Mama • Baby • Blase
- UNZENSIERT - mit ungewissem Inhalt im Gepäck
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Podcaster
Episoden
14.08.2026
51 Minuten
Ereignisse können zu jedem Zeitpunkt im Leben als Trauma erfahren werden, wobei nicht jede Krise automatisch ein Trauma ist. Barbara erklärt, wie sich traumatische Erfahrungen erkennen lassen und warum sie gerade in Schwangerschaft, Geburt und früher Kindheit oft wortlos bleiben, lediglich als Gefühl im Körper gespeichert, dessen Auswirkungen sich manchmal erst Jahre später zeigen.
Sie stellt die Arbeit der Emotionellen Ersten HIlfe (EEH) vor, die Körper und Bindungsdynamiken als zentralen Ansatz hat. Es geht dabei um ein bewusstes, anerkennendes Einbeziehen dessen, was der Körper erzählt. Diese Körpersprachlichkeit wird ernst genommen und befürsorgt. Weiters werden wir in dieser Folge darüber reden, wie sich Trauma zeigt. Wir sprechen dabei über Gefühle wie Taubheit, Ohnmacht, Kontrollverlust und einen damit einhergehenden Verlust der Bindungsfähigkeit. Werden solche Erfahrungen nicht integriert, lauern sie im Hintergrund und treten, verursacht durch äußere Reize, unkontrolliert und wuchtig über wiederkehrende Körperreaktionen an die Oberfläche. In jeder Lebensphase können solche alte Erfahrungen reaktiviert werden. So können auch werdende bzw. gebärende Eltern, verursacht durch vorangehende Schwangerschafts- und Geburtserfahrungen, davon betroffen sein.
Mütter, Väter, Kinder, kurzum: Jede:r einzelne erlebt rund um Schwangerschaft und Geburt das jeweilige Ereignis individuell und subjektiv. Ob dieses als traumatisch erlebt wurde, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Aus diesem Grund setzt die EEH ganzheitlich an und arbeitet mit Eltern und Kind gemeinsam. Dabei gilt es, zunächst die Eltern zu sichern, damit sie in einem nächsten Moment, wenn das Kind über den Körperausdruck von seinem Erlebten erzählt, haltgebend und offenen Herzens zuhören und für das Kind da sein können. Abschließend sprechen wir darüber, wie Traumaintegration gelingen kann. Langsamkeit, Anerkennung und Verbundenheit sind dabei zentrale Begleitungsansätze der EEH. Für alle, die mehr über die EEH erfahren möchten, gibt es hier weiterführende Informationen: www.emotionelle-erste-hilfe.org . Darüber können auch EEH-Beraterinnen gefunden werden.
Sie stellt die Arbeit der Emotionellen Ersten HIlfe (EEH) vor, die Körper und Bindungsdynamiken als zentralen Ansatz hat. Es geht dabei um ein bewusstes, anerkennendes Einbeziehen dessen, was der Körper erzählt. Diese Körpersprachlichkeit wird ernst genommen und befürsorgt. Weiters werden wir in dieser Folge darüber reden, wie sich Trauma zeigt. Wir sprechen dabei über Gefühle wie Taubheit, Ohnmacht, Kontrollverlust und einen damit einhergehenden Verlust der Bindungsfähigkeit. Werden solche Erfahrungen nicht integriert, lauern sie im Hintergrund und treten, verursacht durch äußere Reize, unkontrolliert und wuchtig über wiederkehrende Körperreaktionen an die Oberfläche. In jeder Lebensphase können solche alte Erfahrungen reaktiviert werden. So können auch werdende bzw. gebärende Eltern, verursacht durch vorangehende Schwangerschafts- und Geburtserfahrungen, davon betroffen sein.
Mütter, Väter, Kinder, kurzum: Jede:r einzelne erlebt rund um Schwangerschaft und Geburt das jeweilige Ereignis individuell und subjektiv. Ob dieses als traumatisch erlebt wurde, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Aus diesem Grund setzt die EEH ganzheitlich an und arbeitet mit Eltern und Kind gemeinsam. Dabei gilt es, zunächst die Eltern zu sichern, damit sie in einem nächsten Moment, wenn das Kind über den Körperausdruck von seinem Erlebten erzählt, haltgebend und offenen Herzens zuhören und für das Kind da sein können. Abschließend sprechen wir darüber, wie Traumaintegration gelingen kann. Langsamkeit, Anerkennung und Verbundenheit sind dabei zentrale Begleitungsansätze der EEH. Für alle, die mehr über die EEH erfahren möchten, gibt es hier weiterführende Informationen: www.emotionelle-erste-hilfe.org . Darüber können auch EEH-Beraterinnen gefunden werden.
