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28 Minuten
Was Sie mitnehmen…

Wir bewerten häufig Verhalten statt Kompetenz.

Neurodivergenz kann besondere Stärken sichtbar machen.

Inklusives Recruiting braucht nicht unbedingt mehr Aufwand, sondern andere Kriterien.

Auch KI ist nicht automatisch objektiv.

Interviewpartnerin: Sabine Buch ist Gründerin und Präsidentin des Europäischen Instituts für Neurodivergenz sowie Expertin und Coach für Neurodiversity.

Im Interview: Sabine Buch

Wenn Blickkontakt zur Falle wird

Warum wir Soft Skills bei neurodivergenten Menschen neu bewerten müssen

Blickkontakt, spontanes Auftreten, Smalltalk, Teamübungen im Assessment-Center: Was im Recruiting häufig als Ausdruck sozialer Kompetenz bewertet wird, kann dazu führen, dass Unternehmen gerade die Menschen übersehen, die besonders wertvolle Fähigkeiten mitbringen.

Denn neurodivergente Menschen denken, lernen, kommunizieren und verarbeiten Informationen teilweise anders. Menschen mit ADHS, Autismus, Dyslexie, Hochbegabung oder anderen neurologischen Profilen können beispielsweise besondere Stärken bei Kreativität, Mustererkennung, Detailgenauigkeit, analytischem Denken oder fokussierter Problemlösung entwickeln. Doch viele klassische Auswahl- und Bewertungsverfahren orientieren sich weiterhin an neurotypischen Verhaltensmustern.

Darüber spricht Wolfgang Eck bei Themen-Radio mit Sabine Buch, Gründerin und Präsidentin des Europäischen Instituts für Neurodivergenz und Mitautorin des Buches „Soft Skill Rating“.

In ihrem Beitrag „Neurodiversity sichtbar machen: Kompetenzen erkennen und fördern“ fordert Buch einen Perspektivwechsel: weg vom Defizitdenken, hin zu einer stärkenorientierten Bewertung tatsächlicher Kompetenzen.

Im Gespräch geht es unter anderem darum, warum klassische Bewerbungsgespräche und Assessment-Center neurodivergente Menschen benachteiligen können, welche bislang übersehenen Fähigkeiten Unternehmen dadurch verlieren und wie Recruiting und Personalentwicklung neuroinklusiver gestaltet werden können.

Und auch Künstliche Intelligenz spielt eine wichtige Rolle: Kann KI helfen, Kompetenzen objektiver zu erkennen – oder automatisiert sie möglicherweise genau die Vorurteile, die wir eigentlich überwinden wollen?

Eine Folge über verborgene Talente, bessere Personalauswahl und die Frage, ob Unternehmen künftig nicht Menschen stärker an ihre Systeme anpassen sollten – sondern ihre Systeme stärker an die Vielfalt der Menschen.

Wir bewerten häufig Verhalten statt Kompetenz.

Blickkontakt, Smalltalk oder spontanes Auftreten sind keine verlässlichen Indikatoren für Leistungsfähigkeit. Klassische Auswahlverfahren können dadurch neurodivergente Talente systematisch unterschätzen. Neurodivergenz kann besondere Stärken sichtbar machen.

Detailgenauigkeit, Kreativität, Mustererkennung, Hyperfokus oder unkonventionelles Problemlösen können für Unternehmen ausgesprochen wertvoll sein – wenn sie erkannt und richtig eingesetzt werden. Inklusives Recruiting braucht nicht unbedingt mehr Aufwand, sondern andere Kriterien.

Klare Kommunikation, vorbereitete Interviews, praktische Arbeitsproben, alternative Antwortmöglichkeiten und reizärmere Situationen können Auswahlverfahren erheblich verbessern. Auch KI ist nicht automatisch objektiv.

Wenn Algorithmen mit einseitigen Daten trainiert werden, können sie bestehende Bias reproduzieren. Die Chance liegt in hybriden, transparenten und diversitätssensibel entwickelten Verfahren. Der Mensch

Sabine Buch ist Gründerin und Präsidentin des Europäischen Instituts für Neurodivergenz sowie Expertin und Coach für Neurodiversity. Sie verfügt über langjährige Konzernerfahrung in verschiedenen internationalen Führungspositionen und verbindet ihre Expertise in Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Transformation mit Leadership-Entwicklung und wissenschaftlichen Ansätzen. Ihr Ziel: Unternehmen und Führungskräfte dabei zu unterstützen, neurodivergente Talente nicht über vermeintliche Defizite zu beurteilen, sondern ihre besonderen Fähigkeiten sichtbar zu machen und gezielt zu fördern.

