

Gefühle beeinflussen durch Zeit‑ und Aufmerksamkeitsmanagement

Persönlichkeitsarbeit, Standards und frühe Red Flags

Liebe, Scham und Reparatur: echtes Bedauern und Veränderungsbereitschaft

Werte, Ehrlichkeit und Non‑negotiables

Sexualität als Bindungsmechanik – Auswirkungen im Poly‑Kontext

Beziehungssparplan statt Konsum‑Dating

Macht, Privilegien und Ressourcen in Mehrfachbeziehungen

Datingpools, Kompatibilität und frühes Erwartungs‑Matching

Praktisches Polydating: Kaffee‑Dates, Sicherheit, Beziehungspamphlet, HEARTS und das Lianen‑Prinzip

Abschließende Empfehlungen und Lernpfade

Das Wichtigste in Kürze

Polyamorie ist ein schönes Idealbild – und dann trifft dieses Konzept auf Menschen, auf Kapazitäten und auf gelebte Realität.

Du bist für die Einhaltung deiner Grenzen selbst verantwortlich – Schutzmaßnahmen sind Selbstfürsorge, keine Strafe.

Handeln steuert Gefühlskurven: Kontaktfrequenz und Gedankennähe machen einen Unterschied.

Langfristig zählen Ehrlichkeit, Reziprozität und Kommunikation mehr als Harmonie – Toleranz ist eine sehr erschöpfliche Ressource.

Echte Reparatur setzt Einsicht und spürbares Bedauern voraus.

Sex bindet – externe Sexualität beeinflusst vorhandene Verbindungen.

Definiere deine Must‑Haves und No‑Gos früh – als dein eigener Beziehungskompass.

Macht, Geld, Zeit und Privilegien prägen, wer wie poly leben kann – mach sie sichtbar.

Freundschaften stärken das Netz – nicht alles muss romantisch aufgefangen werden.

Nützliche Tools: erst Bindung lernen (Attached), dann Polysecure und HEARTS für die Praxis, dazu Smorgasbord und Austausch in der Community.

Links & Ressourcen zur Folge:

Dirk – Herz plus Verstand: Website • Podcast „Resonanz“

Smorgasbord zur Beziehungsgestaltung: Deutsch (PDF) • Interaktiv

Polysecure – HEARTS als Praxis‑Tool: Polysecure‑Poster (Divana‑Verlag)

Mazziotta – Forschung zu Macht in Beziehungen: Paper ist nicht per Link verfügbar, bei Fragen schreibt uns an.

Poly‑Stammtisch / Neurodivergenz‑Stammtisch: Räume für Austausch und Reflexion

Verwandte MoPoCo‑Folgen:

#91 – Interview mit Dirk: Bindungsstile – Wie Bindungsstile unser Beziehungserleben prägen und was hilft, sich sicherer zu fühlen.

#71 – Interview: Dirk – Neurodivergenz – Dirk über Leben und Lieben mit Neurodivergenz: Wahrnehmung, Reizverarbeitung und Kommunikation.

#37 – Interview: Dating (mit Eva) – Sonja und Eva übers Dating: Kennenlernen, Erwartungen und dabei ehrlich bleiben.

#72 – E wie Eifersucht (Teil 4) – Eifersucht verstehen und begleiten und der Angst begegnen, ersetzt zu werden.

#89 – H wie Hierarchie: Gleichwertigkeit bei ungleichen Lebenssituationen – Gleichwertigkeit leben, auch wenn die Lebenssituationen ganz unterschiedlich sind.

#77 – A wie Absprachen – Warum gute Absprachen Sicherheit geben und was zu tun ist, wenn sie brechen.

#87 – P wie Poly Saturated – Wie viele Beziehungen können mein Kalender und ich wirklich tragen?

#88 – Folge aus der Praxis: Poly Saturated – Ein Fall aus der Praxis zur Frage: Wie viele Beziehungen schaffe ich?

#84 – V wie Vetorecht: Macht über meine Partnerperson – Vetorecht in Mehrfachbeziehungen: Schutz oder Macht über die Partnerperson?

#58 – E wie Erstkontakt zu Polyamorie – Der Einstieg in die Polyamorie: Beziehungsformen wie V, Nesting und Insel erklärt.

Buchtipps:

Jessica Fern: Polysecure – Bindung, Trauma und konsensuelle Nicht‑Monogamie (Divana‑Verlag | Autorenwelt)

Amir Levine & Rachel Heller: Warum wir uns immer in den Falschen verlieben

Grant: Polyamorie für Dummies

Ole Liebl: Freunde lieben – Die Revolte in unseren engsten Beziehungen

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19 Minuten
Drei Praxis‑Phänomene zur Angst vor Verlassenwerden: Aufmerksamkeit, Meilensteine, Sex≠Intimität – mit konkreten Strategien.

