Podcaster
Episoden
10.02.2026
42 Minuten
Was passiert, wenn die klassische Agilität nicht mehr reicht?
Wenn ein Team merkt: Da geht noch mehr – in Klarheit,
Verantwortung und Wirksamkeit? In dieser Folge nehmen wir euch
mit zu Multivac, einem international tätigen
Technologieunternehmen, das den Mut hatte, seine eigene
Organisation radikal zu hinterfragen. Wir sprechen über
den Weg von agilen Teams hin zu einer konsequent
nutzerzentrierten Struktur, über neu geschnittene Rollen,
verteilte Führung bzw. Verantwortung. Das Highlight:
Self‑Selection als Katalysator für Ownership.
Vielleicht sind das die spannendsten Teile von Transformationen:
der Übergang von "über mich wird bestimmt" hin zu "ich darf
meinen Arbeitsfokus und meine Team-Zugehörigkeit selbst wählen".
Ein ehrlicher Praxisbericht über Selbstorganisation jenseits von
Buzzwords: mit echten Zweifeln, schlaflosen Nächten,
überraschenden Entscheidungen und vielen Learnings für alle, die
Organisationen nicht nur verwalten, sondern gestalten wollen.
Über den Interviewpartner
Simon Grotz ist Agiler Coach und Scrum Master bei Multivac. Vom
Softwareentwickler kommend begleitet er heute auf dem Weg zu mehr
Selbstorganisation, klaren Rollen und moderner Führung – mit viel
Praxisnähe und einem starken Menschenbild.
Über das Unternehmen
Multivac ist ein weltweit agierendes Technologie- und
Maschinenbauunternehmen mit Hauptsitz in
Wolfertschwenden im Allgäu (Deutschland). Das Familienunternehmen
beschäftigt rund 7'500 Mitarbeitende und gilt
als Hidden Champion für Verpackungs‑ und Verarbeitungslösungen in
den Bereichen Food, Medical, Pharma und Industrie. Multivac hat
früh eine eigenständige Einheit für Digitale Produkte
& Transformation aufgebaut. Diese Einheit dient
nicht nur der Digitalisierung von Maschinen und Services, sondern
auch als Experimentierfeld für neue Formen von
Zusammenarbeit und Führung.
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12.01.2026
1 Stunde 3 Minuten
Was passiert, wenn eine soziale Organisation
Verantwortung konsequent verteilt und Menschen befähigt, wirklich
mitzugestalten?Im Gespräch mit Thomas Schwendener geht
es um den Weg von obvita hin zu einer soziokratischen
Kreisorganisation – über Sinn, Rollen, Befähigung und die Frage,
wie Selbstorganisation in einem komplexen sozialen Umfeld
lebendig wird. Ein ehrlicher Einblick in Transformation, die
nicht perfekt sein will, sondern wirksam.
Über meinen Interviewpartner Thomas Schwendener
ist Organisationsentwickler mit Schwerpunkt auf Prozessqualität,
Kulturwandel und Selbstorganisation. Sein beruflicher Weg führte
ihn bewusst durch unterschiedliche Systeme, von der
internationalen Logistik über die Luxushotellerie bis hin zur
sozialen Arbeit. Diese Vielfalt prägt seine heutige Arbeitsweise:
analytisch präzise, methodisch fundiert und gleichzeitig
menschenorientiert.
Von 2005 bis 2007 war er in Dublin (IRL) als Business Process
Coordinator tätig, wo er Geschäftsprozesse analysierte und
optimierte. Zurück in der Schweiz wirkte er als Teilprojektleiter
beim Aufbau einer Logistikzentrale im Raum Zürich und leitete
anschliessend Projekte im Lean Management und Six Sigma. Mithilfe
der DMAIC-Methode realisierte er dabei messbare
Effizienzsteigerungen.
2015 wechselte er in die Luxushotellerie und übernahm als
Qualitäts- und Prozessmanager die Weiterentwicklung des
Qualitäts- und Prozessmanagements, die Umsetzung
datenschutzrelevanter Standards sowie die Leitung eines
umfassenden Digitalisierungsprojekts. Parallel begleitete er
Veränderungen in verschiedenen Bereichen und schärfte sein
Verständnis für Organisationskultur in anspruchsvollen
Dienstleistungssystemen.
Seit 2021 ist er Organisationsentwickler bei obvita. Dort leitet
er strukturelle und kulturelle Entwicklungsprojekte und gestaltet
den Aufbau einer wertebasierten, selbstorganisierten
Organisationskultur. Seine Arbeit verbindet systemisches Denken,
klares Rollenverständnis und echte Partizipation.
Seit 2022 ist er zudem in der Lehre tätig: dies als Lehrperson an
der SWS Winterthur im Lehrgang «Leadership SVF» und seit 2024 als
Lehrbeauftragter an der OST – Ostschweizer Fachhochschule, wo er
Inhalte zu Strategieentwicklung, Projektmanagement und
Changemanagement vermittelt.