Zum Buch geht es hier. Weitere Informationen zum Institut für Neurodivergenz findet ihr hier.

Oder folgt Sabine auf LinkedIn.
22 Minuten
Was Sie mitnehmen…

Warum Veränderung häufig nicht am Willen der Menschen, sondern an Strukturen, Kultur und Führung scheitert.

Welche Form der Selbsterkenntnis Führungskräfte benötigen, um im Wandel Orientierung zu geben.

Wie Unternehmen Über- und Unterforderung gleichzeitig reduzieren und vorhandene Potenziale besser einsetzen können.

Warum Coaching, Sparring und kollegiale Beratung oft mehr bewirken als standardisierte Change-Trainings.

Interviewpartner: Claudia Schmidt. Expertin für Veränderungsmanagement und seit 2008 Gründerin und  Geschäftsführerin der MUTAREE GmbH.

Weitere Infos:

Kontakt zu Claudia Schmidt via LinkedIn

Landingpage zur Studie

Im Interview: Claudia Schmidt

Unternehmen investieren in Strategien, Technologien und Transformationsprogramme – und trotzdem kommt der Wandel oft nicht richtig voran. Liegt das wirklich an veränderungsunwilligen Mitarbeitenden?

Die aktuelle Change-TED-Umfrage der MUTAREE GmbH zeichnet ein anderes Bild: Viele Menschen kennen ihre Stärken, wollen Verantwortung übernehmen und wünschen sich Autonomie und Selbstwirksamkeit. Doch sie treffen auf Strukturen, kulturelle Gewohnheiten und Führungssysteme, die diese Energie nicht ausreichend nutzen. Die Menschen scheinen häufig weiter zu sein als ihre Organisation.

Welche Rolle spielt dabei die Selbsterkenntnis? Warum müssen gerade Führungskräfte ihre eigene Wirkung besser verstehen? Und wie lässt sich die vorhandene Veränderungsbereitschaft tatsächlich in Bewegung und messbare Ergebnisse übersetzen?

Veränderungen – die Menschen sind bereit Viele Unternehmen wollen sich verändern – und vermuten den größten Widerstand bei ihren Mitarbeitenden. Die aktuelle Change-TED-Umfrage der MUTAREE GmbH stellt diese Annahme infrage: Die Befragten zeigen ein hohes Maß an Selbstreflexion, Eigenmotivation und Veränderungsbereitschaft. Doch Kultur, Bürokratie, fehlende Prioritäten und unklare Führung verhindern häufig, dass dieses Potenzial wirksam wird.

Besonders deutlich wird die Bedeutung der Führung: 95 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Veränderung besser gelingt, wenn Führungskräfte sich selbst und ihre Wirkung kennen. Gleichzeitig erkennen nur 35 Prozent in ihrem Unternehmen eine klare Strategie zur Entwicklung einer tragfähigen Veränderungskultur.

Im Gespräch mit Wolfgang Eck erklärt MUTAREE-Geschäftsführerin Claudia Schmidt, warum die Menschen vielfach weiter sind als ihre Organisation, was Selbsterkenntnis mit erfolgreichem Change zu tun hat und wie Unternehmen vorhandene Veränderungsenergie in konkrete Ergebnisse übersetzen können.

Der Mensch

Claudia Schmidt ist Expertin für Veränderungsmanagement und seit 2008 Geschäftsführerin der MUTAREE GmbH. Mit ihrem Team begleitet sie Unternehmen bei der Planung, Steuerung und Umsetzung komplexer Veränderungsprozesse. Im Mittelpunkt steht dabei weniger das „Was“ einer Transformation als die Frage, wie Unternehmen die Menschen für den Wandel gewinnen.

Vor der Gründung von MUTAREE war Claudia Schmidt unter anderem bei Hoechst, Seagram, der Deutschen Bank Lebensversicherungs-AG und der VR-LEASING AG tätig. Dort verantwortete sie Aufgaben im strategischen Qualitäts- und Personalmanagement, in der Organisationsentwicklung sowie in den Bereichen Kommunikation und Transformationsmanagement.

