Episoden
14.05.2026
41 Minuten
In dieser Folge begrüßen wir Julian Knöbel, IT-Experte und Geschäftsführer der Layer 7, auf dem roten Sofa. Wir räumen mit dem Vorurteil auf, dass Künstliche Intelligenz (KI) lediglich ein „IT-Projekt“ ist. Julian erklärt eindrucksvoll,warum KI heute eine zentrale Führungsaufgabe darstellt und wie Unternehmen den Informationsvorsprung durch strukturiertes Datenmanagement sichern können.
Wir sprechen über die Bedeutung einer sauberen Datenbasis, die Gefahren von „Schatten-KI“ im Unternehmen und die strategische Entscheidung zwischen US-Frontier-Modellen und europäischen Alternativen.
Gast-Infos
Julian Knöbel ist Fachinformatiker und leidenschaftlicherUnternehmer. Als einer der Geschäftsführer der Layer 7 berät er Unternehmen im Bereich Managed Services und strategische IT-Infrastruktur.
Kontakt: Webseitevon Layer 7
Vielen Dank fürs Zuhören! Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, abonnieren Sie uns und lassen Sie eine Bewertung da.
Wir sprechen über die Bedeutung einer sauberen Datenbasis, die Gefahren von „Schatten-KI“ im Unternehmen und die strategische Entscheidung zwischen US-Frontier-Modellen und europäischen Alternativen.
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Julian Knöbel ist Fachinformatiker und leidenschaftlicherUnternehmer. Als einer der Geschäftsführer der Layer 7 berät er Unternehmen im Bereich Managed Services und strategische IT-Infrastruktur.
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30.04.2026
19 Minuten
Worum geht es?
Wenn über KI-Transformation gesprochen wird, blickt mannach oben auf die Strategie der Geschäftsführung oder nach unten auf die Sorgen der Mitarbeitenden. Die Führungskräfte in der Mitte – Abteilungsleiter, Teamleiter, Bereichsleiter – kommen kaum vor. Genau das ist das Problem.
Jan-Arne Gewert und KI Kira entfalten drei Druckverhältnisse: den Implementierungsauftrag von oben ohne wachsendenHandlungsspielraum, die Angst der Mitarbeitenden von unten, die ausgehalten und begleitet werden muss – und die tiefste Schicht: die Identitätsfrage. Was bleibt von der Führungsrolle, wenn KI Teile davon übernimmt?
Eine Folge für alle, die in der Mitte sind. Und für alle,die sie führen.
Kernthesen
»Konformität, die sich anfühlt wie Führung – aber keineist. Teams spüren den Unterschied.«
»KI deckt auf, was vorher unter der Oberfläche verstecktwar. Eine Führungskultur, die auf formaler Autorität basiert, wird durch KInicht bedroht – sie wird sichtbar gemacht.«
»Die Unsicherheit, die Führungskräfte in der Mittespüren, ist kein Zeichen von Schwäche. Die, die abends mit offenen Fragen nachHause gehen, sind oft die besseren Führungskräfte.«
»Nicht mehr KI lernen. Sondern mehr Mensch sein.«
»Führung ohne Selbsterkenntnis ist Verwaltung. Das giltheute mehr denn je.«
Was du mitnimmst
Unbehagen kommunizieren – nach oben, nicht als Klage, sondern als Information. Das istFührungsreife.
Raum zurückgewinnen – Präsenz, echte Gespräche, Entscheidungen mit Haltung schützen.
Identität reflektieren – Wer bin ich als Führungskraft? Diese Frage braucht bewussten Raum.
Abschlussfrage zum Mitnehmen: Wembist du zuletzt wirklich begegnet in deinem Team? Nicht im Meeting. Nicht imStatusgespräch. Sondern wirklich?