Über das Unternehmen obvita ist eine der
traditionsreichsten Behindertenorganisationen der Ostschweiz und
verfolgt die Vision, Menschen mit Sehbehinderungen, psychischen
oder kognitiven Beeinträchtigungen sowie Personen in beruflichen
Übergangsphasen ein selbstbestimmtes, eigenständiges und
erfülltes Leben zu ermöglichen.
Als breit aufgestellte soziale Institution bietet obvita
Abklärung, Beratung, Ausbildung, berufliche Integration,
vielfältige Arbeitswelten sowie Wohn- und Betreuungsangebote für
Jugendliche, Erwachsene und Seniorinnen und Senioren an. Die
Angebote schaffen Räume für Teilhabe, Entwicklung und ein Leben
mit mehr Selbstbestimmung. Dies in einer Organisation, die sich
kontinuierlich weiterentwickelt.
Seit 2017 geht obvita zudem einen klaren Weg in Richtung
Selbstorganisation. Die Organisationskultur wird seither in einem
iterativen Prozess weiterentwickelt, mit dem Ziel, Verantwortung
breiter zu verteilen, Mitgestaltung zu ermöglichen und die
Qualität der Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken.
The post #62 Selbstorganisation mit Sinn – wie obvita
Verantwortung neu verteilt mit Thomas Schwendener appeared first
on Zukunftspioniere der Arbeitswelt.
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10.11.2025
1 Stunde 42 Minuten
Wie verändert Soziokratie den Klinikalltag und das
Verständnis von Führung?Kathrin Hillewerth,
Co-Klinikleiterin Chirurgie am Spital Zollikerberg, spricht über
den Weg hin zu soziokratischen Strukturen, über Vertrauen,
Mitbestimmung und die Kunst, in einem hochkomplexen Umfeld
Orientierung zu geben.
Ein ehrlicher Einblick in Führung, Verantwortung und Wandel im
Gesundheitswesen.
Über meine InterviewpartnerinKathrin Hillewerth
ist Co-Klinikleiterin der Klinik für Chirurgie am Spital
Zollikerberg, eine Funktion, die sie seit 2010 gemeinsam mit
einem ärztlichen Kollegen wahrnimmt. Sie verbindet fundierte
Pflegeexpertise mit langjähriger Führungserfahrung und einer
ausgeprägten ethischen Haltung: Als Co-Leiterin des Ethik-Forums
der Gesundheitswelt Zollikerberg prägt sie seit gut 20 Jahren die
werteorientierte Entscheidungsfindung im Haus.
Mit einem Master of Science in Nursing und einem MAS in Ethischer
Entscheidungsfindung in Organisationen und Gesellschaft bringt
sie wissenschaftliche Tiefe ebenso ein wie gelebte Praxis.Seit
2019 begleitet sie die Einführung soziokratischer Kreisstrukturen
in der Klinik für Chirurgie mit dem Ziel, Verantwortung breiter
zu verteilen, Mitbestimmung zu stärken und die Qualität der
Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.
Über das UnternehmenDas Spital Zollikerberg ist
Teil der Gesundheitswelt Zollikerberg der Stiftung Diakoniewerk
Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule.Als privates
Akutspital mit öffentlichem Leistungsauftrag des Kantons Zürich
steht es für moderne Medizin, menschliche Pflege und
wertebasierte Gesundheitsarbeit.
Mit 173 Betten, jährlich rund 11'000 stationären und 70'000
ambulanten Behandlungen sowie etwa 2'000 Geburten zählt das
Spital zu den bedeutenden Gesundheitseinrichtungen der Region.
Die Klinik für Chirurgie ist eines der zentralen
Leistungszentren: Über 1'500 stationäre Eingriffe und 6'000
Notfallbehandlungen pro Jahr bilden ein breites Spektrum von
Allgemeinchirurgie, Orthopädie, Wirbelsäulen- und Gynäkologie
ab.Besonders bemerkenswert: Seit 2019 arbeitet die Klinik für
Chirurgie mit soziokratischen Kreisstrukturen, ein Modell, das
Zusammenarbeit, Mitbestimmung und gemeinsame Verantwortung im
Klinikalltag neu gestaltet.
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02.11.2025
59 Minuten
Was braucht Führung, wenn sich alles ständig
verändert?Anne Sendatzki teilt ihre Erfahrungen aus der
Organisationsentwicklung und spricht über Klarheit, Mut und die
Balance zwischen Struktur und Menschlichkeit.
Ein inspirierendes Gespräch für alle, die in unruhigen Zeiten
Orientierung geben und Neues wagen möchten.