Neben ihrer Beratungstätigkeit beschäftigt sie sich seit vielen Jahren wissenschaftlich mit der Veränderungsfähigkeit von Organisationen. 2010 initiierte sie das Forschungsprojekt „Change-Evolution 2020“ und veröffentlicht regelmäßig Untersuchungen zur Change-Fitness von Unternehmen.

Zudem war sie als Beraterin an Hochschulen und Bildungseinrichtungen wie der Frankfurt School of Finance & Management, der European Business School und der WHU Otto Beisheim School of Management tätig.
20 Minuten
Was Sie mitnehmen…

Erfolg beginnt mit Selbstverantwortung. Wer sein Leben gestalten will, muss die eigenen Stärken, Ziele und Prioritäten kennen – und bereit sein, Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen.

Bildung ist mehr als Fachwissen. Kommunikation, Selbstkenntnis, Lernfähigkeit und der Umgang mit Zeit gehören zu den entscheidenden Kompetenzen für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Genau diese Fähigkeiten wollte Hardy Wagner mit GABAL und später mit STUFEN zum Erfolg stärker ins Bewusstsein rücken.

Wirkung entsteht, wenn Wissen weitergegeben wird. Ein Lebenswerk bemisst sich nicht nur daran, was jemand selbst erreicht hat, sondern daran, welche Ideen andere Menschen aufnehmen und weitertragen.

Erfolg und Menschlichkeit gehören zusammen. Ein Satz von Hardy Wagner bringt diese Haltung wunderbar auf den Punkt: „Jeden Tag eine gute Tat.“ Erfolg bedeutet damit nicht nur, etwas für sich selbst zu erreichen, sondern auch, etwas Positives für andere zu bewirken.

Interviewpartner: Prof. Dr. Hardy Wagner, unter anderem  Ehrenpräsident des GABAL e.V.

Im Interview: Prof. Dr. Hardy Wagner Der Mensch

Prof. Dr. Hardy Wagner – ein Brückenbauer zwischen Wissen und Wirkung

Prof. Dr. Hardy Wagner gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Weiterbildungslandschaft. Am 9. März 1932 geboren, ist er heute 94 Jahre alt – und noch immer eng mit den Organisationen verbunden, die aus seinen Ideen hervorgegangen sind. Sein Lebenswerk kreist um eine Frage: Was brauchen Menschen über Fachwissen hinaus, um ihr Leben selbstbestimmt und erfolgreich gestalten zu können?

Sein eigener Bildungsweg war keineswegs vorgezeichnet. Wagner absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Nach einer externen Reifeprüfung studierte er Wirtschaftspädagogik, Betriebswirtschaftslehre und Sozialpolitik in Köln und Bonn. Er schloss als Diplom-Handelslehrer und Diplom-Kaufmann ab und promovierte im Fach Sozialpolitik. Damit verband er bereits früh kaufmännische Praxis, pädagogisches Denken und gesellschaftliche Verantwortung.

Nach wissenschaftlichen und projektbezogenen Tätigkeiten für das damalige Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung sowie für Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sammelte Wagner rund zehn Jahre praktische Wirtschaftserfahrung, zuletzt als Geschäftsführer einer GmbH. 1971 wurde er Professor an der neu gegründeten Fachhochschule Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen. Bis 1994 lehrte er dort insbesondere Controlling und Management.

Der Aufbau eines Weiterbildungsnetzwerks

Am 14. Juli 1976 gründete Hardy Wagner gemeinsam mit Mitstreitern den GABAL e. V. Die Initiative ging auch auf den EKS-Entwickler Wolfgang Mewes zurück. Das Ziel war für die damalige Zeit ausgesprochen modern: Erkenntnisse über erfolgreiche Unternehmensführung sollten in die Hochschullehre einfließen, aktive Lehr- und Lernmethoden gefördert und eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen werden.

