D-RR308 – Hotel-TALK: lyf-Style & Co-Living im Hotel

D-RR308 – Hotel-TALK: lyf-Style & Co-Living im Hotel

21 Minuten

Beschreibung

vor 6 Tagen

„Brich aus der Norm aus. Verändere Deinen
lyf-Style“


Der Reiseradio Talk über eine Hotelmarke mit neuer Philosophie
Podcast: lyf-style and Co-Living Banken und Business – Skyline
von Frankfurt am Main – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD „Der neue Weg dazu zu gehören“
Vangelis Porikis – Head of Corporate Services & lyf Europe –
Foto: The Ascott Limited Hotels

Das ist mal eine Ansage. Neue Generationen wollen offensichtlich
andere Hotels.


Gleichwohl schätzen Angehörige von „Generation X“ und „Generation
Z“ weiterhin Hotels und deren Service. Das ergab eine, in den
letzten Wochen veröffentlichte, Untersuchung und Umfrage bei der
Zielgruppe. Nur meinen die Angehörigen dieser Generationen
dasselbe wie andere, wenn sie von Hotels reden?


Das ist für Hotelbetreiber und Hotelgruppen auf der einen Seite
beruhigend und gleichzeitig auch herausfordernd. Denn es stellt
sich die Frage, wie das gewünschte Angebot den aussehen soll.


Es gibt inzwischen schon einige Angebote und dazugehörige Marken,
die versuchen, diese neue Hotelphilosophie umzusetzen.
Herausfinden, was begehrt ist

Eventuell aber gibt es sogar genau das, was jüngere Kundschaft
will, bereits als Produkt?


Darüber rede ich mit Vangelis Porikis, Head of Corporate Services
& lyf Europe bei der Hotelgruppe The Ascott Limited.
lyf oder “live your freedom” 

Eine Abkürzung in Schen Lifestyle wird zum Produktnamen. Die
Hotelgruppe „The Ascott Limited“, zuhause in Singapur, hat sowohl
Namen als auch Konzept entwickelt und präsentiert mit dem
„lyf-East Frankfurt“ das erste Haus in Deutschland.


Der Ursprung ist in Asien und auch in Australien gibt es schon
erfolgreich laufende Häuser der Marke.
Lyf – East Frankfurt und sein „Quartier“
Anziehungspunkt Ostend Franfurt: EZB – Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD

Das Haus liegt im seit einigen Jahren immer stärker angesagten
Frankfurt Ostend. Der Stadtteil war früher geprägt durch
Industriebetriebe, kleine Fabriken, den Osthafen der Stadt und
die dort angesiedelte Großmarkthalle. Alles hat seine Zeit. Die
Fabriken verschwanden. Die Großmarkthalle ist jetzt der
Eingangsbereich der Europäischen Zentralbank. In die Fabriklofts
zogen Werbe- und PR-Agenturen, Autohäuser gefragter Marken, von
BMW über Mercedes-Benz und Audi bis Tesla.


Ich schätze mal, das ist ein guter Platz, um sich anzusiedeln.
Konkurrenz

Der Wandel des Frankfurter Ostends brachte auch Restaurants und
Hotels ins Viertel. Hier findet man neben anderen: 25 hours,
Scandic, Hampton by Hilton, Innside, Motel One, moxy, B&B,
A&O Hotels & Hostels.


Junge Marken, alle mit einem besonderen Konzept. Folglich geht es
im Hotel-TALK auch um die Unterschiede, die Philosophie und – es
geht ja ums Verkaufen der Produkte – den USP (Unique Selling
Point = Alleinstellungsmerkmal).


Hier passt das lyf zu 100 Prozent in die Landschaft. Und dort
sticht auch seine Fassade aufs Feinste heraus. Besonders
überzeugend sieht das am Abend aus. Modern, stylisch und trotzdem
einladend.
lyf East Frankfurt: Hier geht’s lang – Foto: Rüdiger Edelmann
/ttb-media TON-TEXT-BILD USP und Markencharakter

Ich lese in der Markencharakterisierung über die Zielgruppe:


lyf is for the go-getters, the dreamers, the trend-setters and
those with a thirst for authenticity.


Aha, aber was ist eine Hotelmarke für Macher, Träumer,
Trendsetter und alle mit einem Durst auf Authentizität?


Was damit gemeint ist erzählt Vangelis Porikis im Podcast.
Co-Living Panoptikum: Für Meetings und
Konferenzen – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

lyf sei ein Co-Living-Konzept, das es digitalen Nomaden,
Technopreneuren, Kreativen und Autodidakten ermöglicht, “ihre
Freiheit” in einer dynamischen Umgebung zu leben.


Die Zimmer sind gemütlich, klein aber völlig ohne
Schnick-Schnack. Letzterem kann man in dem Co-Living-Bereichen
begegnen.


