Die Börsenminute Archiv
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Alle Augen, auch meine, waren diese Woche auf die angelaufene Berichtssaison in den USA gerichtet. Aktiengewinne in Dollar sind das eine. Wie schaut die Performance von US-Aktien aber für europäische Anleger aus? Am Dienstag kletterte der Euro-Kurs auf 1,1276 Dollar, dem höchsten Wert seit Februar 2022. Somit sind die Gewinne der US-Unternehmen in Dollar für den Europäer weniger wert. Wenn dann noch in der kommenden Woche die EZB wie erwartet die Zinsen erneut anhebt, ja dann wird der Euro gegenüber dem Dollar noch fester, weil ein Anstieg der Zinsen in der Eurozone die Anleger wieder vermehrt in Euro investieren lässt. Am Donnerstag war dann der Dollar wieder etwas stärker, weil die Arbeitsmarktdaten in den USA besser als erwartet waren, die Hausverkäufe weniger. Trotz allem: Alles in allem hat der Euro gegenüber dem Dollar diese Woche um mehr als ein Prozent zugelegt.
Ein kurzfristig schwächerer Dollar wäre ja noch kein Grund zur Besorgnis. Nur rechnen viele Finanzexperten dauerhaft mit einem schwächeren Dollar, weil sich vor allem die Schwellenländer immer weniger in Dollar verschulden, um sich vom Greenback unabhängiger zu machen.
De-Dollarisation ist offensichtlich mehr als nur ein Schlagwort. Der Dollar verliert schleichend seinen Status als allerwichtigste Währungsreserve. Dazu passt, dass die Notenbanken der Emerging Markets im Vorjahr sehr viel Gold eingekauft haben. Indien, China, Malaysia oder auch Brasilien versuchen zudem ihre eigene Währung als Reserve zu etablieren. Die Sanktionen gegen den Aggressor Russland haben bei Autokraten die Angst geweckt, dass die USA ihre Dollarguthaben einfrieren könnten. Darüber hinaus stärkt die Lohn- und Verschuldungs-getriebene Inflation in den USA nicht das Vertrauen in die Weltwährung Nummer Eins, ebenso wenig wie 2023 die US-Regionalbankenkrise.
Weshalb sollte es dem Greenback anders ergehen als dem britischen Sterling, der 1944, mit dem Bretton Woods-Abkommen als Weltwährungsreserve vom Dollar abgelöst wurde. Der Dollar ist seit 1971 verwundbar, als US-Präsident Richard Nixon die Golddeckung der US-Währung aufgehoben hat. Dass die ganze Welt danach noch in den Dollar vertraute hat mit dem Petrodollar zu tun. Öl wurde Jahrzehnte fast ausschließlich in Dollar fakturiert. Inzwischen gibt es Deals zwischen Saudi Arabien und China, wo Energie direkt in Renmimbi abgerechnet wird. Auch dass Kredite großteils in Dollar verrechnet werden könnte sich ändern.
Aktuell sind noch 58 Prozent der Weltwährungsreserven in Dollar, das ist rekordverdächtig niedrig. Der Anteil der Gold-Währungsreserven stiegin den letzten fünf Jahren hingegen weltweit von 11 auf 15 Prozent. Was den Dollar als Weltwährung ablösen wird? Ich weiß es nicht. Habt ihr eine Idee? Vielleicht braucht es im Zeitalter der Digitalisierung für den internationalen Handel keine Weltwährung mehr.
Was würde es also bedeuten, wenn der Dollar seinen Status als Weltwährungsreserve einbüßt? Das würde bedeuten die USA hätte einen schwereren und vor allem teureren Zugang zu Kapital und müsste für seine Schulden höhere Zinsen bezahlen. Internationale Anleger würden Geld aus den USA abziehen, die US-Börsenwerte würden fallen. Eine Dollarschwäche könnte den Krypto-Währungen den Rücken stärken.
Die Ablöse des Dollars als Weltwährungsreserve passiert natürlich graduell und nicht von heute auf Morgen. Unter den 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt sind laut Beratungsunternehmen EY auch immer noch 61 aus den USA und keines mehr aus Deutschland, geschweige denn ist eine aus Österreich dabei. Die Weltmacht Nummer Eins zeigt also keinesfalls Wirtschaftsschwäche. Und oftmals kommt es anders als man denkt. Genau deshalb sollte man sein Anlegerrisiko auf verschiedene Wirtschaftsräume streuen und einen Blick auf die Entwicklung des Dollars haben…
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
Foto: Unsplash.
Ein kurzfristig schwächerer Dollar wäre ja noch kein Grund zur Besorgnis. Nur rechnen viele Finanzexperten dauerhaft mit einem schwächeren Dollar, weil sich vor allem die Schwellenländer immer weniger in Dollar verschulden, um sich vom Greenback unabhängiger zu machen.
De-Dollarisation ist offensichtlich mehr als nur ein Schlagwort. Der Dollar verliert schleichend seinen Status als allerwichtigste Währungsreserve. Dazu passt, dass die Notenbanken der Emerging Markets im Vorjahr sehr viel Gold eingekauft haben. Indien, China, Malaysia oder auch Brasilien versuchen zudem ihre eigene Währung als Reserve zu etablieren. Die Sanktionen gegen den Aggressor Russland haben bei Autokraten die Angst geweckt, dass die USA ihre Dollarguthaben einfrieren könnten. Darüber hinaus stärkt die Lohn- und Verschuldungs-getriebene Inflation in den USA nicht das Vertrauen in die Weltwährung Nummer Eins, ebenso wenig wie 2023 die US-Regionalbankenkrise.
Weshalb sollte es dem Greenback anders ergehen als dem britischen Sterling, der 1944, mit dem Bretton Woods-Abkommen als Weltwährungsreserve vom Dollar abgelöst wurde. Der Dollar ist seit 1971 verwundbar, als US-Präsident Richard Nixon die Golddeckung der US-Währung aufgehoben hat. Dass die ganze Welt danach noch in den Dollar vertraute hat mit dem Petrodollar zu tun. Öl wurde Jahrzehnte fast ausschließlich in Dollar fakturiert. Inzwischen gibt es Deals zwischen Saudi Arabien und China, wo Energie direkt in Renmimbi abgerechnet wird. Auch dass Kredite großteils in Dollar verrechnet werden könnte sich ändern.
Aktuell sind noch 58 Prozent der Weltwährungsreserven in Dollar, das ist rekordverdächtig niedrig. Der Anteil der Gold-Währungsreserven stiegin den letzten fünf Jahren hingegen weltweit von 11 auf 15 Prozent. Was den Dollar als Weltwährung ablösen wird? Ich weiß es nicht. Habt ihr eine Idee? Vielleicht braucht es im Zeitalter der Digitalisierung für den internationalen Handel keine Weltwährung mehr.
Was würde es also bedeuten, wenn der Dollar seinen Status als Weltwährungsreserve einbüßt? Das würde bedeuten die USA hätte einen schwereren und vor allem teureren Zugang zu Kapital und müsste für seine Schulden höhere Zinsen bezahlen. Internationale Anleger würden Geld aus den USA abziehen, die US-Börsenwerte würden fallen. Eine Dollarschwäche könnte den Krypto-Währungen den Rücken stärken.
Die Ablöse des Dollars als Weltwährungsreserve passiert natürlich graduell und nicht von heute auf Morgen. Unter den 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt sind laut Beratungsunternehmen EY auch immer noch 61 aus den USA und keines mehr aus Deutschland, geschweige denn ist eine aus Österreich dabei. Die Weltmacht Nummer Eins zeigt also keinesfalls Wirtschaftsschwäche. Und oftmals kommt es anders als man denkt. Genau deshalb sollte man sein Anlegerrisiko auf verschiedene Wirtschaftsräume streuen und einen Blick auf die Entwicklung des Dollars haben…
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
Foto: Unsplash.
2 Minuten
Venezuela war eine der best-performenden Börsen der letzten Jahre, auch in Dollar. Seit Jahresbeginn stieg der Caracas General Stock Market Index um rund 77 Prozent, in den letzten zwölf Monaten sind es rund 430 Prozent.Der Ukrainian Trade Index UTX hat seit Jahresbeginn knapp 24 Prozent zugelegt, die russische Börse, der Moscow Exchange traded Index MOEX sogar knapp 38 Prozent.
Das ist natürlich ganz und gar keine Empfehlung, dass man sich auf den gerade heißesten Finanzplätzen tummeln sollte. Davon abgesehen, hat man zu diesen Märkten meist auch gar keinen Zugang.
Es zeigt nur wieder einmal, welche Anlageklasse, nämlich Aktien, in schweren wirtschaftlichen und politischen Krisen gut performt. Insbesondere bei Hyperinflation, sprich bei monatlichen Teuerungsraten von 50 Prozent aufwärts. Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Denn wenn es dann oftmals noch Devisenausfuhrbeschränkungen gibt, trägt man seine Ersparnisse lieber auf die Börse und kauft sich davon Aktien, also Substanzwerte, bevor man zuschaut, wie das Barvermögen entwertet wird.
Die hohe Inflation, nicht ein wirtschaftlicher Aufschwung,hat in den letzten Jahren auch der türkischen Börse Rückenwind verschafft. Oder wie es Michael Reuss, Vorstand der HRK Lunis AG in der aktuellen Podcast-Folge der Geldmeisterin so schön formuliert: Wer keine Aktien hat, ist auch ein Spekulant. Er spekuliert darauf, dass das Finanzsystem ohne Schaden durch diese Zeiten geht.
Nicht falsch verstehen, ich bin kein Crash-Prophet, die Aktienmärkte zeigen derzeit ein völlig anderes Bild. Ich finde nur, es beruhig ungemein, wenn man darauf schaut, dass man rechtzeitig Aktien hat, wenn man sie braucht…
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Shares #ExotischeBörsen #Risiko #investing #podcast
Foto: Unsplash
Das ist natürlich ganz und gar keine Empfehlung, dass man sich auf den gerade heißesten Finanzplätzen tummeln sollte. Davon abgesehen, hat man zu diesen Märkten meist auch gar keinen Zugang.
