Da kam das Wort des Herrn zu mir
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vor 1 Jahr
Beim Propheten Elia im Alten Testament hat es mich beeindruckt.
Es heißt dort mehrmals:“ Da kam das Wort des Herrn zu Elia.“ Wie
geht das? Habe ich das auch schon erlebt, dass das Wort des Herrn
zu mir kam? Wir sehnen uns danach, wir warten darauf, wir
brauchen dieses Wort so dringend. Manchmal als Wegweisung,
manchmal als Trost und Hilfe, um durch die Krisentunnel unseres
Lebens hindurchzukommen. Wir wünschen uns oft so sehr, dass ein
Wort von Gott uns erreicht und dass wir von der Ewigkeit berührt
werden.
Manchmal kommt dieses Wort dann so ganz anders als ich es
erwartet hätte. Ich erinnere mich gut, dass ich mit kleinen
Kindern in äußerster Not zu Gott geschrien habe. Unser Vermieter
hatte uns den Garten verboten und wir wohnten an einer
vielbefahrenen Straße. Gott, was sagst Du zu dieser
Ungerechtigkeit??? Die Antwort kam prompt und ich wusste auch
sofort, dass diese Antwort nicht von mir selbst kam: “Du sollst
nicht trachten nach deines Nächsten Haus noch was sein ist…“
Erstaunlich war und ist, dass ich ab diesem Augenblick mit großem
Frieden täglich viele Stunden auf dem Spielplatz verbracht habe.
Es war OK.
Vor einigen Tagen waren wir in einer evangelischen Messe. Ein
Gottesdienst mit vielen liturgischen Elementen und nach nahezu
zwei Stunden kam dann das Abendmahl. Die Frage war: Wo fühlst du
dich schuldig. Im selben Augenblick wusste ich es. In mir
war: “Du hast ein hartes Herz.“
Ja, so ist es. Im Umgang mit meiner hochbetagten Mutter
fühle ich es sehr oft. Der Heilige Geist redet Klartext. Es ist
so, ich bekenne es und kann nur bitten: Gib mir ein weicheres
Herz. Wie gut tut dann der Freispruch, die Zusage der Vergebung.
Ich darf sein mit meiner Unzulänglichkeit und muss mich nicht
erklären.
Wenn das Wort Gottes zu mir kommt, ist es oft anders als
ich es mir vorgestellt habe oder wünschen würde. Aber es trifft
mich genau an meinem Punkt. Punktgenau. Es ist, wie Gott es
selbst zu Jeremia in Kapitel 23 sagte: “Ist mein Wort nicht wie
ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt?“ Und dann
auch wieder so sanft, wie bei Petrus als Jesus ihn fragt: “Petrus
liebst du mich?“ Es ist immer so, dass es mich in meinem
Innersten trifft, in meinem Herzraum. Wie gut, dass es solche
Risse und Ritzen gibt in unserer harten Rüstung, wo das Wort
Gottes hindurch kommen kann.
Ihre und eure Traudel Krause
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