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12.06.2026
44 Minuten
Auch bei dieser Folge kann es vereinzelt zu Tonqualitätsproblemen kommen. Wir bitten um euer Verständnis.
Das Thema kindlicher Schlaf bleibt herausfordernd für Eltern. Aus diesem Grund haben unsere 2. Podcastfolge 2021 bereits diesem Thema gewidmet. Der Schwerpunkt darin ist die Schlafphysiologie. In dieser Folge gehen wir einen Schritt weiter: Wir schauen uns an, wie sich Schlaf in verschiedenen Lebensphasen verändert, was gesunder Schlaf bedeutet und was im Schlaf passiert. Außerdem werfen wir einen kritischen Blick auf die Produkte, die der Markt verspricht, um den Schlaf zu verbessern mit der Fragestellung wie sinnvoll diese wirklich sind.
Einen besonderen Augenmerk legt Barbara darauf, was Eltern, vor allem mit Babys oder Kleinkindern, brauchen, um selbst zu ausreichend erholsamem Schlaf zu kommen.
Die Schlafqualität wird von vielen Faktoren beeinflusst unter anderem von der jeweiligen Entwicklung, gesundheitlichem Zustand oder Hormonstatus. Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Schlafphasen: den regenerativen und den integrativen Schlaf. Im integrativen Schlaf verarbeitet der Mensch Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke: Erlebtes wird gespeichert, gefestigt oder aussortiert. Weitaus bekannt ist aus diesem Grund die Empfehlung, mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen auf Bildschirmzeit zu verzichten. Das blaue Licht der Geräte hemmt die Melatoninbildung und dieser digitale Konsum führt zu anhaltender Reizüberflutung mit entsprechender Dopaminausschüttung. Beides hat eine negative Auswirkung auf die Schlafqualität sowie den natürlichen Schlafrhythmus. Das Risiko für Schlaflosigkeit und einer damit einhergehenden Erschöpfung steigt sowohl bei den Kinder als auch bei den Eltern.
Barbara nimmt uns in ihren Ausführung mit zu den Erfahrungen aus ihrer Praxis: Viele Mütter fühlen sich erschöpft und leiden an einem chronischen Schlafmange. Oft fehlt es ihnen schwer den Partner oder eine andere Bezugsperson aktiv einzubinden. Sie vergessen dabei: Entlastung ist möglich. Unabhängig davon, wie eine Mutter ihr Kind ernährt, darf sie sich erlauben, die Fürsorgearbeit zeitweise. Das gilt auch für das Stillen: Stillen und Erholung schließen einander nicht aus.
Dabei gilt: Gut auf die eigenen Ressourcen zu achten, das eigene Energieniveau im Blick zu behalten und für sein eigenes Wohlergehen Sorge zu tragen. Denn nur wer selbst in seiner Kraft ist, kann gut für sein Kind sorgen. sich Schließlich ist es für das Kind von grundlegender Bedeutung, dass es den Eltern gut geht.
Im Alltag ist das leichter gesagt als getan. Viele Eltern haben hohe Ansprüche an sich selbst und gehen dabei weit über ihre eigenen Grenzen hinaus. Manchmal braucht es genau diese Erfahrungen, um sich selbst besser kennenzulernen, seine eigenen Bedürfnisse zu erkennen, Grenzen zu wahren und Warnsignale frühzeitig bewusst wahrzunehmen. Es ist die Basis für ein tragendes, wohliges Miteinander.
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08.05.2026
37 Minuten
Hinweis: Bei dieser Aufnahme gab es technische Schwierigkeiten, weshalb die Tonqualität stellenweise holprig ist.
