Podcaster
Episoden
27.02.2026
26 Minuten
Im Gespräch mit Prof. Dr. Lars Bullinger, Direktor der
Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und
Tumorimmunologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
(Campus Virchow), diskutiert Dr. Richard Schabath die
spannendsten Entwicklungen auf dem Gebiet der AML-Therapie.
Im Zentrum steht die PARADIGM-Studie (Abstract 6 auf dem ASH
2025), in der Azacitidin plus Venetoclax erstmals bei fitten,
jüngeren Patient:innen gegen intensive Chemotherapie (7 + 3 bzw.
CPX-351/Liposomales Cytarabin-Daunorubicin) geprüft wurde. Wir
sprechen über CR- und MRD-Raten, Event-Free-Survival,
Transplantationsquoten – und die Frage, ob HMA/Venetoclax
tatsächlich ein neuer Standard werden kann oder ob Zurückhaltung
geboten ist.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf modernen Triplet-Strategien:
Azacitidin/Venetoclax kombiniert mit FLT3-Inhibitoren wie
Gilteritinib, mit IDH1/2-Inhibitoren wie Ivosidenib und
Enasidenib oder mit MENIN-Inhibitoren wie Revumenib und
Ziftomenib. Wie belastbar sind die Daten? Wo drohen additive
Myelotoxizität und prolongierte Zytopenien? Und welche
Konsequenzen ergeben sich für Timing und Indikation der allogenen
Blutstammzelltransplantation? Und was passiert da überhaupt
pathophysiologisch?
Eine hoffentlich spannende Folge zur AML – von der
Grundlagenforschung bis zur täglichen Praxis, über
Venetoclax-basierte Kombinationen,
Next-Generation-FLT3-Inhibition und die Zukunft der intensiven
Induktion bei der AML.
Zu den klinischen Studien der Charité
Zu den Projekten der Arbeitsgruppe
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05.02.2026
18 Minuten
In dieser Folge der Hämatologie-Shortcasts blicken wir zurück auf
den ASH 2025 und widmen uns den aggressiven B-Zell-Lymphomen. Dr.
Stephan Fuhrmann spricht mit Prof. Malte von Bonin (Dresden) über
die wichtigsten Kongressdaten, deren klinische Einordnung – und
darüber, warum der ASH in diesem Jahr zwar nicht „practice
changing“, aber dennoch hochrelevant für den Alltag war.
Im Fokus stehen neue chemotherapiefreie und chemo-reduzierte
Erstlinienkonzepte für ältere und gebrechliche Patient:innen,
darunter Kombinationen aus Epcoritamab und R-mini-CHOP sowie eine
vielbeachtete Berliner Studie zur chemotherapiefreien Kombination
aus Rituximab, Polatuzumab und Glofitamab. Diskutiert werden
beeindruckende Ansprechraten bei gleichzeitig relevanten
Herausforderungen im Nebenwirkungs- und Infektionsmanagement –
insbesondere im ambulanten Setting.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zelltherapie: Prof. von
Bonin ordnet aktuelle Real-World-Daten zur CAR-T-Zell-Therapie
ein, einschließlich Unterschieden zwischen Axi-Cel und Liso-Cel
hinsichtlich Effektivität, Neurotoxizität und praktischer
Umsetzbarkeit. Auch die Rolle von bispezifischen Antikörpern im
Vergleich zur CAR-T-Therapie wird kritisch diskutiert –
differenziert nach Alter, Therapieziel und kurativer Perspektive.
Abgerundet wird die Folge durch einen Ausblick auf die Diagnostik
und das Monitoring: von etablierten Risikoklassifikationen über
MYC/BCL-Alterationen bis hin zu MRD-Konzepten (ctDNA), deren
prognostischer Wert zunehmend durch Real-World-Daten gestützt
wird – bei gleichzeitig noch offenen Fragen zur Integration in
den klinischen Alltag.
Eine differenzierte, praxisnahe Folge zu dem, was sich bei
aggressiven B-Zell-Lymphomen bereits verändert – und was uns in
den kommenden Jahren noch erwarten wird.
