Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Big Pool Theory - Der Podcast, der für's Schwimmen Wissen schafft Podcast

Episoden

1 Stunde 3 Minuten
„Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch.“ Dieses bekannte Zitat des französischen Piloten und Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry, dem Autor von Der kleine Prinz, bringt auf den Punkt, worum es in dieser Folge der BigPoolTheory geht: Wie wird aus einer Vision eines Schwimmers ein konkretes Ziel – und wie entsteht daraus schließlich ein Plan?

Gemeinsam mit unserem Gast Anna Ehlert spricht unser Host Lukas Mundelsee darüber, warum es nicht ausreicht, einfach nur große Ziele zu formulieren. Was macht eine gute Zielsetzung aus? Wie lassen sich langfristige Visionen in konkrete Etappen und Handlungsschritte übersetzen? Und welche Rolle spielen Trainer:innen dabei, einen Plan zu entwickeln, der nicht nur auf dem Papier gut aussieht, sondern auch im Trainingsalltag funktioniert?

Dabei geht es auch um die Frage, wie viel Planung im Leistungssport sinnvoll ist und wo Flexibilität gefragt bleibt. Denn der Weg zum Ziel verläuft selten genau so, wie man ihn ursprünglich geplant hat.

Eine Folge über Visionen, Ziele und Pläne - und darüber, wie aus einem Wunsch tatsächlich ein Weg werden kann.

Die Webseite von Anna erreicht ihr unter:

https://www.boostsportpsychologie.com/

Einige Tipps zur Zielsetzung bei Schwimmer:innen findet ihr in folgendem Artikel auf der Webseite von Lukas:

https://mundelsee.de/motivationstipps-fuer-schwimme/

Wissenschaftlicher Hintergrund und weiterführende Literatur

Wer sich wissenschaftlich etwas intensiver mit dem Thema Zielsetzung im Schwimmsport beschäftigen möchte, findet hier einige Studien, die wir in der Folge integriert haben:

Burton (1989): Winning Isn't Everything. Die Studie mit 30 College-Schwimmer untersuchte ein saisonbegleitendes Zielsetzungstraining. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung konkreter, persönlicher Leistungsziele gegenüber dem alleinigen Streben nach Ergebniszielen. Zum Artikel (DOI)

Theodorakis (1995): Effects of Self-Efficacy, Satisfaction, and Personal Goals on Swimming Performance. In einer Untersuchung mit 42 Teilnehmenden zeigte sich eine Verbesserung der Schwimmleistung nach der Formulierung persönlicher Ziele. Die Studie beleuchtet zudem das Zusammenspiel von Zielsetzung, Selbstwirksamkeit und bisheriger Leistung. Zum Artikel (DOI)

Simões et al. (2012): Effects of a Process-Oriented Goal Setting Model on Swimmer’s Performance. In der Studie wurden neun Leistungsschwimmer über zwei Jahre begleitet. Während einer Saison mit einem zielorientierten mentalen Trainingsprogramm verbesserten sich die Leistungen. In der anschließenden Saison ohne entsprechende Intervention gingen die Leistungen wieder zurück. Zum Artikel (DOI)

Mous & Iserbyt (2025): The Effect of Goal-Setting on University Students’ Swimming Performance. Eine Interventionsstudie mit 120 Studierenden untersuchte die Kombination aus Zielsetzung, Selbstbeobachtung und öffentlicher Dokumentation. Die Interventionsgruppe erzielte stärkere Verbesserungen bei verschiedenen Schwimmleistungsmaßen als die Vergleichsgruppe. Zum Artikel (DOI)

Simić (2023): Goal-Setting Interventions in Sports: Public Goal Monitoring Improves Swimmers’ Motivation and Performance. Bei 42 jungen Schwimmer wurde untersucht, wie sich private und öffentliche Zielüberwachung auswirken. Die öffentliche Dokumentation der Ziele ging mit einer höheren Trainingsanwesenheit und besseren Leistungen gegenüber der Kontrollgruppe einher. Zum Artikel (DOI)