Es zeigt nur wieder einmal, welche Anlageklasse, nämlich Aktien, in schweren wirtschaftlichen und politischen Krisen gut performt. Insbesondere bei Hyperinflation, sprich bei monatlichen Teuerungsraten von 50 Prozent aufwärts. Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Denn wenn es dann oftmals noch Devisenausfuhrbeschränkungen gibt, trägt man seine Ersparnisse lieber auf die Börse und kauft sich davon Aktien, also Substanzwerte, bevor man zuschaut, wie das Barvermögen entwertet wird.
Die hohe Inflation, nicht ein wirtschaftlicher Aufschwung,hat in den letzten Jahren auch der türkischen Börse Rückenwind verschafft. Oder wie es Michael Reuss, Vorstand der HRK Lunis AG in der aktuellen Podcast-Folge der Geldmeisterin so schön formuliert: Wer keine Aktien hat, ist auch ein Spekulant. Er spekuliert darauf, dass das Finanzsystem ohne Schaden durch diese Zeiten geht.
Nicht falsch verstehen, ich bin kein Crash-Prophet, die Aktienmärkte zeigen derzeit ein völlig anderes Bild. Ich finde nur, es beruhig ungemein, wenn man darauf schaut, dass man rechtzeitig Aktien hat, wenn man sie braucht…
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Shares #ExotischeBörsen #Risiko #investing #podcast
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3 Minuten
Was für ein schöner Auftakt der US-Berichtssaison am Freitag. Die drei Großbanken JPMorgan, Wells Fargo und Citigroup verdienten in den letzten drei Monaten 22 Milliarden US-Dollar, somit 37 Prozent mehr als im zweiten Quartal des Vorjahres. Eine steile Vorlage für die Bank of America und für Morgan Stanley, die am Dienstag ihr Quartalszahlen veröffentlichen und für Goldman Sachs, die am Mittwoch folgen.
Zinsanstiege sorgen immer für Sondergewinne der Kreditinstitute, weil sie nach dem Tankstellen-Pächterprinzip handeln: Preissteigerungen werden sofort weitergegeben, Preissenkungen verspätet. Stimmt nicht? Dann frage ich mich aber, warum ich bei meiner Hausbank für meine täglich fälligen Einlagen gerade einmal 0,01 Prozent bekomme, wenn Europas Banken ihr eigenes Geld längst um 3,5 Prozent bei der EZB anlegen dürfen. Also wenn der digitale Euro bedeutet, dass ich auch als Frau Kistner meine digitalen Euro direkt bei der EZB anlegen kann, dann bin ich sofort für die digitale Einheitswährung. Aber das ist meines Wissens nicht vorgesehen.
Aber zurück zur US-Berichtssaison: Obwohl die Banken sehr schöne Gewinne präsentierten, gaben die Banken im S&P 500 insgesamt am Freitag nach. Wie kommt´s? Zum einen wurden Banken nach starken Anstiegen wieder aus den Depots geworfen. Zum anderen denken Börsianer immer schon voraus und erwarten für die nächsten Monate keine großen Gewinn-Überraschungen mehr. Vor allem aber dürften sich einige die Bankbilanzen der Branchenriesen genauer angeschaut haben. Da sieht man bei JP Morgan und Wells Fargo nicht nur höhere Gewinne, sondern auch höhere Rückstellungen für Ausfälle bei Unternehmenskrediten.
Interessant werden die Bilanzveröffentlichungen des Einzelhandels, der Kosumgüter-Industrie und der Zahlungsdienstleister sein: Mit Johnson&Johnson und Philipp Morris am Donnerstag, American Express am Freitag, Visa nächste Woche Dienstag, Coca Cola nächste Woche Mittwoch, Mondelez und McDonald´s nächste Woche Donnerstag u.s.w.. Da wird man dann sehen, ob die Amerikaner ihre Ersparnisse aus Covid-Zeiten aufgebraucht haben und schon auf der Bremse stehen.
Nächste Woche Dienstag wird überhaupt aufregend. Dann sieht man, ob sich der ganze KI- oder AI-Hype etwa bei Alphabet oder Microsoft auch positiv in den Bilanzen niederschlägt. Lassen wir uns überraschen. Übrigens: Mir gefällt das englische Wort für Berichtsaison besser: Earnings Seasons. Strahlt das nicht viel mehr Optimismus aus? Eine heitere Börsenwoche wünscht Julia Kistner
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#EarningsSeason #shares #banks #retail #investing #podcast
Foto: Unsplash
Zinsanstiege sorgen immer für Sondergewinne der Kreditinstitute, weil sie nach dem Tankstellen-Pächterprinzip handeln: Preissteigerungen werden sofort weitergegeben, Preissenkungen verspätet. Stimmt nicht? Dann frage ich mich aber, warum ich bei meiner Hausbank für meine täglich fälligen Einlagen gerade einmal 0,01 Prozent bekomme, wenn Europas Banken ihr eigenes Geld längst um 3,5 Prozent bei der EZB anlegen dürfen. Also wenn der digitale Euro bedeutet, dass ich auch als Frau Kistner meine digitalen Euro direkt bei der EZB anlegen kann, dann bin ich sofort für die digitale Einheitswährung. Aber das ist meines Wissens nicht vorgesehen.
Aber zurück zur US-Berichtssaison: Obwohl die Banken sehr schöne Gewinne präsentierten, gaben die Banken im S&P 500 insgesamt am Freitag nach. Wie kommt´s? Zum einen wurden Banken nach starken Anstiegen wieder aus den Depots geworfen. Zum anderen denken Börsianer immer schon voraus und erwarten für die nächsten Monate keine großen Gewinn-Überraschungen mehr. Vor allem aber dürften sich einige die Bankbilanzen der Branchenriesen genauer angeschaut haben. Da sieht man bei JP Morgan und Wells Fargo nicht nur höhere Gewinne, sondern auch höhere Rückstellungen für Ausfälle bei Unternehmenskrediten.
Interessant werden die Bilanzveröffentlichungen des Einzelhandels, der Kosumgüter-Industrie und der Zahlungsdienstleister sein: Mit Johnson&Johnson und Philipp Morris am Donnerstag, American Express am Freitag, Visa nächste Woche Dienstag, Coca Cola nächste Woche Mittwoch, Mondelez und McDonald´s nächste Woche Donnerstag u.s.w.. Da wird man dann sehen, ob die Amerikaner ihre Ersparnisse aus Covid-Zeiten aufgebraucht haben und schon auf der Bremse stehen.
Nächste Woche Dienstag wird überhaupt aufregend. Dann sieht man, ob sich der ganze KI- oder AI-Hype etwa bei Alphabet oder Microsoft auch positiv in den Bilanzen niederschlägt. Lassen wir uns überraschen. Übrigens: Mir gefällt das englische Wort für Berichtsaison besser: Earnings Seasons. Strahlt das nicht viel mehr Optimismus aus? Eine heitere Börsenwoche wünscht Julia Kistner
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#EarningsSeason #shares #banks #retail #investing #podcast
Foto: Unsplash
2 Minuten
Wem es noch nicht aufgefallen sein sollte: Rein technisch befinden wir uns schon seit rund einem Monat wieder im Bullenmarkt. Denn vom Tief im Jahr 2022 konnten viele Leitindizes wie etwa der US-amerikanische S&P 500 über 20 Prozent zulegen. Aber Vorsicht. Es sind vor allem die Top Ten-Titel, weniger die übrigen 490 Aktien im S&P 500, die für den Aufschwung der US-Börse sorgen. Seit Jahresbeginn hat etwa Nvidia 189 Prozent, Meta 138 Prozent oder Tesla 133 Prozent zugelegt.
Insgesamt konnten der deutsche Leitindex DAX so wie auch das US-Börsenbarometer S&P 500 mehr als 15 Prozent zulegen. Für den amerikanischen Index war das In den letzten Jahrzehnten wauch ein guter Indikator, dass er das Gesamtjahr positiv abschließt.
Und dann sind da noch die US-Verbraucherpreise, die für gute Börsenstimmung sorgen. Sie sind im Vergleich zum Vormonat nur mehr um 0,1 Prozent gestiegen, der niedrigsten Anstieg seit zwei Jahren.
Zudem ist die laufende Quartalsbericht-Saison in den USA ist mit Delta Air Lines und Pepsico gut angelaufen. Alle schauen diesbezüglich auf die Quaratalsmeldungen der Großbanken in den USA, die heute veröffentlicht werden
Vor Kurzem war noch der Bär los, jetzt sind es die Bullen. Solche Stimmungsschwankungen gibt´s nur an der Börse. Die muss man als Anleger aushalten und dabei - KI-Euphorie hin oder her - seine Langfriststrategie nicht aus den Augen verlieren.
Ein fröhliches Wochenende mit der neuen Episode der der Geldmeisterin am Sonntag wünscht Podcast-Host Julia Kistner
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#AI #Bullish #shares #investing #podcast
Foto: Ai-generated
Insgesamt konnten der deutsche Leitindex DAX so wie auch das US-Börsenbarometer S&P 500 mehr als 15 Prozent zulegen. Für den amerikanischen Index war das In den letzten Jahrzehnten wauch ein guter Indikator, dass er das Gesamtjahr positiv abschließt.
Und dann sind da noch die US-Verbraucherpreise, die für gute Börsenstimmung sorgen. Sie sind im Vergleich zum Vormonat nur mehr um 0,1 Prozent gestiegen, der niedrigsten Anstieg seit zwei Jahren.
Zudem ist die laufende Quartalsbericht-Saison in den USA ist mit Delta Air Lines und Pepsico gut angelaufen. Alle schauen diesbezüglich auf die Quaratalsmeldungen der Großbanken in den USA, die heute veröffentlicht werden
Vor Kurzem war noch der Bär los, jetzt sind es die Bullen. Solche Stimmungsschwankungen gibt´s nur an der Börse. Die muss man als Anleger aushalten und dabei - KI-Euphorie hin oder her - seine Langfriststrategie nicht aus den Augen verlieren.
