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Digitalgespräch
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Beschreibung
vor 3 Tagen
Wir geben alltäglich Geld aus. Die Forschung hat gute Einblicke,
welche Bevölkerungsgruppen dafür welche Bezahlmöglichkeiten nutzen
– Bargeld ist nur eine davon, aber mitnichten überholt! Dass es für
viele Menschen gute Gründe gibt, nicht digital zu bezahlen, hat
nicht nur, aber auch mit den Geschäftsmodellen von Banken und
Bezahldienstleistern zu tun: Ihre Produkte nutzen vor allem gut
ausgebildeten Menschen mit hohen Einkommen, Zinsen oder Gebühren
treffen andere mitunter hart – sofern sie überhaupt Zugang haben zu
digitalen Bezahlmethoden, denn auch das ist eine soziale Frage.
Schaut man genau hin, wie digitales Bezahlen funktioniert, stellen
sich Gerechtigkeitsfragen, werden unterschiedlichste Interessen
offenbar, und tritt ein weiterer guter Grund zutage, mit Nachdruck
an europäischen Bezahlsystemen zu arbeiten. Freilich merkt man der
Debatte um beispielsweise den digitalen Euro an: für die meisten
Befürworter steht die digitale Souveränität Europas im Fokus. Die
vernachlässigten Themen der Sozialverträglichkeit und Inklusion
beim Zahlungsvorgang selbst könnten aber mit der Einführung einer
europäischen Lösung fürs digitale Bezahlen mit adressiert werden –
sofern bei der konkreten Ausgestaltung die Interessen aller
berücksichtigt werden. Barbara Brandl ist Professorin für
Wirtschaftssoziologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
und arbeitet unter anderem zu sozialen Ungleichheiten in digitalen
Bezahlpraktiken. Im Digitalgespräch erklärt die Expertin, wie
digitales Bezahlen in unserer Gesellschaft organisiert ist, welche
Möglichkeiten der Verbraucher dabei hat und wie sie sich
unterscheiden, und warum Bargeld auch weiterhin große Bedeutung
behält. Sie schildert, was Hürden bei der Einführung eines
digitalen Euros sind, und was Europa aus Erfahrungen lernen kann,
die andere Weltregionen mit digitalem Bezahlen bereits gemacht
haben. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring
diskutiert Brandl, an welche Grenzen der Verweis auf individuelle
Verantwortung stößt, wenn es darum geht, sich unfairen
Geschäftsmodellen zu entziehen, wem es nutzt, dass das Bezahlen
zunehmend subtil mit der Aufnahme eines Konsumkredits verknüpft
wird, und warum oft ausgerechnet die Personengruppen, die besonders
von einem digitalen Euro profitieren könnten, angesichts seiner
Ankündigung besonders skeptisch sind. Link zum Originalbeitrag:
https://zevedi.de/digitalgespraech-082-barbara-brandl Link zur
ZEVEDI-Projektgruppe "Die normativen Dimensionen des digitalen
Euro" (DINO): https://zevedi.de/themen/dino/ Link zum Podcast
"Digitalgelddickicht", der sich detailliert dem Thema des digitalen
Bezahlens widmet: https://zevedi.de/podcast-digitalgelddickicht/
Link zum ZEVEDI-Diskurs-Projekt "Demokratiefragen des
digitalisierten Finanzsektors – eFin & Demokratie":
https://zevedi.de/themen/efin-und-demokratie/ Link zum Weizenbaum
Discussion Paper „Von der Kreditkarte zu Buy-Now-Pay-Later. Soziale
Ungleichheiten in der Nutzung von digitalen Bezahldiensten und
Konsumkrediten“:
https://www.weizenbaum-library.de/server/api/core/bitstreams/dd2a68d8-d12e-4a48-ae49-f5bfc92c5272/content
welche Bevölkerungsgruppen dafür welche Bezahlmöglichkeiten nutzen
– Bargeld ist nur eine davon, aber mitnichten überholt! Dass es für
viele Menschen gute Gründe gibt, nicht digital zu bezahlen, hat
nicht nur, aber auch mit den Geschäftsmodellen von Banken und
Bezahldienstleistern zu tun: Ihre Produkte nutzen vor allem gut
ausgebildeten Menschen mit hohen Einkommen, Zinsen oder Gebühren
treffen andere mitunter hart – sofern sie überhaupt Zugang haben zu
digitalen Bezahlmethoden, denn auch das ist eine soziale Frage.
Schaut man genau hin, wie digitales Bezahlen funktioniert, stellen
sich Gerechtigkeitsfragen, werden unterschiedlichste Interessen
offenbar, und tritt ein weiterer guter Grund zutage, mit Nachdruck
an europäischen Bezahlsystemen zu arbeiten. Freilich merkt man der
Debatte um beispielsweise den digitalen Euro an: für die meisten
Befürworter steht die digitale Souveränität Europas im Fokus. Die
vernachlässigten Themen der Sozialverträglichkeit und Inklusion
beim Zahlungsvorgang selbst könnten aber mit der Einführung einer
europäischen Lösung fürs digitale Bezahlen mit adressiert werden –
sofern bei der konkreten Ausgestaltung die Interessen aller
berücksichtigt werden. Barbara Brandl ist Professorin für
Wirtschaftssoziologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
und arbeitet unter anderem zu sozialen Ungleichheiten in digitalen
Bezahlpraktiken. Im Digitalgespräch erklärt die Expertin, wie
digitales Bezahlen in unserer Gesellschaft organisiert ist, welche
Möglichkeiten der Verbraucher dabei hat und wie sie sich
unterscheiden, und warum Bargeld auch weiterhin große Bedeutung
behält. Sie schildert, was Hürden bei der Einführung eines
digitalen Euros sind, und was Europa aus Erfahrungen lernen kann,
die andere Weltregionen mit digitalem Bezahlen bereits gemacht
haben. Mit den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring
diskutiert Brandl, an welche Grenzen der Verweis auf individuelle
Verantwortung stößt, wenn es darum geht, sich unfairen
Geschäftsmodellen zu entziehen, wem es nutzt, dass das Bezahlen
zunehmend subtil mit der Aufnahme eines Konsumkredits verknüpft
wird, und warum oft ausgerechnet die Personengruppen, die besonders
von einem digitalen Euro profitieren könnten, angesichts seiner
Ankündigung besonders skeptisch sind. Link zum Originalbeitrag:
https://zevedi.de/digitalgespraech-082-barbara-brandl Link zur
ZEVEDI-Projektgruppe "Die normativen Dimensionen des digitalen
Euro" (DINO): https://zevedi.de/themen/dino/ Link zum Podcast
"Digitalgelddickicht", der sich detailliert dem Thema des digitalen
Bezahlens widmet: https://zevedi.de/podcast-digitalgelddickicht/
Link zum ZEVEDI-Diskurs-Projekt "Demokratiefragen des
digitalisierten Finanzsektors – eFin & Demokratie":
https://zevedi.de/themen/efin-und-demokratie/ Link zum Weizenbaum
Discussion Paper „Von der Kreditkarte zu Buy-Now-Pay-Later. Soziale
Ungleichheiten in der Nutzung von digitalen Bezahldiensten und
Konsumkrediten“:
https://www.weizenbaum-library.de/server/api/core/bitstreams/dd2a68d8-d12e-4a48-ae49-f5bfc92c5272/content
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