In dieser Praxisfolge spricht Sonja über drei typische Situationen, in denen Angst vor Verlassenwerden besonders laut wird – und was dir dann konkret helfen kann. Es geht um verschobene Aufmerksamkeit (Job, Hobby, neue Person), kritische Meilensteine beim Kennenlernen und den Vergleich über Sexualität. Mit einer klaren Unterscheidung dessen, was wirklich passiert, und handfesten Schritten für mehr Stabilität, Selbstempathie und Verbundenheit.

Höre dazu auch unsere Themenfolge Angst verlassen zu werden

Themen dieser Folge:

Wenn Neues viel Aufmerksamkeit frisst: Mangelgefühle, Warten und die Angst, ersetzt zu werden

Erste Hilfe: Absprachen prüfen, Beziehungsbasis stärken, Stress regulieren, transparent kommunizieren

Typische Meilensteine bei neuen Kontakten (Wochen/Monate/Jahre) und warum sie triggern

Selbstempathie statt Panik: den Wert der bestehenden Bindung sehen und eigene Themen angehen

Sex ist nicht das Maß aller Dinge: Intimität hat viele Formen

Nähe jenseits von Sex: gemeinsame Projekte, Quality Time, ruhiges Nebeneinander, gelöste Konflikte

Das Wichtigste in Kürze

Aufmerksamkeit lässt sich lenken; „Neues“ bindet oft nur vorübergehend viel Fokus.

Erst klären: Ist es wirklicher Statusverlust – oder fehlen klare Absprachen und alltagstaugliche Routinen?

Stabilisiere eure Basis: Rituale, Verlässlichkeit, transparente Kommunikation – mit Geduld statt Druck.

Stressregulation (auch mit externer Hilfe) schafft Handlungsspielraum.

Meilensteine in neuen Kontakten triggern häufig – nütze Selbstempathie und Entwicklungsschritte.

Sexualität ist phasenhaft und kein verlässliches Maß für Intimität.

Intimität zeigt sich vielfältig; gelöste Konflikte können tiefe Verbindung schaffen.

Unterstütze den Podcast Wenn dir die Folge geholfen hat, teil sie gern mit Menschen in deinem Umfeld. Du kannst MoPoCo außerdem mit einer Spende unterstützen – die Infos dazu findest du auf der Podcast‑Website. Danke fürs Weitererzählen und für eure Unterstützung!

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20 Minuten
Veränderung kann Beziehungsintimität wackeln lassen. Sonja zeigt, wie du Panik bändigst und Intimität bewusst erhältst.

In dieser Folge schaut Sonja auf die Angst, in wichtigen Beziehungen an Bedeutung zu verlieren – sei es durch Umzug, neue Jobs oder neue Menschen im Leben. Du bekommst ein greifbares Bild von Beziehungsintimität (inkl. Kurven‑Metapher), verstehst typische Auslöser für Ersetzensängste und lernst konkrete Schritte kennen, mit denen ihr Intimität bewusst erhalten oder neu aufbauen könnt.

Themen dieser Folge:

Beziehungsintimität verstehen: die Kurven‑Metapher und warum Intimität anfangs schnell wächst

Was Intimität nährt: Zeit, Exklusivität, Passung und gemeinsame Arbeit

Äußere Veränderungen (Umzug, Job, Gewohnheiten) und ihr Effekt auf Nähe

Neue Menschen im System: schnelle Intimität, geteilte Aufmerksamkeit, Verlustgefühle

Gefühl des Ersetztwerdens: woher es kommt und wie es sich zeigt

Realitätscheck statt Panik: Was hat sich wirklich verändert? Was wird über- oder unterschätzt?

Gefühle als Sensoren: Angst, Sorge, Panik unterscheiden und nutzen

Praktische Interventionen: neue exklusive Rituale, Check‑ins, besondere Orte/Elemente

Zusammenfassung & Fazit: Aufmerksamkeit ist lenkbar, parallele Intimitäten können koexistieren

Abschließender Hinweis auf Community‑Projekt

Das Wichtigste in Kürze

Beziehungsintimität ist die Summe intimer Erfahrungen und wächst anfangs schneller, später langsamer.

Konkurrenz entsteht meist um Zeit und Aufmerksamkeit – nicht um Liebe.

Äußere Umstände können Intimität verschieben, ohne die Beziehung grundlegend in Frage zu stellen.

Neue Beziehungen relativieren Exklusives und triggern Ersetzensängste – das ist nachvollziehbar.

Gefühle zeigen, wo es brennt: benennen, einordnen, dann handeln.

Realitätsprüfung und transparente Absprachen beruhigen und klären.

Exklusive Elemente sind gestaltbar: Rituale, Orte, Musik, kleine Alltags‑Momente.

Lenk deine Aufmerksamkeit bewusst dorthin, wo Verbindung entstehen soll.