Gesellschaftliche Angst vor dem Verwöhnen
In unserem Kulturkreis ist Autonomie ein hohes Gut. Viele Eltern befürchten, ihr Kind zu verwöhnen oder zur Unselbstständigkeit zu erziehen, zum Beispiel wenn es im Elternbett schläft oder im Tragetuch getragen wird. So werden Kinder oft in eine Selbstständigkeit gedrängt, die ihrer Entwicklung nicht angemessen ist. Elterliche Interaktionen rund um Schlafen, Essen oder körperlicher Nähe entsprechen dabei häufig nicht den individuellen Bedürfnissen, weder jenes des Kindes noch jenen der Eltern. Sie entstehen über Vorstellungen, wie ein Kind sich verhalten sollte, nicht selten aufgrund einer gesellschaftlichen "Norm".
Was Autonomie wirklich bedeutet
Autonomie bedeutet Selbstbestimmung. Es ist das Erleben, dass ich auf etwas einwirken kann. Das zeigt sich bereits bei der Geburt, vorausgesetzt diese kann sich aus eigener Kraft heraus stärkend entfalten. Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, Dinge aus eigener Kraft zu schaffen. Kinder zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr haben dafür ein klares Lieblingswort: alleine. Sie wollen Dinge 'lleine tun: gehen, Treppen steigen, Schuhe anziehen, essen. Für Eltern ist das ein täglicher Balanceakt: Wann kann ich dem Kind was zutrauen? Wo benötigt es noch Unterstützung? Wo liegen die Grenzen dessen, was noch zu gefährlich ist? Das ist komplex und erfordert in vielen Situationen ein sorgfältiges Abwägen.
Was sichere Bindung bedeutet
Eine hilfreiche Metapher in Bezug auf eine tragende Bindung ist das Bild des Hafens. Es bedeutet, dass das Kind über die Eltern Orientierung und Sicherheit erfährt. Sie sind für das Kind der zentrale Referenzpunkt. Von diesem Zentrum aus erkundet es die Welt. Zunächst entfernt es sich nur wenige Meter. Immer wieder dreht es sich dabei um, sucht den Blickkontakt zur Bindungsperson um sich rück zu versichern und zu entscheiden, geht es weiter hinaus in die Welt oder kehrt es zurück zum vertrauten Hafen. Das Kind bewegt sich weg mit der Gewissheit, dass der Hafen bleibt. Dies können wir bereits bei der Geburt beobachten: In dieser Welt gelandet sucht es die vertraute Andockstelle. Über die mütterliche Stimme, ihren Geruch, ihren Herzschlag und dem Rhythmus ihrer Atmung findet es den Weg und dockt im besten Fall unmittelbar nach dieser abenteuerlichen Reise erneut bei ihr an. Aufgetankt und gerastet erkundet es weiter, bewegt sich zum nächsten vertrauten Elternteil. Es folgt seinem Entdeckungs- und Neugierdedrang, kurzum seinem Autonomiebedürfnis. Dieses Muster wiederholt sich: weg vom Zentrum nach außen, zurück zum Zentrum und im nächsten Moment wieder weiter hinaus in die Welt. Diese Erfahrung von Nähe und Distanz wiederholt es. Immer und immer wieder. Bis es irgendwann mutig sich alleine hinauswagt um die Welt zu umsegeln, immer mit dem Wunsch und dem Vertrauen, irgendwo neu andocken zu können.
Was Kinder uns lehren
In dem Moment, in dem wir uns für die Elternschaft entscheiden, sind wir gefordert neue Sichtweisen zu erfahren. Das ist herausfordernd, weil wir dabei vielem begegnen, mit dem wir nicht gerechnet haben. Es kann uns helfen, dieses Neue als Entwicklungsmöglichkeit zu begreifen, uns zu öffnen für das, was ungeplant über die Kinder in unser Leben kommt. Wir bekommen als Eltern ein breit gefächertes Übungsfeld im Umgang mit Angst, dem Zutrauen und dem Loslassen von Kontrolle. Über diese Auseinandersetzung entsteht Verbundenheit. Wir lernen uns in neuen Facetten kennen, Körpererinnerungen führen uns zu hilfreichen Erkenntnissen, erfahren, dass uns das Leben selbst jenseits unseres Wissens vieles lehrt. Manchmal sind es auch Schicksalsschläge, die uns fordern anzunehmen, was größer ist als wir erfassen können, lassen uns bewusst werden, dass wir das Wesentliche trotz aller Technologie nach wie vor nicht kontrollieren können. Und bei gewissen Ereignissen dürfen wir spüren, dass wir getragen sind von Liebe und Verbundenheit, jenseits von Sichtbarkeit und Messbarkeit.
