Was fördert die Gemeinde?
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Beschreibung
vor 1 Jahr
Wir sind stark herausgefordert, weil sich alles sehr schnell
verändert. Neue Werte und Lebensformen entstehen immer schneller,
kulturelle Einflüsse vermischen sich. Wie positionieren wir uns
als Christen?
Das Faszinierende ist, dass die gleiche Fragestellung bereits die
ersten Gemeinden umgetrieben hat.
Paulus widmet sich in seinen Briefen an vielen Stellen diesen
Fragen und versucht Hilfestellungen zu geben. Im ersten
Korintherbrief (Kapitel 9ff) geht er auf einige konkrete Punkte
ein.
Interessant ist der Maßstab, den er anlegt:
Das Ziel ist möglichst viele für Christus zu gewinnen. (1. Kor
9,20). Deshalb schreibt Paulus, dass er wie einer aus der Gruppe
geworden ist, in der er gerade gelebt hat. Bei
ihm z.B. Juden, Griechen, Glaubensferne oder Menschen, deren
Glauben schwach ist. Zu werden, wie einer aus der Gruppe bedeutet
aber nicht, dass er seine innere Einstellung ändert. D.h. er
hielt sich an die Regeln, die die jeweilige Gruppe für sich
definiert hat, ohne jedoch zu glauben, dass diese Regeln mit
seinem Glauben zu tun haben oder gar zu seiner Erlösung
beitragen, seine innere Freiheit einschränken.
Besonders bemerkenswert finde ich, dass er die Freiheiten, die er
für sich in seinem Glauben gefunden hat, dort nicht in Anspruch
nimmt, wo andere sich an diesen Freiheiten stören könnten.
In 1. Kor 10, 23 ff: schreibt er: 23 Ihr sagt: »Alles ist
erlaubt!« Mag sein, aber nicht alles ist deshalb auch schon gut.
Alles ist erlaubt, aber nicht alles fördert die Gemeinde. 24 Ihr
sollt nicht an euch selbst denken, sondern an die anderen. und V.
32 Lebt so, dass ihr für niemand ein Glaubenshindernis seid.
Paulus sagt nicht: verhaltet Euch so, dass ihr vor Gott recht
seid. Das setzt er einfach voraus. Meine Beziehung zu Gott muss
stimmen. Aber er sagt, es spielt auch eine Rolle, welchen
Eindruck die Anderen von Euch haben. Und zwar Andere innerhalb
und außerhalb der christlichen Gemeinde.
Was also möchte ich an alten Werten und Praktiken beibehalten und
wo gehen wir mit der Zeit. Im Sinn von Paulus könnten folgende
Fragen der Maßstab dafür sein:
Was löst mein Verhalten bei anderen aus, hier vor allem bei
jemanden, der unsicher ist im Glauben?
Bin ich bereit mich der Gemeinde zuliebe anzupassen oder habe ich
den Anspruch, dass ich nur in einer Gemeinde sein kann, die alle
meine Ansichten teilt?
Wie wirkt mein Verhalten auf Außenstehende? Wie fühlen sich
Menschen, wenn sie einen Gottesdienst besuchen? Was sehen sie
über den Umgang miteinander?
Passen meine Worte und mein Verhalten zusammen?
Wer sind denn heute die Gruppen, die Bubbles denen ich mich im
Sinn von Paulus gleich machen soll?
Unser Jahreslosung stammt auch auch dem ersten Korintherbrief (1.
Kor. 16,14) Alles, was ihr tut, soll von Liebe bestimmt sein. Das
ist doch ein wunderbares Leitmotiv.
Herzliche Grüße von Christine Sommer
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