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vor 1 Tag
Perimenopause verdrängen — Shownotes Episode 001
Es gibt diesen einen Moment, den fast jede Frau kennt und über
den fast keine spricht: Du googelst ein Wort, das gerade zu
deinem Leben passt. Du liest zwei Absätze. Und dann machst du den
Tab wieder zu. In dieser Folge erzählt Susanne, warum sie die
Perimenopause jahrelang verdrängen konnte, obwohl ihr Körper
längst etwas anderes gesagt hat.
Es geht um Hitze, die sich nicht als Hitze angefühlt hat. Um
eiskalte Füße im Hochsommer. Um einen Abend, an dem Susanne die
Tür aufreißt und alle anderen frieren. Und um die Frage, die
irgendwann nachts im Dunkeln auftaucht und nicht mehr weggeht:
Was passiert mit mir? Keine medizinische Frage. Eine Frage nach
der Frau, die man zu kennen glaubte.
Diese Episode gehört zu den Folgen, in denen es nicht um
Hormonwerte geht, sondern um Selbstbild. Denn die Perimenopause
verändert nicht nur den Körper. Sie verändert das Bild, das eine
Frau von sich selbst hat — und darüber spricht kaum jemand.
Zusammenfassung und das Wichtigste auf einen Blick
Susanne hat das Wort einmal nachgeschlagen und dann acht Jahre
lang weggeklickt. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil sie
nicht bereit war. In dieser Episode erzählt sie, wie sich die
ersten Veränderungen angefühlt haben, bevor sie einen Namen dafür
hatte. Die Wärmflasche bei dreißig Grad. Der Satz, den sie an dem
Abend nicht gesagt hat, weil sie ihn selbst nicht hätte erklären
können. Und der Moment, in dem ihr klar wurde, dass sie denselben
Reflex nicht nur beim Körper hatte, sondern auch bei ihrer Lust.
Kurz merken, dass etwas anders ist. Und dann nicht hinschauen.
Diese Folge löst nichts auf. Sie beschreibt, wie es sich anfühlt,
wenn der eigene Körper anfängt, Dinge zu tun, die keinen Sinn
ergeben — und man selbst die Einzige ist, die dabei zuschauen
kann.
Verdrängen ist nicht Gleichgültigkeit — wer
die Perimenopause verdrängen will, ist meistens nicht
desinteressiert, sondern schlicht noch nicht bereit. Das sind
zwei völlig verschiedene Dinge.
Der geschlossene Tab hat eine Funktion — er
hält die Frau von früher noch einen Tag länger am Leben. Die,
die ihren Körper kannte. Die, bei der alles nach Plan lief.
Symptome werden oft gar nicht als Symptome
erkannt — Susanne hat die Hitze zuerst für
Empfindlichkeit der anderen gehalten. Erst viel später kam der
Gedanke, dass sie selbst gemeint sein könnte.
Kompetenz kann im Weg stehen — Frauen, die
sonst alles im Griff haben, räumen weg, was sie nicht
reparieren können. Genau die Stärke, die sonst trägt, wird hier
zum Problem.
Kaputt und verändert sind nicht dasselbe —
kaputt heißt, da war mal etwas heil. Verändert heißt, da wird
gerade etwas Neues draus. Nur weiß man noch nicht, was.
Wer nach Informationen über die Perimenopause sucht, landet fast
immer bei zwei Sorten von Texten: medizinischen Erklärungen oder
Produktempfehlungen. Was fehlt, ist eine Frau, die einfach
erzählt, wie sich das anfühlt. Ohne Diagnose, ohne
Lösungsversprechen, ohne den Zeigefinger. Genau das passiert
hier.
Kein Ratgeber, keine Checkliste, keine Expertin, die dir deinen
Körper erklärt. Susanne hat auf die Frage, was da gerade mit ihr
passiert, bis heute keine Antwort. Sie erzählt nur, wie es ist,
mittendrin zu stehen — und dass niemand von außen draufschauen
und sagen kann: so wirst du.