Über meine GesprächspartnerinAnne Sendatzki ist
erfahrene Strategin, Organisationsentwicklerin und
systemisch-integrative Coach. Nach prägenden Stationen im HR und
in der Organisationsentwicklung von zwei Start-ups – eines im
Bereich grüner Wasserstoff (GP Joule Gruppe), das andere mit
Fokus auf Nachhaltigkeits-Software (leadity) – sowie fünf Jahren
in der Unternehmensberatung (mgm consulting partners), bringt sie
heute mehr als 15 Jahre Erfahrung in Strategiearbeit, Change
Management und agilem Organisationsaufbau in FREIRAUM
Coaching ein.
Ihre Leidenschaft gilt der Frage, wie Organisationen gestaltet
sein müssen, damit Menschen ihr Potenzial entfalten,
Verantwortung übernehmen und Wandel gelingen kann. Als
Architektin komplexer, agiler Strukturen verbindet sie
strategisches Denken mit tiefem Verständnis für menschliche
Dynamiken in Veränderungsprozessen.
Mit einer starken Methoden- und Prozesskompetenz in Strategie-
und Business Development, HR-Management, Personalentwicklung und
Change begleitet sie Unternehmen – vom Start-up bis zum Konzern –
sowie Teams aller Ebenen auf ihrem Weg zu mehr Wirksamkeit und
Selbstorganisation.Anne Sendatzki verfügt über einen MBA in
Communication & Leadership und ist ausgebildete
systemisch-integrative Coach.
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27.05.2025
1 Stunde 8 Minuten
Was passiert, wenn der CEO nicht mehr der Chef
ist? Daniel Aebersold erzählt die beeindruckende
Geschichte von Nexplore: vom organisatorischen Flaschenhals zur
lernenden Organisation mit Holacracy, klaren Rollen und ganz viel
Menschlichkeit.
Ein ehrlicher Einblick in Selbstorganisation, Verantwortung und
die Kunst, Kontrolle abzugeben. Für alle, die Führung neu denken
und bereit sind, sich selbst zu verändern.
Über meinen Gesprächspartner Daniel «Dänu»
Aebersold ist Co-Lead Strategie und Vizepräsident des
Verwaltungsrates der Nexplore AG. Er prägt seit über 20 Jahren
die Entwicklung der Nexplore AG und treibt die digitale
Transformation ihrer Kunden voran. Seine Leidenschaft gilt der
Frage, wie Organisationen gestaltet sein müssen, damit Menschen
Verantwortung übernehmen, wirksam zusammenarbeiten und Innovation
möglich wird. Aus dieser Überzeugung hat er die Entwicklung von
Nexplore hin zu einer selbstorganisierten, lernenden Organisation
entscheidend mitgestaltet, aus der in den letzten Jahren eine
bemerkenswerte Innovationskraft entstanden ist. Diese zeigt sich
unter anderem in der Einführung von Lösungen wie
Cloud-Engineering, Künstlicher Intelligenz und Employee
Experience. Neben seiner Rolle bei Nexplore ist er als Referent
im «CAS Verwaltungsrat» der Rochester-Bern Executive Programs
aktiv. Daniel Aebersold verfügt über Abschlüsse in Maschinenbau,
IT und General Management.
Über das Unternehmen Nexplore AG ist Ihre
kompetente Partnerin für die Digitalisierung von Arbeitsplätzen
und Geschäftsprozessen mit Fokus auf Microsoft-Technologien. Seit
über 25 Jahren begleitet Nexplore Unternehmen und öffentliche
Verwaltungen auf ihrem Weg in die digitale Zukunft – mit
ganzheitlicher Digitalisierungsberatung, praxiserprobter Methodik
und viel Herzblut. Das Angebot reicht von Modern Workplace über
CRM- und Geschäftsanwendungen bis hin zu Cloud Engineering, Data
& AI sowie individueller Softwareentwicklung.
Mit über 150 Mitarbeitenden und vier Standorten in der
Deutschschweiz realisiert Nexplore zukunftsfähige Lösungen,
selbstorganisiert nach Holacracy und geprägt von einer
menschenzentrierten, innovationsfördernden Kultur.
The post #59 Holokratie statt Chef: Wie Nexplore Hierarchie
radikal neu gedacht hat mit Daniel Aebersold appeared first on
Zukunftspioniere der Arbeitswelt.
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Über diesen Podcast
Wir, das sind Ralf Metz und Daniela Dollinger, stellen regelmässig
Menschen aus Organisationen vor, die mutig als Pionier die
Arbeitswelt verändern. Denn wir sind davon überzeugt, dass bereits
heute in vielen Organisationen die Veränderung der Arbeitswelt
geschieht. Mal sind es Veränderungen im Kleinen, mal im Grossen.
Dennoch haben diese alle eins gemein: Sie inspirieren und machen
Mut. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, findet dies auf
unserer Webseite.
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Zürich
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