Podcaster
Episoden
23.07.2026
34 Minuten
Wie gelingt der Durchbruch zu wirklich überzeugenden Milch- und Joghurtalternativen ohne künstliche Zusatzstoffe? Die Antwort liegt nicht in hochkomplexen Molekülen, sondern in der natürlichen Kraft der Hefe-Fermentation. In dieser Episode erfahren wir, wie clevere Materialwissenschaft das Mundgefühl revolutioniert und den Weg für eine echte Clean-Label-Ernährungswende ebnet.
Zu Gast: Tomas Turner, Mitgründer & CEO von Cosaic
Besuche unsere Website für weitere Insights: www.carls-zukunft.de/die-zukunft-auf-dem-teller-tomas-turner-von-coasic
Carls Café. Wo Zukunft persönlich wird. Ein Format von Carls Zukunft, dem unabhängigen Zukunftsinstitut aus Leipzig.
Zu Gast: Tomas Turner, Mitgründer & CEO von Cosaic
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09.07.2026
45 Minuten
Was wäre, wenn die wirkungsvollsten Unternehmen nicht diejenigen wären, die selbst möglichst laut auftreten, sondern diejenigen, die anderen Gehör verschaffen? Für Hilke Krause, Marketing Director bei Lemonaid & ChariTea und zum Zeitpunkt der Aufnahme noch bei bei Ben & Jerry’s, beginnt gesellschaftliche Verantwortung genau an diesem Punkt. Marken sollten ihre Reichweite nicht nur nutzen, um Produkte zu verkaufen oder ihr eigenes Image zu pflegen, sondern um Initiativen sichtbar zu machen, die politische Veränderungen vorantreiben. Ob Sea-Watch, das Bündnis „Ehe für alle“ oder andere zivilgesellschaftliche Organisationen – Unternehmen können ihre Bekanntheit nutzen, damit diejenigen gehört werden, die den Wandel tatsächlich vorantreiben. Aktivismus endet für Hilke nicht am Supermarktregal. Er beginnt dort, wo Unternehmen bereit sind, Haltung zu zeigen – auch wenn das Gegenwind bedeutet.
Diese Haltung zieht sich durch das gesamte Gespräch und endet überraschend bei einem zweiten Thema: Führung. Seit Jahren teilt sich Hilke ihre Position mit Anne Wortmann im Jobsharing – erst bei Ben & Jerry’s, heute bei Lemonaid & ChariTea. Beide sind überzeugt, dass Führung nicht schwächer, sondern besser wird, wenn Verantwortung geteilt wird. Zwei Menschen bringen mehr Perspektiven ein, korrigieren blinde Flecken, coachen sich gegenseitig und treffen oft klügere Entscheidungen als eine einzelne Führungskraft. Voraussetzung dafür ist allerdings die Bereitschaft, das eigene Ego hintenanzustellen und Erfolge gemeinsam zu tragen.
So verbindet diese Folge zwei Themen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Doch am Ende steht dieselbe Erkenntnis: Die größten Veränderungen entstehen selten durch einzelne Heldinnen oder Helden. Sie entstehen dort, wo Menschen bereit sind, ihre Reichweite, ihre Verantwortung und ihren Erfolg miteinander zu teilen.
Zu Gast:
Hilke Krause, Marketing Director bei Lemonaid & ChariTea (im Jobsharing mit Anne Wortmann), ehemalige Country Lead DACH bei Ben & Jerry's und Purpose Coach.
Create your podcast today! #madeonzencastr
Diese Haltung zieht sich durch das gesamte Gespräch und endet überraschend bei einem zweiten Thema: Führung. Seit Jahren teilt sich Hilke ihre Position mit Anne Wortmann im Jobsharing – erst bei Ben & Jerry’s, heute bei Lemonaid & ChariTea. Beide sind überzeugt, dass Führung nicht schwächer, sondern besser wird, wenn Verantwortung geteilt wird. Zwei Menschen bringen mehr Perspektiven ein, korrigieren blinde Flecken, coachen sich gegenseitig und treffen oft klügere Entscheidungen als eine einzelne Führungskraft. Voraussetzung dafür ist allerdings die Bereitschaft, das eigene Ego hintenanzustellen und Erfolge gemeinsam zu tragen.