Shownotes und Episodendetails
Du sitzt vor dem Laptop. Ganz allein in der Wohnung. Und trotzdem
fühlt es sich an, als würde gleich jemand über deine Schulter
schauen. Genau da fängt diese Folge an.
Das Wort, das man nicht sein will
Susanne hat die Perimenopause einmal gegoogelt. Zwei Minuten,
vielleicht drei. Dann Tab zu. Und dieses Wegklicken ist danach
zur Gewohnheit geworden — immer wenn ihr etwas an sich auffiel,
das neu war oder komisch.
Sie hat sich eingeredet, das sei praktisch. Sie ist schließlich
eine, die Dinge erledigt. Nächster Punkt auf der Liste, dann der
danach. Erst viel später hat sie gemerkt: Wegschauen sieht von
außen aus wie Effizienz. Von innen ist es etwas ganz anderes.
Denn hinter dem Wort stand ja nicht nur eine Information. Hinter
dem Wort stand eine Frau, die sie noch nicht kannte. Und die
wollte sie an dem Tag einfach noch nicht kennenlernen.
Wenn der Körper Dinge tut, die keinen Sinn ergeben
Vorbereitet war sie auf schlechte Laune. Gekommen ist die Hitze.
Und die hat sie zuerst gar nicht als Hitze erkannt — sie hat
einfach überall Fenster aufgemacht und gedacht, alle anderen
seien empfindlich.
In der Folge erzählt Susanne einen Abend, an dem das gekippt ist.
Wein, Gespräch, gemütlich. Und mitten in einer Geschichte kommt
es hoch, vom Brustbein über den Hals ins Gesicht. Sie steht auf
und reißt die Tür auf. Und jemand sagt: Kannst du die bitte
wieder zumachen, uns ist kalt.
Sie hat die Tür zugemacht. Und den Satz, den sie hätte sagen
können, hat sie nicht gesagt. Weil sie dann hätte erklären
müssen, was das ist. Und das wusste sie ja selbst nicht.
Dazu kommen die Füße. Eiskalt am Abend, so kalt, dass sie sich
bei dreißig Grad draußen eine Wärmflasche macht. Oben warm, unten
gefroren. Gleichzeitig, am selben Körper.
Die Frage, die nachts kommt
Was Susanne dabei am meisten durcheinandergebracht hat, war nicht
der Körper. Es war, dass ausgerechnet ihr das passiert. Sie ist
die, die den Überblick hat. Die, bei der andere anrufen, wenn sie
nicht weiterwissen. Und dann steht sie ratlos in ihrer eigenen
Küche mit einer Wärmflasche in der Hand.
Und irgendwann liegt sie nachts wach und da ist dieser Satz. Ganz
leise, nicht dramatisch: Was passiert mit mir? Nicht, welches
Hormon gerade was macht. Sondern: was passiert mit mir. Mit der
Frau, die sie zu kennen glaubte.
Warum das auch mit Lust zu tun hat
Der eigentliche Punkt der Folge kommt zum Schluss. Denselben Tab
hat Susanne nämlich nicht nur beim Thema Körper geschlossen,
sondern genauso bei ihrer Lust. Da hat sich auch etwas verändert,
leise und schleichend. Und der Reflex war exakt derselbe: kurz
merken, dass etwas anders ist — und dann nicht hinschauen.
Kalte Füße lassen sich mit einer Wärmflasche überbrücken. Eine
Lust, bei der man jahrelang wegklickt, verschwindet nicht. Sie
wird nur immer fremder. Bis man irgendwann nicht mehr weiß, was
man überhaupt will, weil man so lange nicht gefragt hat.
Wenn dich in dieser Folge ein Satz erwischt hat und du
ihn noch nicht laut aussprechen möchtest: schick die Episode
einer Freundin. Ohne ein Wort dazu. Manchmal ist das die
ehrlichste Art, etwas zu sagen.
