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Dreierbob Archiv

95 Episoden
31 Minuten
Der Satz des Tages besteht aus drei Worten. „Wir setzen fort“, sagt Francesco Friedrich und bestätigt damit die Gerüchte der vergangenen Wochen und Monate. Der Bob-Dominator hat also noch nicht genug, ganz im Gegenteil: Der 36-jährige Pirnaer macht weiter - und das bis zu den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich. Grund genug für eine Sonderfolge Dreierbob, dem Wintersportpodcasts von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Denn mit den drei Worten von Friedrich ist längst nicht alles gesagt. Im ausführlichen Podcast-Interview spricht der viermalige Olympiasieger und Rekordweltmeister über seinen gedanklichen Abwägungsprozess und warum ein Weitermachen für eins, zwei Jahre letztlich doch nicht infrage kam. Friedrich erzählt von seinen neuen Plänen und Zielen, und er stellt sein neues Team vor. Prominentester Name: Georg Fleischhauer. Der Anschieber, der zuletzt im Bob des größten Konkurrenten Johannes Lochner zweimal olympisches Gold gewann, ist jetzt zu Friedrich gewechselt. Beim Fußball würde man von Sensationscoup und Königstransfer sprechen, im Eiskanal sind Friedrich und Fleischhauer zweifellos ein Traumpaar. Der erfolgreichste Bobpilot aller Zeiten und der schnellsten Anschieber der Welt - viel mehr geht vermutlich nicht. Darüber und über die damit verbundene Erwartungshaltung äußert sich Friedrich natürlich ebenfalls, genauso wie Georg Fleischhauer, der mit diesem Podcast-Gespräch zugleich seine Dreierbob-Premiere und Rückkehr in seine frühere sportliche Heimat feiert. Denn: Fleischhauer war in seiner Jugend und bis ins Jahr 2015 Leichtathlet beim Dresdner SC, wurde in der Zeit zweimal Deutscher Meister über 400 Meter Hürden. Später wechselte er nach Frankfurt, seit 2022 ist er im Bobsport und wird seither von Anschieber-Legende Kevin Kuske betreut. Warum insbesondere Kuske bei Fleischhauers Wechsel in den Bobsport und dessen Weg zu Doppel-Gold bei Olympia in Cortina eine zentrale Rolle gespielt hat, verrät der Top-Anschieber im Podcast. Und apropos Olympiagold: Nichts Geringeres ist Fleischhauers erklärtes nächstes großes Ziel. „Ich trainiere, um zu gewinnen.“ Mit Friedrich sehe er dafür am ehesten die Chance. „Die sind einfach so eine Macht. Und jetzt bin ich selber in diesem Team.“ Und schließlich kommt noch Bundestrainer René Spies in dieser Folge zu Wort. „Mich freut es wahnsinnig, dass Francesco weitermacht“, sagt der Ex-Pilot, der Friedrich seit mehr als zehn Jahren begleitet und den Wechsel von Fleischhauer als logischen Schritt bezeichnet.
44 Minuten
Kaum ist die eine Saison für Sachsens Wintersportler vorbei, hat nahezu nahtlos die nächste begonnen. Julia Taubitz zum Beispiel, zweifache Rodel-Olympiasiegerin aus Annaberg-Buchholz, hat den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) in diesen Tagen öfter gesehen als ihren Trainer. Denn ein Empfang jagt den nächsten, dazu Sponsorenbesuche, Gesprächsrunden, Ehrungen und Galas. Und außerdem: das große Saisonfinale im „Dreierbob“, dem Wintersport-Podcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Als die Olympioniken des Freistaats jetzt in der Staatskanzlei für ihre Erfolge vor knapp vier Wochen bei den Winterspielen in Cortina geehrt wurden, war das verbunden mit einer auch finanziellen Würdigung. Der Freistaat hat der Olympia-Prämie deutlich angehoben - von 4000 Euro für Goldmedaillengewinner auf 20.000 Euro. Und für Silber und Bronze gibt es ab sofort 15.000 und 10.000 Euro. „Eigentlich müsste man im Boden versinken vor Scham“, sagt Kretschmer am Podcast-Mikrofon und meint die bisherige Regelung. Schließlich sei eine Olympiamedaille ein sehr besonderes Ergebnis jahrelangen Schindens und Leistungbringens. Zwei fast schon perfekte Beispiele, wie das sächsisch geht, sind Francesco Friedrich und eben Taubitz. Und während die Rodel-Königin von Cortina längst schon entschieden hat, die Karriere noch ein paar Jahre fortzusetzen und im Podcast deshalb über ihre Urlaubsplanung spricht, überlegt der Bob-Dominator noch. Im „Dreierbob“ nennt er die Hintergründe für seine Bedenkzeit. Macht er weiter? Die Podcast-Hosts Tino Meyer und Fabian Deicke analysieren die Lage - und fragen nach. Bei Francesco Friedrich selbst und dessen Heimtrainer sowie stellvertretenden Bob-Bundestrainer Gerd Leopold. Und dann erzählt diese „Dreierbob“-Folge noch die Geschichte von Jörn Wenzel, der als Anschieber von Johannes Lochner zu Olympiagold fuhr und jetzt selbst Bob-Pilot wird. Der Altenberger lässt quasi dafür sogar seinen Urlaub sausen - und genießt die Empfänge, Ehrungen und Galas in diesen Tagen umso mehr.
33 Minuten
Ausgerechnet das Weltcup-Finale in Altenberg, das letzte Wiedersehen vor der Sommerpause, bescherte der sonst so heilen und tatsächlich ein Stück auch familiären Rodel-Welt ungeahnte Probleme. Drei deutsche Olympiasieger, die erst kürzlich bei den Winterspielen in Cortina die Goldmedaille gewannen, fehlen beim Heimweltcup? Das konnte nicht widerspruchslos bleiben, und der Rodelzoff von Altenberg ist deshalb auch Thema in der aktuellen Folge „Dreierbob“, dem Wintersportpodcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das hat mich sehr bewegt in den letzten Tagen“, sagte der Altenberger Bahnchef Jens Morgenstern bei der Weltcup-Vorab-Pressekonferenz - und machte öffentlich, was offensichtlich längst beschlossen war, doch so niemand verraten wollte. Dass die deutschen Olympiasieger Max Langenhan und Tobias Wendl/Tobias Arlt beim deutschen Heimweltcup nicht am Start sind. Selbst er als Organisator habe von der Absage nur über drei Ecken erfahren, erklärte Morgenstern und kritisierte die Entscheidung. „Da geht es für mich um Wertschätzung für die Leute vor Ort, und da geht es mir vor allem auch um eine Wertschätzung für die Fans und Zuschauer. Wir reden immer über den Stellenwert des Kufensports, so schaffen wir uns selbst ab“, verdeutlicht Morgenstern auch noch einmal im Podcast. Der Ton war gesetzt, die Stimmung gedrückt, der Rodelzoff perfekt. Was folgte dann auf diese wütenden Aussagen? Die beiden Podcast-Hosts Tino Meyer und Fabian Deicke analysieren die Geschehnisse des Wochenendes. Denn da passierten dann doch so manche wundersame bis fragwürdige Dinge. Das Trio Langenhan, Wendel, Arlt war dann nämlich doch zu erleben - wobei Langenhans Erscheinen wie ein Pflichtbesuch wirkte. Eingeflogen per Hubschrauber war der Thüringer als Gesamtweltcup-Dritter bei der Siegerehrung am Sonntagmittag dabei, um dann zeitnah wieder zurückzufliegen in den benachbarten Freistaat. Denn 16 Uhr fand zu Hause in Friedrichroda sein offizieller Olympia-Empfang statt - während zeitgleich in Altenberg die Sieger der Team-Staffel geehrt wurden ... Die Gewinnerin des Wochenendes hieß indes Julia Taubitz. Nach ihren zwei Olympiasiegen in Cortina krönte die Annaberg-Bucholzerin die bislang erfolgreichste Saison ihrer Karriere mit dem Triumph im Gesamtweltcup. Vier Punkte Vorsprung hatte sie nach den insgesamt neun Rennen vor Teamkollegin Merle Fräbel. „Und das auf meiner Heimbahn in Altenberg – das ist das i-Tüpfelchen“, sagte Taubitz in einer ersten Reaktion, bevor sie dann am Podcast-Mikro den Emotionen freien Lauf ließ. Ohne Weltcup-Finale, dafür nicht minder emotional endete der Winter indes für das Altenberger-Winterberger Doppel Jessica Degenhardt/Cheyenne Rosenthal. Ein Sturz beim Training machte einen Start unmöglich. Es fügte sich letztlich ins Bild einer Saison, die trotz EM-Titel so gar nicht nach den Vorstellungen des Weltklasse-Duos lief. Ihre Bilanz, was jetzt kommt und das neue große Ziel - davon erzählen beide im Podcast-Gespräch.