Dazu gehört nicht nur die Co-Working Zone (Connect), sondern auch
ein Konferenzraum (Panoptikum), zwei Co-Living-Küchen (Bond), in
denen man als Gast eigene Mahlzeiten zubereiten kann, ein Event-
und Wohnraum (Huddle) und für alle Aktiven mit Burn einen gut
ausgestatteten Fitnessraum im Keller. Alle Räume lassen sich
wahlweise für Zusammenkünfte, Seminare oder auch Partys exklusiv
buchen. Dazu kommt noch, für sonnige Nachmittage eine
Dachterrasse mit Sitzgelegenheiten.
Private-Living Gemütlich – Praktisch – Klein:
Mein Zimmer im lyf East Frankfurt – Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Zimmer sind ziemlich klein, bieten aber ALLES was man
braucht. Vielleicht ist die „Enge“ dort gleichzeitig eine
Aufforderung sich innerhalb des Hauses dem CO-Living zu widmen.
Bauliche Struktur Hotelfassade mit den
Social-Living Bereichen am Abend – Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD

Das architektonische Geheimnis liegt in der Unterteilung der
durch die Glasfront lichtdurchfluteten Gemeinschaftsräume im
vorderen Teil des Hauses und (auch akustisch) abgetrennt die
Zimmer.
Seitenbereich des Hotels mit den Zimmern – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Diese Kombination bietet insbesondere für Gäste, die länger
bleiben Rückzugsmöglichkeiten im Zimmer auf der einen und die
Möglichkeit sozialer Kontakte in den Gemeinschaftsbereichen.
Gastronomisches Angebot Restaurant
“leuchtendroter” – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

 Hier hat man sich Partner ins Boot geholt
für das Restaurant „Leuchtendroter“. Hier wird abends vegane
Küche zelebriert (gehobene Preise!).


Die Betreiber sind auch zuständig für das Frühstückangebot,
wahlweise am „Kiosk“ in der Eingangshalle oder als
Frühstücksbüffet im Restaurant. Das Angebot am Morgen ist
ebenfalls vegan und sehr lecker, wie ich bei meinem Aufenthalt
feststellen durfte.
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

In den beiden obersten Etagen ist die Bar „Marmion“ zuhause.
Drinks und Cocktails plus „satte Sounds“ in der Bar oder (bei
gutem Wetter) auch eine Etage höher, auf der schon erwähnten
Dachterrasse.
Community 

Nicht in Permanenz, aber regelmäßig. Den Hotelplanern ist es
wichtig, das Haus auch für die ganze Nachbarschaft zu öffnen. Im
„Neighborhood-Gedanken“ spiegelt sich die Philosophie, das Hotel
als integralen Bestandteil des Stadtviertels zu sehen. Für die
Gäste auch Kontakt zu den Menschen der Umgebung zu bekommen und
umgekehrt.


Dies geschieht mit unterschiedlichsten Veranstaltungen im Haus,
von Lesungen, über Konzerte, bis hin zu Yoga-Stunden und Kursen.


Das „vegane Ostend“ trifft sich auch regelmäßig im Restaurant. Am
Abend meiner Übernachtung, gab es dort nicht einen einzigen
freien Platz.
Preise Nach der Führung durchs Hotel:
Rezeption heisst “Say Hi!” – Foto: ttb-media TON-TEXT-BILD

Wenn man, wie ich mit Kleingruppe, in der absoluten Nebensaison
(Freitag im Januar) übernachtet, trifft auf günstige
Übernachtungspreise ab 58 Euro pro Doppelzimmer. Wenn Frankfurt
voll ist (Messe, Konzerte etc.) sind die Zimmerpreise, am Markt
orientiert, natürlich höher.


Vangelis Porikis betont aber, dass man durch die östliche
Randlage (trotz guter ÖPNV-Anbindung) immer etwas günstiger sein
könne. Völlig überzogene Zimmerpreise, die die Konkurrenz
durchaus aufrufe, lehne er aber ab.
Der weitere lyf-Weg

Der Ausbau der Hotelzahl ist in Europa erst im Aufbau. Bisher
gibt es nur drei Hotels (Wien, Paris, Frankfurt) und damit erst
ein Haus in Deutschland. Absicht sei es aber, die Marke zu
verankern und die Hotelzahl bis 2030 auf mindestens  30
Hotels wachsen zu lassen. Eine echte Herausforderung.
Information & Links

lyf East Frankfurt


lyf Hotels in aller Welt


 
Hinweis 

Das “lyf East Frankfurt” hat die „Jurysitzung Audiopreis“
der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ) Ende Januar
als Sponsor unterstützt. Dabei durfte ich das Hotel kennenlernen.
Trotzdem wurde meine Meinung nicht beeinflusst. Das Gespräch mit
Vangelis Porikis wurde Anfang dieser Woche nach journalistischen
Grundsätzen geführt.


 
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