Ferchichi et al. (2026): Effects of Personalized Time-Trial Goal Setting on Swimming Performance and Psychological Profiles in Competitive Swimmers. Eine achtwöchige Interventionsstudie mit 24 jugendlichen Schwimmer:innen zeigte, dass individuell festgelegte Zeitzielvorgaben mit größeren Leistungsverbesserungen einhergingen als die Aufforderung, einfach das Beste zu geben. Gleichzeitig wurden stärkere negative Veränderungen der emotionalen Befindlichkeit beobachtet - ein Hinweis darauf, dass ambitionierte Ziele auch psychologisch gut begleitet werden sollten. Zum Artikel (DOI)
46 Minuten
Wie sieht gelungene Führung im Schwimm-Leistungssport heute aus? In dieser Folge sprechen Ilka Staub und Lukas Mundelsee über eine aktuelle Studie der Loughborough University, in der 15 olympische Schwimmer aus vier europäischen Ländern rund um die Olympischen Spiele 2024 in Paris ausführlich über ihre Erfahrungen mit der Führung durch ihre Trainerinnen und Trainer berichten.

Wir sprechen darüber, warum sich Führungsanforderungen insbesondere bei erfahrenen Athleten verändern und welche Grenzen stark autokratische Führungsansätze haben können. Dabei geht es um die Bedeutung eines gemeinsamen Verständnisses für das „Warum“ hinter harten Trainingseinheiten, aber auch um psychologische Sicherheit, emotionale Intelligenz und die Zusammenarbeit in einem multiprofessionellen Team.

Die Folge wird abgerundet von einigen praktischen Tipps, die nicht nur für erwachsene Athleten, sondern auch für Coaches jüngerer Schwimmerinnen und Schwimmer umsetzbar sind.

Link zur Studie:

https://doi.org/10.1177/1747954126144643

Link zu Beispiel-Feedback-Bögen:

https://mundelsee.de/gute-fuehrung-beginnt-mit-feedback-boegen-sport/
26 Minuten
Nach unserer Sommerpause starten wir mit einer neuen Folge BigPoolTheory. Dieses Mal geht es um Selbstgespräche auf Wettkämpfen. Unser Host Dr. Lukas Mundelsee spricht mit Lina Jonkmans über ihre Bachelorarbeit, die inzwischen in der Zeitschrift Sportwissenschaft (https://ls.sport-iat.de/ls/Record/4098143) publiziert wurde. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie unterschiedliche Formen von Selbstgesprächen mit Motivation, emotionaler Befindlichkeit, Ergebniszufriedenheit und Wettkampfangst bei jugendlichen Schwimmerinnen und Schwimmern zusammenhängen.

Die Ergebnisse zeigen ein spannendes Muster: Positive motivationale Selbstgespräche gehen insbesondere mit einer höheren Motivation für den nächsten Start und einer besseren emotionalen Befindlichkeit einher. Negative Selbstgespräche treten zwar seltener auf, stehen aber mit geringerer Motivation und größerer Besorgnis in Zusammenhang. Instruktionale Selbstgespräche – etwa der Fokus auf Technik oder Renneinteilung – nehmen eine etwas andere Rolle ein. Die Studie basiert auf den Daten von 72 jugendlichen Schwimmerinnen und Schwimmern im Alter von 13 bis 17 Jahren.

Gemeinsam sprechen Lukas und Lina darüber, was diese Ergebnisse für die Trainings- und Wettkampfpraxis bedeuten und wie Trainerinnen und Trainer Selbstgespräche gezielt gegenüber ihren Schwimmer:innen thematisieren können.

Das im Podcast thematisierte Selbstgespräch von Tommy Haas kann man sich unter folgendem Link anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=8gQ2NhteF44
41 Minuten
Wie gelingt guter Schwimmunterricht in Gruppen, in denen dieVoraussetzungen der Kinder kaum unterschiedlicher sein könnten? Und wie können Lehrende Lernstände erfassen, ohne wertvolle Zeit zu verlieren?