So verbindet diese Folge zwei Themen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Doch am Ende steht dieselbe Erkenntnis: Die größten Veränderungen entstehen selten durch einzelne Heldinnen oder Helden. Sie entstehen dort, wo Menschen bereit sind, ihre Reichweite, ihre Verantwortung und ihren Erfolg miteinander zu teilen.
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Hilke Krause, Marketing Director bei Lemonaid & ChariTea (im Jobsharing mit Anne Wortmann), ehemalige Country Lead DACH bei Ben & Jerry's und Purpose Coach.
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25.06.2026
47 Minuten
LIEBER ALS VIDEO SEHEN? Hier geht es direkt zur YouTube-Folge mit Marc: https://youtu.be/zJwG3uVCub8
Der Krieg der Gegenwart wird nicht mehr auf fernen Schlachtfeldern geführt, sondern ganz unauffällig direkt in unserem digitalen Alltag. Hidden in plain sight. Eine politische Bestandsaufnahme. Wir werden pausenlos mit KI-generierten Videos und Bildern bombardiert, rechte Plattformen kapern den öffentlichen Diskurs mit Millionenbudgets und der zweitmächtigste Mann der CDU ist Teil eines Netzwerks rund um US-Milliardär Peter Thiel. Der hat sein Vermögen u. a. mit Paypal gemacht, steht hinter der Überwachungssoftware Palantir, hat Europa zum Antichristen erklärt und hält Demokratie und Freiheit für unvereinbar. Jedenfalls sind entsprechende Zitate von ihm belegt. Auf den Treffen seines "Dialog-Netzwerks" geht es um Fragen wie "Den Dritten Weltkrieg bewältigen". Jens Spahn hat bestätigt, an fünf dieser Treffen teilgenommen zu haben.
Marc fragt, was das über unsere politische Landschaft sagt. Marc ist Publizist, Autor und Politik-Influencer. Mit seinen - sehr erfolgreichen - Büchern streitet er für die Demokratie und warnt vor der Rückkehr des Faschismus. Im Podcast verweist er auf Umberto Ecos 14 Merkmale des Faschismus - und sieht sie in den USA heute alle erfüllt.
Die herkömmlichen Medien reagieren darauf oft seltsam ungerührt. Ein Kernthema des Gesprächs zwischen Marc und Michael: Sagen, was ist. Genauer: Klar sagen, was ist. Dazu gehört auch: Das Kieg zu nennen, was heute ein Krieg ist. Und das ist mehr als Panzer auf dem Schlachtfeld. Der Krieg von heute (und morgen) ist nicht darauf ausgelegt, schnell beendet zu werden. Der Gewinn liegt im Krieg, nicht im Sieg. Carls Zukunft hat zu diesem Thema gerade ein "The Elephant"-Journal veröffentlicht.
Was also tun? Marcs Antwort ist ebenso pragmatisch wie radikal: Raus aus den toxischen Algorithmen und rein in die physische Realität – „bildet Banden“ im echten Leben! Gleichzeitig braucht es mutige, progressive Investoren, die mit substanziellem Kapital emotionale, demokratische Gegen-Narrative finanzieren. Nur wer die Mechanismen des permanenten Konflikts versteht und sich real vernetzt, kann den schleichenden Angriffen auf die offene Gesellschaft wirksam entgegentreten.
Mehr Informationen zu Marcs Buch „Mehr Pogo wagen“: https://www.marcraschke.de
Mehr Informationen zu unserem erwähnten Journal „The Elephant“ findest du hier: https://www.carls-zukunft.de/journal-03-macht-krieg/
Den erwähnten Podcast "Die Peter Thiel Story" findest du hier: https://www.deutschlandfunk.de/die-peter-thiel-story-1-6-willkommen-im-thielverse-100.html
Zu Gast:
Marc Raschke, Buchautor, Influencer und Journalist.
