Episoden der Mediation (INKOVEMA-Podcast)
Institut für Konflikt- und Verhandlungsmanagement
Podcaster
Episoden
12.02.2026
17 Minuten
In dieser Episode des Podcasts "Die Episoden der Mediation" analysiere ich die Rolle der Mediation als Führungsinstrument, basierend auf einem aktuellen Konflikt zwischen einer Führungskraft und einer Mitarbeiterin. Wir diskutieren die Herausforderungen, die auftreten, wenn die Führungskraft gleichzeitig als Auftraggeber fungiert und Teil des Konflikts ist. Ich betone die Notwendigkeit, eine neutrale Person einzubeziehen, um den Mediationsprozess zu unterstützen. Zudem differenziere ich zwischen Organisationsmediation und der Mediation als Führungsinstrument, wobei ich auf die Bedeutung von neutralem Mediator und die Dynamiken in hierarchischen Strukturen eingehe. Abschließend erläutere ich, dass Führungskräfte Mediationsfähigkeiten erlernen sollten, jedoch Mediation nicht als Entscheidungsverfahren nutzen dürfen, auch um die emotionale Tiefe dieser Prozesse zu respektieren, vor allem aber die Konnotation des Mediationsverfahrens als rationales Entscheidungsverfahrens zu missbrauchen.
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24.01.2026
16 Minuten
Der Mediator darf nach dem deutschen Mediationsgesetz die Mediation von sich aus beenden, wenn er erkennt, dass die Rahmenbedingungen für eine ordnungsgemäße Mediation nicht (mehr) vorliegen und aller Voraussicht nach auch nicht mehr hergestellt werden können. Im zugrundeliegenden Fall, war das gegeben, aber die Besonderheit war, dass alle Beteiligten doch gern weitergemacht hätten.
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25.07.2025
9 Minuten
In dieser Episode des Podcasts "Episoden der Mediation" von INKOVEMA erörtere ich die komplexe Thematik der unfreiwilligen Mediation. Anhand konkreter Fallbeispiele aus meiner Praxis zeige ich, wie Widersprüche zwischen dem Wunsch nach Mediation und der tatsächlichen Bereitschaft der Beteiligten entstehen. Ich bespreche die Herausforderungen des Freiwilligkeitsprinzips und wie diese Diskrepanz zu Spannungen führen kann, insbesondere wenn der Druck von unten die Initiative zur Mediation anstößt. Ich plädiere dafür, die Motivation der Konfliktparteien und Auftraggeber zu hinterfragen, bevor man mit der Mediation beginnt. Abschließend lade ich die Zuhörer ein, ihre Perspektiven und Erfahrungen zu teilen, um ein besseres Verständnis der Mediation in der Praxis zu entwickeln.
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03.06.2025
10 Minuten
Kurzzusammenfassung der Podcastfolge 28 „Mediation und Moderation. Der Unterschied.“ von INKOVEMA In dieser Folge erläutert Sascha Weigel den Unterschied zwischen Moderation und Mediation anhand eines Praxisbeispiels: Eine Konzernklausur mit latenten Konflikten, bei der bewusst keine Mediation, sondern eine themenbezogene Moderation durchgeführt wurde. Der zentrale Unterschied liegt laut Weigel in der Motivation der Beteiligten: In einer Mediation ist allen bewusst, dass sie zur Bearbeitung von Konflikten zusammenkommen. In einer Moderation geht es um gemeinsame Sacharbeit, ohne dass Konfliktbearbeitung explizit Teil des Auftrags ist – selbst wenn Konflikte währenddessen sichtbar werden. Diese Ausgangslage beeinflusst die Rolle und das methodische Vorgehen der dritten Person entscheidend. Während Mediatorinnen aktiv mit Konflikten arbeiten dürfen und sollen, müssen Moderatorinnen sehr vorsichtig abwägen, ob und wie sie eingreifen. Weigels Fazit: Mediation ist nicht grundsätzlich schwieriger als Moderation – oft ist es sogar umgekehrt, da die Klarheit über den Konfliktauftrag in der Mediation entlastend wirkt. Moderationsaufträge mit aufploppenden Konflikten sind besonders herausfordernd.
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Über diesen Podcast
Dieser Podcast ist ein Lehr- und Lernstream von INKOVEMA zu den
praktischen Fragen der Mediation und des Konfliktmanagements. Hier
werden Praxissituationen der Mediation, aber auch von Coachings und
Konfliktberatungen erläutert, reflektiert und theoretisch
eingeordnet. Feedback, Fragen und Anregungen bitte an:
s.weigel@inkovema.de
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