Gesellschaftliche Angst vor dem Verwöhnen
In unserem Kulturkreis ist Autonomie ein hohes Gut. Viele Eltern befürchten, ihr Kind zu verwöhnen oder zur Unselbstständigkeit zu erziehen, zum Beispiel wenn es im Elternbett schläft oder im Tragetuch getragen wird. So werden Kinder oft in eine Selbstständigkeit gedrängt, die ihrer Entwicklung nicht angemessen ist. Elterliche Interaktionen rund um Schlafen, Essen oder körperlicher Nähe entsprechen dabei häufig nicht den individuellen Bedürfnissen, weder jenes des Kindes noch jenen der Eltern. Sie entstehen über Vorstellungen, wie ein Kind sich verhalten sollte, nicht selten aufgrund einer gesellschaftlichen "Norm".
Was Autonomie wirklich bedeutet
Autonomie bedeutet Selbstbestimmung. Es ist das Erleben, dass ich auf etwas einwirken kann. Das zeigt sich bereits bei der Geburt, vorausgesetzt diese kann sich aus eigener Kraft heraus stärkend entfalten. Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, Dinge aus eigener Kraft zu schaffen. Kinder zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr haben dafür ein klares Lieblingswort: alleine. Sie wollen Dinge 'lleine tun: gehen, Treppen steigen, Schuhe anziehen, essen. Für Eltern ist das ein täglicher Balanceakt: Wann kann ich dem Kind was zutrauen? Wo benötigt es noch Unterstützung? Wo liegen die Grenzen dessen, was noch zu gefährlich ist? Das ist komplex und erfordert in vielen Situationen ein sorgfältiges Abwägen.
Was sichere Bindung bedeutet
Eine hilfreiche Metapher in Bezug auf eine tragende Bindung ist das Bild des Hafens. Es bedeutet, dass das Kind über die Eltern Orientierung und Sicherheit erfährt. Sie sind für das Kind der zentrale Referenzpunkt. Von diesem Zentrum aus erkundet es die Welt. Zunächst entfernt es sich nur wenige Meter. Immer wieder dreht es sich dabei um, sucht den Blickkontakt zur Bindungsperson um sich rück zu versichern und zu entscheiden, geht es weiter hinaus in die Welt oder kehrt es zurück zum vertrauten Hafen. Das Kind bewegt sich weg mit der Gewissheit, dass der Hafen bleibt. Dies können wir bereits bei der Geburt beobachten: In dieser Welt gelandet sucht es die vertraute Andockstelle. Über die mütterliche Stimme, ihren Geruch, ihren Herzschlag und dem Rhythmus ihrer Atmung findet es den Weg und dockt im besten Fall unmittelbar nach dieser abenteuerlichen Reise erneut bei ihr an. Aufgetankt und gerastet erkundet es weiter, bewegt sich zum nächsten vertrauten Elternteil. Es folgt seinem Entdeckungs- und Neugierdedrang, kurzum seinem Autonomiebedürfnis. Dieses Muster wiederholt sich: weg vom Zentrum nach außen, zurück zum Zentrum und im nächsten Moment wieder weiter hinaus in die Welt. Diese Erfahrung von Nähe und Distanz wiederholt es. Immer und immer wieder. Bis es irgendwann mutig sich alleine hinauswagt um die Welt zu umsegeln, immer mit dem Wunsch und dem Vertrauen, irgendwo neu andocken zu können.
Was Kinder uns lehren
In dem Moment, in dem wir uns für die Elternschaft entscheiden, sind wir gefordert neue Sichtweisen zu erfahren. Das ist herausfordernd, weil wir dabei vielem begegnen, mit dem wir nicht gerechnet haben. Es kann uns helfen, dieses Neue als Entwicklungsmöglichkeit zu begreifen, uns zu öffnen für das, was ungeplant über die Kinder in unser Leben kommt. Wir bekommen als Eltern ein breit gefächertes Übungsfeld im Umgang mit Angst, dem Zutrauen und dem Loslassen von Kontrolle. Über diese Auseinandersetzung entsteht Verbundenheit. Wir lernen uns in neuen Facetten kennen, Körpererinnerungen führen uns zu hilfreichen Erkenntnissen, erfahren, dass uns das Leben selbst jenseits unseres Wissens vieles lehrt. Manchmal sind es auch Schicksalsschläge, die uns fordern anzunehmen, was größer ist als wir erfassen können, lassen uns bewusst werden, dass wir das Wesentliche trotz aller Technologie nach wie vor nicht kontrollieren können. Und bei gewissen Ereignissen dürfen wir spüren, dass wir getragen sind von Liebe und Verbundenheit, jenseits von Sichtbarkeit und Messbarkeit.
