KI sollte uns Arbeit abnehmen. Warum fühlt sich unser Kopf dann manchmal voller an als vorher?
In dieser Folge von „Mensch & KI – next level leadership“ sprechen Jan-Arne und Kira über ein Phänomen, das immer mehr Wissensarbeiter kennen dürften: Brainfry. Zu viele Informationen, zu viele Optionen, zu viele Systeme – und ständig etwas prüfen, vergleichen, bewerten und entscheiden.
Denn KI erzeugt ein Paradoxon: Einzelne Aufgaben werden schneller und leichter. Gleichzeitig kann die kognitive Belastung steigen.
Aus einer Aufgabe werden fünf Varianten. Aus einer Recherche werden drei weitere Studien. ChatGPT sagt A, Claude sagt B – und plötzlich besteht die Arbeit nicht mehr darin, eine Lösung zu entwickeln, sondern zwischen zwölf guten Lösungen auszuwählen.
Jan-Arne nimmt dafür seinen eigenen Arbeitsalltag auseinander: ChatGPT, Claude, Perplexity, NotebookLM und lokale Modelle. Ein digitaler Maschinenraum, der enorme Möglichkeiten eröffnet – aber eben auch die Versuchung, eine längst gute Lösung noch ein fünftes Mal zu optimieren.
Dabei gehen Jan-Arne und Kira auch einer unbequemen Frage nach: Macht KI uns möglicherweise dümmer?
Die wissenschaftliche Antwort ist differenzierter. KI muss kritisches Denken nicht abschaffen – aber sie verändert es. Wir erstellen weniger selbst und müssen dafür stärker prüfen, einordnen und entscheiden. Fachwissen, Urteilskraft und die Fähigkeit, plausible von unplausiblen Ergebnissen zu unterscheiden, werden damit nicht unwichtiger, sondern möglicherweise sogar wichtiger.
Und dann dreht sich die Perspektive.
Vielleicht ist die KI gar nicht das eigentliche Problem.
Viele Unternehmen setzen KI einfach auf bestehende Prozesse obendrauf: Meetings bleiben, Reports bleiben, Freigabeschleifen bleiben, Excel bleibt, Teams bleibt – und zusätzlich kommen Copilot, ChatGPT, Promptregeln, Governance und Schulungen hinzu.
Nicht KI erzeugt automatisch Brainfry. Addition von Entscheidungen erzeugt Brainfry.
Damit endet Teil 1 an einer entscheidenden Stelle:
Wenn KI tatsächlich Arbeit abnimmt – warum schaffen wir dann nicht auch Arbeit ab?
Und wenn nicht die KI das Problem ist: Was dann?
Darüber sprechen wir in Teil 2.
Mit Dr. Jan-Arne Gewert und KI-Co-Moderatorin Kira
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Ich kenne Jan-Arne Gewert seit einiger Zeit und profitiere regelmäßig von seinem fachlichen Input. Besonders beeindruckt mich seine Fähigkeit, komplexe Themen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Strategie und Unternehmensentwicklung verständlich, praxisnah und mit einer angenehmen Portion Humor zu vermitteln. Sein Podcast „Mensch und KI“ liefert wertvolle Impulse und zeigt auf, wie moderne Technologien sinnvoll in den beruflichen Alltag integriert werden können. Viele seiner Anregungen konnte ich direkt in meiner eigenen Praxis umsetzen – mit spürbarem Nutzen für meine tägliche Arbeit. Wer einen kompetenten, erfahrenen und zugleich authentischen Berater sucht, der wirtschaftliches Know-how mit Weitblick und Menschlichkeit verbindet, ist bei Jan-Arne Gewert in den besten Händen. Klare Empfehlung – 5 Sterne!