Links & Ressourcen zur Folge:

Projektverzeichnis: Kink‑friendly Professionals

Vergleichs-/Anlaufstelle: therapiesuche.de

Mitmachaktion: Unterstützung für “Kink‑friendly Professionals” Sonja sucht Unterstützung für das ehrenamtliche Projekt “Kink‑friendly Professionals” – z.B. in Grafik, Social Media, Text, Web oder Organisation. Wenn du Zeit und Lust hast, das Verzeichnis sichtbarer und hilfreicher zu machen, melde dich gern und bring deine Stärken ein.

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8 Minuten
Wünsche sind keine Absprachen. Sonja zeigt, wie aus klaren Gesprächen freiwillige Vereinbarungen mit enthusiastischem Ja werden.

In dieser kurzen Impulsfolge klärt Sonja, warum Wünsche zunächst nur Informationen sind – und wie daraus erst durch Einvernehmen tragfähige Absprachen entstehen. Anhand alltagsnaher Beispiele (u. a. Übernachtungen, Monogamie auf Zeit) geht es darum, Bedürfnisse hinter Wünschen zu erkennen, Alternativen zu finden und Vereinbarungen so zu gestalten, dass sie für alle gut lebbar sind.

Themen dieser Folge:

Wunsch vs. Absprache: Warum ein Wunsch kein Handlungsauftrag ist

Ärger über unerfüllte Wünsche: verdeckte Erwartungen erkennen

Vom Wunsch zur Vereinbarung: Zustimmung, Freiwilligkeit, „enthusiastisches Ja“

Verhandeln mit Skalen: Wichtigkeit, Aufwand und realistische Umsetzbarkeit

Beispiel Übernachtungen: Gründe darlegen, Lösungen finden (z. B. räumliche Trennung)

Wünsche als Erfüllungsstrategien für Bedürfnisse – Alternativen prüfen

Temporäre und anpassungsfähige Absprachen statt starrer Regeln

Wenn Wünsche wiederholt unerfüllt bleiben: Absprache aushandeln, Nachverhandlung ermöglichen

Verständigung und Empathie als Grundlage

Das Wichtigste in Kürze

Ein Wunsch ist Information, keine Verpflichtung.

Ärger kann zeigen: Aus Wunsch wurde (unausgesprochene) Forderung.

Absprachen brauchen freiwillige Zustimmung – idealerweise ein enthusiastisches Ja.

Vereinbarungen sind verhandelbar, befristbar und anpassbar.

Klärt das zugrunde liegende Bedürfnis, nicht nur die Wunschform.

Skalen helfen, Wichtigkeit und Aufwand sichtbar zu machen.

Sucht alternative Erfüllungswege für Bedürfnisse.

Wiederholte Nichterfüllung kann eine Absprache oder Sicherheit rechtfertigen.

Meinungsänderungen sind legitim – offen kommunizieren und nachverhandeln.

Empathie erleichtert Aushandlung und Umsetzung.

Aufruf Wenn dir die Folge geholfen hat, teil sie gern mit Menschen in deinem Umfeld. Verständigung wird leichter, wenn alle den Unterschied zwischen Wunsch und Absprache kennen.

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16 Minuten
Lust steigern, Sex verbessern: Sonja teilt 10 konkrete Tipps und entlarvt hinderliche Rollenbilder und Erwartungen.

In dieser Praxisfolge schaut Sonja auf ein häufiges Phänomen aus der Beratung: festgefahrene Rollenskripte rund um „er will, sie nicht“ – und was wirklich hilft. Du bekommst zehn alltagstaugliche Impulse für mehr Lust, guten Sex und wertschätzende Kommunikation. Im Fokus: Haltung, Grenzen, Eigenverantwortung und das Neuschreiben eurer gemeinsamen Erzählungen.

Themen dieser Folge:

Klassische Rollenstereotype erkennen und hinterfragen

Kommunikation statt Tabus: anders fragen, Neins respektieren, Narrative ändern

Haltung und Grenzen: gemeinsam statt gegeneinander

Warum Sex oft „nicht gut genug“ ist: Erwartungen, Missverständnisse, fehlende Differenzierung

Zehn konkrete Tipps für mehr Lust und guten Sex

Solosexualität und Selbstkenntnis als Ressource

Hinweise auf Transkripte und Community-Angebote

Das Wichtigste in Kürze

Rollenbilder entlarven: Verantwortlichkeit für Lust ist nicht einseitig.

Redet über Sex – am besten vor oder nach dem Sex, mit Fokus auf Wünsche und positives Feedback.

Weg vom Orgasmus-Ziel, hin zu Sinnlichkeit, Genuss und Präsenz.

„Müssen“-Gedanken prüfen und eigene Werte klären.