WeiterführendeQuellen
Gerpott & Jansen (2025): Die Arbeit – Wiewir sie mit KI neu erfinden | amazon.de/dp/3989280287
Gerpott (2025): Beyond the emptiness machine –Leadership-Forschung unter KI-Bedingungen | scholar.google.com
Lanz, Briker & Gerpott (2024): Employeesadhere more to unethical instructions from human than AI supervisors | Journalof Business Ethics
McKinsey State of AI 2025: 88 % KI-Nutzung, ~6% High Performer – „AI success is behavioural" | mckinsey.com/state-of-ai
Deloitte 2025: C-Suite (21 %) vs. Belegschaft(8 %) – Wahrnehmungsspalt zur KI-Transformation
KI-Index Mittelstand 2024/25: 43 % ohneKI-Strategie | maximal.digital
changement! Magazin: Mittleres Management unterTransformationsdruck | changement-magazin.de
Personalwirtschaft.de: Gerpott-Interview –„Eine KI führt uns teilweise bereits unterschwellig"
Wenn über KI-Transformation gesprochen wird, blickt mannach oben auf die Strategie der Geschäftsführung oder nach unten auf die Sorgen der Mitarbeitenden. Die Führungskräfte in der Mitte – Abteilungsleiter, Teamleiter, Bereichsleiter – kommen kaum vor. Genau das ist das Problem.
Jan-Arne Gewert und KI Kira entfalten drei Druckverhältnisse: den Implementierungsauftrag von oben ohne wachsendenHandlungsspielraum, die Angst der Mitarbeitenden von unten, die ausgehalten und begleitet werden muss – und die tiefste Schicht: die Identitätsfrage. Was bleibt von der Führungsrolle, wenn KI Teile davon übernimmt?
Eine Folge für alle, die in der Mitte sind. Und für alle,die sie führen.
Kernthesen
»Konformität, die sich anfühlt wie Führung – aber keineist. Teams spüren den Unterschied.«
»KI deckt auf, was vorher unter der Oberfläche verstecktwar. Eine Führungskultur, die auf formaler Autorität basiert, wird durch KInicht bedroht – sie wird sichtbar gemacht.«
»Die Unsicherheit, die Führungskräfte in der Mittespüren, ist kein Zeichen von Schwäche. Die, die abends mit offenen Fragen nachHause gehen, sind oft die besseren Führungskräfte.«
»Nicht mehr KI lernen. Sondern mehr Mensch sein.«
»Führung ohne Selbsterkenntnis ist Verwaltung. Das giltheute mehr denn je.«
Was du mitnimmst
Unbehagen kommunizieren – nach oben, nicht als Klage, sondern als Information. Das istFührungsreife.
Raum zurückgewinnen – Präsenz, echte Gespräche, Entscheidungen mit Haltung schützen.
Identität reflektieren – Wer bin ich als Führungskraft? Diese Frage braucht bewussten Raum.
Abschlussfrage zum Mitnehmen: Wembist du zuletzt wirklich begegnet in deinem Team? Nicht im Meeting. Nicht imStatusgespräch. Sondern wirklich?
WeiterführendeQuellen
Gerpott & Jansen (2025): Die Arbeit – Wiewir sie mit KI neu erfinden | amazon.de/dp/3989280287
Gerpott (2025): Beyond the emptiness machine –Leadership-Forschung unter KI-Bedingungen | scholar.google.com
Lanz, Briker & Gerpott (2024): Employeesadhere more to unethical instructions from human than AI supervisors | Journalof Business Ethics
McKinsey State of AI 2025: 88 % KI-Nutzung, ~6% High Performer – „AI success is behavioural" | mckinsey.com/state-of-ai
Deloitte 2025: C-Suite (21 %) vs. Belegschaft(8 %) – Wahrnehmungsspalt zur KI-Transformation
KI-Index Mittelstand 2024/25: 43 % ohneKI-Strategie | maximal.digital
changement! Magazin: Mittleres Management unterTransformationsdruck | changement-magazin.de
Personalwirtschaft.de: Gerpott-Interview –„Eine KI führt uns teilweise bereits unterschwellig"
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21.04.2026
49 Minuten
In dieser Folge spricht Dr. Jan-Arne Gewert mit Ika Amonath von den Karrierekomplizen darüber, welche Kompetenzen im KI-Zeitalter wirklich zählen, jenseits von reiner Wissensvermittlung.
