Podcaster
Episoden
10.02.2026
31 Minuten
Befürchten Sie, dass ein Diebstahl innerhalb des Unternehmens
stattgefunden hat? Verdächtigen Sie eine Mitarbeiterin, dass sie
den ganzen Tag eher im Internet surft, anstatt zu arbeiten? Haben
Sie Anhaltspunkte dafür, dass Ihre Servicemonteure mit dem
Geschäftsauto öfters zur nahgelegenen Beiz fahren, anstelle
Kundentermine wahrzunehmen? In all diesen Fällen wäre doch eine
Überwachung des Arbeitnehmers verlockend. Via Videokamera, Spyware,
die Montage von GPS-Geräten im Firmenauto oder
E-Mail-Durchsuchungsprogramme könnte hier schnell Klarheit
geschaffen werden. Aber Achtung: Aus rechtlicher Sicht lauern bei
der Überwachung von Mitarbeitenden viele Fallstricke. Nicht in
allen Fällen ist eine Überwachung zulässig. Zahlreiche Brennpunkte
stehen im Vordergrund: Wo liegen die Grenzen der Überwachung?
Braucht es hierfür eine vorgängige Einwilligung der
Arbeitnehmenden? Sind rechtswidrig beschaffte Beweismittel
verwertbar, z.B. um eine Entlassung zu begründen? Wie kann sich ein
Arbeitnehmer gegen unzulässige Überwachungsmethoden wehren? Im
Podcast Arbeitsrecht Inside spricht Prof. Dr. Roger Rudolph mit RA
MLaw Milena Ragaz über die häufig umstrittene Zulässigkeit von
Überwachungsmassnahmen, den Spagat zwischen Persönlichkeitsschutz
und Datenschutz und die gegenläufigen Interessen von
Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmern. Dabei wird der Fokus auf
praktische Aspekte der Überwachung von Arbeitnehmern gelegt.
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05.01.2026
31 Minuten
Auch im Jahr 2025 sind auf nationaler und kantonaler Ebene
zahlreiche spannende, überraschende und relevante Urteile im
arbeitsrechtlichen Kontext gefällt worden. Diese picken wir heraus
in dieser Folge von «Arbeitsrecht Inside». Konkret sprechen wir
über einen Haftungsfall rund um einen ehemaligen CEO eines
Finanzunternehmens, einen Kantonspolizisten, der seine Ferien
absagen musste und deswegen die Arbeitgeberin auf Schadenersatz
einklagte und über einen Verkehrsunfall, welcher von einem
alkoholisierten Mitarbeiter verursacht wurde und die damit
verbundene Frage nach der Lohnfortzahlung. Ebenfalls beleuchtet
wird das Ausstellen von Zeugnissen, ob eine Berichtigungspflicht
besteht und innert welcher Frist Referenzauskünfte zu erteilen
sind. Auch die drohenden finanziellen Folgen bei
Aufhebungsverträgen und der arbeitsrechtliche Klassiker – das
Konkurrenzverbot – werden besprochen. Im Podcast «Arbeitsrecht
Inside» diskutiert Prof. Dr. Roger Rudolph von der Universität
Zürich mit RA MLaw Milena Ragaz über ein Potpourri von knackigen
Urteilen aus dem Jahr 2025.
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12.12.2025
41 Minuten
Religion am Arbeitsplatz: Es ist ein heikles Thema, welches immer
wieder zu herausfordernden Situationen führt. Ist es erlaubt, am
Arbeitsplatz ein Kopftuch zu tragen? Darf ein Mitarbeiter tagsüber
beten oder fasten? Wie soll eine Arbeitgeberin mit dem Thema
Religion umgehen? Zunächst ist die Frage zu klären, ob und
inwiefern die Religionsfreiheit, die in der Bundesverfassung
verankert ist, auch auf privatrechtliche Arbeitsverhältnisse
anzuwenden ist. Oder anders formuliert: Kann sich eine
Mitarbeiterin direkt auf die Religionsfreiheit berufen? Zudem wird
besprochen, was denn überhaupt alles unter den Begriff der
Religionsfreiheit fällt und ob beispielsweise auch Gesinnungen oder
Weltanschauungen vom Schutzbereich erfasst sind. Aus
arbeitsrechtlicher Sicht ist auch zu klären, ob eine Arbeitgeberin
aus der Fürsorgepflicht heraus verpflichtet ist, Vorkehrungen für
religiöse Praktiken zu treffen. Darunter fällt beispielsweise das
zur Verfügung stellen eines Gebetsraums oder die Erlaubnis, während
der Arbeitszeit zu beten. Prof. Dr. Roger Rudolph und RA MLaw
Milena Ragaz diskutieren über die wichtigsten Punkte rund um
Religion am Arbeitsplatz. So wird beispielsweise thematisiert, ob
die Arbeitnehmerin bei der Anbahnung des Arbeitsverhältnisses ihre
Religion offenlegen muss. Spannend ist auch die Frage, wie am
Arbeitsplatz aus rechtlicher Sicht mit religiösen Kleidungen und
Symbolen umgegangen werden muss. Zudem stellt sich die Frage, wie
die gewünschten Vorgehensweisen arbeitsrechtlich richtig umgesetzt
werden. Reicht die Vorgabe von Weisungen in einem Kleiderreglement?
