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Beschreibung
vor 3 Tagen
Show Notes: Warum KI-Projekte an Organisationen scheitern
Gast: Prof. Dr. Marco
Huber
Professor für Kognitive Produktionssysteme (Universität
Stuttgart) & wissenschaftlicher Direktor für
Digitalisierungund KI
In dieser Episode spricht Dr. Jan-Arne Gewert mit Prof. Dr. Marco
Huber über ein zentrales Thema der KI-Transformation: Warum
scheitern so viele KI-Projekte, und wie gelingt die erfolgreiche
Umsetzung?
Kerninhalte der Folge:
Hohe Scheiterquote : 60–80 % der
KI-Projekteschaffen es laut Studien nicht über den
Proof-of-Concept hinaus. Huber berichtet jedoch von deutlich
besseren Erfolgsquoten (>50 %) bei Fraunhofer-Projekten, die
auf Produktivbetrieb ausgelegt sind.
-KI als Führungs- statt reines IT-Projekt :Erfolgreiche
Projekte starten mit echten Business-Problemen aus den
Fachabteilungen, nicht aus der IT. Die IT ist später essenziell
für Deployment, Datenintegration und Betrieb.
- Praktische Einstiege :
- KI für Entscheider-Workshops
- AI Explorer / Ideation-Formate
- Quickchecks und kleine Piloten
- Fokus auf betriebswirtschaftlichen Nutzen (ROI)
- Datenals zentraler Erfolgsfaktor – und größter
Stolperstein: Silos, fehlende Daten, schlechte Datenqualität und
unausgewogene Datensätze (z. B. wenigeFehlerdaten in der
Qualitätsprüfung).
- AktuelleEntwicklungen : Bewertung von LargeLanguage
Models, europäische Alternativen (Mistral, Apertus),
Open-Source-Modelle und spannende neue Architekturen wie xLSTM
von SeppHochreiter.
- Zukunftsthemen : Humane Roboter,
Quantencomputing unddie „Geisterfabrik“ (Lights-Out
Manufacturing) im Kontext des demografischenWandels.
- Erfolgsbeispiele : Was Unternehmen wie Trumpf
andersmachen, frühzeitige strategische Ausrichtung, starke
Führungsunterstützung und kluge Partnernetzwerke.
Wichtige Takeaways:
- Starte klein, denke groß – mit schnellen Erfolgserlebnissen und
agiler Vorgehensweise.
- KI ist viel mehr als ChatGPT: Spezialisierte
Machine-Learning-Modelle bleiben für viele Shopfloor-Anwendungen
entscheidend.
- Führungskräfte müssen KI als strategisches Thema begreifen und
Ängste der Belegschaft ernst nehmen (Jobveränderung statt
Jobverlust).
- Just do it: Die größte Gefahr ist, sich gar nicht mit dem Thema
zu beschäftigen.
Über den Gast:
Prof. Dr. Marco Huber verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit
starker Industriepraxis. Er begleitet zahlreiche Mittelstands-
und Großunternehmen beider Operationalisierung von KI in der
Produktion.
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