Ein fröhliches Wochenende mit der neuen Episode der der Geldmeisterin am Sonntag wünscht Podcast-Host Julia Kistner
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#AI #Bullish #shares #investing #podcast
Foto: Ai-generated
3 Minuten
Der nächste Abschwung kommt bestimmt. Dieser Satz war bisher an der Börse immer richtig. Nur bringt es einem nicht unbedingt weiter, wenn man wie die Schlange vor dem Kaninchen sitzt und auf die Korrektur wartet, während die Inflation einem das Bargeld, das man eigentlich investieren wollte wegfrisst und man obendrein die Chancen an den Kapitalmärkten verpasst.
So geschehen im ersten Halbjahr 2023 bei allen jenen, die zu defensiv unterwegs waren, wie die Daten von Flossbach von Storch zeigen. Demnach hat der DAX im ersten Halbjahr 2023 stolze 16 Prozent zugelegt, mit einem Rekordhoch am 16 Juni von rund 16.334 Punkten. Tut mir Leid für alle jene, die sich an Börsen-Kalauern wie „Sell in may“ sklavisch halten.
Der US-Leitindex S&P 500 ist im ersten Halbjahr 2023 um 16,6 Prozent gestiegen, wobei hier die Top-Ten-Aktien vor allem zum Anstieg beitrugen. In Euro gerechnet hat der MSCI World von Jänner bis Juli ein Kursplus von 12,6 Prozent verbucht.
Zehnjährige Deutsche Staatsanleihen, das finde ich interessant, verloren sogar leicht um 0,2 Prozent gemessen am REX Performance Index. Kurze Laufzeiten erzielten mehr. So stiegen die Renditen von 12-monatigen Bundesschatzpapierren von 2,6 Prozent zu Jahresbeginn auf 3,6 Prozent.
Gold stieg um 5,2 Prozent in US-Dollar an Wert und um 3,3 Prozent in Euro gerechnet, denn der Dollar verlor gegenüber dem Euro in den ersten sechs Monaten 1,9 Prozent.
Schön, wenn es so weiter geht. Muss es aber nicht. Deshalb investieren - ja, aber auf Sicht fahren und in Etappen investieren oder auch einmal Gewinne realisieren…
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Börse #investment #Gewinne #Aktie #Mattel
Foto: Unsplash/Austrian_National_Galery
So geschehen im ersten Halbjahr 2023 bei allen jenen, die zu defensiv unterwegs waren, wie die Daten von Flossbach von Storch zeigen. Demnach hat der DAX im ersten Halbjahr 2023 stolze 16 Prozent zugelegt, mit einem Rekordhoch am 16 Juni von rund 16.334 Punkten. Tut mir Leid für alle jene, die sich an Börsen-Kalauern wie „Sell in may“ sklavisch halten.
Der US-Leitindex S&P 500 ist im ersten Halbjahr 2023 um 16,6 Prozent gestiegen, wobei hier die Top-Ten-Aktien vor allem zum Anstieg beitrugen. In Euro gerechnet hat der MSCI World von Jänner bis Juli ein Kursplus von 12,6 Prozent verbucht.
Zehnjährige Deutsche Staatsanleihen, das finde ich interessant, verloren sogar leicht um 0,2 Prozent gemessen am REX Performance Index. Kurze Laufzeiten erzielten mehr. So stiegen die Renditen von 12-monatigen Bundesschatzpapierren von 2,6 Prozent zu Jahresbeginn auf 3,6 Prozent.
Gold stieg um 5,2 Prozent in US-Dollar an Wert und um 3,3 Prozent in Euro gerechnet, denn der Dollar verlor gegenüber dem Euro in den ersten sechs Monaten 1,9 Prozent.
Schön, wenn es so weiter geht. Muss es aber nicht. Deshalb investieren - ja, aber auf Sicht fahren und in Etappen investieren oder auch einmal Gewinne realisieren…
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Börse #investment #Gewinne #Aktie #Mattel
Foto: Unsplash/Austrian_National_Galery
3 Minuten
Pink ist das neue Schwarz: Nicht nur die weltweite Trendfarbe des Sommers ist „barbypink“. Es gibt weltweit bei Airbnb eigene Barbie-Ferienunterkünfte und auch eine eigene Barbie Microsoft-xbox-Edition. Am 20. Juli ist der Kinostart des Barbie-Films, der am Erscheinungswochenende 80 Millionen US-Dollar in die Kino-Kassen spülen soll. Mal sehen. Der CEO des börsennotierten Barbie-Produzenten Mattel Ynon Kreiz geht aufs Ganze mit seiner groß anlegten Marketingoffensive. Er hat übrigens auch He-Man und Masters oft the Universe aus der Mattel-Klamottenkiste der 80er-Jahre geräumt und gießt sie fleißig in Netflix-Zeichentrick-Serien.
Ynon Kneiz, der nach einem großen Verschleiß an Vorständen bei Mattel 2018 in die Chefetage beordert wurde ist kein Spielzeugverkäufer, sondern kommt aus dem TV-Business und will Mattel auch mehr zu einer Entertainment-Konzern a lá Disney umbauen. Die Plastikpuppen sind nun mal nicht mehr so gefragt. Und auch heuer rechnen die Analysten trotz Filmstart nicht mit mehr Barbie-Verkäufen. Die Mattel-Aktie ist im letzten Jahr um weitere zehn Prozent gefallen. Der Umsatz ist tiefer als noch vor zehn Jahren.
Vielleicht nicht ganz zufällig präsentiert Mattel rund um den Kinostart, voraussichtlich am 26.7. die Quartalszahlen.
In den letzten Wochen ist die Mattel-Aktien tatsächlich gestiegen und man kann spekulieren, dass Barbie durch den Hype zu neuen Glanz erstrahlt. Ich persönlich würde den Filmstart einmal abwarten. Nach einer Hype-Phase kehrt nämlich normalerweise die Ernüchterung ein. Und sollte Ynon Kreiz es dann tatsächlich schaffen aus Mattell das neue Disney zu machen, ja dann kann man immer noch einsteigen. Über die Tücken und Chancen des Hype-Zyklus für Investoren spreche ich mit Bank Gutmann-Vorstand Christoph Olbrich in einer der nächsten Podcastfolgen der GELDMEISTERIN, immer wieder neu am Sonntag. Ich hoffe wir hören uns.
Glaubt ihr an Barbie und Mattel? Freue mich auf Eure Kommentare.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Barbie #Hype #investment #Ken #Aktie #Mattel
Foto: Mattel Inc.
Ynon Kneiz, der nach einem großen Verschleiß an Vorständen bei Mattel 2018 in die Chefetage beordert wurde ist kein Spielzeugverkäufer, sondern kommt aus dem TV-Business und will Mattel auch mehr zu einer Entertainment-Konzern a lá Disney umbauen. Die Plastikpuppen sind nun mal nicht mehr so gefragt. Und auch heuer rechnen die Analysten trotz Filmstart nicht mit mehr Barbie-Verkäufen. Die Mattel-Aktie ist im letzten Jahr um weitere zehn Prozent gefallen. Der Umsatz ist tiefer als noch vor zehn Jahren.
Vielleicht nicht ganz zufällig präsentiert Mattel rund um den Kinostart, voraussichtlich am 26.7. die Quartalszahlen.
In den letzten Wochen ist die Mattel-Aktien tatsächlich gestiegen und man kann spekulieren, dass Barbie durch den Hype zu neuen Glanz erstrahlt. Ich persönlich würde den Filmstart einmal abwarten. Nach einer Hype-Phase kehrt nämlich normalerweise die Ernüchterung ein. Und sollte Ynon Kreiz es dann tatsächlich schaffen aus Mattell das neue Disney zu machen, ja dann kann man immer noch einsteigen. Über die Tücken und Chancen des Hype-Zyklus für Investoren spreche ich mit Bank Gutmann-Vorstand Christoph Olbrich in einer der nächsten Podcastfolgen der GELDMEISTERIN, immer wieder neu am Sonntag. Ich hoffe wir hören uns.
Glaubt ihr an Barbie und Mattel? Freue mich auf Eure Kommentare.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Barbie #Hype #investment #Ken #Aktie #Mattel
Foto: Mattel Inc.
3 Minuten
Chinas Revange: Genehmigungspflichtige Ausfuhren von seltenen Erden!
Die Menschheit macht es sich schon verdammt schwer. Gerade hat die Niederlande - nicht zuletzt auf Druck der USA – beschlossen, die Exportkontrollen nach China für moderne Maschinen für die Mikrochip-Produktion ab 1. September zu verschärfen. Das betrifft vor allem die Premiumgeräte zur Halbleiterfertigung von ASML. Und auch die USA selbst hat bekundet, dass sie wahrscheinlich Exporte von Spezialchips für künstliche Intelligenz nach China beschränken möchte, die militärisch zum Einsatz kommen könnten.
Es dauerte nicht lange, da kam diese Woche die Revange aus China. Ab August macht China - ebenso aus Sicherheitsbedenken - die Ausfuhr von Gallium- und Germanium-Produkten genehmigungspflichtig. Wer die beiden seltenen Metalle künftig ohne staatlicher Lizenz aus China exportiert wird bestraft. Für Gallium und Germanium, die in Mikrochips, Radargeräten oder auch Solarpanels stecken hat China de facto ein Monopol. China produziert 95 Prozent des weltweiten Galliums und 67 Prozent des Germaniums.
Die Eskalation der beiden Weltmächte macht mir wenig Freude. Hierzu muss ich sagen, dass ich den holländischen Mikrochip-Maschinen-Produzenten ASML in meinem persönlichen Langfristportfolio habe und daher nicht „amused“ bin. Vor allem nicht darüber, dass die Politik die Aktienkurse stark beeinflusst und damit meine Fundamental-Analysen von ASML und Co. in die Tonne tritt.
Was kann man da als Anleger tun außer zu jammern? Meiner Meinung nach ist sektorale und globale Risikostreuung mehr denn je das Gebot der Stunde. Und wenn ich nicht mit Fonds, ETFs oder mit viel Geld in sehr viele Einzelaktien selbst das Verlustrisiko ausreichend streue und trotz allem auf den einen oder anderen Einzeltitel setzen möchte. Ja, dann kann ich mich selbst als Langfristanleger nicht mehr stur auf meine „Buy & Hold“-Strategie berufen, sondern muss bei gehypten beziehungsweise inzwischen sehr hoch bewerteten Tech-Aktien wie derzeit eine Nvidia ist auch mal Gewinne früher als beabsichtigt mitnehmen, um das Verlustrisiko zu vermeiden und anschließend nicht um entgangene Zugewinne jammern. Denn der nächste, geopolitisch motivierte Rückschlag kommt bestimmt.
