Historische Rebsorten - Der Podcast Archiv
30 Episoden
1 Stunde 7 Minuten
Wo Riesling und Co. im Weinberg schlapp machen, fühlt sich der Grüne Adelfränkisch pudelwohl! Im Rahmen des Klimawandels braucht der deutsche Weinbau den Adelfränkisch! Unsere Vorfahren wussten auf welche Rebsorten Verlass war. Eine der Bedeutendsten im früher kultivierten „Altfränkisch (Misch-) Satz“ war der Grüne Adelfränkisch. Achtung Winzer - aufgepasst: Wer im Rahmen der Klimaerwärmung seinen regionalen Weinbau generationenübergreifend weiterführen möchte, muss sich klimaerprobten Rebsorten anpassen. Nichts anderes geschah in den früher üblichen Mischsätzen. Das bedeutet nicht automatisch Rotwein. In früheren Warmzeiten, wo es durchaus wärmer war als heute, wussten unsere Vorfahren die Weißweinsorte Grüner Adelfränkisch schon zu schätzen. Nach jahrlangem Streit in der Wissenschaft, um die Identität der Edelsorte, werden ihre Besonderheiten immer klarer erkannt und sogar in der Rebenzüchtung verwendet. Wo kommt die wertvolle Rebsorte her? Was ist am Adelfränkisch mit der Ursprungsnummer 101, der auch Franc noble genannt wurde, so besonders? Die wissenschaftlichen Antworten finden Sie in dieser Episode. Wie der Adelfränkisch schmeckt? Die sensorische Antwort finden Sie in der Online-Vinothek: www.schmecken-sie-geschichte.de
47 Minuten
Jeder fränkische Winzer, der plant einen altfränkischen (Misch)satz anzupflanzen, sollte sich vorher diese Episode anhören. Der heute weltweit übliche sortenreine Weinanbau hat keine historische Tradition. Denn noch vor 200 Jahren haben die Winzer ihre heimischen Rebsorten vermischt in ihre Weinberge gepflanzt. In der 6. Episode (Mischsatz, Terroir der Vergangenheit) hatten wir uns bereits über die Anbaumethode unterhalten. In einem wiederentdeckten, jahrhundertealten Weinberg stehen nicht nur die damals angebauten Sorten, sondern er zeigt uns auch das frühere Mischungsverhältnis. Ein solcher Fundort ist ein Spiegel der Vergangenheit. Andreas Jung rekonstruiert anhand seiner fränkischen Rebenfunde die damals üblichen Mischungen. Weiterhin bekommen die unbekannten Sortennamen durch sein Fachwissen wieder ihre Identität. Es entsteht eine Liste aus historischen Rebsorten, die wir in den kommenden Episoden näher beleuchten werden. Es handelt sich um Rebsorten, die selbst der Weinfachwelt unbekannt sind. Mit unseren ersten Cuvées begeben Sie sich sensorisch auf die Spur des früheren Weingeschmacks. Probieren Sie mal eine Cuvée aus historischen Rebsorten in unserer Online-Vinothek: www.schmecken-sie-geschichte.de
2 Stunden 26 Minuten
Vergessen Sie ihr bisheriges Weltbild der Pinots. In dieser etwas speziellen Episode eröffnet Andreas Jung Ihnen eine noch völlig unbekannte Pinot-Welt. Wir schauen zurück an den Beginn der Rebsortenkunde. Nach der französischen Revolution war es in der französischen Ampelographie üblich, Rebsorten mit ähnlichen und/oder identischen Merkmalen in Sortengruppen zusammenzufassen. Spätburgunder, Weißburgunder, Grauburgunder, Schwarzriesling, etc. mit ihrem ähnlichen Aussehen werden in der heutigen Weinwelt als Pinots oder Burgunder bezeichnet. Sie haben Ihre eigene Geschichte und Stammbaum. Es handelt sich um die wohl bekannteste Sortengruppe. Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts bestand eine andere Nomenklatur als heute üblich! Neben den heutigen Pinots, die damals als „Gamez“ deklariert wurden, gab es weitere Sortengruppen wie z.B. „les Cots“, „les Tresseaux“, „les Troyens“, „les Noiriens“ oder „les Pineaux. Unser „Indiana Jones“ schaut den Ampelographen des 18. Und 19. Jahrhunderts ganz genau auf die Finger. Er entdeckt bisher völlig unbekannte Zusammenhänge, wodurch immer klarer wird, dass früher andere Pinots wertgeschätzt wurden. Er entdeckte, dass die meisten Synonyme des heutigen Spätburgunders eigenständige Rebsorten waren. Jeder Weinliebhaber, der bisher glaubte, die Welt der Pinots gut zu kennen, wird durch das schwer durchschaubare Durcheinander restlos verwirrt. „Man“ stellt am Ende der Episode fest, dass man eigentlich nichts wusste. Wer den früheren Pineaux sensorisch auf die Spur gehen möchte, findet die passenden Weine in unser Online-Vinothek: www.schmecken-sie-geschichte.de
1 Stunde 30 Minuten
Die zwei Podcast-Protagonisten, Andreas Jung und Ulrich Martin, kämpfen verbal um die Existenz der historischen Rebsorte Blauer Arbst. Wie konnten so viele Rebsorten verloren gehen? Eine immer wieder gestellte Frage. Zum Beispiel, wenn eine Rebsorte falsch bestimmt wird und dadurch einer anderen, falschen Rebsorte zugeordnet wird. Dann verliert sie ihre Existenz. Das könnte aktuell beim Blauen Arbst passieren! Wenn er nicht als eigenständige Sorte anerkannt wird, sondern als Klon des Spätburgunders definiert wird, hätte das verheerende, gesetzliche Auswirkung auf die gerade wiederentdeckten Rebsorte. Was geht da gerade im weinrechtlichen Background des deutschen Weinbaus vor? Wo liegen die Unterschiede der beiden Rebsorten? Anhand seiner einzigartigen, wissenschaftlichen Recherche zeigt Andreas Jung detailliert, was die beiden Pinots unterscheidet. Sie hören eine exakte historische Verortung einer ausgesprochen wertvollen Rotweinsorte, die früher in unseren Regionen sehr geschätzt wurde. Wer ganz genau wissen will, wie die Weine des Blauen Arbstes schmecken und was sie von den Weinen des Spätburgunders unterscheidet, findet die sensorische Antwort in unserer kleinen Online-Vinothek: www.schmecken-sie-geschichte.de
1 Stunde 19 Minuten
Was hat der Grünfränkisch, früher auch als Bormeo Verd (Grüner Wormser) benannt, mit der ShUM-Stadt Worms zu tun? In dieser Episode wird die historische Heimat des Grünfränkischs nachgewiesen. In seiner besonderen Art und Weise erforschte Andreas Jung die regionale Bedeutung, Herkunft und Verbreitung, aber auch die kulturelle und religiöse Tragweite dieser historischen Rebsorte. „Fränkisch“ hat nichts mit dem Weinbaugebiet Franken zu tun, sondern bezieht sich auf das Frankenreich zurzeit Karl des Großen. Bis zu ihrer Wiederentdeckung existierte die Rebsorte offiziell nicht. Der Name „Grünfränkisch“ galt als ein Synonym des Silvaners. Sie erfahren, wo der Grünfränkisch mit der Ursprungsnummer 050 wiederentdeckt wurde. Ein detaillierter Identitätsnachweis widerlegt eine andere These, die behauptet der Grünfränkisch sei eine Neuzüchtung. Wie schmecken die Grünfränkisch-Weine? Die sensorische Antwort findet Sie in unserer kleinen Online-Vinothek: www.schmecken-sie-geschichte.de
36 Minuten
Zwei 8000 Jahre alte Rotweinsorten die keiner kennt! Warum? Sucht man nach dem Anfang des Weinanbaus und der Weinkultur, stößt man unwillkürlich auf Süßschwarz und Hartblau. Die zwei wiederentdeckten Ursorten gehören zur F1-Generation. Das bedeutet ihr Ursprung liegt sehr nah an der „genetischen Ursuppe“ der Weinreben. Denn ihre Eltern waren noch Wildreben. Woher kann man wissen, dass diese weinbaulichen Relikte bereits 8000 Jahre alt sind? Warum kennt man weder die Rebsorten noch deren Weine? Wo wurden sie entdeckt? Woher kommen Sie? Waren sie in Deutschland heimisch? Fragen über Fragen, die in dieser Episode von Andreas Jung beantwortet werden. Wer ganz genau wissen will, wie die Weine dieser edlen Rotweinsorten schmecken, findet die sensorische Antwort in unserer kleinen Online-Vinothek: www.schmecken-sie-geschichte.de
40 Minuten
Sie glauben die bekannteste Rebsorte Deutschlands ist bereits vollständig erforscht? Denkste! Der deutsche Wein definiert sich über die Rebsorte Weißer Riesling. Die Weinwelt glaubt die „Königin der Weißweine“ entstand in der Rheinregion. Da wäre ich mir nicht so sicher… Im Rahmen seiner Detektivarbeit spürte Andreas Jung auch neue Details über Deutschlands prominenteste Rebsorte auf. Anhand des Rieslings, ebenfalls jahrtausendealt, soll seine besondere Herangehensweise bei der Erforschung der Rebsorten verdeutlicht werden, Sie hören, wo der Riesling tatsächlich entstanden ist, lernen seine Verwandtschaft kennen und erfahren, wie und wann er bei uns heimisch wurde. Lassen Sie sich überraschen. Wer Riesling liebt, liebt mineralische Weine. Wie wäre es mit einem weiteren „Traminerkind“? Probieren Sie mal den Grünen Adelfränkisch (101)? Zu finden in unserer kleinen Online-Vinothek: www.schmecken-sie-geschichte.de
1 Stunde 40 Minuten
Eine Rebsorte ist ein „Individuum“. Nicht erkannt oder verwechselt, wird sie falsch benannt, falsch eingeordnet, verliert ihre Identität und geht letztendlich verloren. Die neue, moderne Rebsortenkunde verlagert sich immer mehr ins Labor. Im Rahmen der Genanalyse wird er Genotyp einer Rebsorte bestimmt. Dabei kommt es bei sehr alten Rebsorten zu Fehlbestimmungen. Beispiel: Spätburgunder, Weißburgunder, Ruländer, aber auch Schwarzriesling (Pinot Meunier) haben denselben Genotyp. Die klassisch arbeitenden Ampelographen begutachten den Weinstock in der Natur, unterscheiden Sorten am Habitus. Sie bestimmen den Phänotyp. Ausgesprochen hilfreich bei den oben genannten Sorten mit unterschiedlicher Beerenfarben. Dennoch ist die klassische Ampelographie ein schwieriges Handwerk, denn viele Sorten unterscheiden sich nur an schwer erkennbaren Merkmalen. Sie denken: „Was interessiert mich, was die da detailverliebt diskutieren?“ Fehler in der Sortenerkennung führen zu falschen Benennungen und haben rechtliche Auswirkung im Umgang mit dem Pflanzgut, aber auch im Weinbezeichnungsrecht. Letztendlich führen Fehler in diesem bisher unbeachteten Fachbereich, im Rahmen des sortenreinen Weinanbaus, auch zu eklatanten Fehlern bei der Benennung dessen, was Sie im Glas haben!! Ergänzend hier verlinkt ein sehr informativer Blogbeitrag von Dr. Matthias Neske. (https://chezmatze.de/2022/11/07/die-weite-welt-der-rebsorten-und-klone/) Passend zu diesem Thema empfehle ich Ihnen einen 2020-er Blauen Arbst (996) aus meiner Online-Vinothek: www.schmecken-sie-geschichte.de
1 Stunde 6 Minuten
Wie unterscheidet man einen Riesling von einem Chardonnay Weinstock? Im Rahmen des sortenreinen Weinanbaus eine berechtigte Frage. Diese handwerkliche Fähigkeit besitzt ein Ampelograph. Episode 7: ... Weil die in der Botanik übliche Systematik bis heute in der Rebsortenkunde nicht angewendet wird, führt eine falsche Identifizierung bei der Bestimmung, Benennung und Archivierung unserer Rebsorten zu einer hohen Fehlerquote mit verheerender Auswirkung in der saatgut- und weinbaurechtlichen Gesetzgebung. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit entdeckte unser „Indiana Jones“ der Weinreben etliche Fehler bei der Bestimmung und Einordnung der heute bekannten Rebsorten. Ein weiterer Grund für den Verlust etlicher Rebsorten. Wie konnte das passieren? Helfen uns die heutigen Fähigkeiten der Genanalyse? Seit über einem Jahrzehnt versucht Geobotaniker, Pflanzensystematiker und Genetiker Andreas Jung das Durcheinander der Ampelographie mit einer korrekten botanischen Systematik zu ordnen… Um das Chaos besser zu verstehen braucht es einen Wein aus historischen Rebsorten: http://www.schmecken-sie-geschichte.de
1 Stunde 5 Minuten
