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  3. Mit Brille und Bart: Der Podcast für Organisations- und Führungskräfteentwicklung mit der angewandten Transaktionsanalyse Podcast

Episoden

37 Minuten
Eine Pressesprecherin mit Monsterreichweite, Millionenbudgets für den Wahlkampf und eine Arbeitswelt, die gerade alles infrage stellt. Wo bleibt da eigentlich die Qualität?

In dieser Folge von Mit Brille und Bart feiern Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld fünf Jahre Podcast und bald 180 Folgen. Und sie wundern sich, warum ein qualitativ deutlich schwächerer Auftritt aus dem Weißen Haus eine Reichweite bekommt, von der ein zweimal prämierter Podcast nur träumen kann.

Armin erzählt von einem Führungsimpuls zum generationenübergreifenden Führen. Dort hat sich eine junge Teilnehmerin von ihrer Führung weder New Work noch Freiheit noch Work-Life-Balance gewünscht, sondern schlicht Orientierung. Thomas greift das auf: Räume brauchen Grenzen, aber eben auch Türen, durch die man weitergehen und mit anderen in Beziehung treten kann.

Wir müssen über Kultur sprechen.

Dieser Satz aus einem Artikel über einen weiteren Abgang bei OpenAI zieht sich durch das ganze Gespräch. Denn Kultur ist etwas Zwischenmenschliches. Sie wird unter Menschen besprochen und nicht mit der KI.

Dabei geht es unter anderem um:

• Orientierung statt grenzenloser Freiheit als Wunsch an moderne Führung

• das realistische OK-OK von Fanita English und den Blick auf die Welt, wie sie ist

• Kir Royal, Elon Musks 276 Millionen und eine Zeit, in der es vor allem um Geld geht

• die KI-Strategie der UBS und die Frage, wie Organisationen sich nicht an die Wand fahren

• das japanische Konzept Ma: das Dazwischen als Ursprung von Beziehung

• soziale Resonanzräume und warum Perspektiven verbinden ohne Widerspruch nicht funktioniert

• KI als Arbeitsinstrument für neue Lernformate und Großgruppen

• 30.000 fehlende Arbeitskräfte in Salzburg und was KI daran ändern kann und was nicht

• Robo-Nanny, Körperwärme und das, was sich zwischen Menschen nicht ersetzen lässt

• zwei Drittel weniger Stellen für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger seit 2022

Besonders spannend wird es dort, wo es um die junge Generation geht.

Müssen Berufseinsteiger ihre Bedürfnisse jetzt doch wieder dem Job unterordnen?

Und was bleibt von Selbstentfaltung und Potenzialentfaltung, wenn wir zurück in die Zeiten von Modern Times rutschen?

Am Ende gibt es trotzdem gute Nachrichten. Armin hat in Österreich die Gewerbeberechtigung als Lebens- und Sozialberater erhalten und ist in seiner eigenen GmbH zum ersten Mal an einer Stelle, an der er nicht überqualifiziert sein kann. Sein Appell an Unternehmen: Setzt euch für eure Mitarbeitenden ein und lasst sie wachsen. Und Thomas erinnert daran, dass es immer noch Menschen sind, die entscheiden und Veränderungen gestalten.

Wie viel menschliche Qualität steckt in deiner Organisation?

Reinhören lohnt sich!

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38 Minuten
#178: Das goldene Zeitalter? KI zwischen größter Freiheit und tiefster Sinnkrise

Ökonomen und Philosophen schlagen Alarm. Steht der Mensch vor seiner größten Freiheit oder vor seiner tiefsten Sinnkrise?

In dieser Folge von Mit Brille und Bart nehmen Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld ein Versprechen unter die Lupe, das gerade überall zu hören ist: das goldene Zeitalter durch künstliche Intelligenz.

Elon Musk sagt, in absehbarer Zeit sei Arbeit nicht mehr relevant. Jeder könne selbst entscheiden, ob er arbeiten möchte, und es gebe unendlichen Reichtum für alle. Auf der anderen Seite stehen Menschen mit Angst, Meldungen über eine Chefassistentin, die unter dem Schreibtisch übernachtet hat, über immer mehr renitente Flugpassagiere und über Finanzjobs, die knapper werden.

Armin bringt frische Eindrücke vom Experts Day der Wirtschaftskammer Salzburg mit, wo er auf dem Podium über KI, Mensch und Verantwortung diskutiert hat. Thomas fragt sich, ob ein Leben ohne Arbeit in der 3D-gedruckten Hängematte wirklich so golden ist oder auf Dauer einfach nur langweilig.

