D-RR305 TALK – Peenemünde: Raketen, Museum, Nazigeschichte
32 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
Das Historisch-Technische Museum ist kein Urlaubs-Wohlfühlort,
aber es ist politisch und historisch wichtig. In der
gegenwärtigen Zeit ohnehin!
Das Historisch-Technische Museum Peenemünde
Das in Peenemünde im Norden der Ostseeinsel Usedom verortete
Historisch-Technische-Museum erinnert an und dokumentiert die
einst hier angesiedelte Heeresversuchsanstalten während der
Nazizeit. Es existierte von 1936 bis 1945. Technischer Leiter war
der spätere NASA-„Star“ Wernher von Braun. Hier wurden mit der
V1, der erste Marschflugkörper der Welt entwickelt und zur
Serienreife geführt. Auch die erste funktionsfähige Großrakete
wurde hier entwickelt. Die Rakete mit ursprünglichem Namen
„Aggregat 4“ wurde in der Nazipropaganda zur sogenannten
„Vergeltungswaffe V2“.
Das Außengelände des HTM, Peenemünde – Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD Historische Einordnung
Das Museum legt Wert darauf, zuerst ein historisches und erst
danach ein Technisches Museum zu sein. Den Kuratoren geht es in
erster Linie um die historisch-politischen Zusammenhänge der
einstigen „Heeresversuchsanstalt“.
Dauerausstellung – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD
Insbesondere auf die Lebenssituation der Zwangsarbeiter,
Häftlinge und Kriegsgefangenen, die zu Hunderten in den dort
angesiedelten Arbeits- und Konzentrationslagern angesiedelt
waren, richtet sich eine besondere Aufmerksamkeit.
Auch die Auslagerung der Waffenproduktion in einen Stollen in der
Nähe von Nordhausen am Harz nach britischen Bombenangriffen im
Jahr 1943 ist ein wichtiges Thema. Die menschlichen Bedingungen
in den Stollen und dem dazugehörigen KZ sind Thema der
Dauerausstellung.
KZ-“Ausstattung” – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD Besuch im November 2025
Ich war mehr oder weniger spontan dort und Kai Jores, der Mann
für die Öffentlichkeitsarbeit, nahm sich gerne die Zeit, mir die
Geschichte näher zu bringen. Prädikat: Historisch und Politisch
Besonders wertvoll. Kommt mit in die Hörwelt des
Reiseradio-Podcasts. Zusätzlich empfehle ich den Podcast
über die Nebensaison auf Usedom.
Das H-T-M in Peenemünde wurde 1991 eröffnet. Nach 1945 und bis
zur Wende war das Gelände ein Militärstandort der NVA und für die
Öffentlichkeit nicht zugänglich. Das Museum ist ganzjährig
geöffnet.
Das historische Kraftwerk – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD
Es vermittelt tiefgehende Eindrücke, auch der Inselgeschichte der
1930er und 40er Jahre und es sollte Pflichtbesuch der politischen
Bildung Usedoms, Mecklenburg-Vorpommerns und aller Urlauber sein
oder zeitnah werden, damit nichts in Vergessenheit gerät, was
nicht vergessen werden darf.
Vielleicht ist dieser Talk – auch zur aktuellen politischen
Situation in Deutschland – hilfreich. Denn dieser Teil der
deutschen Geschichte darf sich – auch in neuem Gewand – nicht
wiederholen!Auch deshalb empfehle ich das Technisch–Historische
Museum von Peenemünde.
Historische Fakten, menschliches Schicksal &
politische Konsequenz
Wer die Ausstellung inhaliert hat, geht etwas stiller vom
Gelände. Fazit: Technische Faszination darf nicht über
historische Zusammenhänge hinwegtäuschen. Wenn Ihr nach Usedom
kommt, besucht bitte dieses Museum. Es lohnt sich.
Und noch wichtiger:
Zieht danach Euer politisches Fazit und handelt
entsprechend!
Waffen und Gewalt sind kein Spiel – Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD
Information und Links
Historisch – Technisches Museum Peenemünde
Im Kraftwerk, 17449 Peenemünde
Telefon: 038371 – 505-0
Websitelink
Weitere Infos
Usedom Tourismus
Websitelink
Hinweis
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von
Usedom Tourismus. Meine Meinung wurde davon nicht
beeinflusst.
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILDThe post
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