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12.12.2025
48 Minuten
Körperliche Nähe ist ein menschliches Grundbedürfnis. Dennoch fragen wir uns immer wieder: Wie viel Nähe ist gesund? Was bedeutet Verwöhnen? Wo beginnt gesunde, wo überfordernde Körpernähe? Spätestens während der Coronapandemie, in der Körperkontakt plötzlich als Gefahr deklariert wurde, wurde deutlich, wie sehr uns Berührung fehlt. Zugleich zeigen zahlreiche Studien auf, inwieweit körperliche Nähe weitreichende Auswirkungen auf unsere soziale, kognitive, emotionale und körperliche Entwicklung hat. Bereits Babys und Kleinkinder senden deutliche Signale, wenn sie Körperkontakt wünschen. Besonders in den ersten Lebensjahren ist dieses Bedürfnis stark ausgeprägt. Mit zunehmendem Alter wird Körpernähe nicht weniger wichtig, aber sie braucht bewusster gestaltete Momente.
Körpernähe ist dann gesund, wenn beide Beteiligten sich dabei wohlfühlen. Wir spüren sehr schnell, wenn Zuwendung nur halbherzig geschieht. Deshalb ist es wichtig, gut auf die eigene Körperwahrnehmung zu hören. Das Bild einer Ampel kann dabei helfen: Sind wir auf Grün? Passt es gerade für uns? Manchmal braucht es eine Phase der Annäherung, bevor echter Körperkontakt möglich ist. Das zeigt sich unter anderem dann, wenn Kinder in einem starken Gefühlsausdruck sind: Wut, Traurigkeit, Anspannung. Manche reagieren auf körperliche Annäherung mit Schlagen, Beißen, Wegdrücken oder „Zwirbeln“ mit den Fingern in die Haut der Bezugsperson. Dahinter steht meist ein Zeichen von innerer Not, die sich über solche Abwehrmechanismen ausdrückt.
Wie können Eltern in solchen Momenten präsent bleiben und gleichzeitig die eigenen körperlichen Grenzen wahren? Schließlich ist Schmerz durch einen Schlag oder Biss real. Die erste Reaktion darauf ist oft Flucht oder Abwehr. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Und was, wenn es den Eltern selbst zu viel wird? Kinder lernen am Modell Körpergrenzen zu respektieren. Wenn wir uns erlauben, für unsere Bedürfnisse einzustehen, finden wir auch immer wieder neu in eine gemeinsame Balance. Genau das stärkt Bindung.
Mit zunehmendem Alter kann Körpernähe in vielfältiger Form gelebt werden: über Körperpflege, spielerische Momente, Sport oder gemeinsame Aktivitäten. Körperkontakt bleibt ein lebenslanges Bedürfnis, von der Wiege bis zur Bahre. Denn Berührung ist ein wesentlicher Teil unserer Kommunikation.
Körpernähe ist dann gesund, wenn beide Beteiligten sich dabei wohlfühlen. Wir spüren sehr schnell, wenn Zuwendung nur halbherzig geschieht. Deshalb ist es wichtig, gut auf die eigene Körperwahrnehmung zu hören. Das Bild einer Ampel kann dabei helfen: Sind wir auf Grün? Passt es gerade für uns? Manchmal braucht es eine Phase der Annäherung, bevor echter Körperkontakt möglich ist. Das zeigt sich unter anderem dann, wenn Kinder in einem starken Gefühlsausdruck sind: Wut, Traurigkeit, Anspannung. Manche reagieren auf körperliche Annäherung mit Schlagen, Beißen, Wegdrücken oder „Zwirbeln“ mit den Fingern in die Haut der Bezugsperson. Dahinter steht meist ein Zeichen von innerer Not, die sich über solche Abwehrmechanismen ausdrückt.
