Podcaster
Episoden
02.08.2026
20 Minuten
Das Wort „Sondervermögen" ist ein kleines sprachliches Wunderwerk. Es nimmt 500 Milliarden Euro neuer Staatsschulden und verwandelt sie – allein durch Benennung – in etwas, das nach Reichtum klingt. Die Sprachwissenschaftler, die es zum Unwort des Jahres 2025 kürten, erkannten darin mehr als eine unglückliche Formulierung: eine gezielte semantische Intervention, die öffentliche Debatte lenkt, bevor sie überhaupt beginnt. Wer gegen „Vermögen" argumentiert, klingt schließlich sonderbar.
Die Technik ist alt. Doch bemerkenswert ist, was hinter der Fassade passiert. Das ifo-Institut und das Institut der Deutschen Wirtschaft zogen ein Jahr nach dem Beschluss Bilanz: Von den abgeflossenen 24,3 Milliarden Euro landeten gerade einmal 5 Prozent in tatsächlich neuen Investitionen. Der Rest? Ein buchhalterischer Verschiebebahnhof. Projekte, die ohnehin aus dem regulären Haushalt finanziert wurden – Glasfaser, Straßen, Schienen – wanderten auf das Konto des Sondervermögens. Das im Kernhaushalt freigewordene Geld versickerte in konsumtiven Ausgaben. Der Kredit fürs Dach bezahlte den tropfenden Wasserhahn, und das gesparte Haushaltsgeld ging in die nächste Lokalrunde.
Politisch pikant: Die Grundgesetzänderung wurde in fünf Tagen durch den noch alten Bundestag gepeitscht – von einem Kanzlerkandidaten, der im Wahlkampf die Schuldenbremse zur Glaubensfrage erklärt hatte. Dass ausgerechnet die Grünen,deren ähnliche Vorschläge zuvor als fiskalischer Wahnsinn attackiert worden waren, die nötige Zweidrittelmehrheit lieferten, gehört zu den feineren Ironien dieser Geschichte.
In dieser Folge sprechen wir darüber, was passiert, wenn politische Sprache in die Tiefen orwellscher Sprachverwirrung abtaucht – und zig Milliarden Euro jährlicher Zinslast zur Erbschaft werden.
weitere Titel zum Thema:
Amilcare Puviani – Theorie der sanften Plünderung
Andreas Tiedkte – Die Erlöser
Frédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht sieht
Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
Die Technik ist alt. Doch bemerkenswert ist, was hinter der Fassade passiert. Das ifo-Institut und das Institut der Deutschen Wirtschaft zogen ein Jahr nach dem Beschluss Bilanz: Von den abgeflossenen 24,3 Milliarden Euro landeten gerade einmal 5 Prozent in tatsächlich neuen Investitionen. Der Rest? Ein buchhalterischer Verschiebebahnhof. Projekte, die ohnehin aus dem regulären Haushalt finanziert wurden – Glasfaser, Straßen, Schienen – wanderten auf das Konto des Sondervermögens. Das im Kernhaushalt freigewordene Geld versickerte in konsumtiven Ausgaben. Der Kredit fürs Dach bezahlte den tropfenden Wasserhahn, und das gesparte Haushaltsgeld ging in die nächste Lokalrunde.
Politisch pikant: Die Grundgesetzänderung wurde in fünf Tagen durch den noch alten Bundestag gepeitscht – von einem Kanzlerkandidaten, der im Wahlkampf die Schuldenbremse zur Glaubensfrage erklärt hatte. Dass ausgerechnet die Grünen,deren ähnliche Vorschläge zuvor als fiskalischer Wahnsinn attackiert worden waren, die nötige Zweidrittelmehrheit lieferten, gehört zu den feineren Ironien dieser Geschichte.
In dieser Folge sprechen wir darüber, was passiert, wenn politische Sprache in die Tiefen orwellscher Sprachverwirrung abtaucht – und zig Milliarden Euro jährlicher Zinslast zur Erbschaft werden.
weitere Titel zum Thema:
Amilcare Puviani – Theorie der sanften Plünderung
Andreas Tiedkte – Die Erlöser
Frédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht sieht
Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
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26.07.2026
17 Minuten
Über 400 Millionen Euro. Jedes Jahr.