Was man als Langfristanleger jetzt noch tun kann, hört ihr ab Sonntag in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN. Ich hoffe wir hören uns. Schönes Wochenende wünscht Julia Kistner
Dies ist die übrigens schon die 600 Folge der Börsenminute. Über ein Feedback würde ich mich sehrr freuen.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
Foto unsplash
#Tech-Aktien #Langfrisanleger #Techaktiolen
Die Menschheit macht es sich schon verdammt schwer. Gerade hat die Niederlande - nicht zuletzt auf Druck der USA – beschlossen, die Exportkontrollen nach China für moderne Maschinen für die Mikrochip-Produktion ab 1. September zu verschärfen. Das betrifft vor allem die Premiumgeräte zur Halbleiterfertigung von ASML. Und auch die USA selbst hat bekundet, dass sie wahrscheinlich Exporte von Spezialchips für künstliche Intelligenz nach China beschränken möchte, die militärisch zum Einsatz kommen könnten.
Es dauerte nicht lange, da kam diese Woche die Revange aus China. Ab August macht China - ebenso aus Sicherheitsbedenken - die Ausfuhr von Gallium- und Germanium-Produkten genehmigungspflichtig. Wer die beiden seltenen Metalle künftig ohne staatlicher Lizenz aus China exportiert wird bestraft. Für Gallium und Germanium, die in Mikrochips, Radargeräten oder auch Solarpanels stecken hat China de facto ein Monopol. China produziert 95 Prozent des weltweiten Galliums und 67 Prozent des Germaniums.
Die Eskalation der beiden Weltmächte macht mir wenig Freude. Hierzu muss ich sagen, dass ich den holländischen Mikrochip-Maschinen-Produzenten ASML in meinem persönlichen Langfristportfolio habe und daher nicht „amused“ bin. Vor allem nicht darüber, dass die Politik die Aktienkurse stark beeinflusst und damit meine Fundamental-Analysen von ASML und Co. in die Tonne tritt.
Was kann man da als Anleger tun außer zu jammern? Meiner Meinung nach ist sektorale und globale Risikostreuung mehr denn je das Gebot der Stunde. Und wenn ich nicht mit Fonds, ETFs oder mit viel Geld in sehr viele Einzelaktien selbst das Verlustrisiko ausreichend streue und trotz allem auf den einen oder anderen Einzeltitel setzen möchte. Ja, dann kann ich mich selbst als Langfristanleger nicht mehr stur auf meine „Buy & Hold“-Strategie berufen, sondern muss bei gehypten beziehungsweise inzwischen sehr hoch bewerteten Tech-Aktien wie derzeit eine Nvidia ist auch mal Gewinne früher als beabsichtigt mitnehmen, um das Verlustrisiko zu vermeiden und anschließend nicht um entgangene Zugewinne jammern. Denn der nächste, geopolitisch motivierte Rückschlag kommt bestimmt.
Was man als Langfristanleger jetzt noch tun kann, hört ihr ab Sonntag in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN. Ich hoffe wir hören uns. Schönes Wochenende wünscht Julia Kistner
Dies ist die übrigens schon die 600 Folge der Börsenminute. Über ein Feedback würde ich mich sehrr freuen.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
Foto unsplash
#Tech-Aktien #Langfrisanleger #Techaktiolen
4 Minuten
Ich weiß, Qualität hat ihren Preis und daher sollte man sich nicht ausschließlich am Kurs-Gewinn-Verhältnis orientieren und sich auch nicht von höheren KGVs bei Wachstumswerten per se abschrecken lassen. Man bezahlt hier nun mal für das Gewinnpotenzial in der Zukunft. Ganz außer Acht lassen würde ich es aber auch bei Technologiewerten die Kennzahl nicht, schon gar nicht jetzt, so kurz nach dem Ausbruch des KI-Hypes, den sich auch die Bank für Kirche und Caritas AG genauer angesehen hat, konkret sich die Technologiewerte im Verhältnis zum Gesamtmarkt angeschaut. Beflügelt vom Boom von Künstlicher Intelligenz hat etwa der Chiphersteller Nvidia nach Präsentation seiner Quartalszahlen im Mai einen Tagesgewinn an der Börse von 24,3 Prozent verbucht. Im Sog von Nvidia ist der gesamte Tech-Sektor noch stärker abgehoben. Während seit Jahresbeginn der US-Index Dow Jones um 3,8 Prozent zulegte stieg der Technologie-Index Nasdaq um 38,8 Prozent.
Und so entsteht der Eindruck, als wenn es an den Börsen insgesamt außerordentlich gut läuft. Ganz so ist es nicht. Wenn man nämlich die FAANG+-Aktien aus dem großen US-Marktindex S&P 500 herausrechnet, dann hat der Markt schön, aber nicht rekordverdächtigt zugelegt.
Zur Erinnerung: FAANG+ steht für Facebook (Meta), Amazon, Apple, Nvidia, Google (Alphabet), Tesla und Microsoft. Diese sieben Top-Werte haben seit Jahresbeginn im Schnitt 89,1 Prozent zugelegt, die restlichen 493 Aktien 8,3 Prozent. Und im Spitzenfeld sind es vor allem Nvidia mit einem Kursplus von 189 Prozent seit Jahresbeginn, Meta mit plus 138 Prozent und Tesla mit plus 113 Prozent.
Auch bei der Dot.com-Blase 1999 und 2000 haben sich die exorbitanten Anstiege auf die Tech-Werte beschränkt. Die Kurs-Gewinnverhältnisse bei den Top 7 liegen im Schnitt bei 77,4. Die Aktienkurse liege also beim über 77-fachen Wert des Jahresgewinns. Bei den restlichen 493 S&P-Werten liegt das KGV im Schnitt bei 28,8, was auch schon nicht günstig ist.
Nach einem gesunden Bullenmarkt klingt das – so meine persönliche Meinung - nicht, auch nicht die Bewertung von Nvidia. Sie notiert bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 205, einem Kurs-Buch-Verhältnis von 43 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 40. Das sind schon sehr viel Vorschusslorbeeren, mit denen der Chip-Hersteller von den Anlegern bedacht wird. Der Preis von so manchem Tech-Wert bringt mich schon ganz schön ins Schwitzen. Da braucht es eine Abkühlung.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Überbewertung #Dot.com-Blase #Technologie #Aktie
Foto: Unsplash/Ataberg Güler
Und so entsteht der Eindruck, als wenn es an den Börsen insgesamt außerordentlich gut läuft. Ganz so ist es nicht. Wenn man nämlich die FAANG+-Aktien aus dem großen US-Marktindex S&P 500 herausrechnet, dann hat der Markt schön, aber nicht rekordverdächtigt zugelegt.
Zur Erinnerung: FAANG+ steht für Facebook (Meta), Amazon, Apple, Nvidia, Google (Alphabet), Tesla und Microsoft. Diese sieben Top-Werte haben seit Jahresbeginn im Schnitt 89,1 Prozent zugelegt, die restlichen 493 Aktien 8,3 Prozent. Und im Spitzenfeld sind es vor allem Nvidia mit einem Kursplus von 189 Prozent seit Jahresbeginn, Meta mit plus 138 Prozent und Tesla mit plus 113 Prozent.
Auch bei der Dot.com-Blase 1999 und 2000 haben sich die exorbitanten Anstiege auf die Tech-Werte beschränkt. Die Kurs-Gewinnverhältnisse bei den Top 7 liegen im Schnitt bei 77,4. Die Aktienkurse liege also beim über 77-fachen Wert des Jahresgewinns. Bei den restlichen 493 S&P-Werten liegt das KGV im Schnitt bei 28,8, was auch schon nicht günstig ist.
Nach einem gesunden Bullenmarkt klingt das – so meine persönliche Meinung - nicht, auch nicht die Bewertung von Nvidia. Sie notiert bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 205, einem Kurs-Buch-Verhältnis von 43 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 40. Das sind schon sehr viel Vorschusslorbeeren, mit denen der Chip-Hersteller von den Anlegern bedacht wird. Der Preis von so manchem Tech-Wert bringt mich schon ganz schön ins Schwitzen. Da braucht es eine Abkühlung.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Überbewertung #Dot.com-Blase #Technologie #Aktie
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3 Minuten
Markt für Abnehm-Arznei steigt allein in den den USA bis 2030 auf 5,2 Milliarden US Dollar
Mit Medikamenten gegen Fettleibigkeit sind Pharmafirmen wie Eli Lilly oder Novo Nordisk dick im Geschäft. Alleine in den USA, wo 40 Prozent an Fettleibigkeit leiden, rechnet man , dass der Markt für Medikamente gegen Übergewicht sich von 1,2 Milliarden US-Dollar 2022 auf 5,2 Milliarden bis 2030 erhöht. Hier geht es auch um Schönheit, aber in erster Linie natürlich um die Gesundheit. Denn das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken ist bei viel zu viel Pfunden deutlich höher.
Tatsächlich gibt es längst entsprechende Abnahmemedikamente unter den Namen Ozempic oder Wegovy um rund 1000 Euro pro Monat am Markt, Nebenwirkungen und Risiken inklusive. Die vielversprechenden neuen Schlankmacher haben bei den Pharmariesen Ely Lilly und Novo Nordisk schon im Vorjahr die Aktienkurse kräftig in die Höhe getrieben. Novo Nordisk hat innerhalb eines Jahres 40 Prozent an Börsenwert zugelegt, der sich insgesamt auf 250 Milliarden Euro beläuft. Die Abnehmspritze der Dänen namens „Wegovy“ wurde mit Juli auch in Deutschland zugelassen. Gedacht ist sie für Adipöse ab einem Body-Mass-Index von 30 sowie für Übergewichtige (BMI ab 27) mit mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung. Das Medikament kann man sich einmal pro Woche selbst spritzen.