Die Protagonisten Andreas Jung und Ulrich Martin befassen sich mit dem historischen Anbau der Weinreben. Wie kultivierten unsere Vorfahren ihren Wein? Was können wir davon lernen? Wenn aktuell auch so postuliert, hat die heutige Art der Weinkultivierung KEINE historische Vergangenheit! Erst seit ca. 200-300 Jahren werden Rebsorten sortenrein angebaut! Über Jahrtausende hinweg pflanzten unsere Vorfahren ihre Trauben vermischt in einen Weinberg. Der sog. Mischsatz oder Gemischter Satz war die übliche Art der Weinkultivierung, verantwortlich für die Entstehung und Erhaltung unserer Sortenvielfalt. Leider wurde uns die jahrtausendealte Anbaumethode auch zum Verhängnis. Durch die vermischten Sorten kannten die Weinbauer und Ampelographen nur Sortengruppen. Das Wissen um das genaue Aussehen einzelner Rebsorten war sehr lückenhaft und führte in den Anfängen der „sortengenauen“ Ampelographie zu großen Diskussionen und Verwechslungen, die bis heute nicht behoben sind. Mit unseren Cuvées wandeln wir sensorisch auf den Spuren der Vergangenheit: www.schmecken-sie-geschichte.de
1 Stunde 1 Minute
Die in vier Episoden beschriebene Rebsortenvielfalt sicherte uns im stetigen Klimawandel den jahrtausendalten Weinanbau. Doch vor 150 Jahren ging uns ein Stück Zeitgeschichte und ein wertvolles Kulturgut verloren! Was ist passiert? Warum wissen wir nichts davon? Erneut beeinflusst ein weiteres Klimaereignis unseren Sortenreichtum. Es veränderte die Weinkultur mit ihren jahrtausendalten Mischsätzen nachhaltig. Durch immer wiederkehrende Frostschäden in der Kleinen Eiszeit, aber auch durch die Französische Revolution, folgte in Frankreich im 18. und 19. Jahrhundert ein großes Durcheinander bei der Identifizierung einzelner Rebsorten. Anschließend kam es zum riesigen Exodus von heimischen Rebsorten. Verantwortlich war die Reblaus- und Mehltaukrise, die Wirren zweier Weltkriege mit veränderten Qualitätsvorstellungen und neue Anbaumethoden. Verbunden mit dem vorherigen Verlust um das Wissen einzelner Rebsorten, ging uns ein unschätzbarer Sortenreichtum (fast) verloren. Hier erfahren Sie Zusammenhänge, die selbst der Weinfachwelt noch nicht bewusst ist. Die unglaublichen Erkenntnisse sind nur mit einem guten Glas Wein aus historischen Rebsorten „zu verdauen“: www.schmecken-sie-geschichte.de
1 Stunde 5 Minuten
Die Entstehung der Weinreben, wie auch unsere Menschheitsgeschichte, sind geprägt durch elementare Klimaereignisse. Die ersten drei ausführliche Episoden werden hier nochmals am Zeitstrahl entscheidender Klimaanomalien zusammengefasst. Zum Temperaturtiefpunkt in der Eiszeit war der Meeresspiegel bis zu 130 Meter tiefer als heute. Mit der nachfolgenden Erwärmung, verbunden mit dem Ansteigen des Meeresspiegels, waren unsere asiatischen Vorfahren gezwungen aus Ihren eiszeitlichen Refugien landeinwärts zu ziehen. Was geschah mit unseren Weinreben beim „8200-year event“ (Misox-Schwankung)? Wie beeinflussten vor über 5.000 Jahren die zwei Piora-Schwankungen die genetische Vielfalt der Kulturrebe? Wie entwickelte sich das Sortenspektrum nach dem schweren Erdbeben (1900 v.Chr.) im Himalaya? Welcher Klimaeinfluss (1200 v.Chr.) führte zum Verfall des Hetitischen Reiches und die damit verbundene weitere Verbreitung der Weinkultur? Wie veränderten die Römer den bereits seit Jahrtausenden bei uns beheimateten Weinbau? Was geschah in Zentraleuropa, also in unserem Kulturkreis, im mittelalterlichen Wärmeoptimum (800-1200 n.Chr.)? Wie beeinflusste das Magdalenenhochwasser (1342 n.Chr.) das heutige französische Sortenspektrum? Erneut Fragen über Fragen, die mit einem guten Glas Wein aus historischen Rebsorten beantwortet werden: www.schmecken-sie-geschichte.de
1 Stunde 30 Minuten