50 Minuten
Zwei Wochen Olympia - vorbei wie im Flug. Oder, um es gleich ins richtige Bild zu rücken, fast so schnell rum wie eine Fahrt von oben nach unten auf der Pista olimpica Eugenio Monti, wie der Eiskanal in Cortina heißt. Das Ende der Spiele hätte zudem aus deutscher Sicht packender und emotionaler kaum sein können: Am Samstag rast Laura Nolte im Zweierbob vor Landsfrau Lisa Buckwitz zu Gold. Am Sonntag der nächste Doppelsieg: Johannes Locher wird auch im Viererbob Olympiasieger vor Francesco Friedrich und feiert den krönenden Abschluss einer langen Bobkarriere. Der Wintersportpodcast „Dreierbob“ von Sächsischer Zeitung und Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) war dabei. In dieser großen Olympia-Abschlussfolge kommen alle zu Wort. Die Sieger, die zweiten Sieger - und auch eine Lokalpolitikerin, die sich zwar über Olympia gefreut hat, aber sich jetzt Sorgen um die Zukunft ihrer Stadt macht. Im Mittelpunkt steht jedoch ein letztes Mal das Dauerduell von Bob-Dominator Friedrich und dem ewigen Zweiten Lochner, die beim großen Finale in Cortina allerdings die Rollen getauscht haben. Noch größer, noch emotionaler sind die Szenen danach im Ziel. Beide Weltklasse-Piloten herzlich Arm in Arm. Und sehr wertschätzend reden später dann auch beide übereinander am Podcast-Mikrofon. „Zum Schluss haben wir [...] hier und da was liegen lassen und dann hat Hansi einfach verdient gewonnen“, sagt Friedrich. Und Lochner findet wertschätzende Worte für seinen Dauer-Konkurrenten. Er sagt: „Francesco ist ein krasser Gewinner, aber auch ein guter Verlierer - und das respektiere ich brutal an ihm.“ Wie es für Lochner jetzt weitergeht, ist klar. Der 35-Jährige beendet seine Karriere, ist in Cortina seine letzten Bobrennen gefahren. Und seine Anschieber Thorsten Margis, mit fünf Goldmedaillen jetzt der erfolgreichste Bobfahrer bei Olympia, sowie Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer? Sie verraten ihre Pläne ebenso im „Dreierbob“ wie auch Friedrich, der für die Zeit nach Olympia schließlich angekündigt hatte, zu überlegen, ob es und wie es weitergeht. Nun gibt es erste Tendenzen und Hinweise. Auf Cortina warten indes nun die Paralympics, die am 6. März beginnen. Und danach? Was bleibt von Winterspielen im einstigen Nobelskiort? Gemeinderätin Roberta de Zanna ist einigermaßen skeptisch. Warum erklärt sie im Podcast.
45 Minuten
Dieses Duell hat die Bobwelt seit Monaten beschäftigt, fasziniert und mit Vorfreude auf Olympia blicken lassen: Johannes Lochner gegen Francesco Friedrich. Dass es ein enges Rennen werden könnte, davon waren Fans, Experten, Trainer und auch Sportler allesamt überzeugt. Doch es kam anders. Lochner krönt sich mit Bestzeiten in allen vier Läufen im Eiskanal von Cortina zum Olympiasieger im Zweierbob. 1,34 Sekunden Vorsprung am Ende, das ist nicht nur eine Machtdemonstration, das wirft auch die Frage auf: Warum so deutlich? Der „Dreierbob“ geht auf Antwortsuche – und das direkt am Ort des Geschehens an der Pista Olimpica Eugenio Monti. Lochner und Friedrich sowie ihre Anschieber sagen, was war und vor allem, warum es so gekommen ist. Hat er damit gerechnet, dass es so klar ausgeht? Lochner, der Mann vom Königsee, sagt ohne Umschweife: „Insgeheim schon.“ Er habe gewusst, dass er es draufhat, erzählt er im Podcast – und erklärt, warum ihn die Bahn in Cortina so gut liege. Auf der anderen Seite Friedrich, der Dominator der vergangenen Jahre, viermaliger Olympiasieger und nun bei Olympia erstmals von Lochner besiegt. Der Pirnaer hat alles auf Gold gesetzt und zeigt sich im entscheidenden Moment als fairer Sportler. „Wir sind zufrieden, es spiegelt diese Saison wider. Silber sieht verdammt cool aus, muss man auch sagen.“ Und weiter: „Wir müssen das neidlos anerkennen. Der Hansi hat verdient gewonnen.“ Schließlich führt die Antwortsuche auch nach Potsdam. Dort leitet der frühere Weltklasse-Anschieber Kevin Kuske am Olympiastützpunkt die Bobsparte – und ist Trainer von Lochners Anschieber Georg Fleischhauer. Der sagt im Podcast jetzt: „Kevin ist der Architekt dieses ganzen Erfolgs, dieses Konstrukts.“ Wie das genau gemeint ist, wird im „Dreierbob“ vertieft. Genauso die Frage, warum sich manche Athletinnen und Athleten in den vergangenen Tagen über die Stimmung und die Organisation an manchen Wettkampfstätten beschwert haben. Spoiler: Da ist was dran, sagt Co-Host Tino Meyer, der vor Ort ist, aber trotzdem olympisches Flair in vollen Zügen genießt.