Ika, erfolgreiche Personalberaterin ohne klassischen akademischen Werdegang, und Jan-Arne diskutieren praxisnah, wie hybrides Arbeiten mit KI funktioniert, warumkritisches Denken unverzichtbar bleibt und welche Fähigkeiten kein Algorithmus ersetzen kann.
Wichtige Themen & Highlights
- KI-Nutzung bei Studierenden: Viele nutzen KI nur oberflächlich. Nur wenige stellen wirklich gute Fragen. Die Gefahr: Wissen wird nur vorgelesen, nicht verstanden.
- Hybrides Arbeiten als Schlüsselkompetenz: Die beste Leistung entsteht nicht durch reines Prompten,sondern durch Iteration – Mensch gibt Impulse, KI verfeinert, Mensch challengtund verantwortet das Ergebnis.
- Was man trotz KI weiterhin selbst können sollte:
- Urteilsvermögen - Frustrationstoleranz & Durchhaltevermögen- Mut zu Entscheidungen und Fehlern- Grundlegende Lebenskompetenzen (analoges Denken, Kochen, Orientierung)
- Zukunft der Hochschulbildung: Weg von reiner Reproduktion hin zu Projekten, Diskussionen, eigenen Fragenstellen und Präsentationen. Prüfungen müssen hybrides Arbeiten sinnvoll einbeziehen, statt es zu verbieten.
- Was Arbeitgeber wirklichsuchen:
- Bei Juniors: Positive Energie, Warmherzigkeit und People Skills
- Bei Seniors: Erfahrung, Tool-Kompetenz und Verlässlichkeit
- Generell: Mut, Entscheidungsfreude und die Fähigkeit, hinter seinenAussagen zu stehen
- Studium ja oder nein?Ika plädiert für eine ehrliche Abwägung: Für manche Berufe essenziell (Medizin, Ingenieurwesen), für viele andere nicht zwingend. Praktische Erfahrung, Entscheidungsmuskel und echtes Scheitern können mehr formen als mancher Studiengang. Wichtig bleibt: Lernen zu lernen und ein stabilesNetzwerk.
-Empfehlung: Das Buch „SchnellesDenken, langsames Denken“ von Daniel Kahneman.
Kernbotschaft KI übernimmt Wissen und Routine,der Mensch bleibt für Tiefe, Mut und Haltung zuständig. Werlernt, intelligent mit KI zu kooperieren und gleichzeitig sein eigenes Denken schärft, wird in Zukunft unschlagbar sein.
Gast:
Ika Amonath, Gründerin von Karrierekomplizen, Personalberaterin, Speakerin und leidenschaftlicheVerfechterin von authentischem, mutigem Unternehmertum.
Ika, erfolgreiche Personalberaterin ohne klassischen akademischen Werdegang, und Jan-Arne diskutieren praxisnah, wie hybrides Arbeiten mit KI funktioniert, warumkritisches Denken unverzichtbar bleibt und welche Fähigkeiten kein Algorithmus ersetzen kann.
Wichtige Themen & Highlights
- KI-Nutzung bei Studierenden: Viele nutzen KI nur oberflächlich. Nur wenige stellen wirklich gute Fragen. Die Gefahr: Wissen wird nur vorgelesen, nicht verstanden.
- Hybrides Arbeiten als Schlüsselkompetenz: Die beste Leistung entsteht nicht durch reines Prompten,sondern durch Iteration – Mensch gibt Impulse, KI verfeinert, Mensch challengtund verantwortet das Ergebnis.
