D-RR306 – 270/70: “Popstar” Mozart und Salzburger Spuren
37 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Wochen
Salzburg im Zeichen von Mozart 270. Geburtstag und einem
Mozarteum-Jubiläum, das schon wieder Vergangenheit ist. Die 70.
Mozartwoche lieferte Highlights, die sich durchs ganze Jahr
ziehen werden.
Salzburg und eine Reise in die Mozartwelt
Büste in Mozarts Geburtshaus – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD
Der erste ernstzunehmende Pop-Star der musikalischen Welt hat
gerade seinen 270. Geburtstag gefeiert. Genau genommen: Wir
feiern ihn.
Mozart, Wolfgang Amadeus. Was wissen wir über ihn, seine Familie,
seine mindestens genauso talentierte große Schwester Maria Anna
und das Leben als Wunderkind. Papa Leopold unterrichtete seine
Kinder. Er erkannte die Talente, musste lernen, dass Auftritte
seiner Tochter („nur ein Mädel“) kaum Interesse fanden. Ganz im
Gegensatz zum „Wolferl“. Die Reise des Wunderkinds aus Salzburg,
kreuz und quer durch Europa begann als Wolfgang gerade mal sechs
Jahre alt. Als alle höfischen Kreise in Europa abgehakt waren,
war er gerade mal 15. Mutter Anna Maria Mozart starb auf einer
dieser Reisen in Paris im Jahre 1778.
Historisches Klavier in Mozarts Wohnhaus – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Die „Rest-Familie“ ließ sich 1779 in Salzburg nieder und ging
dann ihrer Wege. 1781 ging Wolfgang als freierschaffender
Künstler nach Wien. Seine Schwester „Nannerl“ wurde verheiratet
und nur Vater Leopold blieb im eigentlich viel zu prachtvollen
Wohnhaus am Marktplatz 8 in der Salzburger Neustadt zurück.
Wolfgang in Wien, das heißt in Schlagzeilen: Mehrere Wohnungen,
Konstanze, seine Frau, die er abgöttisch geliebt haben soll, 6
Kinder, von denen nur zwei überlebten. Dank seiner
außergewöhnlich großen Schöpfungs- und Arbeitskraft, schrieb er
Konzert nach Konzert, Oper nach Oper und Sinfonie nach Sinfonie.
Biografen sagten später auch, dass dieser ständige Arbeitsstress
für seinen Tod verantwortlich gewesen sein könnte. Wolfgang Amadé
Mozart starb am 3. Dezember 1791 mit nur 35 Jahren.
Wolfgang und Rolando Rolando Villazon, künstl.
Leiter der Stiftung Mozarteum – Foto: Wolfgang Lienbacher /
Stiftung Mozarteum
Wie sagt Rolando Villazon, der künstlerische Leiter des Mozarteum
Salzburg:
Halleluja, Mozart lebt!
Das klingt wie bei Elvis, um mal auf die Legende vom Pop-Star
zurückzukommen. Nur dass da bisher niemand „Halleluja“ gesagt
hat.
Rolando und Wolfgang konnten sich nie kennenlernen. Ich behaupte
aber mal, sie hätten sich sehr gut verstanden, bis weit hinein in
den Humor, der beiden zu eigen ist. Vielleicht wurde Rolando
Villazon gerade deshalb zum glühenden Mozart-Verehrer und sein
musikalisches Talent führte ihn eventuell auch deshalb nach
Salzburg. Seit 2019 ist er Teil der Stiftung Mozarteum, erst als
Kommunikator, seit 2021 als künstlerischer Leiter. Sein Vertrag
wurde gerade verlängert und so dürfte er dem Mozarteum bis 2031
als künstlerischer Leiter erhalten bleiben.
Mozart in Salzburg Blick auf die Altstadt von
Salzburg – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Für sehr viele Salzburg-Touristen ist Mozart einer der
Hauptgründe für einen Besuch der Stadt. Es gibt noch ein paar
andere: Sound of Music zum Beispiel. Mozart
überall. Seine Statue, folgerichtig auf dem Mozartplatz gegenüber
vom Salzburg Museum und auf dem Weg zum großen Residenzplatz vor
dem Dom. Wer aus der Neustadt kommt hat eventuell die Salzach auf
dem Mozartsteg überquert um dort hin zu kommen.
Mozartstatue in der Salzburger Altstadt – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
In der Neustadt, direkt am Mirabellgarten, ist die Stiftung
Mozarteum zuhause. Sie fühlt sich für das Mozarterbe
verantwortlich. Hier wird das Programm der jährlichen Mozartwoche
im Januar geplant und umgesetzt. Die Stiftung ist aber auch
verantwortlich für das Geburtshaus in der Getreidegasse und das
Mozart-Wohnhaus am Makartplatz in der Neustadt. Ehemals
zusammengehörig, gibt es heute organisatorisch getrennt, auch
noch die Universität Mozarteum Salzburg und das Mozarteum
Orchester. Ohne Mozarteum heute auch kein Mozart in Salzburg.
Mozartwoche und Stiftung Mozarteum
Mozarts 270. Geburtstag und gerade ist die siebzigste Mozartwoche
in Salzburg zu Ende gegangen. Auch der Geburtstag war in der
letzten Woche. Geboren am 27. Januar 1756. Ein sogenannter runder
Geburtstag. Immer Grund genug für ein Mozartjahr und das hat ja
nun gerade erst begonnen. Aus diesen Eckpunkten ergeben sich die
beiden Zahlen der Überschrift: 270 Jahre Mozart und die 70.
Mozartwoche.