Lust aktiv gestalten: Rituale, Materialien, Settings.

Gemeinsame Entdeckungsreise starten – lernen, ausprobieren, neugierig bleiben.

Aussprechen, was schwerfällt; Motivation und Ängste mitdenken.

Unterschiedliche „Arten von Sex“ unterscheiden und passend wählen.

Eigenverantwortung übernehmen statt passiv warten.

Eigene Sexualität (inkl. Solosex) erforschen – das entlastet und bereichert Beziehungen.

Links & Ressourcen zur Folge:

Eigene Vertiefungsfolge: W wie Wheel of Consent: Spielerisch ins Einvernehmen

Konzept: Wheel of Consent – Betty Martin (Website)

Praxis: Das Drei-Minuten-Spiel (PDF, deutsch)

Kommunikation: Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

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32 Minuten
Lust und Sex aus Fülle statt Mangel: weg vom peniszentrierten Skript, hin zu deinen eigenen Messgrößen, Bildung und gemeinsamer Neugier.

In dieser Folge spricht Sonja darüber, wie wir Lust und „guten Sex“ aus einer Haltung der Fülle entdecken können. Wir klären zentrale Begriffe (Sex, Sexualität, Lust), schauen kritisch auf Orgasmus-Fokus und Orgasmus‑Gap, hinterfragen peniszentrierte Skripte und festgefahrene Rollenbilder. Es geht um kulturelle Prägungen, um Lernen in Theorie und Praxis – und um die Einladung, gemeinsam neugierig zu bleiben.

Themen dieser Folge:

Warum die innere Haltung (Fülle statt Mangel) für Lust-Entdeckung entscheidend ist

Begriffsklärung: Sexualität vs. Lust vs. Sex – inkl. Solo- und non‑penetrativer Formen

Orgasmus, Messbarkeit und die Orgasmus‑Gap: Aussagekraft und Grenzen

Wie lässt sich „guter Sex“ messen? Subjektive Kriterien und persönliche Messgrößen

Das dominante, peniszentrierte Sex‑Skript – wer profitiert, wer nicht?

Rollenbilder im Bett: Initiative, Passivität und Aushandlung statt Zuschreibung

Historie, Patriarchat und (feministische) Pornografie als prägende Einflüsse

Lösungen: Bildung, Übung, Kommunikation und gemeinsames Entdecken

Haltung in der Praxis: Entspannte Neugier, Entkopplung vom Vergleich, Fülle statt Druck

Fazit: Unterschiede anerkennen, lernen, Spaß haben – Praxisfolge folgt

Das Wichtigste in Kürze:

Definiere Sex, Sexualität und Lust für dich – deine Begriffe dürfen persönlich sein.

Orgasmus ist kein Alleinindikator für „guten Sex“; Nähe, Verbundenheit und Zufriedenheit zählen.

Das übliche peniszentrierte Skript passt vielen nicht – erfindet euer eigenes.

Rollen sind verhandelbar, nicht geschlechtsgebunden.

Sex ist lernbar: Bildung, Solo‑Erkundung und Austausch mit Partnys verbessern Qualität.

Fülle‑Haltung reduziert Druck und öffnet Raum für Entdeckung.

Links & Ressourcen zur Folge:

Joyclub

OMGYes

Buchtipps:

Gianna Bacio: Love your sex – ein zugänglicher Einstieg in Sexo‑Korporel‑Denkanstöße Autorenwelt |

Rowohlt Verlag

Einladung zum Dranbleiben:

Probier Neues in kleinen, entspannten Schritten aus und sprecht darüber, was euch gut tut. Die angekündigte Praxisfolge vertieft das Thema – hör gern wieder rein.

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33 Minuten
Grenzen setzen ohne Pädagogik: Was schützt mich wirklich? Die Klotür-Metapher, klare Definitionen und konkrete Schritte für deinen Alltag.

In dieser Folge spricht Sonja darüber, was Grenzen im Beziehungsalltag wirklich sind und wofür sie da sind. Anhand der Klotür‑Metapher werden typische Grenztests greifbar. Du bekommst eine klare Definition, warum Grenzen kein Erziehungsinstrument sind, und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du wirksam und wohlwollend handelst – gerade auch in nicht‑monogamen Konstellationen.

Themen dieser Folge:

Die Klotür‑Metapher: Regeln, Tests und Konsequenzen in der WG

Was ist eine Grenze? Schutzmaßnahme statt bloßes Unwohlsein

Grenzen sind kein Erziehungsinstrument

Beispiele aus nicht‑monogamen Beziehungen: Einflussbereiche und Konsequenzen

Warum Grenzen verletzt/getestet werden

Grenzen setzen Schritt für Schritt: von Faktencheck bis Handeln

Wenn Grenzen wiederholt überschritten werden

Fazit: Wirkmächtigkeit stärken statt in Empörung steckenbleiben

Nachtrag: Auch Profis üben Nein‑Sagen

Das Wichtigste in Kürze

Grenze = das, was für mich nicht geht; Ziel ist meine Sicherheit.