- Was man trotz KI weiterhin selbst können sollte:
- Urteilsvermögen - Frustrationstoleranz & Durchhaltevermögen- Mut zu Entscheidungen und Fehlern- Grundlegende Lebenskompetenzen (analoges Denken, Kochen, Orientierung)
- Zukunft der Hochschulbildung: Weg von reiner Reproduktion hin zu Projekten, Diskussionen, eigenen Fragenstellen und Präsentationen. Prüfungen müssen hybrides Arbeiten sinnvoll einbeziehen, statt es zu verbieten.
- Was Arbeitgeber wirklichsuchen:
- Bei Juniors: Positive Energie, Warmherzigkeit und People Skills
- Bei Seniors: Erfahrung, Tool-Kompetenz und Verlässlichkeit
- Generell: Mut, Entscheidungsfreude und die Fähigkeit, hinter seinenAussagen zu stehen
- Studium ja oder nein?Ika plädiert für eine ehrliche Abwägung: Für manche Berufe essenziell (Medizin, Ingenieurwesen), für viele andere nicht zwingend. Praktische Erfahrung, Entscheidungsmuskel und echtes Scheitern können mehr formen als mancher Studiengang. Wichtig bleibt: Lernen zu lernen und ein stabilesNetzwerk.
-Empfehlung: Das Buch „SchnellesDenken, langsames Denken“ von Daniel Kahneman.
Kernbotschaft KI übernimmt Wissen und Routine,der Mensch bleibt für Tiefe, Mut und Haltung zuständig. Werlernt, intelligent mit KI zu kooperieren und gleichzeitig sein eigenes Denken schärft, wird in Zukunft unschlagbar sein.
Gast:
Ika Amonath, Gründerin von Karrierekomplizen, Personalberaterin, Speakerin und leidenschaftlicheVerfechterin von authentischem, mutigem Unternehmertum.
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02.04.2026
18 Minuten
Dialogepisode mit Jan-Arne Gewert und KI Kira ca. 25 Minuten
Viele Geschäftsführer kennen das: Man stellt der KI zweimal die gleiche Frage – und bekommt zwei verschiedene Antworten. Absicht oder Fehler? Jan und Kira erklären, warum das kein Bug ist, sondern Systemdesign. Und sie zeigen, was das konkret für Führungskräfte bedeutet, die KI verlässlich einsetzen wollen.
Im Mittelpunkt stehen zwei grundlegend unterschiedliche Fehlerquellen, zwei Praxisbeispiele aus dem Mittelstand – und ein klares Führungsprinzip: Orchestrierung statt Bedienung.
• Warum KI nicht deterministisch arbeitet – und was dasmit einem erfahrenen Mitarbeiter zu tun hat
• Varianz vs. Halluzination: zwei Fehlerquellen, dieFührungskräfte kennen müssen
• Praxisfall 1: Eine Anwältin nutzt KI für Präsentationen– und lernt, wo die Grenze liegt
• Praxisfall 2: Ein Zulieferer-GF willLieferantenbewertungen beschleunigen – was schiefgeht und was gut geht
• Die drei häufigsten Fehler von Führungskräften imKI-Einsatz
• Orchestrierung als Führungskompetenz: Welche KI fürwelche Aufgabe?
• Datensouveränität im Mittelstand: Was bedeutet dasRisikoprofil meines Unternehmens für die KI-Wahl?
• Drei konkrete Empfehlungen für den Arbeitsalltag
Varianz ist kein Versagen – sie ist eine Designentscheidung. Wer wirklich immer identische Ausgaben braucht,kann die Varianz technisch auf null stellen. Verliert dann aber auch Kreativität und Nuancen.
Halluzinationen klingen genauso überzeugend wie richtige Antworten. Die Antwort darauf ist nicht blindes Misstrauen, sondern Urteilsvermögen: Je spezifischer, aktueller undrechtlich relevanter eine Information, desto dringender die Prüfpflicht.
KI ersetzt nicht die Entscheidung. Sie verändert, wie man zu einer Entscheidung kommt.Einordnung und Verantwortung bleiben beim Menschen.