50 Minuten
Sie haben nicht etwa Gold verloren, Susanne Kreher und Axel Jungk sind Silbermedaillengewinner dieser Olympischen Winterspiele. Und das zunächst in ihren Einzelentscheidungen bei den Skeleton-Wettbewerben im Cortina Sliding Centre sowie zum Abschluss auch als Sachsen-Express beim neuen Mixed-Team-Event. Wie sich das anfühlt, diese Sensation im Eiskanal? Davon erzählen beide Skeletonis vom Dresdner SC emotional im „Dreierbob“, dem Wintersport-Podcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Tatsächlich übertrifft Team D bäuchlings und mit dem Kopf vornweg alle Erwartungen, vor allem auch die eigenen – allen voran Susanne Kreher. Erst vier Wochen vor Olympia hatte sie sich mit einem zweiten Platz beim Weltcup-Finale in Altenberg das Ticket für Cortina gesichert. Nun kehrt die 27-Jährige mit zwei silbernen Medaillen nach Hause – die goldig glänzen, wie Bundestrainer Christian Baude betont, und die absolut verdient sind, wie die Olympiasiegerin Janine Flock aus Österreich im Podcast sagt. Natürlich geht es zum Auftakt der Bob-Woche bei Olympia im „Dreierbob“ aber auch ums Bobfahren. Besprochen werden die aussichtsreichen Chancen für die Frauen, das ewige Duell Lochner/Friedrich und der Besuch von Podcast-Host Fabian Deicke in der Uniklinik Dresden. Dort nämlich hat Physiotherapeut Justin Förster mit seinen magischen Händen großen Anteil daran, dass bei Bob-Anschieber Alexander Schüller alles geschmeidig läuft. Schüller, der aus dem sächsischen Steina kommt, startet bei den Olympischen Spielen im Zweier- und Viererbob im Team Friedrich. Förster begleitet Schüller schon seit mehreren Jahren und behandelt „seinen Athleten“ bis zu dreimal die Woche. Seine Arbeit beschreibt er als langfristige, manchmal auch detektivische Suche nach dem besten Zusammenspiel aus physischer und psychischer Gesundheit. „Also wir suchen manchmal die Nadel im Heuhaufen, ob irgendwo ein Gelenk nicht richtig steht, irgendein Muskel zu viel oder zu wenig Spannungen hat“, erklärt Förster. Und Stichwort Spannung: An der wird es den Bob-Rennen in dieser Woche nicht mangeln. Der „Dreierbob“ parkt ab jetzt den Rest der Woche ganz sicher fest am Eiskanal in Cortina ...