Aus einer eigenen Schriftenreihe entwickelte sich 1978 der GABAL Verlag. Zu den frühen Autorinnen und Autoren gehörten später so bekannte Namen wie Vera F. Birkenbihl und Lothar J. Seiwert. Wagner führte den Verein zwei Jahrzehnte lang als Vorstandsvorsitzender. 1996 übergab er die operative Verantwortung, blieb GABAL jedoch als Ehrenvorsitzender und heute als Ehrenpräsident eng verbunden. Darüber hinaus war er an der Gründung weiterer Institutionen beteiligt, darunter die Deutsche Gesellschaft für Suggestopädisches Lehren und Lernen und der Verlag managerSeminare.

Sein zweites großes Lebenswerk: STUFEN zum Erfolg

Schon 1988 legte Wagner mit der Veröffentlichung „Zielorientiert und praxisverbunden studieren – erfolgreicher im Leben“ den Grundstein für sein späteres STUFEN-Konzept. 2002 gründete er gemeinsam mit seinem Sohn Ansgar die Bildungs- und Chancenstiftung STUFEN zum Erfolg. Ihr Ziel ist es, jungen Menschen Kompetenzen zu vermitteln, die im klassischen Bildungssystem häufig zu kurz kommen.

Im Zentrum stehen vier aufeinander aufbauende Bereiche:

• Persönlichkeit und wertschätzende Kommunikation

• Berufszielentwicklung und Karrierestrategie

• Lernen lernen und lebenslanges Lernen

• Umgang mit Zeit und Prioritäten

Junge Menschen sollen dadurch ihre Stärken erkennen, Selbstvertrauen entwickeln, eigene Ziele formulieren und ihre Potenziale tatsächlich nutzen können. Wagners weiterführende Vision ist ein Grundlagenfach „Lebenskunde“ oder „Lebenskunst“, das solche Fähigkeiten fest im öffentlichen Bildungssystem verankert.

Was Hardy Wagner besonders macht

Er hat Wissenschaft und Praxis konsequent miteinander verbunden.

Wagner war nicht nur Hochschullehrer und Theoretiker. Er kannte Wirtschaft aus eigener Berufserfahrung, war Geschäftsführer, Trainer, Autor, Verbandsgründer und Verlagsinitiator. GABAL sollte deshalb nie ein rein akademisches Forum sein, sondern Wissen anwendbar machen.

Er hat früh erkannt, dass Fachwissen allein nicht genügt.

Lange bevor Begriffe wie Soft Skills, lebenslanges Lernen, stärkenorientierte Führung oder Purpose zum Managementvokabular gehörten, beschäftigte er sich mit Persönlichkeit, Selbstkenntnis, Kommunikation, Lernfähigkeit und eigenverantwortlicher Lebensgestaltung.

Er hat nicht nur Ideen formuliert, sondern Strukturen geschaffen.

Verein, Verlag, Stiftung, Schriftenreihen und Trainernetzwerke: Wagner dachte institutionell. Seine Konzepte sollten nicht mit seiner Person verschwinden, sondern von anderen aufgegriffen, weiterentwickelt und an neue Generationen vermittelt werden.

Sein Erfolgsbegriff ist ungewöhnlich menschlich.

Bei ihm bedeutet Erfolg nicht in erster Linie Status, Einkommen oder Karriere. Erfolg entsteht, wenn Menschen ihre eigenen Ziele kennen, sie auf eine persönlich stimmige Weise erreichen und daraus Zufriedenheit gewinnen. Persönliche Entwicklung, Wertschätzung und gesellschaftlicher Nutzen gehören für ihn zusammen.
14 Minuten
Was Sie erwartet

Was bietet die neue Karrieremesse Jobrotation

Warum Gamification funktioniert, wie Unternehmen und Talente sich wirklich auf Augenhöhe begegnen.

Was du tun kannst, um deinen Traumjob zu finden.

Interviewpartnerin: Britta Noack, Macherin der etwas anderen Messe „Jobrotation“

Im Interview: Britta Noack Das Thema Jobrotation – können Jobmessen helfen den Traumjob zu finden?

Traumjob finden? Britta weiß, wie!

Torwandschießen, Quiz, App-Matching – klingt nicht nach Bewerbung? Ist aber genau das!

In der neuen Folge von Themen-Radio | Karriere & Erfolg spreche ich mit Britta Noack, Macherin der Messe JOBROTATION, über moderne Jobfindung mit Spaß und System.