In dieser Folge steht der „Eulenblick“ im Mittelpunkt – einwissenschaftlich entwickeltes Verfahren zur Erhebung des Lernstands imSchwimmenlernen. Mit seiner Hilfe können Kinder schnell und unkompliziert verschiedenen Lernphasen zugeordnet werden. Lehrkräfte erhalten dadurch eine fundierte Grundlage, um passgenaue Lernangebote auszuwählen und Schwimmunterricht gezielt zu gestalten. Unterstützt wird dieser Prozess durch die neue Schwimm-Lehr-App „Schuhuu“, die passende Spiel- und Übungsformen direkt bereitstellt.

Host Sebastian Fischer (Universität Kassel) spricht gemeinsam mit den Studierenden Hannah und Maximilian aus dem Projekt „Kasseler Welle“ mit Dr. Ilka Staub (Deutschen Sporthochschule Köln), die den Eulenblick und das zugrunde liegende Modell der schwimmerischen Grundbildung maßgeblich mitentwickelt hat. Im Gespräch geht es um die Frage, warum Wasservertrautheit,Tauchen und Schweben die Grundlage erfolgreichen Schwimmenlernens bilden, wie Diagnostik Lehrkräfte entlasten kann und weshalb ein Perspektivwechsel in der Schwimmvermittlung notwendig ist.

Wie diese Ansätze in der Praxis wirken, das wird jetzt im Projekt „Kasseler Welle“ erprobt. Dort arbeiten die Stadt Kassel und die Universität Kassel zusammen, um jährlich rund 2.000 Kindern nachhaltige Wasserkompetenz zu vermitteln. Der Eulenblick unterstützt dabei, jedes Kind dort abzuholen, wo es steht, und Schwimmförderung wirksam und nachhaltig zu gestalten.

Eine Folge für alle, die Schwimmenlernen neu denken und mehr Kinder souverän ins Wasser bringen möchten.

 

Alle Infos zum Eulenblick:

http://www.dieeuleunddasschwimmen.de

Artikel: Fokken, I., & Staub, I. (2026). Jedes Kind im Blick: Wie das Vermittlungsmodell der Schwimmerischen Grundbildung und der Eulenblick den Schwimmunterricht professionalisieren. sportpädagogik, 2026(3+4), 63-67.

App-Test für’s iPad (Prototyp): https://testflight.apple.com/join/f1jS9fV2

Projekt Kasseler Welle: https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/sport-und-sportwissenschaft/training-und-bewegung/projekte/login/kasseler-welle-2026-wasser-erleben-lernen-leben-erhalten/werde-teil-der-kasseler-welle.html
49 Minuten
In dieser Folge haben wir Kerstin Vogel, ehemalige Spitzenschwimmerin und heutige DSV-angestellte Trainingswissenschaftlerin am Bundesstützpunkt Essen, am Mikrofon. Gemeinsam mit Host Lukas Mundelsee spricht Kerstin darüber, wie sie ihre eigenen leistungsportlichen Erfahrungen gewinnbringend an heutige Athletinnen und Athleten weitergibt, welche stilistischen Fehlerbilder ihr immer wieder unterkommen und wie sie daran in Kooperation mit den Trainerinnen und Trainern sowie den Sportlerinnen und Sportlern arbeitet.
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

Wir sind ein Zusammenschluss aus schwimmbegeisterten Wissenschaftler:innen und möchten an dieser Stelle Forschung an die Beckenränder Deutschlands bringen. Wir freuen uns auch über Wünsche und Anregungen von Trainerseite: Interessiert euch ein spezielles Thema und ihr möchtet den aktuellen Forschungsstand dazu wissen? Dann schreibt uns gerne an: bigpooltheory(at)dstv-schwimmtrainer.de
Podcast melden

„Big Pool Theory - Der Podcast, der für's Schwimmen Wissen schafft“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz