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  4. Wie funktioniert der Strommarkt? Warum Deutschland billig exportiert und teuer importiert — TransnetBW
„Der Markt strebt von selbst ins Optimum." — Dr. Dominik Schlipf,
TransnetBW

Tagsüber Sonne satt, der Strompreis fällt ins Negative. Abends,
wenn der Wind fehlt, schießt er auf 500 Euro. Und die Schlagzeile
lautet: „Deutschland verschenkt seinen Strom ans Ausland und
kauft ihn teuer zurück." Klingt nach Wahnsinn. Stimmt das?

Zum zweiten Mal zu Gast: Dr. Dominik Schlipf, Teamleiter
Systembilanz bei TransnetBW. In Episode 1 hat er die Physik des
Stromnetzes erklärt — heute die Ökonomie, die darauf aufsetzt.
Sachlich, ohne Politik, mit der Klarheit eines Mannes, der den
Markt täglich von innen sieht.

In diesem Gespräch erfahrt ihr:

Wie der Day-Ahead-Markt funktioniert — und warum „pay as
cleared" bedeutet, dass alle denselben Preis bekommen

Warum negative Strompreise bis minus 600 Euro kein
Marktversagen sind, sondern Ausdruck nicht steuerbarer Erzeugung

Was der „Spread" mit dem aktuellen Boom an
Großbatteriespeichern zu tun hat

Warum Deutschland seit 2023 Nettoimporteur ist — und was das
für Versorgungssicherheit bedeutet

Warum es keine 100/0-Lösung gibt, sondern das Optimum eher bei
80/20 liegt

Was ein „systemdienliches Marktdesign" wäre — und warum jeder
mit einem Lichtschalter Marktteilnehmer ist

Eine Episode darüber, dass der Strommarkt keine Naturgewalt ist,
sondern ein lernendes System — mit Regeln, die sich permanent
anpassen. Vor 20 Jahren galt ein Netz mit 4 % Solar als
unfahrbar. Heute laufen 40 %.

Staffel: Lieferkette Energie — Wie sicher ist unsere Versorgung?

Hosts: Henrik Schneider & Christian Inderkum

Gast: Dr. Dominik Schlipf, TransnetBW GmbH
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„Wie funktioniert der Strommarkt? Warum Deutschland billig exportiert und teuer importiert — TransnetBW“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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