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Beschreibung
vor 5 Tagen
Präsentationen über Human-Machine-Interfaces ausarbeiten, sein
Team koordinieren und dazwischen Anrufe von Kunden, die dringend
Unterstützung dabei benötigen, wie man die Probleme in ihrer
elektronischen Fertigung beheben kann: Das ist der Alltag
von Daniel Tamanini. Er arbeitet als technischer Direktor bei
Chip 1 Exchange, einem Hersteller und Vertreiber elektronischer
Bauelemente. Hier leitet er Teams in den Bereichen Analytik,
elektrischen Tests und Materialanalysen von Bauteilen. Seine
Abteilung arbeitet buchstäblich an allem, was Strom braucht: vom
Haushaltstoaster über Displays in Luxusfahrzeugen bis hin zu
Bauteilen für die Luftfahrt.
Nebenbei steht Daniel regelmäßig im Hörsaal. An der Hochschule
Darmstadt, wo er auch selbst studiert hat, ist er heute in den
Bereichen Ausfall- und Fehleranalyse sowie Elektrotechnik und
Signalverarbeitung als Dozent tätig. Die Lösungen, die er dort
mit Studierenden entwickelt, finden manchmal kurz darauf in
seinem Unternehmen Verwendung. Das ist einer der vielen
Verbindungspunkte zwischen seinen beiden Tätigkeiten, von denen
Daniel im Podcast berichtet.
An der Hochschule Darmstadt schloss er zunächst sein Diplom in
Automatisierungs- und Informationstechnik ab und schrieb seine
Abschlussarbeit über einen Datenlogger für die
Langzeitkonservierung elektronischer Bauteile. Dieses Projekt
entwickelte er von Grund auf selbst, programmierte es und nahm es
schließlich in Betrieb. Das Ergebnis war so überzeugend, dass er
kurz über eine Patentanmeldung nachdachte, wie er mit einem
Augenzwinkern erklärt. Anschließend begann er den Master in
Elektrotechnik, ebenfalls an der Hochschule Darmstadt, dieses Mal
berufsbegleitend.
Die Möglichkeit zum berufsbegleitenden Masterstudium ergab sich
für Daniel durch die Wirtschaftskrise von 2008, durch die er bei
seinem damaligen Arbeitgeber eine Zeit lang weniger zu tun hatte
und die ihm so neben dem Job Kapazitäten ließ. Kurz darauf
übernahm er parallel zum Studium allerdings Personalverantwortung
und verbrachte weit mehr als 40 Stunden pro Woche im Büro. Im
Interview erzählt er, wie er die intensive Zeit seines
berufsbegleitenden Studiums erlebt und was er damals neben allen
fachlichen Inhalten auch für sein Leben im Allgemeinen gelernt
hat.
Den jungen Menschen, die diesem Podcast zuhören, gibt Daniel mit
auf den Weg: Sucht euch ein Studium und einen Job, die euch Spaß
machen, und zwar so sehr, dass ihr auch noch in vielen Jahren
gerne zur Arbeit geht. In diesem Kontext erklärt er, warum
Karriereknicks nichts sind, wovor man sich fürchten muss und
warum es so wichtig ist, trotz Unsicherheit neue berufliche
Chancen zu ergreifen und einfach erst einmal „Ja“ zu sagen.
Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie sieht
ein berufsbegleitendes Masterstudium neben einem Vollzeitjob
konkret aus? Wie findet man einen Mentor und was macht eine gute
Mentor-Mentee-Beziehung aus? Und warum würde Daniels beruflicher
Werdegang vielleicht ganz anders aussehen, wenn er und seine
Großmutter in seiner Kindheit nicht mit Flachbatterien gebastelt
hätten?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im März 2026.
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen:
https://studium-und-dann.com/?p=26793
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