Im Fadenkreuz: Wie die baltischen Staaten mit Russlands Druck leben

Im Fadenkreuz: Wie die baltischen Staaten mit Russlands Druck leben

Im Gespräch mit Oliver Morwinsky
30 Minuten

Beschreibung

vor 4 Tagen
Während in vielen Teilen Europas noch über die Bedrohung unserer
Sicherheit diskutiert wird, ist sie in den baltischen Staaten
längst Alltag – im Schichtbetrieb. Im NATO Cooperative Cyber
Defence Centre of Excellence in Tallinn flimmern rund um die Uhr
die Bildschirme. Patrouillen sichern Umspannwerke, Leitstellen
überwachen sensible Netzknoten. Hybride Angriffe, Sabotageakte und
Desinformationskampagnen gehören in Estland, Lettland und Litauen
zur sicherheitspolitischen Realität. Die Verteidigungsminister der
drei Staaten sind sich einig: In einer gemeinsamen Erklärung
betonen sie, dass angesichts der aktuellen Sicherheitslage 5 % des
Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung notwendig sind –
ursprünglich ist dies eine Forderung von Trump, seit Juni 2025 ist
es auch auf NATO-Ebene als langfristiges Ziel vereinbart. Die
Bundesregierung betont mittlerweile unmissverständlich: „Die
Sicherheit der baltischen Staaten ist auch unsere Sicherheit.“
Dieser Satz verdeutlicht, wie sehr die Ostseeregion zu einem
geopolitischen Brennpunkt geworden ist – geprägt von russischem
Druck unterhalb der Schwelle eines offenen militärischen Angriffs.
Doch was bedeutet diese Bedrohungslage konkret für den Alltag der
Menschen? Wie verwundbar sind kritische Infrastrukturen? Und was
kann Deutschland vom baltischen Umgang mit Cyberabwehr, Reserve und
Resilienz lernen? Darüber sprechen wir mit Oliver Morwinsky, Leiter
des Auslandsbüros Baltische Staaten der Konrad-Adenauer-Stiftung
mit Sitz in Riga. Wer wissen möchte, wie sich Sicherheit anfühlt,
wenn sie kein abstrakter Begriff ist, sondern Teil des täglichen
Lebens, sollte diese Folge nicht verpassen.

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