34 Minuten
Trauma überwunden, Traum erfüllt: Julia Taubitz heißt die neue Rodel-Olympiasiegerin. Dabei ist die 29-jährige Weltklasse-Athletin aus dem Erzgebirge bei der Entscheidung im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo alles - nur nicht Favoritin. Anders vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking war es genau andersherum. Und damals wie diesmal dabei: der Wintersportpodcast „Dreierbob“ von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Damals stürzte Taubitz, diesmal fuhr sie allen davon und gewann mit einem Rekord-Vorsprung. Am Podcast-Mikrofon erzählt die Weltklasse-Rodlerin, wie sie das Trauma verarbeitet hat und damit ihr Kindheitstraum überhaupt noch wahr werden konnte. Für das Gespräch trifft sie sich mit Dreierbob-Co-Host und SZ-Sportchef Tino Meyer im Deutschen Haus. Zu diesem Zeitpunkt ist der Triumph gerade einmal gut zwölf Stunden her. Sie sagt: „Es ist irgendwie immer noch so ein bisschen unreal, muss ich ehrlich sagen.“ Die Medaille hängt um ihren Hals, 506 Gramm ist sie schwer, dennoch muss sich das Olympiasiegergefühl erst noch richtig einstellen. „So ein wenig realisiert habe ich es, aber es ist noch nicht ganz angekommen.“ Taubitz schildert in dem Gespräch noch einmal ihre Erlebnisse aus dem entscheidenden vierten Lauf. In diesem Moment, so beschreibt sie es auch, habe sich nicht nur ihr Traum erfüllt, sondern es sei eine Art Wiedergutmachung passiert. Sie erzählt, wie sie sich nach einem Sturz bei den Spielen 2022 von diesem bitteren Erlebnis erholt habe und wie sie gelernt habe, aus Niederlagen Kraft zu ziehen. „Du lernst nur, wenn du irgendwann mal auf den Mund fällst“, sagt sie jetzt. Emotionale, einordnende und sehr wertschätzende Worte findet auch Bundestrainer Patric Leitner. Auch er erinnert noch mal an die Szenerie bei Olympia 2022. Und: Leitner spricht Merle Fräbel Mut zu. Die 22-Jährige hat am Dienstag das erlebt, was Taubitz vor vier Jahren durchgemacht hat. In aussichtsreicher Position liegend und mit Siegchancen unterlief ihr ein Fehler. Der Olympiatraum zerplatzte im dritten Lauf. Leitner sagt: „Krone richten, Kopf hoch, deine Zeit wird noch kommen.“
45 Minuten
Gold, Silber, Bronze - das deutsche Team gewinnt einen kompletten Medaillensatz und alle Welt redet über Lindsey Vonn, die polarisierende, schwer gestürzte US-Amerikanische Skirennläuferin. Damit wäre das erste Olympia-Wochenende in einem Satz zusammengefasst, nur eben noch lange nicht alles gesagt für den emotionalen Auftakt bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo. Eine Einordnung der Ereignisse verbunden mit reichlich Emotionen gibt es deshalb im „Dreierbob“, der natürlich vor Ort ist. Im Fokus dabei: natürlich die Hauptdarsteller des dramatischen wie erfolgreichen Sonntags, und zwar in der sportlichen Reihenfolge. Im Mittelpunkt steht Rodler Max Langenhan, der den ersten Olympiasieg für Team D im Eiskanal von Cortina einfuhr und danach sein Gold am liebsten „in Tausend kleine Stücke” zerhackt hätte. Warum? Erzählt er im „Dreierbob“. Und der Thüringer verrät auch, wieso er die so ersehnte Medaille gar nicht gerne um den Hals trägt. Ebenso Thema in dieser Folge quasi direkt aus Cortina ist das Drama um die als Drama-Queen bekannte Lindsey Vonn. Ihr Sturz zu Beginn der Abfahrt sorgt auch am Tag danach für teils kontroverse Diskussionen - und macht die Silbermedaille für Emma Aicher aus Berchtesgaden fast zur Nebensache. Und auch Bronze für die deutsche Biathlon-Mixed-Staffel wird im „Dreierbob“ gefeiert - hat doch Sachsens bester Skijäger Justus Strelow als hoch zuverlässiger Startläufer und Schütze großen Anteil daran. Dazu macht der „Dreierbob“ den Stimmungscheck mit ersten Eindrücken aus dem Wintersportort Cortina, wo sich Podcast-Host Tino Meyer aufhält, und auch aus Mailand. Dort macht Franziska Höhnl eigentlich gerade Urlaub, aber die Reporterin von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung hat sich trotzdem umgesehen und erklärt schließlich, wieso sie sich nach ihrem Rundgang „ein bisschen unterwältigt” gefühlt hat.