So viel Steuergeld fließt mittlerweile in die deutsche Filmförderung – und die Bundesregierung hat die Summe gerade erst verdoppelt. Der Grund? Deutschland soll endlich Blockbuster und Serienhits produzieren, die mit Hollywood mithalten können. Das klingt ambitioniert. Es klingt nach Aufbruch. Aber es klingt vor allem nach einem Versprechen, das seit fast 60 Jahren gebrochen wird.
Denn die unbequeme Wahrheit lautet: Fast kein deutscher Film kann ohne staatliche Förderung überleben. Der Marktanteil deutscher Produktionen dümpelt bei rund 24 Prozent. Die Zuschauer wählen mit ihren Füßen – und laufen zum amerikanischen Kino. Ausgerechnet zu den Filmen aus einem Land, das auf Bundesebene keinen einzigen Cent an Filmförderung ausgibt.
In dieser Folge nehmen wir das deutsche Fördersystem auseinander – und zwar gründlich. Wir fragen: Was passiert, wenn nicht der Zuschauer entscheidet, welche Filme es verdienen, gemacht zu werden, sondern eine Förderjury? Was macht es mit einer Branche, wenn der Kunde nicht mehr der Kinobesucher ist, sondern der Beamte, der über den Förderantrag entscheidet? Und warum muss der deutsche Steuerzahler Millionen für Hollywood-Produktionen wie „Inglourious Basterds" bezahlen, nur weil ein paar Szenen in Deutschland gedreht wurden?
Wir schauen uns die grotesken Regionaleffekte der Länderförderungen an, das Subventionskarussell aus über einem Dutzend Förderinstitutionen und die politische Ökonomie einer Branche, deren bestorganisierte Lobbyverbände bei jeder Haushaltsdebatte nach mehr Geld rufen. Und wir bringen Bastiat, Mises und Hayek ins Gespräch – Denker, die genau diese Art von staatlicher Anmaßung schon vor langer Zeit durchschaut haben.
Weitere Bücher zum Thema:
Frédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht sieht
Gustave de Molinari – Die Gesellschaft von morgenLudwig von Mises – Die Bürokratie
Ludwig Bamberger – Deutschland und der Sozialismus
Herbert Spencer – Soziale StatikFür mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
So viel Steuergeld fließt mittlerweile in die deutsche Filmförderung – und die Bundesregierung hat die Summe gerade erst verdoppelt. Der Grund? Deutschland soll endlich Blockbuster und Serienhits produzieren, die mit Hollywood mithalten können. Das klingt ambitioniert. Es klingt nach Aufbruch. Aber es klingt vor allem nach einem Versprechen, das seit fast 60 Jahren gebrochen wird.
Denn die unbequeme Wahrheit lautet: Fast kein deutscher Film kann ohne staatliche Förderung überleben. Der Marktanteil deutscher Produktionen dümpelt bei rund 24 Prozent. Die Zuschauer wählen mit ihren Füßen – und laufen zum amerikanischen Kino. Ausgerechnet zu den Filmen aus einem Land, das auf Bundesebene keinen einzigen Cent an Filmförderung ausgibt.
In dieser Folge nehmen wir das deutsche Fördersystem auseinander – und zwar gründlich. Wir fragen: Was passiert, wenn nicht der Zuschauer entscheidet, welche Filme es verdienen, gemacht zu werden, sondern eine Förderjury? Was macht es mit einer Branche, wenn der Kunde nicht mehr der Kinobesucher ist, sondern der Beamte, der über den Förderantrag entscheidet? Und warum muss der deutsche Steuerzahler Millionen für Hollywood-Produktionen wie „Inglourious Basterds" bezahlen, nur weil ein paar Szenen in Deutschland gedreht wurden?
Wir schauen uns die grotesken Regionaleffekte der Länderförderungen an, das Subventionskarussell aus über einem Dutzend Förderinstitutionen und die politische Ökonomie einer Branche, deren bestorganisierte Lobbyverbände bei jeder Haushaltsdebatte nach mehr Geld rufen. Und wir bringen Bastiat, Mises und Hayek ins Gespräch – Denker, die genau diese Art von staatlicher Anmaßung schon vor langer Zeit durchschaut haben.