Die eigentliche Führungskompetenz liegt in der Orchestrierung: Welches Werkzeug passt fürwelche Aufgabe – und wie kombiniere ich sie sinnvoll?
KI-gestützte Prozesse brauchen Rückkopplung. Modelle werden aktualisiert, Verhalten verändertsich. Als Faustregel: alle sechs bis acht Wochen kurz prüfen, ob die Ausgabennoch dem entsprechen, was man erwartet.
1. Unterscheiden lernen. KIbewusst für das einsetzen, wofür sie stark ist – Struktur, Formulierung, erste Entwürfe. Fakten, Zahlen und rechtliche Inhalte gezielt prüfen.
2. Eine einfache Prüfroutine einführen. Wenn KI-generierte Inhalte nach außen gehen oder Entscheidungenbeeinflussen – dann braucht es eine kurze Prüfstufe. Nicht kompliziert, abervorhanden.
3. Dranbleiben. Nicht als Technologiefanatiker – sondern als Führungskraft, die weiß, was in ihrem Unternehmen läuft.
• ChatGPT, Claude, Microsoft Copilot – für Erstellung,Struktur, Formulierung
• Perplexity – für aktuelle Fakten und Recherche mitQuellenangaben
• Telekom KI-Umgebung, STACKIT (Schwarz-Konzern) –europäische Alternativen mit höherer Datensouveränität
"Mensch & KI" ist der Podcast für Geschäftsführer und Führungskräfte im deutschen Mittelstand.
Gastgeber Jan-Arne Gewert – KI- und Strategieberater, Dozent an DHBW Lörrach und FHNW (Schweiz) – spricht in Staffel 2 gemeinsam mit KI-GesprächspartnerinKira über die Fragen, die Unternehmer heute wirklich beschäftigen.
Nicht Technikfeuerwerk, sondern echte Orientierung: verständlich, kritisch, praxistauglich.
Kiras Stimme wurde mit ElevenLabs produziert, ihr Bild mit Nano Banana. Der Dialog ist echt — Kira denkt mit, widerspricht, erklärt.
Viele Geschäftsführer kennen das: Man stellt der KI zweimal die gleiche Frage – und bekommt zwei verschiedene Antworten. Absicht oder Fehler? Jan und Kira erklären, warum das kein Bug ist, sondern Systemdesign. Und sie zeigen, was das konkret für Führungskräfte bedeutet, die KI verlässlich einsetzen wollen.
Im Mittelpunkt stehen zwei grundlegend unterschiedliche Fehlerquellen, zwei Praxisbeispiele aus dem Mittelstand – und ein klares Führungsprinzip: Orchestrierung statt Bedienung.
• Warum KI nicht deterministisch arbeitet – und was dasmit einem erfahrenen Mitarbeiter zu tun hat
• Varianz vs. Halluzination: zwei Fehlerquellen, dieFührungskräfte kennen müssen
• Praxisfall 1: Eine Anwältin nutzt KI für Präsentationen– und lernt, wo die Grenze liegt
• Praxisfall 2: Ein Zulieferer-GF willLieferantenbewertungen beschleunigen – was schiefgeht und was gut geht
• Die drei häufigsten Fehler von Führungskräften imKI-Einsatz
• Orchestrierung als Führungskompetenz: Welche KI fürwelche Aufgabe?
• Datensouveränität im Mittelstand: Was bedeutet dasRisikoprofil meines Unternehmens für die KI-Wahl?
• Drei konkrete Empfehlungen für den Arbeitsalltag
Varianz ist kein Versagen – sie ist eine Designentscheidung. Wer wirklich immer identische Ausgaben braucht,kann die Varianz technisch auf null stellen. Verliert dann aber auch Kreativität und Nuancen.
Halluzinationen klingen genauso überzeugend wie richtige Antworten. Die Antwort darauf ist nicht blindes Misstrauen, sondern Urteilsvermögen: Je spezifischer, aktueller undrechtlich relevanter eine Information, desto dringender die Prüfpflicht.