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19.01.2026
29 Minuten
In dieser Folge der Hämatologie Shortcasts spricht Dr. Stephan
Fuhrmann mit PD Dr. med. Thomas Weber (Universitätsklinikum
Halle) über die wichtigsten ASH-Late-Breaker- und
Abstract-Highlights 2025 zu T-Zell-Lymphomen – einer seltenen,
biologisch hochkomplexen und therapeutisch weiterhin
herausfordernden Entität.
Im Fokus stehen neue zielgerichtete Therapieansätze jenseits der
klassischen Chemotherapie, darunter gegen CD94 gerichtete
Antikörper mit beeindruckenden Ansprechraten bei zytotoxischen T-
und NK-Zell-Neoplasien (u. a. ASH Abstracts zu DR-01) sowie
CAR-T-Zellen (Abstract #2337). Die Daten werden kritisch
eingeordnet hinsichtlich Wirksamkeit, Verträglichkeit und
möglicher Rolle als Kombinationspartner.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf innovativen
Signalweg-Inhibitoren mit dualer Wirkung auf Tumorzellen und
Tumormikromilieu. eEs werden klinischen Phase-II-Daten eines
ITK-/SYK-Inhibitors bei rezidivierten oder refraktären
T-Zell-Lymphomen diskutiert ( Ansprechraten, Nebenwirkungsprofil
und das Potenzial für zukünftige Kombinationstherapien).
Mit hoher klinischer Relevanz werden zudem Registerdaten zur
Rezidivkinetik bei peripheren T-Zell-Lymphomen besprochen
(Abstract #889). Die Analyse zeigt deutlich: frühe Rezidive
innerhalb der ersten 12 Monate sind prognostisch ungünstig –
profitieren aber signifikant von neuen Substanzen im Vergleich
zur erneuten Chemotherapie. Daraus ergeben sich klare
Konsequenzen für das therapeutische Vorgehen im Rezidiv.
Weitere Themen sind Kombinationsstrategien mit Brentuximab
Vedotin zur Remissionsvertiefung und als Brücke zur allogenen
Stammzelltransplantation (Abstract #5425), der Einsatz von
künstlicher Intelligenz in der histopathologischen Diagnostik
sowie die Bedeutung des GLA-T-Zell-Lymphom-Registers für
translationale Forschung und die Weiterentwicklung der klinischen
Versorgung.
Eine dichte, kritisch reflektierte ASH-Folge zu dem, was die
Behandlung von T-Zell-Lymphomen heute – und in den kommenden
Jahren – maßgeblich verändern könnte.
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19.12.2025
20 Minuten
In dieser Live-Folge aus Orlando berichtet Dr. Andreas Hausmann
ohne Gesprächspartner direkt vom diesjährigen ASH-Kongress über
eine herausragende Session zu indolenten B-Zell-Lymphomen, mit
besonderem Fokus auf das follikuläre Lymphom und neue
chemotherapiefreie Immuntherapiekonzepte.
Vorgestellt und eingeordnet werden mehrere aktuelle Phase-II- und
Phase-III-Studien, die das Potenzial haben, die klinische Praxis
in naher Zukunft grundlegend zu verändern. Im Mittelpunkt stehen
bispezifische Antikörper, insbesondere Epcoritamab, in
Kombination mit etablierten Backbone-Therapien wie R² (Rituximab
+ Lenalidomid) sowie neue Erstlinienkonzepte ohne Chemotherapie.
Besprochen werden unter anderem:
die MYTHIC-FL2-Studie zur Kombination aus Mosunetuzumab und
Zanubrutinib in der Erstlinie,
die Epcoritamab-Rituximab-Studie mit beeindruckenden
Ansprechraten in der Erstlinie
und reduzierter CRS-Rate durch Debulking,
das 3-Jahres-Follow-up der EPCORE-NHL2-Studie (Epcoritamab +
R²) in der Erstlinie
sowie als klinisches Highlight die Phase-III-Studie
EPCORE-FL1, die erstmals eine signifikante Überlegenheit eines
CD3-CD20-bispezifischen Antikörpers in Kombination
mit R²
gegenüber R² in der rezidivierten Situation
zeigt.
