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  4. Artenschutz durch Privatisierung am Beispiel Namibias
Jahrzehntelang galt in Namibia eine bittere Regel: Wer Wild auf
seinem Land hatte, hatte ein Problem. Die Tiere gehörten dem
Staat, der Farmer durfte sie nicht nutzen, und so fraß jeder
Kudu, jeder Springbock nur das Gras seiner Rinder, ohne ihm etwas
einzubringen. Die Folge war absehbar: Die Bestände brachen ein,
Art um Art verschwand.

Dann geschah etwas Ungewöhnliches. In den späten sechziger Jahren
gab der Gesetzgeber den Farmern das Recht, das Wild auf ihrem
Grund zu besitzen und wirtschaftlich zu nutzen. Über Nacht wurde
aus dem Ballast ein Vermögenswert. Und plötzlich begannen
dieselben Farmer, das Wild zu hegen, zu schützen und zu
vermehren. Heute leben auf Namibias privaten Farmenzwischen 1,8
und 2,8 Millionen Wildtiere, weit mehr als in
allenStaatsreservaten zusammen. Die Bestände wuchsen um über
achtzig Prozent. Auf privatem Farmland tummelt sich heute 21- bis
33-mal mehr Wild als in den staatlichen Schutzgebieten.

In dieser Folge erfährst du, warum ausgerechnet die Jagd das Wild
rettete, warum der zahlende Trophäenjäger zum Financier des
Artenschutzes wurde und warum das größte Hindernis für noch mehr
Erfolg nicht der Markt ist, sondern der Staat. Wir zeigen dir,
wie ein einziger Satz im Gesetzbuch eine ganze Landschaft zum
Leben erweckte und was das über den ewigen Streit zwischen Verbot
und Eigentum verrät.

Niemand fürchtet um das Aussterben von Tieren, die einen Nutzwert
haben. Namibia hat eine Geschichte, die vieles auf den Kopf
stellt, was du über Naturschutz zu wissen glaubtest. Hör rein, es
lohnt sich.

 weitere Bücher zum Thema:

Eugen von Böhm-Bawerk - Macht oder ökonomisches
Gesetz?Hans-Hermann Hoppe – Eigentum, Anarchie und StaatCarl
Menger - Grundsätze der VolkswirtschaftslehreLudwig von Mises –
Gewinn und VerlustFür mehr Literatur zur individuellen Freiheit
und Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠
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„Artenschutz durch Privatisierung am Beispiel Namibias“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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