Weitere Bücher zum Thema:
Frédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht sieht
Gustave de Molinari – Die Gesellschaft von morgenLudwig von Mises – Die Bürokratie
Ludwig Bamberger – Deutschland und der Sozialismus
Herbert Spencer – Soziale StatikFür mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
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19.07.2026
24 Minuten
Jahrzehntelang galt in Namibia eine bittere Regel: Wer Wild auf seinem Land hatte, hatte ein Problem. Die Tiere gehörten dem Staat, der Farmer durfte sie nicht nutzen, und so fraß jeder Kudu, jeder Springbock nur das Gras seiner Rinder, ohne ihm etwas einzubringen. Die Folge war absehbar: Die Bestände brachen ein, Art um Art verschwand.
Dann geschah etwas Ungewöhnliches. In den späten sechziger Jahren gab der Gesetzgeber den Farmern das Recht, das Wild auf ihrem Grund zu besitzen und wirtschaftlich zu nutzen. Über Nacht wurde aus dem Ballast ein Vermögenswert. Und plötzlich begannen dieselben Farmer, das Wild zu hegen, zu schützen und zu vermehren. Heute leben auf Namibias privaten Farmenzwischen 1,8 und 2,8 Millionen Wildtiere, weit mehr als in allenStaatsreservaten zusammen. Die Bestände wuchsen um über achtzig Prozent. Auf privatem Farmland tummelt sich heute 21- bis 33-mal mehr Wild als in den staatlichen Schutzgebieten.
In dieser Folge erfährst du, warum ausgerechnet die Jagd das Wild rettete, warum der zahlende Trophäenjäger zum Financier des Artenschutzes wurde und warum das größte Hindernis für noch mehr Erfolg nicht der Markt ist, sondern der Staat. Wir zeigen dir, wie ein einziger Satz im Gesetzbuch eine ganze Landschaft zum Leben erweckte und was das über den ewigen Streit zwischen Verbot und Eigentum verrät.
Niemand fürchtet um das Aussterben von Tieren, die einen Nutzwert haben. Namibia hat eine Geschichte, die vieles auf den Kopf stellt, was du über Naturschutz zu wissen glaubtest. Hör rein, es lohnt sich.
weitere Bücher zum Thema:
Eugen von Böhm-Bawerk - Macht oder ökonomisches Gesetz?Hans-Hermann Hoppe – Eigentum, Anarchie und StaatCarl Menger - Grundsätze der VolkswirtschaftslehreLudwig von Mises – Gewinn und VerlustFür mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
Dann geschah etwas Ungewöhnliches. In den späten sechziger Jahren gab der Gesetzgeber den Farmern das Recht, das Wild auf ihrem Grund zu besitzen und wirtschaftlich zu nutzen. Über Nacht wurde aus dem Ballast ein Vermögenswert. Und plötzlich begannen dieselben Farmer, das Wild zu hegen, zu schützen und zu vermehren. Heute leben auf Namibias privaten Farmenzwischen 1,8 und 2,8 Millionen Wildtiere, weit mehr als in allenStaatsreservaten zusammen. Die Bestände wuchsen um über achtzig Prozent. Auf privatem Farmland tummelt sich heute 21- bis 33-mal mehr Wild als in den staatlichen Schutzgebieten.
In dieser Folge erfährst du, warum ausgerechnet die Jagd das Wild rettete, warum der zahlende Trophäenjäger zum Financier des Artenschutzes wurde und warum das größte Hindernis für noch mehr Erfolg nicht der Markt ist, sondern der Staat. Wir zeigen dir, wie ein einziger Satz im Gesetzbuch eine ganze Landschaft zum Leben erweckte und was das über den ewigen Streit zwischen Verbot und Eigentum verrät.
Niemand fürchtet um das Aussterben von Tieren, die einen Nutzwert haben. Namibia hat eine Geschichte, die vieles auf den Kopf stellt, was du über Naturschutz zu wissen glaubtest. Hör rein, es lohnt sich.
weitere Bücher zum Thema:
Eugen von Böhm-Bawerk - Macht oder ökonomisches Gesetz?Hans-Hermann Hoppe – Eigentum, Anarchie und StaatCarl Menger - Grundsätze der VolkswirtschaftslehreLudwig von Mises – Gewinn und VerlustFür mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
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12.07.2026
24 Minuten
Ein Mutmacher; die Menschheit ist nicht verloren! ;)
Stell dir vor, zwei Menschen könnten gemeinsam gewinnen, und beide entscheiden sich trotzdem dafür, zu verlieren. Klingt absurd? Genau das geschieht jeden Tag: in Handelskriegen, in Beziehungen, an jedem Verhandlungstisch. Ökonomen nennen den Grund das Nullsummendenken, den hartnäckigen Glauben, der eine könne nur gewinnen, wenn der andere verliert. Diese eine Annahme hat Kriege entfacht, Zölle errichtet und Nachbarn zu Rivalen gemacht.