Eli Lilly kommt wiederum mit der Produktion seines Diabetes- und Abnehmpräparat Mounjaro kaum nach, weil auch Nicht-Übergewichtige damit Ihrer Traumfigur nachjagen.
Vorsicht, nicht nur Abnehmwillige, auch Anleger sollten den Beipackzettel lesen wegen der Kursrisiken, die gerade Neuzulassungen immer bergen. So hat die EU-Arzneimittelbehörde EMA jüngst vor Wegovy bzw. vor der Einnahme von Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Semaglutid bei Patienten mit Typ-2-Diabetes gewarnt, weil ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenkrebs bestünde. Das brachte die Aktie von Novo Nordisk sofort unter Druck.
Eli Lilly hat übrigens noch einen Kassenschlager in der Pipeline, den Alzheimer-Wirkstoff Donanemab, der Megachancen, aber eben auch Risiken aufgrund von Nebenwirkungen bergen kann. Pharma-Titel sind eben keine Oma-Aktien.
Also ich persönlich schwöre, was das Gewicht betrifft, auf vorbeugende Maßnahmen, konkret auf meine vierbeinigen Fitnesstrainer, die mir angesichts der Risiken und Kosten medikamentösen Abspeckens unschlagbar gut und günstig vorkommen …
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Krebs #Alzheimer #adipös #Pharma #investieren #semaglutid #podcast
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Mit Medikamenten gegen Fettleibigkeit sind Pharmafirmen wie Eli Lilly oder Novo Nordisk dick im Geschäft. Alleine in den USA, wo 40 Prozent an Fettleibigkeit leiden, rechnet man , dass der Markt für Medikamente gegen Übergewicht sich von 1,2 Milliarden US-Dollar 2022 auf 5,2 Milliarden bis 2030 erhöht. Hier geht es auch um Schönheit, aber in erster Linie natürlich um die Gesundheit. Denn das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken ist bei viel zu viel Pfunden deutlich höher.
Tatsächlich gibt es längst entsprechende Abnahmemedikamente unter den Namen Ozempic oder Wegovy um rund 1000 Euro pro Monat am Markt, Nebenwirkungen und Risiken inklusive. Die vielversprechenden neuen Schlankmacher haben bei den Pharmariesen Ely Lilly und Novo Nordisk schon im Vorjahr die Aktienkurse kräftig in die Höhe getrieben. Novo Nordisk hat innerhalb eines Jahres 40 Prozent an Börsenwert zugelegt, der sich insgesamt auf 250 Milliarden Euro beläuft. Die Abnehmspritze der Dänen namens „Wegovy“ wurde mit Juli auch in Deutschland zugelassen. Gedacht ist sie für Adipöse ab einem Body-Mass-Index von 30 sowie für Übergewichtige (BMI ab 27) mit mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung. Das Medikament kann man sich einmal pro Woche selbst spritzen.
Eli Lilly kommt wiederum mit der Produktion seines Diabetes- und Abnehmpräparat Mounjaro kaum nach, weil auch Nicht-Übergewichtige damit Ihrer Traumfigur nachjagen.
Vorsicht, nicht nur Abnehmwillige, auch Anleger sollten den Beipackzettel lesen wegen der Kursrisiken, die gerade Neuzulassungen immer bergen. So hat die EU-Arzneimittelbehörde EMA jüngst vor Wegovy bzw. vor der Einnahme von Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Semaglutid bei Patienten mit Typ-2-Diabetes gewarnt, weil ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenkrebs bestünde. Das brachte die Aktie von Novo Nordisk sofort unter Druck.
Eli Lilly hat übrigens noch einen Kassenschlager in der Pipeline, den Alzheimer-Wirkstoff Donanemab, der Megachancen, aber eben auch Risiken aufgrund von Nebenwirkungen bergen kann. Pharma-Titel sind eben keine Oma-Aktien.
Also ich persönlich schwöre, was das Gewicht betrifft, auf vorbeugende Maßnahmen, konkret auf meine vierbeinigen Fitnesstrainer, die mir angesichts der Risiken und Kosten medikamentösen Abspeckens unschlagbar gut und günstig vorkommen …
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Krebs #Alzheimer #adipös #Pharma #investieren #semaglutid #podcast
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5 Minuten
So, jetzt ist es amtlich. Die EU möchte an unser Bargeld. Man möchte endlich auch so fortschrittlich sein wie Nigeria, die Bahamas oder China , die digitales Zentralbankgeld schon eingeführt haben. Auch die USA, Schweiz und Großbritannien arbeiten an digitalem Fiatgeld.
Das funktioniert dann so: Banken beziehen wie Bargeld auch den digitalen Euro von der Europäischen Zentralbank. Bankkunden lassen sich den digitalen Euro in ihre digitalen Geldbörsen buchen, meist Wallets am Smartphone. Damit zahlen sie digital im Handel, beim Handwerker, wo auch immer und sie alle sind verpflichtet, den digitalen Euro auch zu akzeptieren.
Das ist nicht nur für den Kunden sehr praktisch, sondern auch für die EZB. Denn sie kann den digitalen Euro viel schneller und unauffälliger vervielfachen, als wenn sie ihn erst umständlich auf Papier drucken, mit den Geldtransportern durch die Gegend fahren und dann auch noch die Geldautomaten damit bestücken muss. Und ich kann den digitalen Euro nicht so einfach zwischen Büchern, in Hosentaschen oder unter der Zuckerdose verlegen.
Nein, im ernst. Wozu brauchen wir den digitalen Euro? Natürlich geht es ein wenig darum, Schwarzgeld und unversteuerten Pfusch besser zu erwischen und der Mafia die Geldwäsche zu erschweren, wenn man gleichzeitig die Obergrenzen für Bargeldzahlungen weiter reduziert. Es geht aber vor allem darum, dass man sich nicht weiter von US-amerikanischen Konzernen wie Apple Pay, Visa, Mastercard, Paypal, Amazon und Co. beziehungsweise von digitalen Parallelwährungen die Wirkung der Geldpolitik verwässern oder gar das Finanzinstrumet aus der Hand nehmen lassen möchte. Ermöglicht der Onlinebezahldienst Paypal doch bereits in den USA und Großbritannien, mit Kryptowährung statt Fiatgeld zu bezahlen und Paypal möchte den den Krypto-Handel weltweit ausrollen und massentauglich machen. Immerhin gibt es weltweit 346 Millionen Paypal-Konten. Der Konzern hat im zweiten Quartal 2023 Zahlungen von stolzen 222 Milliarden Euro abgewickelt. Das ist nicht nichts, wenn man die anderen privaten Anbieter von Krypto-basierten Bezahldiensten dazuzählt.
Und dann möchte man natürlich auch nicht, dass der digitale chinesische Renmimbi die Welt regiert und den Dollar als Leitwährung verdrängt, weil der Westen die Digitalisierung verschlafen hat.
Kreditinstitute haben auch ein Interesse an digitalem Bargeld. Da haben sie ihren Kunden besser im Überblick. Wobei versichert wird, dass die Bank so wie beim Bargeld nur weiß, dass Zahlungen erfolgen, nicht aber, wofür. Nicht, dass man sich am Ende rechtfertigen muss, warum und wofür man den digitalen Euro ausgibt. Das ist natürlich überspitzt formuliert, ich bin keine Fortschrittsverweigerin und bezahle hier und da auch schon mit der Wallet auf meinen Smartphone, aber nicht meine Futterkarotten beim Landwirten.
Angeblich soll der elektronische Euro das physische Bargeld ja auch nur ergänzen und nicht gleich ersetzen. Gott sei Dank. Habt ihr schon mal einmal versucht Euch mit Bankomat- oder Kreditkarte oder gar mit den Wallet am Handy auf der Mühlviertler Alm etwas zum Essen zu kaufen? Man mag es nicht glauben, auch in Österreich kann man verhungern. Aber noch ist es nicht so weit: Mit der Einführung des digitalen Euros wird frühestens 2026, realistischerweise 2028 gerechnet, wie er genau ausgestaltet wird, steht ja auch noch in den Sternen…
Und was haltet ihr vom digitalen Euro? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare. Ein schönes Wochenende mit der neuen GELDMEISTERIN-Podcastfolge am Sonntag wünscht Julia Kistner
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Euro #Digital #Zahlungsmittel #investieren #podcast
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Das funktioniert dann so: Banken beziehen wie Bargeld auch den digitalen Euro von der Europäischen Zentralbank. Bankkunden lassen sich den digitalen Euro in ihre digitalen Geldbörsen buchen, meist Wallets am Smartphone. Damit zahlen sie digital im Handel, beim Handwerker, wo auch immer und sie alle sind verpflichtet, den digitalen Euro auch zu akzeptieren.
Das ist nicht nur für den Kunden sehr praktisch, sondern auch für die EZB. Denn sie kann den digitalen Euro viel schneller und unauffälliger vervielfachen, als wenn sie ihn erst umständlich auf Papier drucken, mit den Geldtransportern durch die Gegend fahren und dann auch noch die Geldautomaten damit bestücken muss. Und ich kann den digitalen Euro nicht so einfach zwischen Büchern, in Hosentaschen oder unter der Zuckerdose verlegen.
Nein, im ernst. Wozu brauchen wir den digitalen Euro? Natürlich geht es ein wenig darum, Schwarzgeld und unversteuerten Pfusch besser zu erwischen und der Mafia die Geldwäsche zu erschweren, wenn man gleichzeitig die Obergrenzen für Bargeldzahlungen weiter reduziert. Es geht aber vor allem darum, dass man sich nicht weiter von US-amerikanischen Konzernen wie Apple Pay, Visa, Mastercard, Paypal, Amazon und Co. beziehungsweise von digitalen Parallelwährungen die Wirkung der Geldpolitik verwässern oder gar das Finanzinstrumet aus der Hand nehmen lassen möchte. Ermöglicht der Onlinebezahldienst Paypal doch bereits in den USA und Großbritannien, mit Kryptowährung statt Fiatgeld zu bezahlen und Paypal möchte den den Krypto-Handel weltweit ausrollen und massentauglich machen. Immerhin gibt es weltweit 346 Millionen Paypal-Konten. Der Konzern hat im zweiten Quartal 2023 Zahlungen von stolzen 222 Milliarden Euro abgewickelt. Das ist nicht nichts, wenn man die anderen privaten Anbieter von Krypto-basierten Bezahldiensten dazuzählt.