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Der Krieg der Gegenwart wird nicht mehr auf fernen Schlachtfeldern geführt, sondern ganz unauffällig direkt in unserem digitalen Alltag. Hidden in plain sight. Eine politische Bestandsaufnahme. Wir werden pausenlos mit KI-generierten Videos und Bildern bombardiert, rechte Plattformen kapern den öffentlichen Diskurs mit Millionenbudgets und der zweitmächtigste Mann der CDU ist Teil eines Netzwerks rund um US-Milliardär Peter Thiel. Der hat sein Vermögen u. a. mit Paypal gemacht, steht hinter der Überwachungssoftware Palantir, hat Europa zum Antichristen erklärt und hält Demokratie und Freiheit für unvereinbar. Jedenfalls sind entsprechende Zitate von ihm belegt. Auf den Treffen seines "Dialog-Netzwerks" geht es um Fragen wie "Den Dritten Weltkrieg bewältigen". Jens Spahn hat bestätigt, an fünf dieser Treffen teilgenommen zu haben.
Marc fragt, was das über unsere politische Landschaft sagt. Marc ist Publizist, Autor und Politik-Influencer. Mit seinen - sehr erfolgreichen - Büchern streitet er für die Demokratie und warnt vor der Rückkehr des Faschismus. Im Podcast verweist er auf Umberto Ecos 14 Merkmale des Faschismus - und sieht sie in den USA heute alle erfüllt.
Die herkömmlichen Medien reagieren darauf oft seltsam ungerührt. Ein Kernthema des Gesprächs zwischen Marc und Michael: Sagen, was ist. Genauer: Klar sagen, was ist. Dazu gehört auch: Das Kieg zu nennen, was heute ein Krieg ist. Und das ist mehr als Panzer auf dem Schlachtfeld. Der Krieg von heute (und morgen) ist nicht darauf ausgelegt, schnell beendet zu werden. Der Gewinn liegt im Krieg, nicht im Sieg. Carls Zukunft hat zu diesem Thema gerade ein "The Elephant"-Journal veröffentlicht.
Was also tun? Marcs Antwort ist ebenso pragmatisch wie radikal: Raus aus den toxischen Algorithmen und rein in die physische Realität – „bildet Banden“ im echten Leben! Gleichzeitig braucht es mutige, progressive Investoren, die mit substanziellem Kapital emotionale, demokratische Gegen-Narrative finanzieren. Nur wer die Mechanismen des permanenten Konflikts versteht und sich real vernetzt, kann den schleichenden Angriffen auf die offene Gesellschaft wirksam entgegentreten.
Mehr Informationen zu Marcs Buch „Mehr Pogo wagen“: https://www.marcraschke.de
Mehr Informationen zu unserem erwähnten Journal „The Elephant“ findest du hier: https://www.carls-zukunft.de/journal-03-macht-krieg/
Den erwähnten Podcast "Die Peter Thiel Story" findest du hier: https://www.deutschlandfunk.de/die-peter-thiel-story-1-6-willkommen-im-thielverse-100.html
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Marc Raschke, Buchautor, Influencer und Journalist.
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11.06.2026
55 Minuten
LIEBER ALS VIDEO SEHEN? Hier geht es direkt zur YouTube-Folge mit Lilian Boehme: https://www.youtube.com/watch?v=iOQ3jKkYCo0
„Klartext“ in Carls Café. Genauer: „Klartext mit Lilly“. Warum soll es eigentlich so schwierig sein, Klartext zu reden? Im Grund wird dann alles doch ganz einfach. Wut ist kein Problem, sondern ein Rohstoff. Lilian Boehme macht daraus „Klartext mit Lilly“ und zerlegt den alltäglichen Wahnsinn aus der Politik, genüsslich und doch gnadenlos. Im Gespräch mit Michael ist sie direkt in Fahrt:
Wer sich damit brüstet, 80 Stunden pro Woche zu arbeiten, hat oft vor allem eines perfektioniert: das Delegieren des eigenen Alltags. Während politische und wirtschaftliche Eliten von Überlastung sprechen, erleben Millionen Menschen eine ganz andere Realität – zwischen Kinderbetreuung, Schichtdienst, Papierkram und steigenden Lebenshaltungskosten.
Lilian Boehme legt den Finger genau in diese Wunde. Sie beschreibt eine Politik, die sich von den Lebenswelten vieler Menschen entfernt hat und deshalb immer häufiger den Mut zur klaren Position vermissen lässt. Dabei mangelt es weder an Wissen noch an technologischen Lösungen. Ob Energiewende, Bildung oder Digitalisierung: Die entscheidende Ressource ist nicht Innovation, sondern der Wille, Zukunft als Gewinn statt als Verzicht zu erzählen.
Besonders scharf fällt ihre Kritik an einer politischen Kultur aus, die Risiken scheut, Debatten verwaltet und Vertrauen verspielt. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: Demokratie lebt nicht von Zuschauern, sondern von Beteiligung. Wer auf bessere Politik hofft, muss sich einmischen – in Parteien, Initiativen, Vereinen oder einfach dort, wo Entscheidungen das eigene Umfeld prägen.
Am Ende steht nur die Frage, ob der Rohstoff Wut in Resignation mündet – oder in Handlung. Denn verloren ist die Zukunft erst dann, wenn niemand mehr bereit ist, für sie zu arbeiten.
Die im Gespräch genannte Studie findest du hier: https://www.ioew.de/publikation/staerkung_der_regionalen_wertschoepfung_durch_erneuerbare_energien
Zu Gast:
Lilian Boehme, Kommunikationsexpertin, Influencerin (Klartext mit Lilly) und Kommunalpolitikerin
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„Klartext“ in Carls Café. Genauer: „Klartext mit Lilly“. Warum soll es eigentlich so schwierig sein, Klartext zu reden? Im Grund wird dann alles doch ganz einfach. Wut ist kein Problem, sondern ein Rohstoff. Lilian Boehme macht daraus „Klartext mit Lilly“ und zerlegt den alltäglichen Wahnsinn aus der Politik, genüsslich und doch gnadenlos. Im Gespräch mit Michael ist sie direkt in Fahrt:
Wer sich damit brüstet, 80 Stunden pro Woche zu arbeiten, hat oft vor allem eines perfektioniert: das Delegieren des eigenen Alltags. Während politische und wirtschaftliche Eliten von Überlastung sprechen, erleben Millionen Menschen eine ganz andere Realität – zwischen Kinderbetreuung, Schichtdienst, Papierkram und steigenden Lebenshaltungskosten.
Lilian Boehme legt den Finger genau in diese Wunde. Sie beschreibt eine Politik, die sich von den Lebenswelten vieler Menschen entfernt hat und deshalb immer häufiger den Mut zur klaren Position vermissen lässt. Dabei mangelt es weder an Wissen noch an technologischen Lösungen. Ob Energiewende, Bildung oder Digitalisierung: Die entscheidende Ressource ist nicht Innovation, sondern der Wille, Zukunft als Gewinn statt als Verzicht zu erzählen.
Besonders scharf fällt ihre Kritik an einer politischen Kultur aus, die Risiken scheut, Debatten verwaltet und Vertrauen verspielt. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: Demokratie lebt nicht von Zuschauern, sondern von Beteiligung. Wer auf bessere Politik hofft, muss sich einmischen – in Parteien, Initiativen, Vereinen oder einfach dort, wo Entscheidungen das eigene Umfeld prägen.
Am Ende steht nur die Frage, ob der Rohstoff Wut in Resignation mündet – oder in Handlung. Denn verloren ist die Zukunft erst dann, wenn niemand mehr bereit ist, für sie zu arbeiten.
Die im Gespräch genannte Studie findest du hier: https://www.ioew.de/publikation/staerkung_der_regionalen_wertschoepfung_durch_erneuerbare_energien
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Lilian Boehme, Kommunikationsexpertin, Influencerin (Klartext mit Lilly) und Kommunalpolitikerin
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28.05.2026
48 Minuten
Wer mit Katrin spricht, lernt schnell: Beim Mikroplastik fehlt es an allen Ecken – an Bewusstsein, Messdaten und auch ganz schlicht an Vorschriften. Das Plastik darf dort einfach sein. Jedes Stück Plastik, das die Menschheit je produziert hat, existiert noch. Als Tupperdose im Schrank, als Müll auf der Deponie und am Ende als Mikroplastik im Wasserkreislauf. Katrin Schuhen ist Gründerin von „Wasser 3.0“ und hat Mikroplastik zu ihrem Thema gemacht. Und das heißt zunächst einmal: beobachten, messen, Kreisläufe verstehen.
Die nüchterne Wahrheit: Mikroplastik ist überall. Im Ozean ist es ein Partikel pro Liter. Auch wenn ein Ozean viele Liter Wasser enthält – das eine Partikel wird man kaum sinnvoll herausfiltern können. Anders in Flüssen, unter Brücken, an Kläranlagen: Da steigen die Werte schon mal auf 1.000. Wiederum: Partikel pro Liter. Im Abwasser von Produktionsbetrieben kann man die Partikel dann teils schon mit bloßem Auge sehen. Das ist, man ahnt es schon, eine erstklassige Rohstoffquelle. Wenn wir sie denn nutzen würden.
Katrin plädiert für einen radikalen Perspektivwechsel: weg vom inzwischen kraftlosen Begriff „Nachhaltigkeit“, weg vom „Halt“, hin zu einer echten „Wirkungsbeschleunigung“. Sie sagt: Der Kampf gegen das Mikroplastik funktioniert in der Industrie dann am besten, wenn er handfeste wirtschaftliche Vorteile bringt. Das Abwasserrohr einer Fabrik darf nicht länger als lästiges Abfallproblem verstanden, sondern muss als wertvolle Rohstoffquelle begriffen werden. Wer Mikroplastik direkt an den industriellen Hotspots – wo die Konzentrationen oft milliardenfach höher sind als im offenen Meer – restlos entfernt und im Kreislauf führt, spart teures Frischwasser und Entsorgungsgebühren.
Das in der Folge genannte Buch Katrins, „Kriminalfall Mikroplastik“, findet sich hier: https://wasserdreinull.de/kriminalfall-mikroplastik/
Zu Gast:
Dr. Katrin Schuhen, Gründerin von Wasser 3.0
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Die nüchterne Wahrheit: Mikroplastik ist überall. Im Ozean ist es ein Partikel pro Liter. Auch wenn ein Ozean viele Liter Wasser enthält – das eine Partikel wird man kaum sinnvoll herausfiltern können. Anders in Flüssen, unter Brücken, an Kläranlagen: Da steigen die Werte schon mal auf 1.000. Wiederum: Partikel pro Liter. Im Abwasser von Produktionsbetrieben kann man die Partikel dann teils schon mit bloßem Auge sehen. Das ist, man ahnt es schon, eine erstklassige Rohstoffquelle. Wenn wir sie denn nutzen würden.
Katrin plädiert für einen radikalen Perspektivwechsel: weg vom inzwischen kraftlosen Begriff „Nachhaltigkeit“, weg vom „Halt“, hin zu einer echten „Wirkungsbeschleunigung“. Sie sagt: Der Kampf gegen das Mikroplastik funktioniert in der Industrie dann am besten, wenn er handfeste wirtschaftliche Vorteile bringt. Das Abwasserrohr einer Fabrik darf nicht länger als lästiges Abfallproblem verstanden, sondern muss als wertvolle Rohstoffquelle begriffen werden. Wer Mikroplastik direkt an den industriellen Hotspots – wo die Konzentrationen oft milliardenfach höher sind als im offenen Meer – restlos entfernt und im Kreislauf führt, spart teures Frischwasser und Entsorgungsgebühren.
Das in der Folge genannte Buch Katrins, „Kriminalfall Mikroplastik“, findet sich hier: https://wasserdreinull.de/kriminalfall-mikroplastik/
Zu Gast:
Dr. Katrin Schuhen, Gründerin von Wasser 3.0
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Über diesen Podcast
Carls Café ist ein Podcast über Zukunft und die Menschen, die sie
gestalten. Nicht als Vision, sondern als Entscheidung.
Zukunftsforscher Michael Carl spricht mit Menschen, die
Verantwortung übernehmen – in Unternehmen, Organisationen und
Gesellschaft. Menschen, die handeln, auch wenn es Gegenwind gibt.
Die nicht alles wissen, aber trotzdem losgehen. Die Gespräche sind
ehrlich, persönlich und ungeschönt. Es geht um Haltung statt
Buzzwords. Um Entscheidungen statt Konzepte. Um die Frage, was
Zukunft im Alltag wirklich kostet – und was sie möglich macht.
Carls Café ist kein Zukunftstalk. Es ist ein Ort für Zukunft als
Praxis. Mehr über Michael Carl und Carls Zukunft:
https://carls-zukunft.de
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