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  4. Der „Blaue Engel“ für Software
Der Blaue Engel, das Umweltzeichen der Bundesregierung,
kennzeichnet Produkte, deren Herstellung und Anwendung
vergleichsweise wenig schädliche Folgen für Ökosysteme und
Ressourcen haben. Und im Bereich IT macht der Blaue Engel seit
kurzem sichtbar: nicht nur Hardware, sondern auch die darauf
laufende Software kann für sich allein betrachtet mehr oder weniger
umweltfreundlich sein. Tatsächlich kann man sich leicht klar
machen, dass Energieverbrauch bei Rechenoperationen und
Datentransport von der konkreten Softwaregestaltung abhängen. Und
die Nutzbarkeit und Langlebigkeit von Hardware hängen massiv davon
ab, dass gute Software zur Verfügung steht, mit der Geräte
dauerhaft und nutzerfreundlich funktionieren. Das Umweltbundesamt
hat dieses Problem im Blick und zeichnet mit dem Blauen Engel nicht
nur erste umweltfreundliche Vorbilder aus, sondern setzt auch
Standards und entwickelt Kriterien für umweltfreundliche
Softwareprodukte. Was genau steckt hinter diesem Gedanken, und wie
präsent ist er in Diskussionen um den Ausbau von Digitalität und
der Entwicklung neuer Technologien – Stichwort KI-Boom? Anna
Zagorski ist Umweltinformatikerin und arbeitet am Umweltbundesamt
zu den Themen Green IT, Green Coding und softwarebedingte
Obsoleszenz. Im Digitalgespräch erklärt die Expertin, welche Idee
hinter dem Blauen Engel für Software steht, nach welchen Kriterien
er vergeben wird, und wie Verbraucher:innen ein Gefühl für die
Energie- und Ressourceneffizienz von Software entwickeln können.
Sie erklärt, wie sich die Fachkultur in der Informatik angesichts
energiehungriger Technologien und spürbarer Ressourcengrenzen
ändern muss, und wo neue Ausbildungsinhalte ansetzen könnten. Mit
den Gastgeberinnen Marlene Görger und Petra Gehring diskutiert
Zagorski, welche Rolle Open Source-Produkte für die
Umweltverträglichkeit von Software spielen, welche Spielräume für
die ressourcenbewusste Gestaltung von Software vorhanden sind, und
wie gut sich Zielsetzungen für digitale Souveränität und
umweltfreundliche Softwareentscheidungen kombinieren lassen. Link
zum Originalbeitrag:
https://zevedi.de/digitalgespraech-079-anna-zagorski Link zur
Produktseite „Blauer Engel für ressourcen- und energieeffiziente
Softwareprodukte“:
https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/software Link zum
Forschungsbericht "Analyse der softwarebasierten Einflussnahme auf
eine verkürzte Nutzungsdauer von Produkten":
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/analyse-der-softwarebasierten-einflussnahme-auf
Link zur Übersicht „Vernetzung mit Folgen: 13 Schritte gegen
Software-Obsoleszenz“:
https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/vernetzung-folgen-13-schritte-gegen-software
Link zum Vortrag von Gabriel Yoran auf der Digitalmesse
re:publica26: "Die Entkrempelung der Welt: Warum die Dinge des
Alltags schlechter werden":
https://www.youtube.com/watch?v=poaUjtVM3pQ
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„Der „Blaue Engel“ für Software“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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