Und was passiert, wenn diese Vorschriften seitens der
Arbeitnehmerin nicht eingehalten werden? Wäre sogar eine Kündigung
rechtens? Diese und viele weitere Fragen werden im Podcast
«Arbeitsrecht Inside» beleuchtet.
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12.11.2025
40 Minuten
Wenn die Arbeitgeberin einen Mitarbeiter sofort loswerden will,
scheint das Mittel der sog. fristlosen Entlassung attraktiv, ja
geradezu verlockend zu sein. Ab sofort muss kein Lohn mehr bezahlt
werden und der Mitarbeiter muss das Unternehmen auf der Stelle
verlassen. Perfekt. Aber Achtung: der Schein trügt. Bei der
fristlosen Entlassung lauern viele Fallstricke und wenn nicht
korrekt vorgegangen wird, dann sind Rechtsstreitigkeiten
vorprogrammiert und dem Unternehmen drohen hohe Folgekosten. Zu
beachten ist auch, dass die Voraussetzungen für eine fristlose
Entlassung streng sind. So muss nach dem Gesetz primär ein
«wichtiger Grund» vorliegen. Aber was ist das genau? Und wo liegt
die Schwelle zu «wichtig»? Darf die Arbeitgeberin ihre
Mitarbeiterin beispielsweise fristlos entlassen, weil sie mit deren
Arbeitsleistung nicht zufrieden ist? Weiter ist das Unternehmen an
strikte Reaktionsfristen gebunden. Zwischen dem Vorfall und der
fristlosen Entlassung dürfen in der Regel nicht mehr als 2-3
Arbeitstage vergehen. Es ist also ein rasches Vorgehen geboten. Was
hat dies für Auswirkungen auf die Kündigung und was passiert, wenn
diese Frist verpasst wird? Schliesslich diskutieren Prof. Dr. Roger
Rudolph und RA MLaw Milena Ragaz auch über die möglichen Folgen von
fristlosen Entlassungen. Mit welchen rechtlichen Schritten muss die
Arbeitgeberin seitens der Mitarbeiterin rechnen? Was geschieht mit
dem Bonus und dem 13. Monatslohn der fristlos entlassenen
Mitarbeiterin? Darf die fristlose Entlassung im Arbeitszeugnis
erwähnt werden? All diese Fragen werden im Podcast «Arbeitsrecht
Inside» von Prof. Dr. Roger Rudolph beantwortet.
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07.10.2025
30 Minuten
Sowohl für die betroffenen Arbeitnehmenden wie auch für die
Unternehmen ist die Diagnose «Burnout» eine sehr belastende
Situation. Sofort stellen sich viele relevante Fragen auf allen
Seiten. Aber was ist rechtlich relevant? Aus Sicht der
Arbeitnehmenden ist zunächst unklar, ob und vor allem wann und wie
die Diagnose «Burnout» der Arbeitgeberin mitzuteilen ist. Gibt es
aus rechtlicher Sicht eine Mitteilungspflicht? Falls ja: muss die
konkrete Diagnose «Burnout» mitgeteilt werden oder reicht es, dass
die Arbeitgeberin über eine «Krankheit» informiert wird? Im Fall
einer Krankschreibung stellt sich weiter die Frage, was dies
konkret aus arbeitsrechtlicher Sicht bedeutet und ob der
Arbeitnehmer zum Beispiel trotzdem in die Ferien reisen darf, um
sich im Ausland zu erholen. Ebenfalls thematisiert werden die
Zulässigkeit einer Rückstufung von der Führungs- auf die reguläre
Mitarbeiterebene und die potentielle Erwähnung eines «Burnouts» im
Arbeitszeugnis. Aus Sicht der Arbeitgeberin ist vor allem relevant,
ob sie im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht auch eine spezifische
Handlungspflicht im Umgang mit von Burnout erkrankten
Mitarbeitenden trifft. Interessant ist aus rechtlicher Sicht
ebenfalls, ob die Arbeitgeberin eine Pflicht zur Prävention von
Burnouts trifft und ob sie nach einer erfolgten Krankheit haftbar
gemacht werden kann. Auch stellt sich die Frage, ob einem
erkrankten Mitarbeitenden gekündigt werden kann und wie es um den
zeitlichen Kündigungsschutz bzw. die Sperrfristen steht. Im Podcast
«Arbeitsrecht Inside» diskutiert Prof. Dr. Roger Rudolph von der
Universität Zürich mit RA MLaw Milena Ragaz über die Diagnose
Burnout und die rechtlichen Folgen für Arbeitnehmer- und
Arbeitgeberinnen.
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Über diesen Podcast
«Arbeitsrecht Inside» - alles rund ums Arbeitsrecht. Professor
Roger Rudolph von der Universität Zürich gibt einfache Antworten
auf praktische Fragen aus dem Arbeitsalltag. Er beleuchtet zudem
aktuelle Entwicklungen, ordnet sie rechtlich ein und tut dies mit
einer Prise Humor.
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