Und dann möchte man natürlich auch nicht, dass der digitale chinesische Renmimbi die Welt regiert und den Dollar als Leitwährung verdrängt, weil der Westen die Digitalisierung verschlafen hat.
Kreditinstitute haben auch ein Interesse an digitalem Bargeld. Da haben sie ihren Kunden besser im Überblick. Wobei versichert wird, dass die Bank so wie beim Bargeld nur weiß, dass Zahlungen erfolgen, nicht aber, wofür. Nicht, dass man sich am Ende rechtfertigen muss, warum und wofür man den digitalen Euro ausgibt. Das ist natürlich überspitzt formuliert, ich bin keine Fortschrittsverweigerin und bezahle hier und da auch schon mit der Wallet auf meinen Smartphone, aber nicht meine Futterkarotten beim Landwirten.
Angeblich soll der elektronische Euro das physische Bargeld ja auch nur ergänzen und nicht gleich ersetzen. Gott sei Dank. Habt ihr schon mal einmal versucht Euch mit Bankomat- oder Kreditkarte oder gar mit den Wallet am Handy auf der Mühlviertler Alm etwas zum Essen zu kaufen? Man mag es nicht glauben, auch in Österreich kann man verhungern. Aber noch ist es nicht so weit: Mit der Einführung des digitalen Euros wird frühestens 2026, realistischerweise 2028 gerechnet, wie er genau ausgestaltet wird, steht ja auch noch in den Sternen…
Und was haltet ihr vom digitalen Euro? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare. Ein schönes Wochenende mit der neuen GELDMEISTERIN-Podcastfolge am Sonntag wünscht Julia Kistner
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Euro #Digital #Zahlungsmittel #investieren #podcast
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4 Minuten
Lizenzgebühren-Unternehmen: Ein Konstrukt, das man nicht braucht.
Vermögen zu erhalten ist derzeit wirklich herausfordernd. Immobilien zu kaufen, sie zu finanzieren und vielleicht auch noch klimagerecht sanieren zu müssen ist teuer. Die Mieten steigen – selbst Inflationtions-indexiert – vielerorts nicht entsprechend mit. Die Aktienmärkte sind sehr volatil. Unternehmen werfen nicht mehr so hohe Gewinne ab. Anleihen schlagen trotzZinssteigerungen nicht die Inflation.
Trotz allem sollte man sich nicht von seiner Investmentstrategie abbringen lassen und mit bescheidenem Anlagevermögen etwa sein Glück im Private Equity suchen. Denn auch wenn Beteiligungen außerhalb der geregelten Börsen weltweit zu einer 12.000 Milliarden US-Dollar schweren Asset Klasse geworden ist, ist und bleibt sie illiquide und intransparent. Hier kann man nicht wie bei Aktienbeteiligungen das Geld mal schnell abziehen, wenn man es braucht oder das Investment nicht so läuft. Man muss sich auch noch tiefer in die Bilanzen seiner Unternehmensbeteiligungen hineinknien.
Momentan sind wieder Rohstoffe als Investment attraktiv und da tauchen gerade beim beliebten Edelmetall GOLD ebenso vielversprechenden, komplexe Konstrukte auf: Royalty Companies, auf Deutsch Lizenzgebührenunternehmen, an denen man sich beteiligen kann. Sie finanzieren Goldminen und bekommen dafür vom Umsatz je geförderte Unze eine Gebühr. An den Kosten der Goldproduzenten sind sie also nicht beteiligt. Aber ganz können sie das Unternehmer-Risiko aber nicht abstreifen. Denn wenn die Mine schließt, ist die Finanzierung auch futsch. Also der Sinn solcher Royalty Companies erschließt sich mir nicht – außer, dass noch jemand mitschneidet und unproduktive Rohstoffproduzenten sich notgedrungen an Lizenzgebührenunternehmen wenden, weil sie keine Aktionäre finden, die ihnen neue Förderungprojekte finanzieren. Aber vielleicht könnt ihr mich aufklären.
Also ich persönlich bin lieber als Aktionär direkt Miteigentümer einer Mine und bin in so unsicheren Zeiten wie diesen für Investment-Experimente nicht zu haben.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Risiko #Anlagestrategie #RoyaltyCompanies
Foto: Unsplash/Joan Moses
Vermögen zu erhalten ist derzeit wirklich herausfordernd. Immobilien zu kaufen, sie zu finanzieren und vielleicht auch noch klimagerecht sanieren zu müssen ist teuer. Die Mieten steigen – selbst Inflationtions-indexiert – vielerorts nicht entsprechend mit. Die Aktienmärkte sind sehr volatil. Unternehmen werfen nicht mehr so hohe Gewinne ab. Anleihen schlagen trotzZinssteigerungen nicht die Inflation.
Trotz allem sollte man sich nicht von seiner Investmentstrategie abbringen lassen und mit bescheidenem Anlagevermögen etwa sein Glück im Private Equity suchen. Denn auch wenn Beteiligungen außerhalb der geregelten Börsen weltweit zu einer 12.000 Milliarden US-Dollar schweren Asset Klasse geworden ist, ist und bleibt sie illiquide und intransparent. Hier kann man nicht wie bei Aktienbeteiligungen das Geld mal schnell abziehen, wenn man es braucht oder das Investment nicht so läuft. Man muss sich auch noch tiefer in die Bilanzen seiner Unternehmensbeteiligungen hineinknien.
Momentan sind wieder Rohstoffe als Investment attraktiv und da tauchen gerade beim beliebten Edelmetall GOLD ebenso vielversprechenden, komplexe Konstrukte auf: Royalty Companies, auf Deutsch Lizenzgebührenunternehmen, an denen man sich beteiligen kann. Sie finanzieren Goldminen und bekommen dafür vom Umsatz je geförderte Unze eine Gebühr. An den Kosten der Goldproduzenten sind sie also nicht beteiligt. Aber ganz können sie das Unternehmer-Risiko aber nicht abstreifen. Denn wenn die Mine schließt, ist die Finanzierung auch futsch. Also der Sinn solcher Royalty Companies erschließt sich mir nicht – außer, dass noch jemand mitschneidet und unproduktive Rohstoffproduzenten sich notgedrungen an Lizenzgebührenunternehmen wenden, weil sie keine Aktionäre finden, die ihnen neue Förderungprojekte finanzieren. Aber vielleicht könnt ihr mich aufklären.
Also ich persönlich bin lieber als Aktionär direkt Miteigentümer einer Mine und bin in so unsicheren Zeiten wie diesen für Investment-Experimente nicht zu haben.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Risiko #Anlagestrategie #RoyaltyCompanies
Foto: Unsplash/Joan Moses
4 Minuten
Unterbewerte Rohstoffe bei ungebrochener Nachfrage und leeren Lagern
Was für wirre Zeiten, Putin – Prigoschin – Putin – brandgefährlich. Da sehnt man sich nach Sicherheit und Stabilität, auch im Wertpapierportfolio. Was für ein Glück, dass Experten wie Geologe Joachim Berlenbach, ERI AG den Beginn eines Superzyklus bei Gold ausrufen. Der dritte glänzende Bullenmarkt nach den 70-er und den Nuller-Jahren nach der Dot.com-Blase. Richtig, immer wenn es kriselt, muss Gold als „Safe haven“ herhalten. Warum Gold gerade jetzt attraktiv ist, dafür hat Joachim Berlenbach auch handfeste Argumente: Zum einen haben die Notenbank schon 2022 weltweit einen Rekordwert von 1.100 Tonnen Gold gekauft. Käufer sind vor allem die Schwellenstaaten wie China, Vereinigte Emirate, Qatar oder der Iraak, um sich unabhängiger vom US-Dollar zu machen. Denn wenn etwa China zur Weltmacht Nummer Eins aufsteigen möchte braucht der Renmimbi mehr Unterstützung durch Gold.
Auch steigen weltweit die Verschuldungen stärker an als das Bruttoinlandsprodukte, wodurch das Vertrauen in Fiatgeld verloren geht. Und wenn die Staaten Gold als Devisenreserve dem Fiatgeld vorziehen, tun das auch zunehmend die Privatanleger, was man am starken Anstieg von Edelmetall-ETFs im ersten Quartal 2023 gesehen hat.
Vom Gold-Boom gleich mit Hebel profitiere man mit Rohstoffminen-Aktien sieht Joachim Berlenbach bei einer Veranstaltung der Greiff Asset Management AG bei Gold- und Silberproduzenten einzigartige Investmentchancen. Selten zuvor seien Gold– bzw. generell Rohstoffminen so günstig in Relation zu anderen Industrien bewertet gewesen. Selten hatten die Rohstoffproduzenten so viel freien Cashflow. Denn beim aktuellen Goldpreis von 1950 Dollar je Unze lägen die operativen Margen bei 400 Dollar oder 30 Prozent je Unze Gold.
Gleichzeitig sei die Nachfrage nach so ziemlich allen Rohstoffen hoch und die Läger leergefegt. Wobei Silber im Vergleich zu Gold viel stärker konjunkturabhängig sei und vor allem von der Energiewende. E-Motor, Solarzellen etc., alle benötigen Silber für die Leitfähigkeit. Wurden 2014 noch 48,4 Millionen Unzen Silber in Solarzellen verpackt, sind es heuer bereits 161 Millionen Unzen.
Edelmetalle, der Meinung bin auch ich, gehören in den Vermögensmix. Mit Rohstoffminen-Aktien oder ETFs kann man jetzt sicher gut spekulieren. Wenn ich wirklich einen Safe haven suchen, weil ich angesichts weltweit explodierender Staatsverschuldungen nicht mehr an den Euro, Dollar, das Pfund oder sonstiges Fiatgeld glaube, dann sollte ich mir Edelmetalle als Notgroschen physisch zulegen und angesichts der hohen Handelsspannen auch einige Jahre aufbewahren.