In dieser Folge nehmen wir dich mit zum berühmtesten Gedankenexperiment der Spieltheorie, dem Gefangenendilemma. Geboren im Schatten des Kalten Krieges, erklärt es, warum zwei vollkommen vernünftige Gegner sich gegenseitig ruinieren, obwohl es beide besser wissen. Und dann drehen wir den Spieß um: Was passiert, wenn das Spiel nicht einmal, sondern immer wieder gespielt wird?
Die Antwort verblüffte selbst die klügsten Mathematiker. In einem legendären Computerturnier gewann nicht die raffinierteste Strategie, sondern die einfachste und, ja, die freundlichste. Wir erzählen dir, warum „nett, versöhnlich, wehrhaft und klar" auf lange Sicht jede Gerissenheit schlägt, und was das mit sich putzenden Impalas, einem sowjetischen Frühwarnsystem und dem Preis an deiner Supermarktkasse zu tun hat.
Am Ende steht eine unbequeme und zugleich befreiende Einsicht: Die Welt ist weit seltener ein Verteilungskampf, als wir glauben. Der Wohlstand ist kein Kuchen fester Größe, den wir einander wegnehmen, sondern etwas, das wir miteinander schaffen.
Hier geht´s zum Buch:
Robert Axelrod - Die Evolution Der Kooperation
weitere Bücher zum Thema:
Frédéric Bastiat - Volkswirtschaftliche Harmonien: Band 1
Frédéric Bastiat - Volkswirtschaftliche Harmonien: Band 2
Frédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht sieht
Richard Cantillon – Abhandlung über die Natur des Handels im allgemeinen
Auberon Herbert – Voluntarismus
Carl Menger - Untersuchungen über die Methode der Sozialwissenschaften
Ludwig von Mises – Gewinn und Verlust
Herbert Spencer – Soziale Statik
Gustave de Molinari – Die Gesellschaft von morgenFür mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
Stell dir vor, zwei Menschen könnten gemeinsam gewinnen, und beide entscheiden sich trotzdem dafür, zu verlieren. Klingt absurd? Genau das geschieht jeden Tag: in Handelskriegen, in Beziehungen, an jedem Verhandlungstisch. Ökonomen nennen den Grund das Nullsummendenken, den hartnäckigen Glauben, der eine könne nur gewinnen, wenn der andere verliert. Diese eine Annahme hat Kriege entfacht, Zölle errichtet und Nachbarn zu Rivalen gemacht.
In dieser Folge nehmen wir dich mit zum berühmtesten Gedankenexperiment der Spieltheorie, dem Gefangenendilemma. Geboren im Schatten des Kalten Krieges, erklärt es, warum zwei vollkommen vernünftige Gegner sich gegenseitig ruinieren, obwohl es beide besser wissen. Und dann drehen wir den Spieß um: Was passiert, wenn das Spiel nicht einmal, sondern immer wieder gespielt wird?
Die Antwort verblüffte selbst die klügsten Mathematiker. In einem legendären Computerturnier gewann nicht die raffinierteste Strategie, sondern die einfachste und, ja, die freundlichste. Wir erzählen dir, warum „nett, versöhnlich, wehrhaft und klar" auf lange Sicht jede Gerissenheit schlägt, und was das mit sich putzenden Impalas, einem sowjetischen Frühwarnsystem und dem Preis an deiner Supermarktkasse zu tun hat.
Am Ende steht eine unbequeme und zugleich befreiende Einsicht: Die Welt ist weit seltener ein Verteilungskampf, als wir glauben. Der Wohlstand ist kein Kuchen fester Größe, den wir einander wegnehmen, sondern etwas, das wir miteinander schaffen.
Hier geht´s zum Buch:
Robert Axelrod - Die Evolution Der Kooperation
weitere Bücher zum Thema:
Frédéric Bastiat - Volkswirtschaftliche Harmonien: Band 1
Frédéric Bastiat - Volkswirtschaftliche Harmonien: Band 2
Frédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht sieht
Richard Cantillon – Abhandlung über die Natur des Handels im allgemeinen
Auberon Herbert – Voluntarismus
Carl Menger - Untersuchungen über die Methode der Sozialwissenschaften
Ludwig von Mises – Gewinn und Verlust
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05.07.2026
25 Minuten
Stell dir vor, alle Anbieter verlangen exakt denselben Preis. Klingt nach hartem Wettbewerb? Frank Albert Fetter sagt: Genau das ist die Maske, hinter der sich das Monopol versteckt.