Es gibt diesen einen Moment, den fast jede Frau kennt und über
den fast keine spricht: Du googelst ein Wort, das gerade zu
deinem Leben passt. Du liest zwei Absätze. Und dann machst du den
Tab wieder zu. In dieser Folge erzählt Susanne, warum sie die
Perimenopause jahrelang verdrängen konnte, obwohl ihr Körper
längst etwas anderes gesagt hat.
Es geht um Hitze, die sich nicht als Hitze angefühlt hat. Um
eiskalte Füße im Hochsommer. Um einen Abend, an dem Susanne die
Tür aufreißt und alle anderen frieren. Und um die Frage, die
irgendwann nachts im Dunkeln auftaucht und nicht mehr weggeht:
Was passiert mit mir? Keine medizinische Frage. Eine Frage nach
der Frau, die man zu kennen glaubte.
Diese Episode gehört zu den Folgen, in denen es nicht um
Hormonwerte geht, sondern um Selbstbild. Denn die Perimenopause
verändert nicht nur den Körper. Sie verändert das Bild, das eine
Frau von sich selbst hat — und darüber spricht kaum jemand.
Zusammenfassung und das Wichtigste auf einen Blick
Susanne hat das Wort einmal nachgeschlagen und dann acht Jahre
lang weggeklickt. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil sie
nicht bereit war. In dieser Episode erzählt sie, wie sich die
ersten Veränderungen angefühlt haben, bevor sie einen Namen dafür
hatte. Die Wärmflasche bei dreißig Grad. Der Satz, den sie an dem
Abend nicht gesagt hat, weil sie ihn selbst nicht hätte erklären
können. Und der Moment, in dem ihr klar wurde, dass sie denselben
Reflex nicht nur beim Körper hatte, sondern auch bei ihrer Lust.
Kurz merken, dass etwas anders ist. Und dann nicht hinschauen.
Diese Folge löst nichts auf. Sie beschreibt, wie es sich anfühlt,
wenn der eigene Körper anfängt, Dinge zu tun, die keinen Sinn
ergeben — und man selbst die Einzige ist, die dabei zuschauen
kann.
Verdrängen ist nicht Gleichgültigkeit — wer
die Perimenopause verdrängen will, ist meistens nicht
desinteressiert, sondern schlicht noch nicht bereit. Das sind
zwei völlig verschiedene Dinge.
Der geschlossene Tab hat eine Funktion — er
hält die Frau von früher noch einen Tag länger am Leben. Die,
die ihren Körper kannte. Die, bei der alles nach Plan lief.
Symptome werden oft gar nicht als Symptome
erkannt — Susanne hat die Hitze zuerst für
Empfindlichkeit der anderen gehalten. Erst viel später kam der
Gedanke, dass sie selbst gemeint sein könnte.
Kompetenz kann im Weg stehen — Frauen, die
sonst alles im Griff haben, räumen weg, was sie nicht
reparieren können. Genau die Stärke, die sonst trägt, wird hier
zum Problem.
Kaputt und verändert sind nicht dasselbe —
kaputt heißt, da war mal etwas heil. Verändert heißt, da wird
gerade etwas Neues draus. Nur weiß man noch nicht, was.
Wer nach Informationen über die Perimenopause sucht, landet fast
immer bei zwei Sorten von Texten: medizinischen Erklärungen oder
Produktempfehlungen. Was fehlt, ist eine Frau, die einfach
erzählt, wie sich das anfühlt. Ohne Diagnose, ohne
Lösungsversprechen, ohne den Zeigefinger. Genau das passiert
hier.
Kein Ratgeber, keine Checkliste, keine Expertin, die dir deinen
Körper erklärt. Susanne hat auf die Frage, was da gerade mit ihr
passiert, bis heute keine Antwort. Sie erzählt nur, wie es ist,
mittendrin zu stehen — und dass niemand von außen draufschauen
und sagen kann: so wirst du.