Investiert ihr in Gold bzw. in Rohstoffe im Allgemeinen und in welcher Form? Ich freue mich auf Eure Kommentare.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Rohstoffe #Gold #Superzyklus #Aufschwung #Podcast
Foto: JK
Was für wirre Zeiten, Putin – Prigoschin – Putin – brandgefährlich. Da sehnt man sich nach Sicherheit und Stabilität, auch im Wertpapierportfolio. Was für ein Glück, dass Experten wie Geologe Joachim Berlenbach, ERI AG den Beginn eines Superzyklus bei Gold ausrufen. Der dritte glänzende Bullenmarkt nach den 70-er und den Nuller-Jahren nach der Dot.com-Blase. Richtig, immer wenn es kriselt, muss Gold als „Safe haven“ herhalten. Warum Gold gerade jetzt attraktiv ist, dafür hat Joachim Berlenbach auch handfeste Argumente: Zum einen haben die Notenbank schon 2022 weltweit einen Rekordwert von 1.100 Tonnen Gold gekauft. Käufer sind vor allem die Schwellenstaaten wie China, Vereinigte Emirate, Qatar oder der Iraak, um sich unabhängiger vom US-Dollar zu machen. Denn wenn etwa China zur Weltmacht Nummer Eins aufsteigen möchte braucht der Renmimbi mehr Unterstützung durch Gold.
Auch steigen weltweit die Verschuldungen stärker an als das Bruttoinlandsprodukte, wodurch das Vertrauen in Fiatgeld verloren geht. Und wenn die Staaten Gold als Devisenreserve dem Fiatgeld vorziehen, tun das auch zunehmend die Privatanleger, was man am starken Anstieg von Edelmetall-ETFs im ersten Quartal 2023 gesehen hat.
Vom Gold-Boom gleich mit Hebel profitiere man mit Rohstoffminen-Aktien sieht Joachim Berlenbach bei einer Veranstaltung der Greiff Asset Management AG bei Gold- und Silberproduzenten einzigartige Investmentchancen. Selten zuvor seien Gold– bzw. generell Rohstoffminen so günstig in Relation zu anderen Industrien bewertet gewesen. Selten hatten die Rohstoffproduzenten so viel freien Cashflow. Denn beim aktuellen Goldpreis von 1950 Dollar je Unze lägen die operativen Margen bei 400 Dollar oder 30 Prozent je Unze Gold.
Gleichzeitig sei die Nachfrage nach so ziemlich allen Rohstoffen hoch und die Läger leergefegt. Wobei Silber im Vergleich zu Gold viel stärker konjunkturabhängig sei und vor allem von der Energiewende. E-Motor, Solarzellen etc., alle benötigen Silber für die Leitfähigkeit. Wurden 2014 noch 48,4 Millionen Unzen Silber in Solarzellen verpackt, sind es heuer bereits 161 Millionen Unzen.
Edelmetalle, der Meinung bin auch ich, gehören in den Vermögensmix. Mit Rohstoffminen-Aktien oder ETFs kann man jetzt sicher gut spekulieren. Wenn ich wirklich einen Safe haven suchen, weil ich angesichts weltweit explodierender Staatsverschuldungen nicht mehr an den Euro, Dollar, das Pfund oder sonstiges Fiatgeld glaube, dann sollte ich mir Edelmetalle als Notgroschen physisch zulegen und angesichts der hohen Handelsspannen auch einige Jahre aufbewahren.
Investiert ihr in Gold bzw. in Rohstoffe im Allgemeinen und in welcher Form? Ich freue mich auf Eure Kommentare.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Rohstoffe #Gold #Superzyklus #Aufschwung #Podcast
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6 Minuten
Da muss man sich schon die Augen reiben, wenn US-Präsident Joe Biden den indischen Präsidenten Narendra Modi zum Dinner einlädt. Zum einen, weil er in seiner Amtszeit bisher nur für den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron und den südkoreanischen Staatschef aufkochte. Zum anderen, weil Narendra Modi vor noch nicht allzu langer Zeit in den USA so wie in Europa als persona non grata gesehen und ihm sogar die Einreise verwehrt wurde. Der einstige Teeverkäufer und Hindu Narendra Modri wird für das schreckliche Massaker 2002 an Muslimen im indischen Bundesstaat Gujarat verantwortlich gemacht.
Schwamm drüber, die Wirtschaft liebt den erfolgreichen Geschäftsmann eben. Apple hat seine iPhone-Produktione in Indien verdreifacht, um sich unabhängiger vom Produktionsstandort China zu machen, dem man politisch nicht traut. Davon abgesehen möchte die USA China natürlich nicht zur Weltmacht Nr 1 aufsteigen lassen.
Auch für die Europäische Union und ihre Unternehmen ist Indien ein strategisch wichtiger Partner, politisch im Bündnis gegen Russland, wie wirtschaftlich. Umgekehrt ist die EU für Indien drittwichtigster Handelspartner.
Die Wirtschaft betrachtet das aufstrebende Indien als das neue China. Obendrein ist Indien geographisch spannend. Laut UN-Prognosen wird Chinas Bevölkerung bis 2100 auf 770 Millionen Einwohner schrumpfen. Bis dahin soll es doppelt so viel Inder geben.
Also nichts wie in Indien investieren? Das hat schon in den letzten 22 Jahren nicht gut geklappt. Fragt mal Jim O´Neill, den ehemaligen Chefvolkswirt und Marketing-Genie von Goldman Sachs, der die Abkürzung BRIC für die vier investierbaren, stark wachsenden Schwellenstaaten ins Leben gerufen hat, von denen Indien enttäuschte. Dafür könnte es ja jetzt mit Geschäftsmann Modi einen Aufholprozess starten, den China in den letzten zwanzig Jahren hingelegt hat.
Sollte man also in Indien investieren und wie? Mit Sicherheit ist die Börse noch nicht so transparent, wie man das im Westen gewohnt ist. Es gibt aber jede Menge ETFs – nicht nur von den üblichen verdächtigen Indexanbietern, sondern etwa auch von renommierten Fondsgesellschaften.
Ich selbst bin seit einem dreiviertel Jahr in einen Indien-ETF mit einer kleinen Position investiert – auch weil ich eine persönliche Affinität zu diesem Land habe - und habe schon meine erste böse Überraschung hinter mir. Nämlich als im Februar diesen Jahres das Imperium von Modis Busenfreund Gautam Adani ins Wanken geriet, nachdem Ihn der US-Shortseller Hindenburg undurchsichtige Geldflüsse und Scheinfirmen in der Karibik vorwarf, die den Börsenkurs aufblähen würden. Das größte indische Unternehmen zog sogleich die indische Börse um bis zu zehn Prozent nach unten. Inzwischen ist es um den Skandal still geworden, die Adani-Group hat sich erholt. Ich bin mit dem ETF nur noch leicht im Minus.
Die Börse ist auch sehr finanzlastig – das ist allerdings auch der österreichische ATX. Auch die Sektoren IT, langlebiger Konsum und Energie spielen am indischen Kapitalmarkt eine größere Rolle. Investieren kann man dort gut über zwei Hände voll an ETFs. Die größten und liquidesten sind iShares MSCI India UCITS ETF USD (Acc) und Lyxor MSCI India UCITS ETF Acc (EUR). Gebührenmäßig deutlich günstiger, aber mit einem Fondsvolumen von 225 nicht so liquide ist der Franklin FTSE India UCITS ETF.
Bevor ihr investiert schaut Euch in jedem Fall die Werte in den drei großen Indizes MSCI India, FTSE India und Nifty genau an, ob die Euch behagen.
FAZIT: Indien ist ein spannendes Investment. Wenn ich aber über ein beschränktes Anlagevermögen verfüge, würde ich eher einen Emerging Market Fonds meinem globalen Portfolio beimischen, der das Verlustrisiko über mehrere asiatische Länder breiter streut. Aber das ist wie immer nur meine ganz persönliche Meinung für mich und meine ganz persönliche Risikofreudigkeit.
#India #kapitalistisch #ETF #Banking #IT
Foto: Unsplash
Schwamm drüber, die Wirtschaft liebt den erfolgreichen Geschäftsmann eben. Apple hat seine iPhone-Produktione in Indien verdreifacht, um sich unabhängiger vom Produktionsstandort China zu machen, dem man politisch nicht traut. Davon abgesehen möchte die USA China natürlich nicht zur Weltmacht Nr 1 aufsteigen lassen.
Auch für die Europäische Union und ihre Unternehmen ist Indien ein strategisch wichtiger Partner, politisch im Bündnis gegen Russland, wie wirtschaftlich. Umgekehrt ist die EU für Indien drittwichtigster Handelspartner.
Die Wirtschaft betrachtet das aufstrebende Indien als das neue China. Obendrein ist Indien geographisch spannend. Laut UN-Prognosen wird Chinas Bevölkerung bis 2100 auf 770 Millionen Einwohner schrumpfen. Bis dahin soll es doppelt so viel Inder geben.
Also nichts wie in Indien investieren? Das hat schon in den letzten 22 Jahren nicht gut geklappt. Fragt mal Jim O´Neill, den ehemaligen Chefvolkswirt und Marketing-Genie von Goldman Sachs, der die Abkürzung BRIC für die vier investierbaren, stark wachsenden Schwellenstaaten ins Leben gerufen hat, von denen Indien enttäuschte. Dafür könnte es ja jetzt mit Geschäftsmann Modi einen Aufholprozess starten, den China in den letzten zwanzig Jahren hingelegt hat.
Sollte man also in Indien investieren und wie? Mit Sicherheit ist die Börse noch nicht so transparent, wie man das im Westen gewohnt ist. Es gibt aber jede Menge ETFs – nicht nur von den üblichen verdächtigen Indexanbietern, sondern etwa auch von renommierten Fondsgesellschaften.