Die Folge ordnet Wirksamkeit, Sicherheit, Behandlungsdauer und
praktische Implikationen ein und diskutiert, wie sich die
Therapiesequenz beim follikulären Lymphom künftig entwickeln
wird.
Ein kompaktes, praxisrelevantes ASH-Update, das zeigt, wie nah
wir an neuen Standards in der Behandlung des follikulären
Lymphoms sind.
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17.12.2025
33 Minuten
Live vom ASH 2025 in Orlando spricht Dr. Andreas Hausmann mit
Prof. Dr. med. Thomas Schroeder vom Universitätsklinikum in Essen
über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der myeloischen
Neoplasien – mit besonderem Fokus auf AML, MDS und die allogene
Blutstammzelltransplantation.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle ASH-Daten zur
Next-Generation-FLT3-Inhibition mit Gilteritinib, inklusive neuer
Post-hoc-Analysen zur Erhaltungstherapie nach allogener
Transplantation und zur Bedeutung von MRD und Timing der
Transplantation. Diskutiert wird, welche Patient:innen
tatsächlich profitieren könnten – und ob Gilteritinib künftig
eine Alternative zum bislang etablierten Sorafenib werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kombinationstherapien mit HMA
und Venetoclax, inklusive Triplet-Strategien mit FLT3- oder
Menin-Inhibitoren. Dabei geht es nicht nur um hohe Ansprechraten,
sondern auch um die klinisch relevanten Fragen von
Knochenmarktoxizität, Zytopenien und die Konsequenzen für die
Transplantationsstrategie. Die Menin-Inhibitoren werden kritisch
eingeordnet: vielversprechender neuer Baustein, aber kein
„Single-Drug-Durchbruch“ bei der AML.
Ausführlich besprochen wird zudem die VERONA-Studie zur
Kombination HMA + Venetoclax im Vergleich zu HMA alleine beim
Hochrisiko-MDS – mit dem Ergebnis: etwas höhere Remissionsraten
ohne signifikanten Überlebensvorteil, im SInne der Fragestellung,
kein Vorteil. Die Folge beleuchtet, warum sich erfolgreiche
AML-Konzepte nicht einfach auf das MDS übertragen lassen und
welche Rolle die Transplantation bei beiden Erkrankungen
weiterhin spielt.
Ein besonderes Highlight ist die Diskussion der vielbeachteten
PARADIGM-Studie (ASH Plenary), in der HMA + Venetoclax erstmals
bei fitten, jüngeren AML-Patient:innen gegen intensive
Chemotherapie (7 + 3 bzw. CPX-351) getestet wurde. Ist das
wirklich das Ende von 7 + 3 – oder ist Zurückhaltung angebracht?
Thomas Schroeder ordnet die Daten zu EFS, OS, Toxizität und
Transplantationsraten kritisch ein und erklärt, warum ein
Paradigmenwechsel für den klinischen Alltag in Europa noch nicht
gerechtfertigt ist.
Abgerundet wird die Folge durch aktuelle ASH-Highlights aus der
Transplantationsmedizin, darunter ORCA-T-Zell-Konzepte und die
prospektive Studie der EBMT "HAPLO-MUD" zur haploidentischen
Transplantation.
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Über diesen Podcast
Hämatologie-Shortcasts richten sich an Healthcare Professionals
(HCP) – Onkologen und Hämatologen in Krankenhäusern sowie
niedergelassene Hämatologen, welche ihr Fachwissen und die eigenen
Kenntnisse mithilfe kurzer Podcast-Episoden erweitern möchten. Es
erwarten Sie CME-zertifizierte, wissenschaftlich fundierte
Informationen sowie Kongressberichterstattungen der wichtigsten
hämatologischen Kongresse weltweit.
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