Shownotes und Episodendetails
Du sitzt vor dem Laptop. Ganz allein in der Wohnung. Und trotzdem
fühlt es sich an, als würde gleich jemand über deine Schulter
schauen. Genau da fängt diese Folge an.
Das Wort, das man nicht sein will
Susanne hat die Perimenopause einmal gegoogelt. Zwei Minuten,
vielleicht drei. Dann Tab zu. Und dieses Wegklicken ist danach
zur Gewohnheit geworden — immer wenn ihr etwas an sich auffiel,
das neu war oder komisch.
Sie hat sich eingeredet, das sei praktisch. Sie ist schließlich
eine, die Dinge erledigt. Nächster Punkt auf der Liste, dann der
danach. Erst viel später hat sie gemerkt: Wegschauen sieht von
außen aus wie Effizienz. Von innen ist es etwas ganz anderes.
Denn hinter dem Wort stand ja nicht nur eine Information. Hinter
dem Wort stand eine Frau, die sie noch nicht kannte. Und die
wollte sie an dem Tag einfach noch nicht kennenlernen.
Wenn der Körper Dinge tut, die keinen Sinn ergeben
Vorbereitet war sie auf schlechte Laune. Gekommen ist die Hitze.
Und die hat sie zuerst gar nicht als Hitze erkannt — sie hat
einfach überall Fenster aufgemacht und gedacht, alle anderen
seien empfindlich.
In der Folge erzählt Susanne einen Abend, an dem das gekippt ist.
Wein, Gespräch, gemütlich. Und mitten in einer Geschichte kommt
es hoch, vom Brustbein über den Hals ins Gesicht. Sie steht auf
und reißt die Tür auf. Und jemand sagt: Kannst du die bitte
wieder zumachen, uns ist kalt.
Sie hat die Tür zugemacht. Und den Satz, den sie hätte sagen
können, hat sie nicht gesagt. Weil sie dann hätte erklären
müssen, was das ist. Und das wusste sie ja selbst nicht.
Dazu kommen die Füße. Eiskalt am Abend, so kalt, dass sie sich
bei dreißig Grad draußen eine Wärmflasche macht. Oben warm, unten
gefroren. Gleichzeitig, am selben Körper.
Die Frage, die nachts kommt
Was Susanne dabei am meisten durcheinandergebracht hat, war nicht
der Körper. Es war, dass ausgerechnet ihr das passiert. Sie ist
die, die den Überblick hat. Die, bei der andere anrufen, wenn sie
nicht weiterwissen. Und dann steht sie ratlos in ihrer eigenen
Küche mit einer Wärmflasche in der Hand.
Und irgendwann liegt sie nachts wach und da ist dieser Satz. Ganz
leise, nicht dramatisch: Was passiert mit mir? Nicht, welches
Hormon gerade was macht. Sondern: was passiert mit mir. Mit der
Frau, die sie zu kennen glaubte.
Warum das auch mit Lust zu tun hat
Der eigentliche Punkt der Folge kommt zum Schluss. Denselben Tab
hat Susanne nämlich nicht nur beim Thema Körper geschlossen,
sondern genauso bei ihrer Lust. Da hat sich auch etwas verändert,
leise und schleichend. Und der Reflex war exakt derselbe: kurz
merken, dass etwas anders ist — und dann nicht hinschauen.
Kalte Füße lassen sich mit einer Wärmflasche überbrücken. Eine
Lust, bei der man jahrelang wegklickt, verschwindet nicht. Sie
wird nur immer fremder. Bis man irgendwann nicht mehr weiß, was
man überhaupt will, weil man so lange nicht gefragt hat.
Wenn dich in dieser Folge ein Satz erwischt hat und du
ihn noch nicht laut aussprechen möchtest: schick die Episode
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ehrlichste Art, etwas zu sagen.
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