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Beschreibung
vor 4 Tagen
Was passiert, wenn von einer Sekunde auf die andere die gewohnte
Welt in Trümmern liegt? Wenn die Zerstörung so gewaltig ist, dass
jegliche Infrastruktur kollabiert? Dr. Peter Kaup kennt diese
Momente ganz genau. Als Gründungsmitglied und ärztlicher Direktor
des internationalen Such- und Rettungsteams ISAR Germany fliegt er
dorthin, wo Naturkatastrophen und Krisen das Leben diktieren. Ob
nach dem schweren Erdbeben in der Türkei, Hungersnöten in Ostafrika
oder Einsätzen in Haiti und auf den Philippinen – Peter ist dort
vor Ort, wo schnelle medizinische Erstversorgung und die Suche nach
Verschütteten über Leben und Tod entscheiden. In dieser Folge
sprechen wir mit einem Mann, der im Angesicht extremer Krisen eine
ganz besondere Fähigkeit verfeinert hat: die absolute Ruhe im
Chaos. Peter erzählt eindringlich, wie es sich anfühlt, wenn auf
einer zerstörten Straße plötzlich Grabesstille herrscht, weil alle
Teams darauf horchen, ob ein Verschütteter mit dem Finger am Beton
kratzt. Er berichtet von der emotionalen Last des Risikos eines
„Bergungstodes“, aber auch von zutiefst menschlichen Begegnungen
inmitten des Elends. Dabei wird schnell klar, dass solche
Grenzerfahrungen den Blick auf das eigene Leben radikal verändern.
Wer einmal erlebt hat, was existenzielle Not bedeutet, steht danach
mit einer ganz anderen Demut vor der Marmeladenauswahl im
heimischen Supermarkt. Doch Peters Wirkungskreis endet nicht an den
Grenzen von Katastrophengebieten. Als leidenschaftlicher
Palliativmediziner begleitet er Menschen in ihrer letzten
Lebensphase und plädiert dafür, dem Sterben genau dieselbe
Aufmerksamkeit, Liebe und Vorbereitung zu schenken wie einer
Geburt. Zudem beleuchten wir ein oft verschwiegenes Thema der
modernen Medizin: das „Second Victim“-Phänomen. Peter engagiert
sich in der Ärztekammer Nordrhein für den Ausschuss Ärztegesundheit
und spricht offen über die psychische Belastung von medizinischem
Personal nach Behandlungsfehlern oder Beinahe-Fehlern – ein
wichtiger Blick auf die Fehlbarkeit in einem System, das eigentlich
keine Fehler verzeihen will. Wie balanciert man so viel
existenzielle Schwere? Mit einer gesunden Portion Lebensfreude und
echten, bodenständigen Leidenschaften. Peter ist „Zebra“ aus
tiefster Überzeugung und betreut ehrenamtlich als einer von vier
Mannschaftsärzten den MSV Duisburg. Er schraubt in seiner Freizeit
leidenschaftlich gern an alten Autos und hilft montagmorgens im
eigenen Schafstall bei der Geburt seltener „Baby Doll“-Schafe aus,
weil seine Frau als Gynäkologin in der Praxis gebraucht wird. Und
dann ist da noch sein eigener Ausflug auf die Stand-up-Comedy-Bühne
– denn für Peter ist respektvoller Humor kein Widerspruch zum Ernst
des Lebens, sondern das gesündeste Ventil überhaupt.
Welt in Trümmern liegt? Wenn die Zerstörung so gewaltig ist, dass
jegliche Infrastruktur kollabiert? Dr. Peter Kaup kennt diese
Momente ganz genau. Als Gründungsmitglied und ärztlicher Direktor
des internationalen Such- und Rettungsteams ISAR Germany fliegt er
dorthin, wo Naturkatastrophen und Krisen das Leben diktieren. Ob
nach dem schweren Erdbeben in der Türkei, Hungersnöten in Ostafrika
oder Einsätzen in Haiti und auf den Philippinen – Peter ist dort
vor Ort, wo schnelle medizinische Erstversorgung und die Suche nach
Verschütteten über Leben und Tod entscheiden. In dieser Folge
sprechen wir mit einem Mann, der im Angesicht extremer Krisen eine
ganz besondere Fähigkeit verfeinert hat: die absolute Ruhe im
Chaos. Peter erzählt eindringlich, wie es sich anfühlt, wenn auf
einer zerstörten Straße plötzlich Grabesstille herrscht, weil alle
Teams darauf horchen, ob ein Verschütteter mit dem Finger am Beton
kratzt. Er berichtet von der emotionalen Last des Risikos eines
„Bergungstodes“, aber auch von zutiefst menschlichen Begegnungen
inmitten des Elends. Dabei wird schnell klar, dass solche
Grenzerfahrungen den Blick auf das eigene Leben radikal verändern.
Wer einmal erlebt hat, was existenzielle Not bedeutet, steht danach
mit einer ganz anderen Demut vor der Marmeladenauswahl im
heimischen Supermarkt. Doch Peters Wirkungskreis endet nicht an den
Grenzen von Katastrophengebieten. Als leidenschaftlicher
Palliativmediziner begleitet er Menschen in ihrer letzten
Lebensphase und plädiert dafür, dem Sterben genau dieselbe
Aufmerksamkeit, Liebe und Vorbereitung zu schenken wie einer
Geburt. Zudem beleuchten wir ein oft verschwiegenes Thema der
modernen Medizin: das „Second Victim“-Phänomen. Peter engagiert
sich in der Ärztekammer Nordrhein für den Ausschuss Ärztegesundheit
und spricht offen über die psychische Belastung von medizinischem
Personal nach Behandlungsfehlern oder Beinahe-Fehlern – ein
wichtiger Blick auf die Fehlbarkeit in einem System, das eigentlich
keine Fehler verzeihen will. Wie balanciert man so viel
existenzielle Schwere? Mit einer gesunden Portion Lebensfreude und
echten, bodenständigen Leidenschaften. Peter ist „Zebra“ aus
tiefster Überzeugung und betreut ehrenamtlich als einer von vier
Mannschaftsärzten den MSV Duisburg. Er schraubt in seiner Freizeit
leidenschaftlich gern an alten Autos und hilft montagmorgens im
eigenen Schafstall bei der Geburt seltener „Baby Doll“-Schafe aus,
weil seine Frau als Gynäkologin in der Praxis gebraucht wird. Und
dann ist da noch sein eigener Ausflug auf die Stand-up-Comedy-Bühne
– denn für Peter ist respektvoller Humor kein Widerspruch zum Ernst
des Lebens, sondern das gesündeste Ventil überhaupt.
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