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Mit Brille und Bart: Der Podcast für Organisations- und Führungskräfteentwicklung mit der angewandten Transaktionsanalyse

Mit Brille und Bart: Der Podcast für Organisations- und Führungskräfteentwicklung mit der angewandten Transaktionsanalyse

Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld 177 Episoden Neueste vor 2 Tagen

Der praxisorientierte Lernpodcast für Verantwortungsträger:innen

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Episoden

40 Minuten
Kann man auf den Zufall hinarbeiten? Und braucht Kreativität eigentlich Vorbereitung oder gerade den Freiraum, in dem nichts festgelegt ist?

In dieser Folge von Mit Brille und Bart haben Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld wieder einmal einen Gast dabei: Christin Hoppe, Integrated Designerin.

Als Gestalterin geht Christin in Kontexte hinein, beobachtet, nimmt wahr, stellt sehr viele Fragen und macht Zusammenhänge sichtbar, die vorher noch nicht zu sehen waren. Genau daraus entwickelt sie Lösungen.

Gemeinsam tauchen die drei ein in das Spannungsfeld zwischen Vorbereitung und Kreativität.

Kreativität, so Christin, ist eine Art Tanz zwischen Vorbereitung und ergebnisoffenem Arbeiten. Vorbereitung kann helfen, das Gehirn in eine Richtung zu lenken. Eine innere Haltung hilft gleichzeitig, nicht schon auf ein bestimmtes Ergebnis hinarbeiten zu wollen.

Und damit entsteht eine spannende Frage:

Kann man den kreativen Zufall bewusst einladen oder entzieht er sich jeder Vorbereitung?

Armin, Thomas und Christin sprechen darüber, welche Rahmenbedingungen einen Kreativprozess tragen, welche Rolle Haltung dabei spielt und warum es oft weniger die Vorbereitung ist, die Widerstand erzeugt, sondern die Form, in der kreativ gearbeitet werden soll.

Denn Kreativität entsteht selten auf Knopfdruck. Sie braucht Räume, in denen Menschen sich sicher fühlen, in denen Ideen weitergedacht statt sofort verworfen werden und in denen auch das rebellische, neugierige Kind auf ein Problem schauen darf.

Dabei geht es unter anderem um:

• Kreativität als Tanz zwischen Vorbereitung und ergebnisoffenem Arbeiten

• die Rolle von Rahmenbedingungen und Haltung im Kreativprozess

• wie man das eigene Denken bewusst lenkt und auf den Zufall hinarbeitet

• psychologische Sicherheit als Boden für kreative Prozesse

• das Erweitern von Bezugsrahmen und geistige Freiheit für Entwicklung

• die kindlich neugierige und die rebellische Haltung als Zugang zu Lösungen

• Ko-Kreation und der Co-Klaton als Format für komplexe Themen

• den Mut, sich als Unternehmen die Freiheit zum Gestalten zu nehmen

Besonders spannend wird es dort, wo es um den Umgang mit den eigenen Ideen geht.

Verwerfe ich einen Gedanken sofort, weil er auf den ersten Blick doof erscheint?

Oder bleibe ich dran und lasse mich an einen Ort führen, der viel wertvoller ist, als es zunächst den Anschein hat?

Denn wer Ideen zu früh abschneidet, verliert genau die Wege, die erst beim Weiterdenken sichtbar werden. Manchmal ist es weniger die Vorbereitung, die Kreativität blockiert, sondern die Art und Weise, wie wir sie zulassen. Sanfter, weicher und einladender kreativ zu werden, kann mehr möglich machen als jeder perfekt geplante Rahmen.

Wie gelingt es, den Raum so zu gestalten, dass Menschen auch ohne kreative Profession ins Gestalten kommen?

Reinhören lohnt sich!

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thomas.boehlefeld@kommitment.works
56 Minuten
Was passiert, wenn eine Führungskraft gekündigt hat, formal aber noch monatelang Verantwortung trägt und gleichzeitig das Gefühl bekommt, im eigenen Unternehmen bereits aus dem Spiel genommen zu werden?

In dieser Folge von Mit Brille und Bart beschäftigen sich Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld mit der Zuschrift einer Führungskraft, die uns über Instagram erreicht hat.