Ich selbst bin seit einem dreiviertel Jahr in einen Indien-ETF mit einer kleinen Position investiert – auch weil ich eine persönliche Affinität zu diesem Land habe - und habe schon meine erste böse Überraschung hinter mir. Nämlich als im Februar diesen Jahres das Imperium von Modis Busenfreund Gautam Adani ins Wanken geriet, nachdem Ihn der US-Shortseller Hindenburg undurchsichtige Geldflüsse und Scheinfirmen in der Karibik vorwarf, die den Börsenkurs aufblähen würden. Das größte indische Unternehmen zog sogleich die indische Börse um bis zu zehn Prozent nach unten. Inzwischen ist es um den Skandal still geworden, die Adani-Group hat sich erholt. Ich bin mit dem ETF nur noch leicht im Minus.
Die Börse ist auch sehr finanzlastig – das ist allerdings auch der österreichische ATX. Auch die Sektoren IT, langlebiger Konsum und Energie spielen am indischen Kapitalmarkt eine größere Rolle. Investieren kann man dort gut über zwei Hände voll an ETFs. Die größten und liquidesten sind iShares MSCI India UCITS ETF USD (Acc) und Lyxor MSCI India UCITS ETF Acc (EUR). Gebührenmäßig deutlich günstiger, aber mit einem Fondsvolumen von 225 nicht so liquide ist der Franklin FTSE India UCITS ETF.
Bevor ihr investiert schaut Euch in jedem Fall die Werte in den drei großen Indizes MSCI India, FTSE India und Nifty genau an, ob die Euch behagen.
FAZIT: Indien ist ein spannendes Investment. Wenn ich aber über ein beschränktes Anlagevermögen verfüge, würde ich eher einen Emerging Market Fonds meinem globalen Portfolio beimischen, der das Verlustrisiko über mehrere asiatische Länder breiter streut. Aber das ist wie immer nur meine ganz persönliche Meinung für mich und meine ganz persönliche Risikofreudigkeit.
#India #kapitalistisch #ETF #Banking #IT
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Was für ein Segen - vor allem für die US-Börse – dass der Megatrend Künstliche Intelligenz dank dem genialen Chatbot ChatGPT und anderen AI-Emporkömmlingen gerade durch die Decke geht. Damit herrscht vor allem im Halbleiterbereich High Noon. Laut Berechnungen der Online-Plattform Visual Capitalist kommen die US-amerikanischen 15 Top-Halbleiterfirmen auf eine Marktkapitalisierung von 2,5 Billionen US-Dollar und das liegt nicht primär an Intel. Die einstige Chip-Ikone ist mit einer Marktkapitalisierung von 125 Milliarden US-Dollar längst auf Rang sechs - gereiht nach Börsenwert –abgerutscht. Auf Platz Eins liegt mit großem Abstand Nvidia mit einer Marktkapitalisierung von beachtlichen 992 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Broadcom mit 335 Milliarden US-Dollar und AMD mit 262 Milliarden US-Dollar. Selbst Texas Instruments und Qualcomm liegen mit 150 beziehungsweise 129 Milliarden US-Dollar Börsenwert noch vor Intel. Hinter Intel reihen sich unter den größten Halbleiter-Produzenten der USA dann noch Applied Material und Analog Devices ein.
Die neuen intelligenten Chatbots haben, wie gesagt vor allem Nvidia gepusht. Mit der Aktie konnte man von Jänner bis Ende Mai 2023 immerhin 180 Prozent Rendite gemacht. Das hat auch mich schwach werden lassen. Ich habe meine Nvidia-Aktien wieder auf den Markt geworfen, die ich eigentlich für die Langfristanlage vorgesehen hatte. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 70 fand ich dann doch zu stattlich.
Weiter in meinem Portfolio halte ich meinen niederländischen Halbleiterchampion ASML. Der weltweit größte Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie profitiert auch sehr stark vom AI-Boom. Das KGV liegt „nur“ bei 56. Die ASML-Aktie notiert derzeit bei 656 Euro. Goldman Sachs hat für die Niederländer ein Kursziel von 785 Euro ausgerufen. JP Morgan behält sie auf overweigt.
Aber Vorsicht, dreifacher Disclaimer: Erstens, dies ist keine Kaufempfehlung. Zweitens, ASML ist nichts für schwache Nerven, die Kursschwankungen sind enorm. Und drittens: Achtung, die Fremdkapitalquote liegt bei 76 Prozent, das macht sie sehr zinssensitiv und für mich deshalb auch noch nicht wirklich zu einem Kandidaten für mein Langfristportfolio.
Können kapitalintensive Produktionen mit einem naturgemäß hohen Fremdkapitalanteil wie die Chip-Herstellung überhaupt ein solides Langfristinvestment sein? Eure Meinung würde mich interessieren.
In Vorfreude auf Eure Kommentare und vielleicht auch über den einen oder anderen Daumen nach oben oder Sternchen-Bewertungen EuerPodcast-Host Julia Kistner
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Halbleiter #Semiconductor #Hype #Kursexplosieon #Künstliche Intelligenz #ArtificialIntelligence #investing
Foto: Unsplash
Die neuen intelligenten Chatbots haben, wie gesagt vor allem Nvidia gepusht. Mit der Aktie konnte man von Jänner bis Ende Mai 2023 immerhin 180 Prozent Rendite gemacht. Das hat auch mich schwach werden lassen. Ich habe meine Nvidia-Aktien wieder auf den Markt geworfen, die ich eigentlich für die Langfristanlage vorgesehen hatte. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 70 fand ich dann doch zu stattlich.
Weiter in meinem Portfolio halte ich meinen niederländischen Halbleiterchampion ASML. Der weltweit größte Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie profitiert auch sehr stark vom AI-Boom. Das KGV liegt „nur“ bei 56. Die ASML-Aktie notiert derzeit bei 656 Euro. Goldman Sachs hat für die Niederländer ein Kursziel von 785 Euro ausgerufen. JP Morgan behält sie auf overweigt.
Aber Vorsicht, dreifacher Disclaimer: Erstens, dies ist keine Kaufempfehlung. Zweitens, ASML ist nichts für schwache Nerven, die Kursschwankungen sind enorm. Und drittens: Achtung, die Fremdkapitalquote liegt bei 76 Prozent, das macht sie sehr zinssensitiv und für mich deshalb auch noch nicht wirklich zu einem Kandidaten für mein Langfristportfolio.
Können kapitalintensive Produktionen mit einem naturgemäß hohen Fremdkapitalanteil wie die Chip-Herstellung überhaupt ein solides Langfristinvestment sein? Eure Meinung würde mich interessieren.
In Vorfreude auf Eure Kommentare und vielleicht auch über den einen oder anderen Daumen nach oben oder Sternchen-Bewertungen EuerPodcast-Host Julia Kistner
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Halbleiter #Semiconductor #Hype #Kursexplosieon #Künstliche Intelligenz #ArtificialIntelligence #investing
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3 Minuten
Während Amazon-Gründer Jeff Bezos und seine Verlobte Lauren Sánchez mit seiner Yacht St. Tropez und andere Mittelmeer-Häfen ansteuern, treibt er nach dem Vorbild von Elon Musk sein Spielchen mit der Wallstreet, indem er nach zwei Dekaden erstmals Ende Mai eine einzigeAmazon-Aktie um 114,77 Dollar kaufte. Ich, gratuliere! Das macht natürlich Schlagzeilen und tut der Aktie gut. Aktuell notiert der Amazon-Titel schon über 125,5 US-Dollar. Jeff hat mit dem Kauf also schon rund 11 Dollar beziehungsweise neun Prozent Gewinn in drei Wochen gemacht und er besitzt noch mehr davon. Laut Bloomberg sind Bezos Anteile an Amazon 30 Milliarden US.-Dollar wert.
Übrigens Jeff Bezos hat nicht nur eine einzige Amazon-Aktie gekauft, sondern laut Meldung der US-Aufsichtsbehörde SEC auch 69.290 Aktien seines Online-Versands an eine wohltätige Organisation gespendet.
Gut, nur weil Jeff eine einzige Amazon-Aktie gekauft hat, braucht man noch nicht darüber nachdenken welches Zeichen uns der Onlinehandel-Guru geben. Trotz allem macht es Sinn die Director´s Dealings, also die Käufe und Verkäufe der Firmeninsider regelmäßig zu verfolgen. Vor allem die Verkäufe größerer Aktienpakete von Managern lassen oftmals tief blicken, auch wenn es sich nur um Anteilsscheine handelt, die ihnen als Mitarbeiter-Boni zugeteilt wurden. Über die Directors´s Dealings führen die Aufsichtsbehörden Buch, in den USA die SEC, in Deutschland die Bafin. In der Schweiz ist es Finma und in Österreich veröffentlicht die Kontrollbank oekb.at die Transaktionen des Managements. Spannende Einblicke in die Insidergeschäfte bietet auch die Plattform GuruFokus. Auch auf den Investors Relation-Seiten der börsennotierten Unternehmen müssen die Director´s Dealing angeführt und ad hoc gemeldet werden.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Bezos #Amazon #Musk #Aktien #Directors´sDealings #investing
Foto: Amazon
Übrigens Jeff Bezos hat nicht nur eine einzige Amazon-Aktie gekauft, sondern laut Meldung der US-Aufsichtsbehörde SEC auch 69.290 Aktien seines Online-Versands an eine wohltätige Organisation gespendet.
Gut, nur weil Jeff eine einzige Amazon-Aktie gekauft hat, braucht man noch nicht darüber nachdenken welches Zeichen uns der Onlinehandel-Guru geben. Trotz allem macht es Sinn die Director´s Dealings, also die Käufe und Verkäufe der Firmeninsider regelmäßig zu verfolgen. Vor allem die Verkäufe größerer Aktienpakete von Managern lassen oftmals tief blicken, auch wenn es sich nur um Anteilsscheine handelt, die ihnen als Mitarbeiter-Boni zugeteilt wurden. Über die Directors´s Dealings führen die Aufsichtsbehörden Buch, in den USA die SEC, in Deutschland die Bafin. In der Schweiz ist es Finma und in Österreich veröffentlicht die Kontrollbank oekb.at die Transaktionen des Managements. Spannende Einblicke in die Insidergeschäfte bietet auch die Plattform GuruFokus. Auch auf den Investors Relation-Seiten der börsennotierten Unternehmen müssen die Director´s Dealing angeführt und ad hoc gemeldet werden.
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#Bezos #Amazon #Musk #Aktien #Directors´sDealings #investing
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