Echte Grenzen sind Handlungen/Konsequenzen, nicht Wünsche an andere.

Gründe für Grenztests reichen von Unachtsamkeit bis Unsicherheit.

Vorgehen: Fakten prüfen verstehen bewerten Konsequenzen planen regulieren verhandeln handeln.

Wähle nur Konsequenzen, die du wirklich durchsetzen kannst.

Wiederholte Überschreitungen erfordern klarere Maßnahmen oder Beziehungsgrenzen.

Empörung zeigt oft Hilflosigkeit – entwickle konkrete Schutzstrategien.

Grenzen setzen ist Übungssache – und darf holprig sein.

Links & Ressourcen zur Folge:

MoPoCo #49 – „G wie Grenzen“ – Wie spür ich sie und wie kann ich damit umgehen?

MoPoCo #50 – „Folge aus der Praxis“ – Grenzen

MoPoCo #56 – „G wie Grenzen“ – Wie kommuniziere ich wertschätzend und klar, was ich brauche?

MoPoCo #57 – „Folge aus der Praxis“ – Grenzen

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24 Minuten
Balance zwischen Freundschaft, Sexdates und NRE: Wie verteilst du Zeit fair? Sonja gibt konkrete Impulse für Balance und klare Kommunikation.

In dieser Praxisfolge geht es um die alltägliche Frage: Wer bekommt wann wie viel Zeit und Aufmerksamkeit? Anhand von drei häufigen Phänomenen – Freundschaft vs. Partnerschaft, Prioritäten rund um Sexdates und die Dynamik von NRE (New Relationship Energy) – lädt Sonja zu ehrlicher Reflexion, klarer Kommunikation und rücksichtsvollen Absprachen ein. Ziel: Balance finden, ohne sich selbst zu verlieren.

Themen dieser Folge:

Freundschaft vs. Partnerschaft: Warum Freundschaften ein tragendes Netzwerk sind – und was wir vom Jonglieren unserer Freundschaften auf Partnerschaften übertragen können

Sexdates und Prioritäten: Sexualität ist ein legitimes Bedürfnis und darf bei der Zeitplanung eine Rolle spielen – rücksichtsvoll und bewusst

NRE – New Relationship Energy: Auswirkungen auf Aufmerksamkeit, Zuverlässigkeit und Gruppendynamik im gesamten System

Absagen sind keine Beziehungsaussage: Warum Verschiebungen und Priorisierungen nicht automatisch bedeuten, dass jemand weniger wichtig ist

Transparenz frühzeitig leben: Höflichkeit vs. eigene Bedürfnisse, People‑Pleasing hinterfragen, den eigenen moralischen Kompass ernst nehmen

Ausnahmen vs. neue Regeln: Konsens halten, Stabilität schaffen – und sich selbst dabei nicht verlieren

Das Wichtigste in Kürze

Freundschaften sind Ressourcen für Stabilität und dürfen aktiv priorisiert werden. Und: Wer mehrere Freundschaften jonglieren kann, bringt schon Erfahrung für Beziehungsbalance mit.

Sex ist ein legitimes Bedürfnis und kann in der Zeitplanung berücksichtigt werden – offen, rücksichtsvoll, konsensual. Aber: Der Suchtfaktor darf reflektiert werden.

NRE kann das System durchwirbeln; Gefühle wie Neid oder Wehmut sind okay und brauchen Raum. NRE ist endlich – die stärkste Phase dauert meist nur wenige Wochen.

Absagen und Verschiebungen sind keine Beziehungsaussagen – frühes, transparentes Kommunizieren verhindert Missverständnisse.

Ausnahmen können hilfreich sein, sollten aber nicht inkonsentuell zur neuen Regel werden.

Nimm dich selbst ernst: Deine Bedürfnisse und dein moralischer Kompass dürfen sich von denen anderer unterscheiden.

Links & Ressourcen zur Folge:

Reddit-Sammlung: Zeitmanagement in Poly-Beziehungen – Beispiele aus der Praxis

Psychologie Heute: Freundschaft ist so wichtig wie die Liebe

Vorherige Folge: B wie Balance zwischen geliebten Menschen

Buchtipps:

Ole Liebl – Freunde lieben: Die Revolte in unseren engsten Beziehungen (Thalia, Amazon)

️ Neu im Team: Diese Folge wurde von Rena geschnitten – willkommen im Podcast-Team!

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29 Minuten
Fair teilen statt gleich verteilen: Zeit und Aufmerksamkeit für Sex, Verliebtsein, Romantik und Freundschaft – in mono wie poly. Bedürfnisgerecht denken lernen.