Wie können Eltern in solchen Momenten präsent bleiben und gleichzeitig die eigenen körperlichen Grenzen wahren? Schließlich ist Schmerz durch einen Schlag oder Biss real. Die erste Reaktion darauf ist oft Flucht oder Abwehr. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Und was, wenn es den Eltern selbst zu viel wird? Kinder lernen am Modell Körpergrenzen zu respektieren. Wenn wir uns erlauben, für unsere Bedürfnisse einzustehen, finden wir auch immer wieder neu in eine gemeinsame Balance. Genau das stärkt Bindung.
Mit zunehmendem Alter kann Körpernähe in vielfältiger Form gelebt werden: über Körperpflege, spielerische Momente, Sport oder gemeinsame Aktivitäten. Körperkontakt bleibt ein lebenslanges Bedürfnis, von der Wiege bis zur Bahre. Denn Berührung ist ein wesentlicher Teil unserer Kommunikation.
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21.11.2025
47 Minuten
In dieser Folge geht es darum, wie wir unsere Kinder sicher und liebevoll durch ihre sexuelle Entwicklung begleiten können. Wir sprechen darüber, warum Sexualität von Anfang an Teil des Menschseins ist, wie Kinder ihren Körper entdecken und weshalb klare Worte wie Penis und Vulva so wichtig sind. Dabei beleuchten wir die drei Entwicklungsbereiche – oral, anal und genital – und zeigen, wie Wissen, Sprache und offene Gespräche Kinder stärken und vor sexualisierter Gewalt schützen. Benennen, erklären und konkrete Informationen unterstützen Kinder, ein gesundes Gefühl für den eigenen Körper und seine Grenzen zu entwickeln. Kinder, die Worte für ihren Körper und ihre Gefühle kennen, erleben mehr Selbstwirksamkeit und sind besser geschützt.
Zudem widmen wir uns der Frage, was bei Doktorspielen normal ist, welche Regeln Orientierung geben und wie Kinder durch körperliche Erfahrungen Stress regulieren. Sprache hilft ihnen dabei, ihre Gefühle einzuordnen: Was fühlt sich gut an? Was nicht? Zu wissen, dass sie sich Erwachsenen anvertrauen und Erlebtes benennen können, ist ein wichtiger Schutzfaktor.
Diese Folge macht Mut, Unsicherheiten anzusprechen, eigene Grenzen ernst zu nehmen und die natürliche Neugier unserer Kinder mit Offenheit, Klarheit und Achtsamkeit zu begleiten.
Zudem widmen wir uns der Frage, was bei Doktorspielen normal ist, welche Regeln Orientierung geben und wie Kinder durch körperliche Erfahrungen Stress regulieren. Sprache hilft ihnen dabei, ihre Gefühle einzuordnen: Was fühlt sich gut an? Was nicht? Zu wissen, dass sie sich Erwachsenen anvertrauen und Erlebtes benennen können, ist ein wichtiger Schutzfaktor.
Diese Folge macht Mut, Unsicherheiten anzusprechen, eigene Grenzen ernst zu nehmen und die natürliche Neugier unserer Kinder mit Offenheit, Klarheit und Achtsamkeit zu begleiten.
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Über diesen Podcast
Barbara Walcher, EEH (Emotionelle Erste Hilfe) Therapeutin, und
ich, Lydia, sprechen über Schwangerschaft, Geburt und die ersten
Lebensjahre mit Baby. Dabei beziehen wir uns auf jene Themen, die
in diesem Zeitraum präsent sind und auch mich als Mama
bewegen. Wir beide begeben uns auf eine Reise, wo wir selbst
noch nicht wissen, wo sie uns hinführen wird. Auf dieser Reise
möchten wir euch mitnehmen. Wir versuchen Themen offen zu begegnen
und Worte zu finden, wo manchmal Worte noch fehlen. Dabei schauen
wir auf Themen, die gerade in meinem Muttersein und in Barbaras
Praxis wiederkehrend sind. Wir werden auf physiologische
Entwicklungsthemen der Kinder blicken und unsere Ansprüche und
Erwartungen hinterfragen. Wir wissen, dass Familie so vieles
sein kann und dass das Leben mit Kindern so bunt und verschieden
ist, wie es eben Familien gibt. Daher ist uns bewusst, dass wir all
diesen Realitäten nicht gerecht werden können. Wir möchten dich,
liebe Zuhörerin, einladen, daraus das mitzunehmen, was für dich
passt. Alles andere lass einfach hier.
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