31 Minuten
Dass Olympische Spiele etwas besonderes sind, bedarf eigentlich keiner Erklärung. Sie finden nur alle vier Jahre statt, es treffen sich konzentriert in einer Region die besten Sportlerinnen und Sportler der Welt und eine olympische Medaille toppt sowieso alles, worum es im Sport sonst immer geht. Dennoch ist in diesen Tagen ein Satz immer wieder zu hören: „Dieses Olympia wird besonders“. Ist da was dran? Werden die Spiele, die an diesem Freitag beginnen, wirklich besonderer als besonders? Der „Dreierbob“ geht dieser Frage nach und startet - wie sollte es auch anders sein - in eine besondere Zeit. Denn der „Dreierbob“ schaut nicht nur zu, sondern er steuert mitten hinein ins olympische Geschehen. Tino Meyer, Sportchef bei der Sächsischen Zeitung, reist nach Cortina d’Ampezzo. Im Gepäck hat er neue Schuhe (Anm. d. Red.: Das ist ein Running Gag, hören Sie einfach regelmäßig den Podcast), ein Mikrofon und einen klaren Plan: ganz nah ran an die deutschen Athletinnen und Athleten kommen, Stimmen sammeln und mit Co-Host Fabian Deicke regelmäßig im Podcast alles besprechen, auswerten und diskutieren. So weit der Olympia-Plan für den „Dreierbob“, in dieser Warm-up-Folge am Tag vor der Eröffnungsfeier erzählen aber auch noch fünf sächsische Teilnehmer, wie sie sich auf das Highlight vorbereitet haben und mit welchen Erwartungen sie nach Norditalien reisen. Mit dabei sind Biathlet Justus Strelow, die beiden Dresdner Skeletoni Susanne Kreher und Axel Jungk, Bob-Anschieber Jörn Wenzel und natürlich Francesco Friedrich. Der Pirnaer will in Cortina sein drittes Doppelgold erreichen, also die Siege im Zweier- und Viererbob einfahren. Im Interview verrät er, was ihn zuversichtlich stimmt.
25 Minuten
Der Bob- und Skeleton-Weltcup in Altenberg ist speziell, denn der Eiskanal im Osterzgebirge ist einer der schwierigsten der Welt. Und die Rennen im Kohlgrund sind immer auch besonders stimmungsvoll sowie ein echtes Heimspiel - auch für den Dreierbob, den Wintersportpodcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Zwei Wochen vor den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina steht der Höhepunkt in dieser Wintersport-Saison natürlich in dieser Folge im Fokus. Und eigentlich sollte es darin um das ewige Duell zwischen Bobdominator Francesco Friedrich und seinem Herausforderer Johannes Lochner gehen, die in dieser Saison die Rollen getauscht haben. Doch nach den aktuellen Eindrücken von Altenberg könnte es mit Adam Ammour einen lachenden Dritten im deutschen Team geben. Am Sonntag ist er der Überraschungssieger im Viererbob. „Jetzt wollen wir das Momentum mitnehmen”, sagt er im Podcast. Und Friedrich? Der Heimweltcup, die Generalprobe vor Olympia - zwei Rennen, kein Sieg. Nach dem Vierer macht er seinem Frust Luft. „Entweder wir machen hier Rennsport oder lassen es sein”, schimpft er ins „Dreierbob”-Mikrofon und hadert mit dem Eis in der Bahn. Das ist diesmal nicht gespritzt worden, um die Geschwindigkeiten zu begrenzen, um so das Sturzrisiko zu minimieren. Außerdem zu hören: - Laura Nolte, die Gesamtweltcupsiegerin in Mono- und Zweierbob geworden ist und als Top-Favoritin zu Olympia reist, - Susanne Kreher, die Skeletoni aus Dresden, die beim Heimweltcup in Altenberg ihr Olympiaticket gelöst hat, - Armin Schuster (CDU), Sachsens Innenminister, der über die Bedeutung Altenbergs für den deutschen Wintersport spricht, - und: Marc Rodloff, Fan von Francesco Friedrich und der Mann, mit dem der Bobdominator im Sommer gelegentlich Rennrad fährt.