KI ersetzt nicht die Entscheidung. Sie verändert, wie man zu einer Entscheidung kommt.Einordnung und Verantwortung bleiben beim Menschen.
Die eigentliche Führungskompetenz liegt in der Orchestrierung: Welches Werkzeug passt fürwelche Aufgabe – und wie kombiniere ich sie sinnvoll?
KI-gestützte Prozesse brauchen Rückkopplung. Modelle werden aktualisiert, Verhalten verändertsich. Als Faustregel: alle sechs bis acht Wochen kurz prüfen, ob die Ausgabennoch dem entsprechen, was man erwartet.
1. Unterscheiden lernen. KIbewusst für das einsetzen, wofür sie stark ist – Struktur, Formulierung, erste Entwürfe. Fakten, Zahlen und rechtliche Inhalte gezielt prüfen.
2. Eine einfache Prüfroutine einführen. Wenn KI-generierte Inhalte nach außen gehen oder Entscheidungenbeeinflussen – dann braucht es eine kurze Prüfstufe. Nicht kompliziert, abervorhanden.
3. Dranbleiben. Nicht als Technologiefanatiker – sondern als Führungskraft, die weiß, was in ihrem Unternehmen läuft.
• ChatGPT, Claude, Microsoft Copilot – für Erstellung,Struktur, Formulierung
• Perplexity – für aktuelle Fakten und Recherche mitQuellenangaben
• Telekom KI-Umgebung, STACKIT (Schwarz-Konzern) –europäische Alternativen mit höherer Datensouveränität
"Mensch & KI" ist der Podcast für Geschäftsführer und Führungskräfte im deutschen Mittelstand.
Gastgeber Jan-Arne Gewert – KI- und Strategieberater, Dozent an DHBW Lörrach und FHNW (Schweiz) – spricht in Staffel 2 gemeinsam mit KI-GesprächspartnerinKira über die Fragen, die Unternehmer heute wirklich beschäftigen.
Nicht Technikfeuerwerk, sondern echte Orientierung: verständlich, kritisch, praxistauglich.
Kiras Stimme wurde mit ElevenLabs produziert, ihr Bild mit Nano Banana. Der Dialog ist echt — Kira denkt mit, widerspricht, erklärt.
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19.03.2026
51 Minuten
Mensch & KI – Folge mit Julian Funke
KIim Mittelstand: Zwischen Hype, Menschenverstand und Human in the Loop
In dieser Folge spricht Jan-Arne Gewert mit Julian Funke –IT-Experte, KI-Berater, Buchautor und seit Kindheitstagen tief verwurzelt in der IT-Welt (die Familie ist seit Generationen in der Branche).
Julian berät Unternehmen und Startups bei der intelligenten Prozessgestaltung und hat zwei Bücher zum Thema KI im Mittelstand veröffentlicht. Nebenbei engagiert er sichbei der Freiwilligen Feuerwehr – direkter geht Ergebnisorientierung kaum.
• Julian Funke
• IT-Berater, KI-Experte und Unternehmer
• Erfahrung in Finanzdienstleistung, Startups sowie IT- und KI-Architektur
• Autor von "100 KI Use Cases für den Mittelstand" (2024) https://julian-funke.de/produkt/e-book-100-ki-use-cases-fuer-den-mittelstand/Die Revolution des Wissensmanagements https://shop.haufe.de/prod/die-revolution-des-wissensmangements?srsltid=AfmBOoqtHfMb_Mo3Appvjn7eC9nSN3bSodw16ZpMy3IF4uAoV2pmHoQj
und dem demnächst erscheinenden Buch
Julian bricht früh mit einem verbreiteten Missverständnis:KI ist kein Allheilmittel. Wer schlechte Prozesse automatisiert, bekommtautomatisiert schlechte Prozesse – "garbage in, garbage out". Der Einsatz von KI erfordert zunächst saubere Prozesse, klare Verantwortung und ein realistisches Erwartungsmanagement. Klassische if-then-else-Logik schlägt KI überall dort, wo Determinismus gefragt ist.
