Wer in einer größeren WG lebt, kennt das Phänomen: Ständig zieht
jemand aus, neue Mitbewohner:innen müssen gesucht werden, und die
Portale sind voll von immer gleichen Anzeigen. Genau diese
Erfahrung hat unseren heutigen Gast Sebastian Baumann zur
Gründung seines Start-ups WG-Match motiviert. Gemeinsam mit
seinem besten Freund Jason entwickelte er die Idee zu einer App,
die die WG-Suche nach dem Swipe-Prinzip bekannter Dating-Apps neu
denkt: Vorbei sind die Zeiten langer, mühsam formulierter
Bewerbungstexte, auf die oftmals keine Rückmeldung folgt.
Stattdessen legen Suchende ein persönliches Profil an, WGs
stellen ihre Zimmer vor, und bei gegenseitigem Interesse entsteht
ein Match. Dass aus dieser Idee eine funktionierende App wurde,
verdankt Sebastian auch zwei befreundeten Programmierern, die ihn
und Jason bei der technischen Umsetzung tatkräftig unterstützten.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme hatte die App bereits über 10.000
Downloads erreicht, aktuell wird sie vor allem von Studierenden
in Lüneburg und Hannover intensiv genutzt.
Parallel zur Gründung von WG-Match studiert Sebastian
International Business Administration and Entrepreneurship im
Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg. Den Anstoß,
überhaupt über die Gründung eines eigenen Unternehmens
nachzudenken, gab ihm ein Seminar im zweiten Semester: Im Kurs
„Holy Shit" entwickelten Studierende nachhaltige Geschäftsideen
nach den Prinzipien von Cradle to Cradle. Dort kam Sebastian auch
in Kontakt mit den Gründerinnen eines anderen studentischen
Start-ups, bei dem er zunächst selbst einstieg. Über das
STEP-Programm des Start-up Ports sammelte er weitere Erfahrungen
mit der Entwicklung von Geschäftsideen.
Als er mit der chaotischen WG-Suche auf ein Problem stieß, das
ihn im Alltag störte, wurde für Sebastian aus dem generellen
Interesse am Thema Start-ups der konkrete Wunsch, selbst zu
gründen. Mit dem Gründerstipendium der Leuphana Universität
konnte er die ersten Monate finanzieren, bevor die WG-Match-App
offiziell gelauncht wurde. Heute kümmert er sich im Team vor
allem um Marketing und Social Media, wirkt aber überall mit, von
der Website bis hin zum App-Design. Im Gespräch mit Podcast-Host
Sophia erklärt er, warum der sogenannte Netzwerkeffekt eine der
größten Herausforderungen des jungen Start-ups ist, verrät aber
auch, was ihm an der Arbeit als Gründer besonders viel Freude
bereitet.
Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie kam
Sebastian auf die Idee, das Swipe-Prinzip von Dating-Apps auf die
WG-Suche zu übertragen? Welche Rolle spielte der Leuphana
Gründungsideenwettbewerb für die Weiterentwicklung von WG-Match?
Und warum hat Sebastian 4000 Bierpong-Bälle mit Werbung für seine
App bedrucken lassen?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im Januar 2024
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen:
https://studium-und-dann.com/?p=16805
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