48 Minuten
Der Olympia-Winter nimmt jetzt so richtig Fahrt auf, und in der Jahresauftakt-Folge des Dreierbobs ist das nicht nur ein sprachliches Bild. Zu Gast diesmal: Michael Rösch, Biathlon-Olympiasieger 2006, TV-Experte bei Eurosport - und mittlerweile auch bekannt geworden mit ausgefallenen Ideen. Zum 20. Mal jährt sich in diesem Februar sein größter sportlicher Erfolg, und wieder finden die Olympischen Winterspiele in Italien statt. Das sind die Eckpfeiler von Röschs neuestem Projekt. Mit einem Fiat Panda, seit Kindertagen sein Lieblingsauto, will er sich auf den Weg zu Olympia machen, um als TV-Experte im Einsatz zu sein - und um auf dem Weg dorthin Spenden einzusammeln. 44 Sportlerinnen und Sportlern mit geistiger Behinderung sowie zwölf Begleitpersonen ohne Behinderung soll damit die Teilnahme an den Special Olympics im Juni in Saarbrücken ermöglicht werden. „Es war eigentlich eine Schnapsidee, als es um das Jubiläum meines Olympiasiegs ging – und nun ist dieses große Projekt daraus geworden“, sagt Rösch, der seit vielen Jahren in Dresden lebt und die Aktion mit der Lebenshilfe Dresden sowie der Stiftung Lichtblick umsetzt. Der Clou: Jeder Spender, der ihm zudem ein Foto zuschickt, ist dann auch bei Olympia mit dabei. Denn Rösch lässt die Bilder auf den Fiat drucken. Die Aktion mit den Fotos läuft bis zum 26. Januar (gespendet werden kann noch länger), dann wird der Oldtimer startklar gemacht. Und am 2. Februar fährt der 42-Jährige los ins 800 Kilometer entfernte Antholz, wo die olympischen Biathlon-Wettbewerbe ausgetragen werden. Die Dreierbob-Hosts Tino Meyer und Fabian Deicke haben direkt während der Podcast-Aufnahme ihre Spende inklusive Foto abgeschickt. Wer das auch machen will: Hier geht es zur Aktion auf der Plattform „Gofundme“ Und natürlich blickt Rösch im Podcast auch aus sportlicher Sicht auf den Saisonhöhepunkt, spricht über Ambitionen und Aussichten der deutschen Athletinnen und Athleten und insbesondere auch von Justus Strelow, Sachsens besten Biathleten. Herausfordernd für ihn wie alle anderen: Die Sportstätten von Antholz liegen auf etwa 1600 Meter Höhe, was eine besondere Vorbereitung verlangt. Auf die Frage, ob drei Biathlon-Medaillen fürs deutsche Team bei Olympia realistisch sind, muss Rösch nicht lange überlegen. „Es können auch viel mehr werden“, meint er, wohlwissend dass gerade beim Saisonhöhepunkt mit den fünf Ringen vieles zusammenpassen muss. So wie vor 20 Jahren, als Rösch als zweiter Starter mit zwei Schnellfeuereinlagen am Schießstand die deutsche Mannschaft auf Goldkurs brachte. Auch davon erzählt er im Dreierbob, und er verrät seine Vorsätze fürs neue Jahr.
32 Minuten
Er kam, sah, und er siegte auch. 2020 bei den ersten Olympischen Jugendspielen überhaupt fuhr Alexander Czudaj zur Goldmedaille im Monobob. Spätestens seitdem wird der mittlerweile 23-Jährige regelmäßig auf seinen Vater Harald angesprochen, der 1994 in Lillehammer bei den „großen“ Winterspielen den Olympiasieg einheimste. Natürlich kommt Czudaj junior auch im „Dreierbob“ nicht an der Frage vorbei. Ist es nicht manchmal eine Bürde, einen prominenten und noch dazu erfolgreichen Vater zu haben? Und wie ist das, wenn man - zumindest in sächsischen Bobkreisen - mitunter als möglicher Nachfolger von Francesco Friedrich bezeichnet wird? Im Podcast spricht Czudaj junior darüber, wie er seinen eigenen Weg an die Spitze gehen will. Und er macht klar, was seine Ziele sind: Im nächsten Winter Weltcup und 2030 Olympia.
59 Minuten
Nach vier Rennen in der neuen Bob-Saison steht es im Dauerduell zwischen den Weltklasse-Piloten Johannes Lochner und Francesco Friedrich 3:1. Der Bobdominator, wie Friedrich auch genannt wird, dominiert noch nicht. Ist das ein Zeichen der Schwäche? Oder - das behaupten manche Beobachter zu Beginn dieses Olympia-Winters - sogar die Wachablösung? Von wegen - entgegnet einer, der es wissen muss: Martin Grothkopp. 2018 hat der Dresdner den Friedrich-Viererbob mit zu Olympiagold geschoben, er startete 65-mal im Weltcup (54-mal Viererbob, 11-mal Zweierbob), wurde viermal Welt- und zweimal Europameister. Im Podcast „Dreierbob“ sagt Grothkopp: „Das Duell Friedrich-Lochner wird massiv weitergehen. Und die Messe wird ganz am Ende in Cortina gelesen." Grothkopp sieht die größeren Vorteile aufseiten seines früheren Team-Chefs. Der habe mehr Erfahrung im Umgang mit Druck in entscheidenden Phasen - und: "Er hat den Killerinstinkt." Allerdings, so der frühere Anschieber weiter, sei Lochner ein ausgezeichneter Sportler. Das Duell mit Friedrich, egal wie es ausgehen möge, tue dem Bobsport gut. Außerdem geht es in dem ausführlichen Interview um Grothkopps Engagement beim Dresdner Sportclub, wo er die Abteilung Bob, Skeleton und Rodeln mit gegründet hat. Der Dopingfall um den Sprinter und Bob-Anschieber Simon Wulff, der beim DSC trainiert, ist ebenfalls Thema des Gesprächs. Grothkopp berichtet darüber, wie mit dem Fall im Verein umgegangen werde und wieso "die ganze Geschichte massiv unglücklich gelaufen" ist. Und schließlich erzählt Grothkopps noch von seinem Hauptjob. Als Projektmanager bei der Dresdner Firma Solarwatt sorgt er dafür, dass auch auf Dächer von außergewöhnlichen Immobilien Solarmodule kommen. Ein Gefängnis in Münster, der denkmalgeschützte Kulturpalast in Dresden oder das Olympiastadion in Berlin, die Liste der von Grothkopp ausgestatteten Dächer ist schon fast so lang wie die seiner Erfolge.