In dieser Folge schaut Sonja liebevoll-pragmatisch auf die Frage, wie du deine begrenzte Aufmerksamkeit zwischen verschiedenen Beziehungen verteilst – monogam wie polyamor. Sie entwirrt gesellschaftliche Skripte, unterscheidet die „Sogkräfte“ von Sex, Verliebtsein, Romantik und Freundschaft und zeigt, wie fair nicht „gleich“, sondern bedürfnisgerecht aussieht. Mit vielen alltagstauglichen Fragen, Ritualideen und Verhandlungstipps für flexible, ehrliche Absprachen.

Themen dieser Folge:

Warum Aufmerksamkeit das knappe Gut ist – Beziehungen im Netzwerk denken

Gesellschaftliche Skripte: „Nummer eins“, Hierarchien und unser Vergleichsreflex

Vier Aspekte im Vergleich: Sex, Verliebtsein, Romantik, Freundschaft – Funktionen, Rituale, Sog

Individuelle Prioritäten statt Universalrezepte: „Es kommt darauf an“

Praktisches Zeitmanagement: Allein, zu mehreren, Übernachtungen, eigene Freizeit

Nähe ohne Treffen: Asynchrone Verbindung und kleine Rituale im Alltag

Gefühle von Ausschluss einordnen: Gegenwartsanlass vs. alte Wunden

Ungleichgewichte akzeptieren und fair verhandeln: Win‑Win statt Dogma

Entscheidungen treffen: selbstfürsorglich und rücksichtsvoll, Erwartungen klären

Fazit: Aufmerksamkeit zählen, Vergleiche relativieren, flexibel neu justieren

Das Wichtigste in Kürze

Aufmerksamkeit ist die knappe Ressource, nicht Liebe.

Fairness heißt Bedürfnisgerechtigkeit – nicht identische Zeitverteilung.

Treffen-Häufigkeit ist keine Beziehungsaussage – äußere Umstände und individuelle Kapazitäten zählen.

Nähe lässt sich über Rituale und asynchrone Kommunikation stärken.

Skripte erkennen und hinterfragen – Lösungen individuell verhandeln.

Rücksichtsvoller Egoismus: eigene Bedürfnisse ernst nehmen und gleichzeitig die der anderen mitdenken.

Ausschlussgefühle prüfen: aktueller Anlass oder alte Verletzungen?

Bedürfnisse wandeln sich mit Phasen (z. B. Neuverliebtheit, Zyklen).

Links & Ressourcen zur Folge:

Zeitmanagement in Poly-Beziehungen: Reddit‑Sammlung mit Beispielen

Gesellschaftlicher Kontext zu Freundschaft: Psychologie Heute – „Freundschaft ist so wichtig wie die Liebe”

Chancengleichheit vs. Chancengerechtigkeit: Konzept nach Craig Froehle (Equality vs. Equity)

Buchtipps:

Ole Liebl – Freunde lieben: Die Revolte in unseren engsten Beziehungen. Autorenwelt

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1 Stunde 16 Minuten
Wie zeigt man eine polyamore Großfamilie der Welt – und warum schließt Elena ihren Kanal nach 5 Jahren?

In dieser Folge spricht Sonja mit Elena – Fotografin, Mutter von vier Kindern und Mitgründerin des Instagram-Kanals Happy Poly Family. Nach fünf Jahren schließt die Familie ihren Account. Elena blickt zurück: auf Anfänge ohne Vorbilder, auf ein Unicorn Quad, das sich verändert hat, auf Community-Momente, die bewegt haben – und auf alles, was sie über Sichtbarkeit, Einvernehmlichkeit und polyamores Familienleben gelernt hat.

Themen dieser Folge:

Happy Poly Family: Wie der Kanal vor fünf Jahren entstand – und warum er am 1. April 2026 geschlossen wird

Elenas Familienkonstellation: Drei Erwachsene, vier Kinder, drei Katzen und ein Hund in der Nähe von Mannheim

Vom Unicorn Quad zur heutigen Konstellation: Wie sich Beziehungsstrukturen im Laufe der Zeit verändert haben

Sichtbarkeitsarbeit: Motivation, Wirkung und das, was eine Community daraus machen kann

Einvernehmlichkeit in der Praxis: Kommunikation, Grenzen benennen und in Baby-Steps vorgehen

Hate Mail und Online-Kritik: Was Elena im Umgang mit Anfeindungen gelernt hat

Polyamorie und Feminismus: Entscheidungsfreiheit als verbindender Kern

Kinderbücher zu Vielfalt: Drei Empfehlungen von Elena für diverse Familienmodelle

Das Wichtigste in Kürze:

Sichtbarkeit normalisiert: Polyamore Familien sind nicht abgefahren oder komisch – sie sind einfach Familien.