Viele mittelständische Unternehmen lehnen Cloud-KI-Systeme grundsätzlich ab und bestehen auf eigener Hardware ("on premises"). Julian versteht die Skepsis, plädiert aber dafür, KI zunächst im kleinen Rahmen, mit unkritischen Daten, überschaubaren Kosten und Cloud-Systemen in deutschenRechenzentren auszuprobieren. Eine verlängerte Probefahrt statt Direktkauf: So lässt sich prüfen, ob KI für den eigenen Prozess überhaupt Sinn ergibt.
Jan-Arne und Julian sind sich einig, dass Regulierung alleinkeine Lösung ist – die Wirklichkeit ändert sich schneller als Gesetze. Juliansieht den EU AI Act jedoch pragmatisch: Er schafft Rechtssicherheit und gibt Beratern eine klare Argumentationsbasis. Jan-Arne betont lieber wertebasiertesHandeln statt Regelflut, und verweist auf den bekannten Harvard-Juristen, der aus Frustration über das Ergebnis des Akts seinen Job aufgab.
Angst vor KI ist bei Führungskräften oft Angst vorBedeutungsverlust. Julian empfiehlt eine nüchterne Analyse: Was genau macht meinen Job aus? Wenn es hauptsächlich das Zusammenfassen von Texten ist – dann kann KI helfen, schneller zu werden. Wenn es Urteilsvermögen, Bauchgefühl und Verantwortung braucht, bleibt der Mensch unverzichtbar. KI als Copilot, nicht als Autopilot.
Ein KI-Modell sollte E-Mail-Bestellungen automatisch insERP-System übertragen. Im Test: 98% Genauigkeit. In der Praxis: 4%. Der Grund: Bestelldetails wurden zwischendurch telefonisch geändert, ohne dass dieser Schritt im dokumentierten Prozess auftauchte. Lehre: KI braucht vollständige Datenketten. Was sie nicht kennt, kann sie nicht lernen.
• Human in the Loop bleibt entscheidend – rechtlich, ethisch und praktisch.
• Medienkompetenz und Wissenskritik sind die wichtigsten Fähigkeiten im KI-Zeitalter.
• KI-gestützte Effizienz kann uns mehr Zeit für das geben, was Menschen gut können: echteZusammenarbeit und Entscheidung mit Verantwortung.
• Buch:"100 KI Use Cases für den Mittelstand" (2024)
• Demnächst:"KI-gestützte Prozessautomatisierung" (erscheint Mitte 2026)
• Studie zu KI im Telefonsupport MIT – Jan-Arneverlinkt nach Verifizierung
• Die Intelligenz in Industrienationen sinkt:
https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1718793115
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/703692/sinkende-intelligenz-die-folgen-koennten-dramatisch-sein"Gebt der KI an den sinnvollen Stellen eine Chance. KI ist nichtdie Lösung für alles. Aber an manchen Stellen wird es uns das Leben und dasArbeiten enorm erleichtern."
KIim Mittelstand: Zwischen Hype, Menschenverstand und Human in the Loop
In dieser Folge spricht Jan-Arne Gewert mit Julian Funke –IT-Experte, KI-Berater, Buchautor und seit Kindheitstagen tief verwurzelt in der IT-Welt (die Familie ist seit Generationen in der Branche).
Julian berät Unternehmen und Startups bei der intelligenten Prozessgestaltung und hat zwei Bücher zum Thema KI im Mittelstand veröffentlicht. Nebenbei engagiert er sichbei der Freiwilligen Feuerwehr – direkter geht Ergebnisorientierung kaum.