Die Person hat gekündigt. Sechs Monate Kündigungsfrist liegen noch vor ihr. Auf dem Papier trägt sie weiterhin volle Verantwortung.

Doch im Alltag entsteht zunehmend eine zweite Realität.

Gespräche finden ohne sie statt.

Informationen erreichen sie über Protokolle, Flurfunk oder das Intranet.

Entscheidungen werden getroffen, ohne sie einzubeziehen.

Persönlich bleiben gleichzeitig alle freundlich.

Und damit entsteht eine schwierige Frage:

Kämpfe ich weiter um meinen Platz oder akzeptiere ich, dass mein Abschied längst begonnen hat?

Armin und Thomas schauen in dieser Case-Klinik tiefer in den organisationalen Maschinenraum und sprechen darüber, was passiert, wenn aus einem Insider langsam ein Outsider wird.

Denn Zugehörigkeit verändert sich nach einer Kündigung nicht auf Knopfdruck. Sie verschiebt sich schrittweise. Verantwortung, Einfluss und informelle Einbindung können dabei sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten entwickeln.

Dabei geht es unter anderem um:

• Workplace Ostracism und subtile Formen der Ausgrenzung

• den Übergang vom Insider zum Outsider

• formale und informelle Organisation

• den psychologischen Vertrag zwischen Führungskraft und Unternehmen

• Kränkung, Trauer und Selbstwert während eines Abschieds

• psychologische Spiele und das Dramadreieck der Transaktionsanalyse

• Selbstwirksamkeit in einer Situation mit schwindendem Einfluss

• die Frage, wie professionelles Offboarding wirklich aussehen kann

Besonders spannend wird es dort, wo die eigene Wahrnehmung ins Spiel kommt.

Ist wirklich jedes Gespräch ohne mich bereits Ausgrenzung?

Oder beginnt die Organisation schlicht damit, die Zeit nach meinem Weggang vorzubereiten?

Wer sich ausgeschlossen fühlt, kann schnell selbst in den Kampfmodus geraten. Informationen werden zurückgehalten, Allianzen entstehen und aus dem Gefühl, Opfer der Situation zu sein, wird plötzlich der Versuch, wieder Kontrolle zu gewinnen.

Doch damit verlässt man das Spiel nicht.

Man wechselt lediglich die Rolle.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

Werde ich hier ausgegrenzt?

Sondern auch:

Wie möchte ich selbst diese letzten Monate gestalten?

Was würde passieren, wenn eine Führungskraft offen sagt:

„Ich habe gekündigt und möchte diese sechs Monate professionell mit euch zu Ende führen.“

Vielleicht beginnt genau dort ein anderer Umgang mit Trennung.

Nicht als monatelanges Aussitzen.

Nicht als Verteidigung eines Platzes, der sich längst verändert.

Sondern als gemeinsam ausgehandelter Übergang.

Denn professionelles Durchhalten bedeutet nicht, den alten Einfluss mit aller Kraft festzuhalten.

Es bedeutet, den tatsächlich vorhandenen Handlungsspielraum zu nutzen, loszulassen, was nicht mehr zu halten ist, und einen guten letzten Platz in der Organisation zu finden.

Wie gelingt ein Abschied, bei dem Verantwortung und Zugehörigkeit nicht einfach still verschwinden?

Reinhören lohnt sich!

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56 Minuten
Wann ist Durchhalten eine Tugend – und wann hält eine Organisation nur noch an einem Kurs fest, weil bereits zu viel Zeit, Geld und Energie investiert wurden?

Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld sprechen in dieser Folge über die Zuschrift eines Softwareentwicklers, der genau diese Erfahrung macht.

Seit Jahren arbeitet sein Unternehmen an einer Plattform, die ursprünglich als große Zukunftslösung gestartet wurde. Doch inzwischen springen Kunden ab, Funktionen werden kaum genutzt und die technischen Schulden wachsen.

Trotzdem wird weiter investiert.

Mal soll künstliche Intelligenz die Lösung sein, dann die Cloud, Automatisierung oder die nächste Plattformstrategie. Neue Projekte werden gestartet, Budgets freigegeben und Beratungen beauftragt.

