Vom Fachkräftemangel zur KI-Transformation
vor 2 Monaten
Wir sprechen über... Die größten Veränderungen, die unsere
Arbeitswelt in den nächsten Jahren prägen werden. Welche Maßnahmen
ergriffen werden können, um die demografischen Veränderungen
aufzufangen? Ein Beispiel für eine Region,
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Beschreibung
vor 2 Monaten
Wir sprechen über…
Die größten Veränderungen, die unsere Arbeitswelt in den
nächsten Jahren prägen werden.
Welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die
demografischen Veränderungen aufzufangen?
Ein Beispiel für eine Region, die das bereits gut gemacht
hat.
Wie die Bildungspolitik darauf reagieren muss.
Interviewpartnerin: Dr. Christa Larsen, Leiterin des
Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur an der Goethe
Universität, Frankfurt.
Im Interview: Dr. Christa Larsen
Arbeitsmarkt im Wandel: Demografie und KI als zentrale
Treiber
Im Gespräch mit Dr. Christa Larsen wird deutlich: Der
Arbeitsmarkt steht vor tiefgreifenden strukturellen
Veränderungen, die weit über kurzfristige Konjunkturzyklen
hinausgehen. Als Leiterin des Institut für Wirtschaft, Arbeit und
Kultur (IWAK) an der Goethe-Universität Frankfurt berät sie seit
Jahren Politik und Regionen zu Arbeitsmarkt- und
Transformationsfragen – mit einem klaren Blick auf Praxisnähe und
aktuelle Entwicklungen.
Zentraler Taktgeber des Arbeitsmarktes ist laut Larsen längst
nicht mehr die Konjunktur, sondern die Demografie. Seit 2017
prägt der altersbedingte Ausstieg der Babyboomer den Markt – und
diese Entwicklung wird noch Jahrzehnte anhalten. Die Zahl der
nachrückenden Erwerbspersonen reicht nicht aus, um die Lücken zu
schließen. Zuwanderung, die Aktivierung vorhandener Potenziale
sowie der Einsatz neuer Technologien sind daher unverzichtbar.
Gleichzeitig zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Stadt
und Land sowie zwischen Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel.
Ein weiterer Beschleuniger des Wandels ist Künstliche
Intelligenz. Während klassische Digitalisierung vor allem die
industrielle Produktion verändert hat, trifft KI insbesondere
wissensintensive Tätigkeiten – und damit viele akademisch
Qualifizierte. Routineaufgaben in Bereichen wie Beratung, HR oder
Marketing lassen sich zunehmend automatisieren. Das erschwert vor
allem Berufseinsteige den Zugang zum Arbeitsmarkt, während
erfahrene Fachkräfte weniger betroffen sind.
Dr. Larsen betont, dass Bildungspolitik und Weiterbildung neu
gedacht werden müssen. Lebenslanges Lernen, Kompetenzentwicklung
und die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen, werden
entscheidend. Formale Abschlüsse allein reichen nicht mehr aus –
gefragt sind flexible Lernangebote, die unterschiedliche
Generationen und Lernstile berücksichtigen.
Besonders wichtig ist aus ihrer Sicht der regionale Ansatz. Jede
Region hat eigene Branchenstrukturen und demografische
Herausforderungen. Ein Beispiel für erfolgreiche Praxis ist der
Main-Kinzig-Kreis, wo in einem Reallabor Akteure aus Wirtschaft,
Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam
Zukunftsszenarien entwickeln und Maßnahmen erproben. Solche
evidenzbasierten Ansätze stärken die Resilienz ganzer Regionen.
Für Studierende und Berufseinsteiger hat Dr. Larsen einen klaren
Rat: Ruhe bewahren, Praxiserfahrung sammeln, Netzwerke aufbauen
und Entwicklungen aufmerksam verfolgen. Trotz generellen
Arbeitskräftemangels bedeutet der technologische Wandel nicht
automatisch einen Arbeitnehmermarkt – gerade Einstiegsaufgaben
verändern sich rasant.
Das Interview zeigt eindrücklich: Die Arbeitswelt der Zukunft
entsteht aus dem Zusammenspiel von Demografie, Technologie und
Qualifikation – und erfordert vorausschauendes, regional
differenziertes Handeln.
Das Institut
Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur
(IWAK) ist ein Forschungsinstitut an der
Goethe-Universität Frankfurt am Main. Es
beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen
wirtschaftlichem Wandel, Arbeitsmarktentwicklung und
gesellschaftlichen Veränderungen.
Schwerpunkte der Forschung sind Digitalisierung und
Automatisierung, regionale
Arbeitsmärkte, Fachkräfteentwicklung
sowie Qualifizierung und Bildung im
Strukturwandel.