• Julian Funke
• IT-Berater, KI-Experte und Unternehmer
• Erfahrung in Finanzdienstleistung, Startups sowie IT- und KI-Architektur
• Autor von "100 KI Use Cases für den Mittelstand" (2024) https://julian-funke.de/produkt/e-book-100-ki-use-cases-fuer-den-mittelstand/Die Revolution des Wissensmanagements https://shop.haufe.de/prod/die-revolution-des-wissensmangements?srsltid=AfmBOoqtHfMb_Mo3Appvjn7eC9nSN3bSodw16ZpMy3IF4uAoV2pmHoQj
und dem demnächst erscheinenden Buch
Julian bricht früh mit einem verbreiteten Missverständnis:KI ist kein Allheilmittel. Wer schlechte Prozesse automatisiert, bekommtautomatisiert schlechte Prozesse – "garbage in, garbage out". Der Einsatz von KI erfordert zunächst saubere Prozesse, klare Verantwortung und ein realistisches Erwartungsmanagement. Klassische if-then-else-Logik schlägt KI überall dort, wo Determinismus gefragt ist.
Viele mittelständische Unternehmen lehnen Cloud-KI-Systeme grundsätzlich ab und bestehen auf eigener Hardware ("on premises"). Julian versteht die Skepsis, plädiert aber dafür, KI zunächst im kleinen Rahmen, mit unkritischen Daten, überschaubaren Kosten und Cloud-Systemen in deutschenRechenzentren auszuprobieren. Eine verlängerte Probefahrt statt Direktkauf: So lässt sich prüfen, ob KI für den eigenen Prozess überhaupt Sinn ergibt.
Jan-Arne und Julian sind sich einig, dass Regulierung alleinkeine Lösung ist – die Wirklichkeit ändert sich schneller als Gesetze. Juliansieht den EU AI Act jedoch pragmatisch: Er schafft Rechtssicherheit und gibt Beratern eine klare Argumentationsbasis. Jan-Arne betont lieber wertebasiertesHandeln statt Regelflut, und verweist auf den bekannten Harvard-Juristen, der aus Frustration über das Ergebnis des Akts seinen Job aufgab.
Angst vor KI ist bei Führungskräften oft Angst vorBedeutungsverlust. Julian empfiehlt eine nüchterne Analyse: Was genau macht meinen Job aus? Wenn es hauptsächlich das Zusammenfassen von Texten ist – dann kann KI helfen, schneller zu werden. Wenn es Urteilsvermögen, Bauchgefühl und Verantwortung braucht, bleibt der Mensch unverzichtbar. KI als Copilot, nicht als Autopilot.
Ein KI-Modell sollte E-Mail-Bestellungen automatisch insERP-System übertragen. Im Test: 98% Genauigkeit. In der Praxis: 4%. Der Grund: Bestelldetails wurden zwischendurch telefonisch geändert, ohne dass dieser Schritt im dokumentierten Prozess auftauchte. Lehre: KI braucht vollständige Datenketten. Was sie nicht kennt, kann sie nicht lernen.
• Human in the Loop bleibt entscheidend – rechtlich, ethisch und praktisch.
• Medienkompetenz und Wissenskritik sind die wichtigsten Fähigkeiten im KI-Zeitalter.
• KI-gestützte Effizienz kann uns mehr Zeit für das geben, was Menschen gut können: echteZusammenarbeit und Entscheidung mit Verantwortung.
• Buch:"100 KI Use Cases für den Mittelstand" (2024)
• Demnächst:"KI-gestützte Prozessautomatisierung" (erscheint Mitte 2026)
• Studie zu KI im Telefonsupport MIT – Jan-Arneverlinkt nach Verifizierung
• Die Intelligenz in Industrienationen sinkt:
https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1718793115
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/703692/sinkende-intelligenz-die-folgen-koennten-dramatisch-sein"Gebt der KI an den sinnvollen Stellen eine Chance. KI ist nichtdie Lösung für alles. Aber an manchen Stellen wird es uns das Leben und dasArbeiten enorm erleichtern."
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Über diesen Podcast
Dieser Podcast bietet praxisnahe Impulse, inspirierende Gäste und
aktuelle Erkenntnisse für modernes Leadership in Zeiten von
Digitalisierung, KI und neuen Arbeitsmodellen.
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