Von der Gier nach Privilegien - Der Staat als Beute

Von der Gier nach Privilegien - Der Staat als Beute

vor 6 Tagen
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Beschreibung

vor 6 Tagen

Nickolas Emrich beschreibt in "Gier nach Privilegien" eine
Gesellschaft, die sich in Sonderrechten verheddert hat. Ein
Privileg ist zunächst nichts Schlechtes: Der Notarzt darf über
Rot fahren, und das ist sinnvoll. Problematisch wird es dort, wo
Vorrechte dauerhaft, unsichtbar und selbstverständlich werden.
Genau das, so Emrich, ist in Deutschland geschehen. Aus dem
liberalen Versprechen, dass alle vor dem Gesetz gleich sind, ist
ein fein abgestuftes Geflecht aus Ausnahmen geworden, in dem
nicht der Produktivste vorankommt, sondern derjenige, der die
Spielregeln und ihre Schlupflöcher kennt.


Emrich geht die Gruppen der Reihe nach durch: Wirtschaft,
Verbände, Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Stiftungen,
Behörden, Berufspolitiker, Transferleistungsempfänger. Sein
schärfstes Argument gilt der Intransparenz. Es gibt nicht nur
brutto und netto, sondern ein Arbeitgeber-Brutto, das kaum jemand
sieht. Bei einem Vertragsgehalt von 3.500 Euro zahlt der
Arbeitgeber rund 4.300 Euro, ausgezahlt werden gut 2.200. Bei
Abgeordneten und Beamten wirkt derselbe Mechanismus umgekehrt,
weil steuerfreie Pauschalen und Pensionsansprüche den
tatsächlichen Wert der Bezüge nach oben verschieben. Weil sich
diese Größen nicht vergleichen lassen, bleibt das Ausmaß der
Bevorzugung im Dunkeln.


Am Ende steht eine Hierarchie der Privilegien, in der
ausgerechnet der sozialversicherungspflichtige
Vollzeitarbeitnehmer den schlechtesten Platz einnimmt. Emrich
fordert deshalb keine bessere Politik, sondern weniger davon:
mehr Transparenz, weniger Ausnahmen, weniger Staat.


Hier geht´s zum Buch:


Gier nach Privilegien – Warum uns die Politik in eine Sackgasse
führtweitere Bücher zum Thema:


Andreas Tiedtke – Die Erlöser


Henry David Thoreau - Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den
Staat


Kurt Tucholsky – Die Beamtenpest


William Graham Sumner – Was die sozialen Klasseneinander schulden


Herbert Spencer – Soziale Statik


Auberon Herbert – Für die Freiheit


Gustave de Molinari – Die Gesellschaft vonmorgen


Eugen von Böhm-Bawerk - Macht oder ökonomischesGesetz?


Frédéric Bastiat - Der Staat & Das Gesetz


Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und
Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠
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