Was passiert mit uns, wenn wir anfangen, wie Computer zu denken?

Dieser Gedanke des Journalisten Sydney J. Harris aus dem Jahr 1982 zieht sich durch das ganze Gespräch. Wenn Menschen sich jede Antwort aus einem Sprachmodell holen, wird der Horizont enger. Eine aktuelle Studie zeigt: KI kann inspirieren, bei komplexen kreativen Aufgaben aber gleichzeitig die eigene Kreativität blockieren.

Dabei geht es unter anderem um:

• Elon Musks Vision vom goldenen Zeitalter ohne Arbeit

• Work-Life-Balance, wenn plötzlich kaum noch Work übrig bleibt

• Momo, die grauen Herren und die Frage, was wir mit gewonnener Zeit anfangen

• Human in the Loop und wer eigentlich die Verantwortung trägt

• kreative Fixierung: wenn KI inspiriert, aber das Gehirn blockiert

• warum sich alles, was auf einer Checkliste steht, automatisieren lässt

• das Paradox von unendlichem Reichtum und sinkenden Löhnen in der Finanzbranche

• Goethes Zauberlehrling und die Angst vor dem Kontrollverlust

• fünf Faktoren, die über das Glück einer Gesellschaft entscheiden

• Metakognition als Kompetenz für die Zukunft

Besonders spannend wird es dort, wo es um das Bild vom Menschen geht.

Was passiert, wenn Computer anfangen, wie Menschen zu handeln, und dabei vor allem auf Effizienz schauen?

Und welche Rolle bleibt dem Menschen, wenn er sich selbst aus der prüfenden Rolle herausnimmt?

Am Ende gibt es trotzdem gute Nachrichten. Armin plädiert dafür, Pessimismus und Ängste anzunehmen und offen darüber zu reden. Mit einer Metapher des Salzburger Wirtschaftspsychologen Rainer Buchner: Wo Bäume in die Höhe schnellen, ist auch wieder Platz für Büsche. Und Thomas hat einen ganz praktischen Beweis dafür, dass sich das Bauchgefühl lohnt. Im Bundesliga-Tippspiel hat die KI schlechter getippt als er selbst.

Wie gehst du mit dem Versprechen vom goldenen Zeitalter um?

Reinhören lohnt sich!

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32 Minuten
#177: Another Change. Staffel 4 startet mit Mikrofon an und reden

Was bleibt, wenn sich das Format ändert? Und was braucht ein Podcast nach fast fünf Jahren und 177 Folgen, um lebendig zu bleiben?

In dieser Folge von Mit Brille und Bart starten Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld in die vierte Staffel: Another Change. Und sie nehmen dich direkt mit in ihren Prozess.

Seit 2021 sind die beiden am Start, gegründet als Kind der Pandemie. Angefangen als Einzelfolgen zu zweit, dann mit Gästen in Staffel 2, mit thematischen Sprints und schließlich mit den Case-Kliniken in Staffel 3. Viele interessante Menschen, viel Recherche, viele Konzepte aus Organisations- und Führungskräfteentwicklung.

Jetzt ist wieder Zeit für etwas Neues. Kürzere Folgen, spontaner, näher an dem, was die beiden gerade wirklich beschäftigt. Oder wie Produzent Florian es formuliert: Mikrofon an und reden.

Was dabei gleich bleibt, ist der Kern: Perspektiven teilen, Perspektiven abgleichen.

Wie verbinden wir Perspektiven in einer Zeit, in der Meinungsvielfalt keine Selbstverständlichkeit mehr ist?

Armin und Thomas sprechen darüber, warum Kennzahlen oft weniger aussagen als die Begegnung draußen im Feld, warum Führungslogiken so beharrlich sind und was ein Trainer, der seine Spieler persönlich kennenlernen will, über erfolgreiche Teams verrät.

Denn die besten Einzelnen ergeben noch keine starke Mannschaft. Entscheidend ist, ob Menschen zusammenpassen und sich gemeinsam für etwas einsetzen wollen.

Dabei geht es unter anderem um:

• den Rückblick auf fast fünf Jahre Podcast und drei Staffeln

• warum Downloadzahlen und Dashboards nur einen Teil der Wirklichkeit zeigen

• KPI oder OKR und die Frage, ob sich Managementprinzipien wirklich ändern

• Melonen-Reporting: außen grün, innen rot

• Teamfit statt „die Besten der Besten der Besten“

• Emotion und Professionalität in öffentlichen Rollen

• Pressefreiheit, Medienvielfalt und die Bedeutung eigenständigen Denkens

• Sachlichkeit als erwachsener Umgang miteinander im Sinne der Transaktionsanalyse

Besonders spannend wird es dort, wo es um die eigene Rolle geht.

Wie viel Emotion verträgt eine Organisation?

Und heißt sachlich sein nur, sich auf Fakten zu beziehen, oder auch, einander erwachsen und ebenbürtig zu begegnen?

Für die vierte Staffel haben sich Armin und Thomas eine Kernübung vorgenommen: nicht nur harmonisch unterwegs zu sein, sondern auch in die Kontroverse zu gehen. Unterschiedliche Auffassungen auszuhalten und zu schauen, wohin sie führen.

Welches Thema wäre für dich eine echte Kontroverse bei Mit Brille und Bart?

Reinhören lohnt sich!

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40 Minuten
Kann man auf den Zufall hinarbeiten? Und braucht Kreativität eigentlich Vorbereitung oder gerade den Freiraum, in dem nichts festgelegt ist?

In dieser Folge von Mit Brille und Bart haben Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld wieder einmal einen Gast dabei: Christin Hoppe, Integrated Designerin.

Als Gestalterin geht Christin in Kontexte hinein, beobachtet, nimmt wahr, stellt sehr viele Fragen und macht Zusammenhänge sichtbar, die vorher noch nicht zu sehen waren. Genau daraus entwickelt sie Lösungen.

Gemeinsam tauchen die drei ein in das Spannungsfeld zwischen Vorbereitung und Kreativität.

Kreativität, so Christin, ist eine Art Tanz zwischen Vorbereitung und ergebnisoffenem Arbeiten. Vorbereitung kann helfen, das Gehirn in eine Richtung zu lenken. Eine innere Haltung hilft gleichzeitig, nicht schon auf ein bestimmtes Ergebnis hinarbeiten zu wollen.

Und damit entsteht eine spannende Frage:

Kann man den kreativen Zufall bewusst einladen oder entzieht er sich jeder Vorbereitung?

Armin, Thomas und Christin sprechen darüber, welche Rahmenbedingungen einen Kreativprozess tragen, welche Rolle Haltung dabei spielt und warum es oft weniger die Vorbereitung ist, die Widerstand erzeugt, sondern die Form, in der kreativ gearbeitet werden soll.

Denn Kreativität entsteht selten auf Knopfdruck. Sie braucht Räume, in denen Menschen sich sicher fühlen, in denen Ideen weitergedacht statt sofort verworfen werden und in denen auch das rebellische, neugierige Kind auf ein Problem schauen darf.

Dabei geht es unter anderem um:

• Kreativität als Tanz zwischen Vorbereitung und ergebnisoffenem Arbeiten

• die Rolle von Rahmenbedingungen und Haltung im Kreativprozess

• wie man das eigene Denken bewusst lenkt und auf den Zufall hinarbeitet

• psychologische Sicherheit als Boden für kreative Prozesse

• das Erweitern von Bezugsrahmen und geistige Freiheit für Entwicklung

• die kindlich neugierige und die rebellische Haltung als Zugang zu Lösungen

• Ko-Kreation und der Co-Klaton als Format für komplexe Themen

• den Mut, sich als Unternehmen die Freiheit zum Gestalten zu nehmen

Besonders spannend wird es dort, wo es um den Umgang mit den eigenen Ideen geht.

Verwerfe ich einen Gedanken sofort, weil er auf den ersten Blick doof erscheint?

Oder bleibe ich dran und lasse mich an einen Ort führen, der viel wertvoller ist, als es zunächst den Anschein hat?

Denn wer Ideen zu früh abschneidet, verliert genau die Wege, die erst beim Weiterdenken sichtbar werden. Manchmal ist es weniger die Vorbereitung, die Kreativität blockiert, sondern die Art und Weise, wie wir sie zulassen. Sanfter, weicher und einladender kreativ zu werden, kann mehr möglich machen als jeder perfekt geplante Rahmen.

Wie gelingt es, den Raum so zu gestalten, dass Menschen auch ohne kreative Profession ins Gestalten kommen?

Reinhören lohnt sich!

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https://kommitment.works/people/christin-hoppe/

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Du hast einen Fall für die Case-Klinik oder Feedback zur Folge?

Schreib uns an: mitbrilleundbart@gmail.com

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56 Minuten
Was passiert, wenn eine Führungskraft gekündigt hat, formal aber noch monatelang Verantwortung trägt und gleichzeitig das Gefühl bekommt, im eigenen Unternehmen bereits aus dem Spiel genommen zu werden?

In dieser Folge von Mit Brille und Bart beschäftigen sich Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld mit der Zuschrift einer Führungskraft, die uns über Instagram erreicht hat.

Die Person hat gekündigt. Sechs Monate Kündigungsfrist liegen noch vor ihr. Auf dem Papier trägt sie weiterhin volle Verantwortung.

Doch im Alltag entsteht zunehmend eine zweite Realität.

Gespräche finden ohne sie statt.

Informationen erreichen sie über Protokolle, Flurfunk oder das Intranet.

Entscheidungen werden getroffen, ohne sie einzubeziehen.

Persönlich bleiben gleichzeitig alle freundlich.

Und damit entsteht eine schwierige Frage:

Kämpfe ich weiter um meinen Platz oder akzeptiere ich, dass mein Abschied längst begonnen hat?

Armin und Thomas schauen in dieser Case-Klinik tiefer in den organisationalen Maschinenraum und sprechen darüber, was passiert, wenn aus einem Insider langsam ein Outsider wird.

Denn Zugehörigkeit verändert sich nach einer Kündigung nicht auf Knopfdruck. Sie verschiebt sich schrittweise. Verantwortung, Einfluss und informelle Einbindung können dabei sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten entwickeln.

Dabei geht es unter anderem um:

• Workplace Ostracism und subtile Formen der Ausgrenzung

• den Übergang vom Insider zum Outsider

• formale und informelle Organisation

• den psychologischen Vertrag zwischen Führungskraft und Unternehmen

• Kränkung, Trauer und Selbstwert während eines Abschieds

• psychologische Spiele und das Dramadreieck der Transaktionsanalyse

• Selbstwirksamkeit in einer Situation mit schwindendem Einfluss

• die Frage, wie professionelles Offboarding wirklich aussehen kann

Besonders spannend wird es dort, wo die eigene Wahrnehmung ins Spiel kommt.

Ist wirklich jedes Gespräch ohne mich bereits Ausgrenzung?

Oder beginnt die Organisation schlicht damit, die Zeit nach meinem Weggang vorzubereiten?

Wer sich ausgeschlossen fühlt, kann schnell selbst in den Kampfmodus geraten. Informationen werden zurückgehalten, Allianzen entstehen und aus dem Gefühl, Opfer der Situation zu sein, wird plötzlich der Versuch, wieder Kontrolle zu gewinnen.

Doch damit verlässt man das Spiel nicht.

Man wechselt lediglich die Rolle.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

Werde ich hier ausgegrenzt?

Sondern auch:

Wie möchte ich selbst diese letzten Monate gestalten?

Was würde passieren, wenn eine Führungskraft offen sagt:

„Ich habe gekündigt und möchte diese sechs Monate professionell mit euch zu Ende führen.“

Vielleicht beginnt genau dort ein anderer Umgang mit Trennung.

Nicht als monatelanges Aussitzen.

Nicht als Verteidigung eines Platzes, der sich längst verändert.

Sondern als gemeinsam ausgehandelter Übergang.

Denn professionelles Durchhalten bedeutet nicht, den alten Einfluss mit aller Kraft festzuhalten.

Es bedeutet, den tatsächlich vorhandenen Handlungsspielraum zu nutzen, loszulassen, was nicht mehr zu halten ist, und einen guten letzten Platz in der Organisation zu finden.

Wie gelingt ein Abschied, bei dem Verantwortung und Zugehörigkeit nicht einfach still verschwinden?

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Über diesen Podcast

Die Transaktionsanalyse ist die bewährte Methode für organisationale und persönliche Entwicklungen bei 🧠 Strukturentwicklungen in Organisationen 🧠 kulturbewussten Reorganisationen zwischen Mensch und Digitalisierung 🧠 beziehungsorientierter Führung 🧠 der Optimierung effizienter Entscheidungsfindungsprozessen 🧠 der Einführung von New Work-Methoden Die Podcaster Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld bieten dir in diesem Podcast praxisnahe Impulse und Lösungsansätze für deine Herausforderungen im Unternehmen, wenn es heiss zu und her geht. 🔊 Hör rein. Es lohnt sich! 👂
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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