Beziehungen sind Gärten, keine Matheaufgaben: Verschiedene Verbindungen brauchen unterschiedliche Dinge, und das ist gut so.

Einvernehmlichkeit braucht Kommunikation, Baby-Steps und den Mut, die eigenen Grenzen überhaupt erst zu kennen.

Nicht jede Meinung im Internet ist eine relevante – und man muss auch nicht auf alles antworten.

Jede Beziehung ist nur so gut wie das Netzwerk, das sie trägt: Externe Perspektiven und Unterstützung sind keine Schwäche, sondern Stärke.

Bücher & Literatur

LESBE wird großgeschrieben – Foto-/Textband, Fotos von Elena Barba, MUC Verlag – muc-verlag.de

Das Ende des Romantik-Diktats – Andrea Newerla

Ach, das ist Familie?! – Britta Kiwit & Emily Claire Völker, EMF Verlag – avalino.shop | emf-verlag.de

Kinderbuch über Familienvielfalt von Avalino Diversity (@avalino.diversity).

WUNDER – Clara Eröd-Danzinger – Interview & Info

Welche Farbe hat die Liebe? (A Color Named Love) – Mariana Ellery, Alibri Verlag – alibri.de | Thalia

Muckdiwupp – Auf nach Pifo – Saskia Michalski / Die Michalskis – muckdiwupp.de

Webseiten, Tools & Apps

Elena F. Barba – Fotoatelier – elenabarba.de

Beruflicher Webauftritt der Gästin als Fotografin – Fokus auf Selbstwert, Selbstbild und persönliche Stimme.

Sonjas Poly-Glossar

JoyClub – joyclub.de

️ Podcasts & Medien

Couple Of – Iris Gavric & Matthias Renger – couple-of.podigee.io

Polysophie – Folge 10: Mononormativität – polysophie.info

Organisationen & Netzwerke

Empowerment Fotografie - Instagram @elenabarba_photo

Elenas beruflicher Kanal mit vielen berührenden Posts: "Ich wollte mich sehen. Nicht nur irgendeine Version von mir, die "gut aussieht". Sondern mich." (6. April 2026)

Queer-Poly-Stammtisch Mannheim – Instagram-Post

Von Elena gegründet, heute im QZM beheimatet – offener Treffpunkt für polyamore und queere Menschen in der Region Mannheim.

Queeres Zentrum Mannheim (QZM) – qzm-rn.de

Beherbergt heute den Queer-Poly-Stammtisch Mannheim.

MUC Verlag – muc-verlag.de

Verlag von „LESBE wird großgeschrieben".

Verwandte MoPoCo-Folgen zum Weiterhören:

#22 – E wie Einvernehmlichkeit

#42 – F wie Feminismus

#51 – H wie Hierarchie | #89 H wie Hierarchie (Gleichwertigkeit)

#71 – Interview: Dirk – Neurodivergenz

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33 Minuten
Das Wheel of Consent hilft dir, Berührungen bewusster zu erleben und klarer zu verhandeln – für mehr Genuss und bessere Grenzen.

In dieser Folge erklärt Sonja das Wheel of Consent (Konsentrad) von Betty Martin – ein Modell, das alle Berührungen in vier Quadranten einteilt: Dienen, Nehmen, Empfangen und Erlauben. Du erfährst, warum es bei jeder Berührung immer um zwei Dinge geht – Genuss und Grenzen – und wie dir dieses Wissen hilft, klarer zu verhandeln und dich selbst besser zu spüren. Außerdem stellt Sonja dir praktische Übungen vor, die du direkt ausprobieren kannst.

Themen dieser Folge:

Was ist Einvernehmen? Warum ein enthusiastisches Ja nicht immer nötig ist – und was stattdessen hilft

Das Wheel of Consent: Die vier Quadranten Dienen, Nehmen, Empfangen und Erlauben verständlich erklärt

Genuss vs. Grenzen: Warum es auf der rechten Seite des Rads um Pleasure geht und auf der linken um den Schutz eigener Grenzen

Reaktionsfetischismus: Was passiert, wenn beide nur für die Reaktion der anderen Person handeln

Sexualität und Berührung: Wie das Modell hilft, unterschiedliche Vorlieben zu verhandeln – z. B. beim Thema Oralsex

Machtungleichheiten: Wie verbale, körperliche, soziale und gefühlte Statusunterschiede Berührungen beeinflussen

Nein sagen üben: Warum das ein zentrales Ziel des Wheel of Consent ist und wie Workshops das trainieren

Selbstreflexion in vier Schritten: Wahrnehmen, ernst nehmen, wertschätzen, kommunizieren – ein Viererschritt für bessere Verhandlungen

Das Drei-Minuten-Spiel: Eine Übung mit Händestreicheln, bei der Genuss und Grenzen bewusst getrennt werden

Puppe spielen: Eine Übung, bei der eine Person den Körper der anderen für den eigenen Genuss berührt – und die andere ausschließlich auf ihre Grenzen achtet

Das Wichtigste in Kürze:

Jede Berührung hat mehrere Aspekte: Wer handelt? Für wen ist es? Geht es um Genuss oder um Grenzen?