In dieser Folge nehmen wir uns „Die Maskerade des Monopols" von 1931 vor, ein Werk, das schärfer als jedes Lehrbuch zeigt, wie Marktmacht wirklich funktioniert. Der Princeton-Ökonom Fetter dreht die übliche Frage um. Nicht die Größe eines Konzerns macht das Monopol, sondern die Macht, beim Preis zu diskriminieren. Sein Maßstab ist verblüffend klar: Im echten Wettbewerb gibt es einen einheitlichen Werkspreis, zu dem nur die ehrliche Fracht hinzukommt. Nähe verbilligt, Entfernungverteuert. Wo dieser natürliche Zusammenhang verschwindet und überall derselbe Lieferpreis gilt, zahlst du eine versteckte Prämie, ohne es zu merken.
Wir erklären Fetters „Gesetz der Marktgebiete", nach dem jedes Werk naturgemäß sein Umland versorgt, entlarven die berüchtigte „Phantomfracht" für Lieferwege, die nie zurückgelegt wurden, und fragen, warum vierzig Jahre lang weder Gerichte noch Behörden den Trick durchschauten. Sie suchten nach böser Absicht, wo sie nüchterne Markttheorie gebraucht hätten.
Am Ende steht eine unbequeme Einsicht, die weit über die Wirtschaft hinausreicht: Eine Gesellschaft kann nicht auf Dauerhalb monopolistisch für die Wenigen und halb wettbewerblich für die Masse sein.
Hier geht´s zum Buch:
Frank Albert Fetter – Die Maskerade des Monopols
weitere Bücher zum Thema:
Carl Menger - Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Eugen von Böhm-Bawerk - Macht oder ökonomisches Gesetz?
Richard Cantillon – Abhandlung über die Natur des Handels im allgemeinen
Amilcare Puviani – Theorie der sanften Plünderung
Andrew Carnegie - Geschichte meines Lebens
Andrew Carnegie - Empire of Business
Argentarius – Die BörseFür mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
In dieser Folge nehmen wir uns „Die Maskerade des Monopols" von 1931 vor, ein Werk, das schärfer als jedes Lehrbuch zeigt, wie Marktmacht wirklich funktioniert. Der Princeton-Ökonom Fetter dreht die übliche Frage um. Nicht die Größe eines Konzerns macht das Monopol, sondern die Macht, beim Preis zu diskriminieren. Sein Maßstab ist verblüffend klar: Im echten Wettbewerb gibt es einen einheitlichen Werkspreis, zu dem nur die ehrliche Fracht hinzukommt. Nähe verbilligt, Entfernungverteuert. Wo dieser natürliche Zusammenhang verschwindet und überall derselbe Lieferpreis gilt, zahlst du eine versteckte Prämie, ohne es zu merken.
Wir erklären Fetters „Gesetz der Marktgebiete", nach dem jedes Werk naturgemäß sein Umland versorgt, entlarven die berüchtigte „Phantomfracht" für Lieferwege, die nie zurückgelegt wurden, und fragen, warum vierzig Jahre lang weder Gerichte noch Behörden den Trick durchschauten. Sie suchten nach böser Absicht, wo sie nüchterne Markttheorie gebraucht hätten.
Am Ende steht eine unbequeme Einsicht, die weit über die Wirtschaft hinausreicht: Eine Gesellschaft kann nicht auf Dauerhalb monopolistisch für die Wenigen und halb wettbewerblich für die Masse sein.
Hier geht´s zum Buch:
Frank Albert Fetter – Die Maskerade des Monopols
weitere Bücher zum Thema:
Carl Menger - Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Eugen von Böhm-Bawerk - Macht oder ökonomisches Gesetz?
Richard Cantillon – Abhandlung über die Natur des Handels im allgemeinen
Amilcare Puviani – Theorie der sanften Plünderung
Andrew Carnegie - Geschichte meines Lebens
Andrew Carnegie - Empire of Business
Argentarius – Die BörseFür mehr Literatur zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
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