Der große Konzertsaal der Stiftung Mozarteum – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Die Mozarteum –
Rundreise
Rolando Villazon hatte, sehr nachvollziehbar, keine Zeit mir sein
Mozart-Salzburg vorzustellen. Aber Linus Klumpner, der Direktor
der Mozart Museen innerhalb des weltberühmten Mozarteum, nahm
sich die Zeit umfassend Auskunft zu geben.
Linus Klumpner, Direktor der Mozart Museen im Mozarteum – Foto:
Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Er informiert, ordnet ein, liefert Hintergründiges, genauso wie
wundervolle „Fun-Facts“. Er zeigte uns nicht nur den Großen
Konzertsaal des Mozarteums, er berichtet von der Geschichte der
Stiftung, ihr Engagement, Organisation und Anspruch.
Im Podcast klären wir auch die Sache mit dem Namen. Wer genau
hinhört, merkt dass immer von Wolfgang Amadé die Rede ist. Linus
klärt auch die Sache mit dem Namen.
Die Mozart-Häuser und Museen Mozarts
Geburtshaus in der Salzburger Altstadt – Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD
Die Stärke der beiden Häuser, sagt Linus Klumpner, sei die
Reichhaltigkeit. Nicht nur die Räumlichkeiten sind zu sehen.
Beide Museen verfügen über unendlich viel Material aus der Kunst-
und Materialsammlung des Mozarteums. Der Erfolg gibt dieser
Tatsache recht. Immerhin besucht mehr als eine halbe Million
Menschen die Museen jedes Jahr.
Mozart Wohnhaus in der Salzburger Neustadt – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Erfahrt im Podcast sehr viel Neues über die beiden Häuser und
einige Überraschungen, die sie bereit halten.
Wohnen bei Mozarts – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILS Das Vermächtnis
Unvorstellbar: Wäre der kleine Wolferl nicht zum Kinder- und
Jugendstar in Europa geworden, gäbe es heute keine Nachtmusik,
keine Zauberflöte, keine großen Konzerte, kein Mozarteum.
Umgekehrt wäre Mozart heute vermutlich in Salzburg nicht so
präsent, wenn es zur Mitte des 19. Jahrhunderts nicht Menschen
gegeben hätte, die eine Stiftung gründeten um das Kulturgut
Mozart vor dem Vergessen zu bewahren und neu zu beleben: Hat
geklappt.
Zauberflöte: Instrument und Klavierauszug der Oper in Mozarts
Geburtshaus – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Da die Villazonsche Zauberflöte vermutlich erst einmal nicht mehr
auf die Bühne kommt, sollte man beim Salzburg Besuch vielleicht
auf das Marionettentheater ausweichen. Denn dort hat zum Beispiel
die Zauberflöte einen Stammplatz im Repertoire. Ich habe mir von
Geschäftsführerin Susanne Tiefenbacher viel über Tradition und
Mozartopern auf der Marionettentheaterbühne erzählen lassen.
Susanne Tiefenbacher und “ihre” Marionetten – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Noch in Tipp in Sachen Zauberflöte: Am 25. April hat die „Kleine
Zauberflöte“ Premiere im Salzburger Landestheater. Ein wenig
Jugendtheater (für alle, die mit Kindern unterwegs sind) und ein
wenig für Alle, die Mozarts berühmteste Oper entspannter und
kürzer genießen möchten.
An Faden und Drehkreuz: Marionetten aus der Zauberflöte – Foto:
Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Mozart, Kugeln,
Kapaun und Nockerl
Die Besuchenden sollten die Stadt auf jeden Fall inhalieren,
gleich ob ausschließliche Mozartluft oder das weitere großartige
Angebot der Stadt Salzburg.
Original Mozartkugeln aus dem Hause Fürst – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Der „kulinarische“ Mozart drängt sich natürlich ebenfalls auf.
Nur in Salzburg gibt es das ORIGINAL. Mozartkugeln kauft man
ausschließlich in den Geschäften der Konditorei und Confiserie
Fürst. Der Preis ist stattlich, der Genuss auch.
Mozart-Dinner-Konzert: Oper und Kulinarik – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Für Mozartfans, die Musik und Kulinarik verbinden möchten, hab
ich noch einen, durchaus wohlbekannten, aber reizvollen Tipp. Wie
wäre es mit einem Mozart Dinner Konzert? Hier lässt sich ein
Abend mit Menü und „Mozart live“ verbinden. Die Räumlichkeiten im
Barocksaal des Stiftskulinarium St. Peter haben Anziehungskraft.
Ein 3 Gang-Menü in Kombination mit Highlights aus Mozartopern
verspricht einen wundervollen Abend. Getestet und genossen. Hört
selber im Podcast.
Dessert Highlight: Salzburger Nockerl – Foto: Rüdiger Edelmann
/ ttb-media TON-TEXT-BILD Information & Links
Salzburg Tourismusinfos
Stiftung Mozarteum
Mozart Museen
Mozartwoche
Salzburger Marionettentheater
Salzburger Landestheater
Mozart Dinner-Konzert
Urlaub in Österreich
Hinweis
Die Recherche zu diesem Podcast wurde unterstützt von
Salzburg Tourismus und der Österreich Werbung. Meine Meinung
wurde nicht beeinflusst!
Salzburg: Eine Stadt zum Wiederkommen – Foto: Rüdiger Edelmann
/ ttb-media TON-TEXT-BILDThe post D-RR306 – 270/70: “Popstar”
Mozart und Salzburger Spuren first appeared on Deutsches Reiseradio
(German Travelradio).
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