Doch die grundsätzliche Entscheidung bleibt aus:

Ist der eingeschlagene Kurs überhaupt noch der richtige?

Armin und Thomas diskutieren unter anderem:

warum Nicht-Entscheiden ebenfalls eine Entscheidung ist

wie hohe Investitionen aus der Vergangenheit zukünftige Entscheidungen beeinflussen können

weshalb aus Beharrlichkeit eine „Escalation of Commitment“ entstehen kann

wie Passivität auch in Form von Aktionismus auftreten kann

warum Organisationen manchmal sehr viel tun, um das Wesentliche nicht tun zu müssen

wie Discounting dazu führt, dass Probleme, Handlungsoptionen oder eigene Fähigkeiten abgewertet werden

weshalb Ratlosigkeit, Angst und Unsicherheit wichtige Informationen sein können

wie konstruktive Dissonanz und psychologische Sicherheit bessere Entscheidungen ermöglichen

Denn eine Organisation kann äußerst aktiv sein und trotzdem auf der Stelle treten.

Neue Projekte, neue Technologien und neue Zukunftserzählungen erzeugen zwar Bewegung. Sie beantworten aber noch nicht die Frage, ob das eigentliche Problem damit gelöst wird.

Besonders schwierig wird es, wenn ein Kurswechsel gleichzeitig bedeuten würde, frühere Entscheidungen infrage zu stellen.

Dann geht es plötzlich nicht mehr nur um ein Projekt, sondern möglicherweise auch um Glaubwürdigkeit, Verantwortung, Karriere und die Frage, wer einen Fehler eingestehen müsste.

Dabei kann es hilfreich sein, wieder stärker ins Hier und Jetzt zu schauen:

Welche Tatsachen können wir tatsächlich beobachten? Welche Annahmen liegen unseren Entscheidungen zugrunde? Was hat sich verändert? Und welche Ängste oder Befürchtungen beeinflussen unseren Blick auf die Situation?

Durchhalten ist eine Tugend, wenn das verfolgte Ziel weiterhin sinnvoll ist.

Durchhalten wird zur Trägheit, wenn es verhindert, die Wirklichkeit neu zu betrachten und eine bessere Entscheidung zu treffen.

Vielleicht brauchen Organisationen deshalb auch mehr Räume, in denen Führungskräfte und Mitarbeitende sagen dürfen:

„Ich weiß es gerade nicht.“

Nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen und neue Perspektiven.

Reinhören lohnt sich!

Wie wird in deiner Organisation mit Entscheidungen umgegangen, die sich im Nachhinein als fragwürdig erweisen? Wird offen über Kurswechsel gesprochen – oder wird lieber noch einmal nachinvestiert? Schreib uns und teile deine Erfahrungen mit uns.

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55 Minuten
Heute geht es um einen Beziehungsabbruch in einer psychosozialen Organisation – und um die Frage, weshalb ausgerechnet dort notwendige Gespräche vermieden werden, wo Beziehungskompetenz zum professionellen Selbstverständnis gehört.

Eine langjährige externe Begleiterin unterstützt eine Organisation über viele Jahre hinweg mit Supervisionen, Klausuren, Projektentwicklungen und Reflexionsräumen. Es entsteht eine vertrauensvolle und tragfähige Zusammenarbeit.

Dann übernimmt eine neue Führungskraft.

Rückmeldungen werden knapper, Termine unverbindlicher und Gespräche formaler. Eine offene Klärung findet nicht statt. Stattdessen erhält die Begleiterin schließlich eine schriftliche Mitteilung: Externe Kooperationen würden aufgrund einer strategischen Neuausrichtung neu geprüft und ausgeschrieben.

Die Entscheidung kann sie sachlich nachvollziehen. Was sie verletzt, ist der Weg dorthin.

Wie kann es sein, dass Organisationen professionell mit Beziehungen arbeiten, ihre eigenen Arbeitsbeziehungen aber nicht ausreichend klären?

Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld sprechen in dieser Case-Klinik darüber, weshalb nicht unbedingt die Entscheidung selbst den größten Schaden verursacht, sondern das Schweigen, das ihr vorausgeht.

Wo Rollen nicht geklärt werden, werden Menschen irgendwann durch Verfahren ersetzt.

Dabei geht es unter anderem um:

– den psychologischen Vertrag hinter einer formalen Zusammenarbeit

– den Unterschied zwischen Harmonie und echter Beziehungskompetenz

– verlorene Verbundenheit und fehlende Würdigung

– Rollenunklarheit beim Wechsel von Führungskräften

– den „Feinstaub des Schweigens“ in Organisationen

– eine professionelle Abschieds- und Offboardingkultur

– die Okay-Okay-Haltung der Transaktionsanalyse

– die Verantwortung beider Seiten für die Beziehungsgestaltung

Eine zentrale Metapher der Folge ist die japanische Kintsugi-Kunst. Zerbrochene Keramik wird dabei nicht so repariert, dass ihre Risse unsichtbar werden. Die Bruchstellen werden mit Gold hervorgehoben und dadurch zu einem wertvollen Teil ihrer Geschichte.

Übertragen auf Organisationen bedeutet das:

Risse müssen benannt werden.

Versäumnisse dürfen eingestanden werden.

Gemeinsame Geschichten verdienen Würdigung.

Und auch ein Ende kann respektvoll und beziehungsorientiert gestaltet werden.

Welche Risse in deiner Organisation warten auf Gold?

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36 Minuten
Es ist heiß, die Case-Klinik bleibt leer und viele Menschen sind im Urlaub. Doch steckt hinter der allgemeinen Trägheit wirklich nur das berühmte Sommerloch?

Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld sprechen in dieser Sommerfolge über eine Beobachtung, die nachdenklich macht: Immer mehr Menschen scheinen sich an ihrem Arbeitsplatz unwohl zu fühlen.

Ist Unzufriedenheit inzwischen eine gesellschaftliche Grundstimmung? Oder gehört es einfach zum guten Ton, über die eigene Arbeit zu klagen?

Arbeit wird häufig als Pflicht erlebt – als etwas, das anstrengend sein muss und möglichst wenig Freude bereiten darf. Gleichzeitig verspricht New Work, dass Menschen einer Tätigkeit nachgehen können, die ihnen entspricht, Sinn vermittelt und Lebendigkeit ermöglicht.

Doch wie realistisch ist dieses Ideal?

Armin und Thomas diskutieren unter anderem:

warum gegenwärtige Wut eine wichtige Bewegungsenergie sein kann

wie Passivität und Vermeidungsstrategien Veränderungen verhindern

weshalb mehr Autonomie, soziale Unterstützung und Ermutigung durch Führung entscheidend sind

ob Achtsamkeit manchmal dazu genutzt wird, strukturelle Probleme lediglich besser auszuhalten

warum Jammern kurzfristig entlasten, langfristig aber auch Energie binden kann

wie psychologische Sicherheit, Humor und gemeinsames Lachen Organisationen stärken

Denn Probleme lassen sich weder wegatmen noch weglächeln. Gleichzeitig müssen wir uns auch nicht dauerhaft von Frust und Unzufriedenheit bestimmen lassen.

Entscheidend ist, wieder ins aktive Gestalten zu kommen: Verantwortung zu übernehmen, tragfähige Beziehungen aufzubauen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass es besser werden kann.

Oder mit Karl Valentin:

„Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“

Reinhören lohnt sich!

Wie erlebst du die Stimmung derzeit in Organisationen? Begegnen dir ebenfalls mehr Unzufriedenheit, Rückzug und Passivität? Schreib uns und teile deine Erfahrungen mit uns.

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Über diesen Podcast

Die Transaktionsanalyse ist die bewährte Methode für organisationale und persönliche Entwicklungen bei 🧠 Strukturentwicklungen in Organisationen 🧠 kulturbewussten Reorganisationen zwischen Mensch und Digitalisierung 🧠 beziehungsorientierter Führung 🧠 der Optimierung effizienter Entscheidungsfindungsprozessen 🧠 der Einführung von New Work-Methoden Die Podcaster Armin Ziesemer und Thomas Böhlefeld bieten dir in diesem Podcast praxisnahe Impulse und Lösungsansätze für deine Herausforderungen im Unternehmen, wenn es heiss zu und her geht. 🔊 Hör rein. Es lohnt sich! 👂
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