Aktiv sein heißt nicht immer schenken – und passiv sein heißt nicht immer beschenkt werden.

Auf der linken Seite des Rads geht es darum, freien Herzens zu erlauben statt zu erleiden.

Sich Genuss zu erlauben – auch wenn eine Handlung eigentlich für die andere Person ist – ist kein Egoismus.

Das Wheel of Consent ist ein Tool wie die gewaltfreie Kommunikation: Es stärkt Verhandlungskompetenz weit über Berührungen hinaus.

Links & Ressourcen zur Folge:

Betty Martin: Erfinderin des Wheel of Consent – auf ihrer Website findest du das Modell, Erklärungen und die Anleitung zum Drei-Minuten-Spiel

Judith Salamander: Wheel-of-Consent-Trainerin, bei der Sonja einen Workshop besucht hat – hier findest du ihr Profil

Aufruf:

Du kennst einen Podcast, in dem Sonja oder jemand aus dem MoPoCo-Team als Interviewgast gut reinpassen würde? Dann schlag uns dort vor oder gib uns den Tipp – wir freuen uns über jede Möglichkeit, neue Hörende zu erreichen!

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1 Stunde 15 Minuten
Monogam, promisk oder doch was dazwischen? Friederike Kleinknecht nimmt uns mit in Biologie, Evolution und die Ursprünge unserer Beziehungsformen.

Sonja spricht mit ihrer Kollegin und Paarberaterin Friederike Kleinknecht über die Frage, was Biologie, Evolution und Anthropologie uns über unsere natürlichen Beziehungsformen verraten. Ein langer, tiefer Ausflug in die Wissenschaft – mit überraschenden Antworten und vielen Aha-Momenten.

Themen dieser Folge

Die drei Naturen des Menschen: biologische (Gene/Evolution), kulturelle (Erlerntes) und individuelle Natur (Verstand, Reflexion) – und warum alle drei unsere Beziehungsform prägen

Körperliche Merkmale als Hinweise: Was Geschlechtsdimorphismus, Hodengröße, verdeckter Eisprung und Libido über unsere evolutionäre Grundausrichtung verraten

Funktionen von Sex – von Fortpflanzung über Allianzen und Kinderschutz bis hin zu Bindung und Lust (spoiler: es gibt 237 davon)

Monogamie als Erfindung des Patriarchats: Wie Sesshaftigkeit, Privatbesitz und Erbfragen zur erzwungenen sexuellen Exklusivität – vor allem der Frauen – geführt haben

Drei Modelle im Spannungsfeld: offizielle Monogamie, heimliches Fremdgehen, einvernehmliche Nichtmonogamie – und welchen Preis jedes kostet

Feminismus und Beziehungsform: Warum die Frage nach unserer „natürlichen" Sexualität nicht ohne weibliche Autonomie zu beantworten ist

Das Wichtigste in Kürze

Es gibt keine eine richtige Beziehungsform – weder biologisch noch kulturell noch individuell.

Körperliche Merkmale deuten auf eine promiske Grundausrichtung unserer Spezies hin, mit einer Tendenz zu emotionaler Paarbindung.

Monogamie im klassischen Sinn ist keine biologische Naturkonstante, sondern ein kulturelles Konstrukt – entstanden mit Sesshaftigkeit, Privatbesitz und Patriarchat.

In uns leben widersprüchliche Bedürfnisse: Bindung und Sicherheit einerseits, Neugier und sexuelle Vielfalt andererseits. Alle Beziehungsmodelle sind Versuche, sich in diesem Spannungsfeld zu positionieren.

Wie wir leben wollen, hängt von allen drei Naturen ab – und darf sich im Laufe des Lebens verändern.

Links & Ressourcen zur Folge

Fridas Homepage: neue-lust-leben.jetzt

Fridas Instagram: @neue_lust_leben

Erwähnter Vortrag im Joyclub: joyclub.de/mediathek/detail/1617.html

Literaturempfehlungen

Sex. Die wahre Geschichte (2016) – Christopher Ryan / Cacilda Jethá

Female Choice (2021) – Meike Stoverock

Die Wahrheit über Eva (2020) – Carel van Schaik / Kai Michel

Mutter Natur (2000) – Sarah Blaffer Hrdy

Anatomie der Liebe (1995) – Helen Fisher

Treue ist auch keine Lösung (2014) – Holger Lendt / Lisa Fischbach

Radikale Zärtlichkeit (2021) – Şeyda Kurt

Happy End (2024) – Jana Scherle

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