57 Minuten
Drei Minuten, 22 Sekunden und 45 Hundertstel! Das ist nicht irgendeine Zahlenfolge, das ist die zusammengerechnete Zeit nach den vier Läufen des Zweierbob-Rennens der Frauen bei den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea. Und es ist die Siegerzeit von Mariama Jamanka, mit der sie sich damals ohne vorher je ein großes Rennen gewonnen zu haben zur Olympiasiegerin krönte. Im Podcast „Dreierbob” von Sächsischer Zeitung und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) spricht die frühere Weltklasse-Bobpilotin über den größten Moment ihrer aktiven Laufbahn - und darüber, warum ihr dieser Erfolg zwar viel, aber längst nicht alles bedeutet. Die heute 35-Jährige studiert inzwischen Psychologie in Berlin und arbeitet als Reporterin für die ARD. Sie dreht große TV-Dokumentationen, moderiert den Sportblock im vom MDR produzierten Mittagsmagazin und berichtet für die Sportschau von Bobbahnen überall auf der Welt. Im Podcast-Interview verrät sie, wie sie das alles unter einen Hut bekommt und wieso es ihr jetzt hilft, dass sie als Leistungssportlerin lernen musste, in schwierigen Phasen mit hohem Erwartungsdruck umzugehen. Ein Gespräch über Ehrgeiz, Neuanfang und die Freiheit, selbst zu bestimmen, was wichtig bleibt. Oder, wie Jamanka es selbst sagt: „Ich bin tatsächlich fein damit, auch so ein bisschen zurückzutreten.“
53 Minuten
Dass der bevorstehende Winter ein besonderer wird, ist schon in diesen Tagen zu spüren - und auch gleich in der ersten Folge der neuen Staffel Dreierbob, dem Wintersport-Podcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Olympia ist eben nur alle vier Jahre - und in vielen Sportlerbiografien ein tatsächlich einmaliges Erlebnis. Er übertrifft auch diesbezüglich alles: Francesco Friedrich. Für den Bobdominator, unter anderem zweimal zweifacher Olympiasieger, werden es die vierten Spiele sein, wenn sich im Februar 2026 in Cortina d‘Ampezzo die Elite des Wintersports zu dem alles überragenden Höhepunkt trifft. Im italienischen Dolomiten-Dorf, bekanntgeworden in den 1950er-Jahren durch den legendären Eugenio Monti, will Friedrich seine ohnehin schon außergewöhnlich erfolgreiche Karriere endgültig krönen. Und danach den Schlitten für immer in die Garage stellen? Der Dreierbob fragt nach - und Friedrich antwortet ausführlich. Der 35 Jahre alte Weltklasse-Pilot aus Pirna spricht über seine Erwartungen an die Olympia-Saison und die Spiele selbst, und er erzählt von der nicht konfliktfreien Sommervorbereitung. Dass er beim Hausputz von der Leiter fiel und sich an der Hand verletzte, ist dabei eine Anekdote, über die Friedrich schmunzeln kann. Wenngleich er auch sagt: „Das war ein Warnschuss.“ Außerdem berichtet Gerd Leopold, stellvertretender Bundestrainer und seit 17 Jahren Heimtrainer von Friedrich, wie das deutsche Team aufgestellt ist. Dabei geht es auch um den Wettkampf der Dauerrivalen Friedrich und Johannes Lochner. Zudem geht es auch um die Folgen des Dopingfalls bei Anschieber Simon Wulff. Und schließlich berichtet noch Jens Morgenstern, der Chef am SachsenEnergie-Eiskanal, von Bauarbeiten und einem kniffeligen Defekt, der die Saisonvorbereitung turbulent werden ließ.
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