Unter der Leitung von Dr. Christa Larsen liefert
das IWAK wissenschaftlich fundierte Analysen und
Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und
Bildungseinrichtungen – mit besonderem Fokus auf die
Zukunft der Arbeit und nachhaltige Beschäftigung
in einer digital vernetzten Wirtschaft.
Mehr unter www.iwak-frankfurt.de
Die größten Veränderungen, die unsere Arbeitswelt in den
nächsten Jahren prägen werden.
Welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die
demografischen Veränderungen aufzufangen?
Ein Beispiel für eine Region, die das bereits gut gemacht
hat.
Wie die Bildungspolitik darauf reagieren muss.
Interviewpartnerin: Dr. Christa Larsen, Leiterin des
Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur an der Goethe
Universität, Frankfurt.
Im Interview: Dr. Christa Larsen
Arbeitsmarkt im Wandel: Demografie und KI als zentrale
Treiber
Im Gespräch mit Dr. Christa Larsen wird deutlich: Der
Arbeitsmarkt steht vor tiefgreifenden strukturellen
Veränderungen, die weit über kurzfristige Konjunkturzyklen
hinausgehen. Als Leiterin des Institut für Wirtschaft, Arbeit und
Kultur (IWAK) an der Goethe-Universität Frankfurt berät sie seit
Jahren Politik und Regionen zu Arbeitsmarkt- und
Transformationsfragen – mit einem klaren Blick auf Praxisnähe und
aktuelle Entwicklungen.
Zentraler Taktgeber des Arbeitsmarktes ist laut Larsen längst
nicht mehr die Konjunktur, sondern die Demografie. Seit 2017
prägt der altersbedingte Ausstieg der Babyboomer den Markt – und
diese Entwicklung wird noch Jahrzehnte anhalten. Die Zahl der
nachrückenden Erwerbspersonen reicht nicht aus, um die Lücken zu
schließen. Zuwanderung, die Aktivierung vorhandener Potenziale
sowie der Einsatz neuer Technologien sind daher unverzichtbar.
Gleichzeitig zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Stadt
und Land sowie zwischen Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel.
Ein weiterer Beschleuniger des Wandels ist Künstliche
Intelligenz. Während klassische Digitalisierung vor allem die
industrielle Produktion verändert hat, trifft KI insbesondere
wissensintensive Tätigkeiten – und damit viele akademisch
Qualifizierte. Routineaufgaben in Bereichen wie Beratung, HR oder
Marketing lassen sich zunehmend automatisieren. Das erschwert vor
allem Berufseinsteige den Zugang zum Arbeitsmarkt, während
erfahrene Fachkräfte weniger betroffen sind.
Dr. Larsen betont, dass Bildungspolitik und Weiterbildung neu
gedacht werden müssen. Lebenslanges Lernen, Kompetenzentwicklung
und die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen, werden
entscheidend. Formale Abschlüsse allein reichen nicht mehr aus –
gefragt sind flexible Lernangebote, die unterschiedliche
Generationen und Lernstile berücksichtigen.
Besonders wichtig ist aus ihrer Sicht der regionale Ansatz. Jede
Region hat eigene Branchenstrukturen und demografische
Herausforderungen. Ein Beispiel für erfolgreiche Praxis ist der
Main-Kinzig-Kreis, wo in einem Reallabor Akteure aus Wirtschaft,
Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam
Zukunftsszenarien entwickeln und Maßnahmen erproben. Solche
evidenzbasierten Ansätze stärken die Resilienz ganzer Regionen.
Für Studierende und Berufseinsteiger hat Dr. Larsen einen klaren
Rat: Ruhe bewahren, Praxiserfahrung sammeln, Netzwerke aufbauen
und Entwicklungen aufmerksam verfolgen. Trotz generellen
Arbeitskräftemangels bedeutet der technologische Wandel nicht
automatisch einen Arbeitnehmermarkt – gerade Einstiegsaufgaben
verändern sich rasant.
Das Interview zeigt eindrücklich: Die Arbeitswelt der Zukunft
entsteht aus dem Zusammenspiel von Demografie, Technologie und
Qualifikation – und erfordert vorausschauendes, regional
differenziertes Handeln.
Das Institut
Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur
(IWAK) ist ein Forschungsinstitut an der
Goethe-Universität Frankfurt am Main. Es
beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen
wirtschaftlichem Wandel, Arbeitsmarktentwicklung und
gesellschaftlichen Veränderungen.
Schwerpunkte der Forschung sind Digitalisierung und
Automatisierung, regionale
Arbeitsmärkte, Fachkräfteentwicklung
sowie Qualifizierung und Bildung im
Strukturwandel.
Unter der Leitung von Dr. Christa Larsen liefert
das IWAK wissenschaftlich fundierte Analysen und
Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und
Bildungseinrichtungen – mit besonderem Fokus auf die
Zukunft der Arbeit und nachhaltige Beschäftigung
in einer digital vernetzten Wirtschaft.
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