Britta ist Geschäftsführerin der Noack media production GbR und die kreative Macherin hinter der Fachkräftemesse JOBROTATION, die seit ihrer Premiere neue Maßstäbe im Recruiting setzt. Mit innovativen Formaten, Gamification und einer eigenen Matchmaking-App bringt sie Unternehmen und Talente auf Augenhöhe zusammen – spielerisch, effektiv und nachhaltig. In unserem Gespräch geht’s darum, wie du deinen Traumjob findest – und wie Veranstaltungen wie JOBROTATION dabei helfen können. Jetzt reinhören!

MESSEPREMIERE: 20.8.2026

Weitere Informationen

Britta bei LinkedIn

Zur Messe JobRotation

Am Donnerstag, 20. August 2026, findet erstmals die Karrieremesse Jobrotation in der BBBank Arena Frankfurt statt. Von 9 bis 13 Uhr richtet sich die Ausbildungsmesse an Schülerinnen und Schüler. Von 14 bis 18 Uhr stehen Fachkräfte, Studierende und Quereinsteiger im Mittelpunkt. Der Eintritt ist für Besucherinnen und Besucher kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Um 9 Uhr eröffnen Britta und Andreas Noack die Jobrotation und begrüßen die Gäste. Im Anschluss übergeben sie das Wort an Frankfurts Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, die ein Grußwort hält. Als Medienpartner begleitet HIT RADIO FFH und die UDVM die Jobrotation.

Die Veranstalter reagieren mit dem zweigeteilten Konzept auf zwei Herausforderungen des Arbeitsmarktes: Viele junge Menschen suchen Orientierung beim Einstieg ins Berufsleben. Gleichzeitig benötigen Unternehmen qualifizierte Nachwuchs- und Fachkräfte. Durch die getrennten Zeitfenster sollen Aussteller ihre Gespräche gezielter auf die jeweiligen Besuchergruppen ausrichten können.

„Eine Karrieremesse ist für uns erst dann erfolgreich, wenn aus einem guten Gespräch ein konkreter nächster Schritt entsteht“, sagt Britta Noack, Initiatorin und Organisatorin der Jobrotation. „Besucher sollen mit einer echten Perspektive nach Hause gehen. Das kann ein weiterer Gesprächstermin, ein Praktikum, eine Bewerbung oder zunächst eine klarere berufliche Orientierung sein.“

Messe-App begleitet Kontakte über den Veranstaltungstag hinaus Eine eigens für die Messe eingesetzte App ergänzt die persönlichen Gespräche. Besucherinnen und Besucher können ein Kurzprofil anlegen und sich vorab über teilnehmende Unternehmen informieren. Während und nach der Veranstaltung unterstützt die Anwendung dabei, Kontakte festzuhalten und weitere Schritte zu vereinbaren.

„Auf Karrieremessen werden viele Gespräche geführt. Häufig fehlt anschließend jedoch eine klare Fortsetzung“, sagt Andreas Noack, verantwortlich für das Marketing der Jobrotation. „Die App soll den persönlichen Austausch nicht ersetzen. Sie soll verhindern, dass ein interessanter Kontakt nach dem Messetag verloren geht.“

Für die Schülerinnen und Schüler verbindet die Jobrotation Berufsorientierung mit einem Stadionerlebnis. Über Fragen zu den teilnehmenden Unternehmen können sie sich für ein Torwandschießen auf dem Trainingsfeld des FSV Frankfurt qualifizieren. Ziel ist es, die Jugendlichen dazu anzuregen, sich aktiv mit den Ausstellern und deren Ausbildungsangeboten auseinanderzusetzen.

Unterschiedliche Berufswege ausdrücklich erwünscht

Der Name Jobrotation steht für die Überzeugung der Veranstalter, dass berufliche Wege nicht immer geradlinig verlaufen. Die Messe wendet sich deshalb neben Berufseinsteigern ausdrücklich auch an Menschen, die sich weiterentwickeln oder beruflich neu orientieren möchten.

