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Episoden
27.02.2026
30 Minuten
Während in vielen Teilen Europas noch über die Bedrohung unserer
Sicherheit diskutiert wird, ist sie in den baltischen Staaten
längst Alltag – im Schichtbetrieb. Im NATO Cooperative Cyber
Defence Centre of Excellence in Tallinn flimmern rund um die Uhr
die Bildschirme. Patrouillen sichern Umspannwerke, Leitstellen
überwachen sensible Netzknoten. Hybride Angriffe, Sabotageakte und
Desinformationskampagnen gehören in Estland, Lettland und Litauen
zur sicherheitspolitischen Realität. Die Verteidigungsminister der
drei Staaten sind sich einig: In einer gemeinsamen Erklärung
betonen sie, dass angesichts der aktuellen Sicherheitslage 5 % des
Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung notwendig sind –
ursprünglich ist dies eine Forderung von Trump, seit Juni 2025 ist
es auch auf NATO-Ebene als langfristiges Ziel vereinbart. Die
Bundesregierung betont mittlerweile unmissverständlich: „Die
Sicherheit der baltischen Staaten ist auch unsere Sicherheit.“
Dieser Satz verdeutlicht, wie sehr die Ostseeregion zu einem
geopolitischen Brennpunkt geworden ist – geprägt von russischem
Druck unterhalb der Schwelle eines offenen militärischen Angriffs.
Doch was bedeutet diese Bedrohungslage konkret für den Alltag der
Menschen? Wie verwundbar sind kritische Infrastrukturen? Und was
kann Deutschland vom baltischen Umgang mit Cyberabwehr, Reserve und
Resilienz lernen? Darüber sprechen wir mit Oliver Morwinsky, Leiter
des Auslandsbüros Baltische Staaten der Konrad-Adenauer-Stiftung
mit Sitz in Riga. Wer wissen möchte, wie sich Sicherheit anfühlt,
wenn sie kein abstrakter Begriff ist, sondern Teil des täglichen
Lebens, sollte diese Folge nicht verpassen.
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18.02.2026
29 Minuten
Costa Rica galt lange als demokratische Ausnahme in Mittelamerika,
bis die Wahl von Rodrigo Chaves 2022 einen politischen Bruch
markierte. 2026 bestätigt sich dieser Trend: Laura Fernández
gewinnt mit 48 Prozent im ersten Wahlgang und sichert ihrer
Bewegung die Parlamentsmehrheit. Wie stabil sind die politischen
Institutionen des Landes heute? Welche Rolle spielen Sicherheit,
Drogenrouten und Geopolitik? Und warum betrifft diese Wahl auch
Europa? Darüber sprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit
Michaela Braun, Leiterin des Auslandsbüros der
Konrad-Adenauer-Stiftung in San José, Costa Rica.
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27.01.2026
23 Minuten
„Wir brauchen Grönland!“ Mit diesem Satz hat Donald Trump eine
Debatte ausgelöst, die weit über die arktische Insel hinausgeht.
Grönland ist die größte Insel der Welt. Sechsmal so groß wie
Deutschland. Und doch leben dort nur rund 56.000 Menschen. Achtzig
Prozent der Fläche sind von Eis bedeckt. Lange galt Grönland als
Rand der Welt. Heute steht es im Zentrum globaler Machtpolitik.
Denn mit dem schmelzenden Eis öffnen sich neue Schifffahrtsrouten
und Rohstoffe werden zugänglich. Seltene Erden, Uran, Öl und Gas
rücken in greifbare Nähe. Gleichzeitig gewinnt die Arktis
militärisch an Bedeutung – für die USA, für Russland und für China.
Donald Trump argumentiert mit dem Thema Sicherheit. Kritiker sagen,
dies sei vorgeschoben – es gehe um Kontrolle, Einfluss und Besitz.
Europa reagiert alarmiert: Dänemark warnt vor einer Zerreißprobe
für die NATO, Deutschland signalisiert Unterstützung und sucht nach
Antworten im Bündnisrahmen. Welches Interesse hat Donald Trump
wirklich an Grönland? Und was bedeutet all das für Europa, die NATO
und die Menschen, die dort leben? Darüber sprechen wir mit
Christine Leuchtenmüller, Leiterin des Auslandsbüros Nordische
Länder der Konrad-Adenauer-Stiftung in Stockholm.
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20.01.2026
23 Minuten
Die USA richten ihren strategischen Fokus neu aus – und rücken
Lateinamerika wieder ins Zentrum ihrer Machtpolitik. Die neue
Nationale Sicherheitsstrategie definiert die westliche Hemisphäre
als exklusiven Einflussraum und setzt klare Grenzen gegenüber China
und Russland. Was bedeutet dieser Kurswechsel für die Region – und
für Europa? Darüber sprechen wir in dieser Episode unseres Podcasts
mit Henning Suhr. Er leitet das Regionalprogramm Parteiendialog und
Demokratie in Lateinamerika der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Sitz
in Uruguays Hauptstadt Montevideo und hat jüngst einen
Länderbericht zur neuen US-Sicherheitsstrategie verfasst.
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18.12.2025
23 Minuten
Donald Trump ist seit Beginn des Jahres zurück im Weißen Haus – und
kaum eine Region blickt so gespannt auf Washington wie der Golf. In
Doha, Riad oder Abu Dhabi hat man auf diesen Moment gewartet – mit
Hoffnungen, aber auch mit Sorgen. Denn die Golfstaaten wissen: Wenn
die USA ihre Außenpolitik ändern, spüren sie die Folgen oft als
Erste. Begleitet von führenden Vertreterinnen und Vertretern der
amerikanischen Wirtschaftselite besuchte Donald Trump im Mai 2025
mehrere Länder am Golf und verkündete im Anschluss
Investitionszusagen in astronomischer Höhe von mehreren Billionen
US-Dollar. In seinen Reden vor Ort machte er deutlich, die USA
„belehren nicht mehr, wie man zu leben habe“ – vielmehr solle
künftig gegenseitiger Respekt den Austausch prägen. Vereinbart
wurden umfangreiche Investitionen, insbesondere in den Bereichen
Künstliche Intelligenz und Rüstung. Doch die anfängliche Euphorie
hielt nicht lange an: Neue Eskalationen in Gaza, im Jemen und
schließlich Israels Angriff auf Katar erschütterten das Vertrauen
in die Schutzmacht USA. Was bedeutet Trumps Rückkehr für die
Machtbalance im Nahen Osten? Welche Rolle spielt dabei der Iran?
Welche Folgen hat dies für den Gaza-Konflikt – und wie reagieren
die Golfstaaten auf einen US-Präsidenten, der politische
Entscheidungen häufig mit persönlichen Geschäftsinteressen
verknüpft? Darüber sprechen wir mit Philipp Dienstbier, Leiter des
Regionalprogramms Golfstaaten der Konrad-Adenauer-Stiftung.
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Über diesen Podcast
Die Konrad-Adenauer-Stiftung zählt zu den führenden Think-Tanks der
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