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Beschreibung
vor 1 Woche
Dies ist Folge 2 von 2. Folge 1 erschien vor einer Woche. Worum
geht's? Nachdem der TI-99/4 endlich fertig entwickelt ist, muss er
sich nun auf dem hart umkämpften Heimcomputermarkt beweisen – gegen
Tandy, Atari und vor allem gegen Commodore. Henner und Chris
erzählen, wie Texas Instruments seinen Rechner vermarktet, warum
die Verpackung bewusst auf das technische Kürzel verzichtet und
stattdessen groß „Home Computer“ verspricht, und wie sich der
Nachfolger 99/4A entwickelt: mit besserer Tastatur, neuem
Grafikmodus, aufgebohrter Sprite-Engine, aber auch gnadenlosem
Rotstift bei Lautsprecher und Kopfhöreranschluss. Es geht um die
Werbekampagne mit Bill Cosby, der in unzähligen Spots stets
denselben Satz wiederholt: „This is the one.“ Um ein teures
Rückrufproblem wegen potenziell gefährlicher Netzteile. Und um die
immer verzweifeltere Suche nach Software für ein System, dessen
exotische Prozessorarchitektur Entwicklerinnen und Entwickler eher
abschreckt als einlädt – im Gegensatz etwa zum gut dokumentierten
6502 in Ataris Rechnern. Trotzdem entsteht nach und nach ein
überraschend vielfältiges und teils hochwertiges Spieleangebot,
nicht zuletzt dank der kreativen Freiheit, die TI seinen eigenen
Entwicklerinnen und Entwicklern lässt, und dank externer Partner
wie Milton Bradley mit ihrem kuriosen MBX-Erweiterungssystem. Am
Ende dreht sich alles um den ruinösen Preiskampf mit Commodore, der
TI schließlich einen Quartalsverlust von 100 Millionen Dollar
beschert und die Aktie einbrechen lässt. Noch auf der Sommer-CES
1983 kündigt TI mit dem winzigen TI-99/2 und einem neuen Topmodell
einen Neuanfang an – doch beide Projekte werden nie veröffentlicht.
Stattdessen zieht sich Texas Instruments im selben Jahr komplett
aus dem Heimcomputergeschäft zurück und verramscht die Restbestände
für 50 Dollar das Stück. Was bleibt, sind rund 2,8 Millionen
verkaufte Geräte weltweit – und ein paar Chips wie der
Soundbaustein SN76489, die in vielen anderen Systemen noch lange
weiterleben. Produktions-Credits: Sprecher, Redaktion: Henner
Thomsen, Christian Schmidt Audioproduktion: Johannes DuBois,
Christian Schmidt Titelgrafik: Johannes DuBois Vielen Dank an Karl
Guttag und Paul Urbanus.
geht's? Nachdem der TI-99/4 endlich fertig entwickelt ist, muss er
sich nun auf dem hart umkämpften Heimcomputermarkt beweisen – gegen
Tandy, Atari und vor allem gegen Commodore. Henner und Chris
erzählen, wie Texas Instruments seinen Rechner vermarktet, warum
die Verpackung bewusst auf das technische Kürzel verzichtet und
stattdessen groß „Home Computer“ verspricht, und wie sich der
Nachfolger 99/4A entwickelt: mit besserer Tastatur, neuem
Grafikmodus, aufgebohrter Sprite-Engine, aber auch gnadenlosem
Rotstift bei Lautsprecher und Kopfhöreranschluss. Es geht um die
Werbekampagne mit Bill Cosby, der in unzähligen Spots stets
denselben Satz wiederholt: „This is the one.“ Um ein teures
Rückrufproblem wegen potenziell gefährlicher Netzteile. Und um die
immer verzweifeltere Suche nach Software für ein System, dessen
exotische Prozessorarchitektur Entwicklerinnen und Entwickler eher
abschreckt als einlädt – im Gegensatz etwa zum gut dokumentierten
6502 in Ataris Rechnern. Trotzdem entsteht nach und nach ein
überraschend vielfältiges und teils hochwertiges Spieleangebot,
nicht zuletzt dank der kreativen Freiheit, die TI seinen eigenen
Entwicklerinnen und Entwicklern lässt, und dank externer Partner
wie Milton Bradley mit ihrem kuriosen MBX-Erweiterungssystem. Am
Ende dreht sich alles um den ruinösen Preiskampf mit Commodore, der
TI schließlich einen Quartalsverlust von 100 Millionen Dollar
beschert und die Aktie einbrechen lässt. Noch auf der Sommer-CES
1983 kündigt TI mit dem winzigen TI-99/2 und einem neuen Topmodell
einen Neuanfang an – doch beide Projekte werden nie veröffentlicht.
Stattdessen zieht sich Texas Instruments im selben Jahr komplett
aus dem Heimcomputergeschäft zurück und verramscht die Restbestände
für 50 Dollar das Stück. Was bleibt, sind rund 2,8 Millionen
verkaufte Geräte weltweit – und ein paar Chips wie der
Soundbaustein SN76489, die in vielen anderen Systemen noch lange
weiterleben. Produktions-Credits: Sprecher, Redaktion: Henner
Thomsen, Christian Schmidt Audioproduktion: Johannes DuBois,
Christian Schmidt Titelgrafik: Johannes DuBois Vielen Dank an Karl
Guttag und Paul Urbanus.
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