Erst durch die Erforschung der historischen Rebsorten wurde der indische Einfluss auf die Weinkultur erkannt! Unser „Indianer Jones der Weinreben“ beschreibt Ihnen sehr detailliert seine Herleitung und die Zusammenhänge, bespielhaft an diversen Völkern und an den Rebsorten der Muskateller, dem Trollinger und dem wiederentdeckten Chatus. Es wird klar aufgezeigt, dass die Weinkultur in der Donauregion mindestens genauso alt ist wie in Georgien und schon vor Jahrtausenden unsere Rebsortenvielfalt in Mittel- bzw. Zentraleuropa maßgeblich beeinflusste. Verdammt durch weitere Klimaereignisse und ein schweres Erdbeben, waren auch indische Völker gezwungen sich neue Lebensräume zu suchen. Zusammen mit asiatischen siedelten sie im vorderasiatischen Raum. Es entstand das Hetitische Reich mit einer indisch beeinflussten Weinkultur. Mit dem Zerfall kam es durch mehrere Einwanderungswellen zur Besiedlung des gesamten Mittelmeerraumes und Zentraleuropas. Immer mit dabei ihre in Kultur genommenen Weinreben. Wie beeinflussten die Römer unseren bereits vorhandenen Weinbau? Was hat das „Weinvolk“ der Franken mit Indien zu tun und wie hat es unseren heutigen Weinbau beeinflusst? Auf der Suche nach Antworten braucht es den passenden Wein: www.schmecken-sie- geschichte.de
1 Stunde 1 Minute
Im pazifischen Raum die Eiszeit überlebt, retteten sich vor 8200 Jahren unsere Vorfahren, während einer 200-jährigen Dürrezeit, in dem sie gen Westen zogen. Sie beherrschten schon die Kunst der Keramik, die Voraussetzung für den „flüssigen Genuss“ der Weinrebe. Mit dabei die ersten hybridisierten und in Kultur genommenen Weinreben. Sie wurden am Flusslauf des Oxus (heute Amudarja) und im gesamten vorderasiatischen Raum sesshaft. Es kam zum wichtigsten anthropogen verursachten, biologischen „Vitis-Urknall“. Es entstanden die ersten Rebsorten mit der für den Anbau nördlich der Alpen erforderlichen Frostfestigkeit, kombiniert mit kleinen, dickschaligen, botrytisfesten Beeren. Unsere Qualitätssorten mit den entscheidenden Eigenschaften für einen hochwertigen Wein waren geboren! Zwei weitere Klimaanomalien, die die Kupfersteinzeit beendeten, zwangen erneut Völker aus dem asiatischen und zusätzlich aus dem indischen Raum nach Vorderasien, Karpaten, Moldawien, Rumänien und in die Donauregion auszuwandern. Im Bronzezeitalter kam es zu weiteren Vermischungen und Hybridisierungen mit anderen in eiszeitlichen Refugien sesshaften Wildreben und der etablierte Weinbau verbreitete sich gleichzeitig überall bis ins heutige Frankreich… Den passenden Wein finden Sie unter: www.schmecken-sie-geschichte.de
1 Stunde 7 Minuten
In den ersten Episoden befassen sich die Protagonisten des Podcasts mit dem Ursprung und Verbreitung der Weinrebe. „Man“ glaubt der Weinbau begann in Georgien und unsere Rebsortenvielfalt entstand aus Noah`s Urrebe. Da wäre ich mir nicht so sicher. Wenn Sie wirklich wissen wollen was früher geschah, dann lauschen Sie in den nächsten vier Episoden dem „Indiana Jones der Weinreben“. Episode 1/4: Wildreben, aus denen unsere Kulturrebe entstand, gab es schon vor 55 Mio. Jahren. In den Warmphasen kam es zur ersten Hybridisierungen der heimischen Wildrebenpopulationen. Als der Meeresspiegel in der Eiszeit über 100 Meter tiefer lag als heute, überlebte die Menschheit in den „Niederungen“ des Pazifiks. Getrieben von Klimaveränderungen und einschneidenden Klimaereignissen wanderten unsere damals dort beheimateten Vorfahren durch die Welt auf der Suche nach neuen Lebensräumen. Mit dabei die ersten in Kultur genommenen Trauben… Wer die Geschichte des Weines verstehen will, muss unsere Menschheitsgeschichte kennen. Den passenden Wein finden Sie unter: http://www.schmecken-sie-geschichte.de