Britta Noack bringt dabei eigene Erfahrungen ein. Sie begann ihren Berufsweg als Tierarzthelferin, wechselte später in die Finanzbranche und machte sich nach rund 25 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann selbstständig. „Berufliche Veränderungen sind keine verlorene Zeit“, sagt sie. „Erfahrungen aus früheren Stationen können genau die Grundlage für den nächsten Schritt sein.“

Im Anschluss an die beiden öffentlichen Messezeiten findet ab 18.30 Uhr eine Netzwerkveranstaltung für Aussteller, Partner und Unterstützer statt. Die Jobrotation soll künftig jährlich in Frankfurt stattfinden und perspektivisch auf weitere Städte übertragen werden.
21 Minuten
Wir sprechen daüber, …

warum Praktika für junge Menschen ein Schlüssel sein können, um eigene Stärken und Talente zu entdecken.

weshalb Unternehmen schon viel früher ansetzen müssen, wenn sie die Fachkräfte von morgen gewinnen wollen.

wie aus einem Pflichtpraktikum eine echte Chance für Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung wird.

warum gute Praktikumserfahrungen motivieren – und schlechte aber  Jugendliche dauerhaft abschrecken können.

wie Schulen, Eltern und Unternehmen gemeinsam dazu beitragen können, junge Menschen besser auf ihrem Weg zu begleiten.

Im Interview mit Kay Lied: Osman Citir, Jugendcoach, Buchautor und Gründer von praktikumskompass.de

Im Gespräch mit Kay Lied: Osman Citir

Die Azubis von morgen gewinnen

Warum ein gutes Praktikum heute über Fachkräfte von morgen entscheidet

Fachkräftemangel beginnt oft viel früher, als viele Unternehmen denken: nämlich in dem Moment, in dem junge Menschen erstmals mit der Arbeitswelt in Berührung kommen. Kay Lied hat dazu einige Fragen an Experten Osman Citir. Im Themen-Radio-Gespräch im Rahmen des 22. Weilburger Unternehmerfrühstücks erklärt Osman Cetir, warum Praktika weit mehr sind als ein kurzer Pflichttermin im Lebenslauf – und weshalb sie für Unternehmen zu einem echten strategischen Instrument der Nachwuchsgewinnung werden können.

Osman Cetir beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Berufsorientierung, Ausbildungsmarketing und der Frage, wie Jugendliche motiviert und realistisch an ihre berufliche Zukunft herangeführt werden können. Seine zentrale Botschaft: Ein Praktikum entscheidet häufig darüber, ob ein junger Mensch sich eine Ausbildung überhaupt vorstellen kann – oder ob er innerlich schon wieder abspringt.

Im Podcast geht es darum, warum viele Schülerpraktika heute noch zu kompliziert, zu zufällig oder zu wenig attraktiv organisiert sind. Osman Cetir zeigt, weshalb genau darin für Unternehmen eine große Chance liegt: Wer sich frühzeitig sichtbar macht, Jugendliche ernst nimmt und Praktika professionell begleitet, kann nicht nur positive Erfahrungen schaffen, sondern sich auch als attraktiver Ausbildungsbetrieb positionieren.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Plattform praktikumskompass.de. Sie will Jugendlichen den Zugang zu passenden Praktikumsplätzen erleichtern und gleichzeitig Unternehmen dabei helfen, den Prozess effizienter und zielgerichteter zu gestalten. Dabei wird deutlich: Es geht nicht darum, möglichst viele Praktikanten aufzunehmen, sondern sich im richtigen Moment überzeugend zu präsentieren und Kontakte systematisch aufzubauen.

Spannend ist auch der Blick auf die Perspektive von Schulen, Eltern und Personalverantwortlichen. Das Interview macht deutlich, wie groß die Hürden für junge Menschen oft tatsächlich sind – und wie schnell Frust entsteht, wenn Bewerbungen unbeantwortet bleiben oder unpersönlich abgelehnt werden. Gerade hier sieht Osman Cetir einen entscheidenden Hebel: Unternehmen können schon mit kleinen Veränderungen in Kommunikation und Prozess einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen.

Der Podcast richtet sich an Ausbildungsbetriebe, Personalverantwortliche, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie an alle, die junge Menschen besser für Ausbildung und Beruf begeistern wollen. Wer wissen möchte, wie aus einem oft unterschätzten Thema ein echter Wettbewerbsvorteil werden kann, bekommt hier viele praktische Denkanstöße.
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Themen-Radio Interviews mit verschiedenen Autoren zum Thema Karriere & Erfolg
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„Karriere und Erfolg“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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